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Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 52 Antworten
und wurde 4.157 mal aufgerufen
 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

11.03.2020 22:46
COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

11.03.2020 23:27
#2 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat
Dies ist keine Übung.

Dies ist der Ernstfall.

Sehe ich anders. Es ist eine sehr gute Übungsgelegenheit. Das gegenwärtige Szenario geht ja durchaus schlimmer, etwa wenn so ein Virus Spätschäden bringt, eine länger Inkubationszeit hat oder absichtlich von einer fremden Macht ausgebracht wurde (B-Waffe). Meine Beurteilung des deutschen Regierungshandelns verbessert sich dadurch freilich nicht, eher im Gegenteil.

Zitat
Gestern habe ich im Hauptbahnhof zum ersten Mal eine Person mit Schutzmaske gesehen. Ein exotischer Tupfer. Bislang das einzige Mal in den vergangenen zwei Wochen.

Das ist auch für die meisten Menschen übertrieben. Sie haben ja die Graphik von den Sitzplätzen in einem Reisebus gebracht, in dem ein Patient war, der ein paar andere angesteckt hat, aber eben nicht alle seine Nebensitzer.

Zitat
Die Besetzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist bei uns massiv zurückgegangen - ohne durchgezählt zu haben schätze ich die Anzahl der Passagiere in Bahnen und Bussen auf nur ein gutes Viertel der in "normalen Zeiten" zu zählenden Köpfe.

Ehrlich gesagt schließe ich mich dem an. Ich hätte Zeit und Anlaß für ein, zwei kleine Reisen gehabt, aber darauf verzichtet. Daß es auch andere so machen, werte ich als Mißtrauensabstimmung an die Regierung.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

11.03.2020 23:52
#3 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #2
Sehe ich anders. Es ist eine sehr gute Übungsgelegenheit.


Wir müssen es auf jeden Fall bitterernst nehmen. Wir stehen ja auch erst ganz am Anfang. Und die Verantwortlichen haben da Material für einen gewaltigen Scheiterhaufen aufgeschichtet. Ich fürchte, daß das auf jeden Fall noch sehr bitter werden wird. Und zwar im Lauf von ein paar Wochen. Wir haben keinen Vorlauf mehr, um da große Kapazitäten anzuwerfen und hochzuziehen. Deswegen, unter anderem, auch der Blick nach China. Die hatten das wie wir; die hatten unsere Zahlen Anfang Februar in Wuhan. Sie haben das, mit den notwendigen drastischen Maßnahmen, eingefangen, und die Ironie dürfte sein, daß die Kapazitäten, da die Hilfsmittel zu liefern, meiner Kalkulation nach ausschlaggebend sein werden, um das in den anderen Clustern, wo das gerade durch die Decke geht, uns eingeschlossen, entscheidend sein werden.

(Ja, und ich erwarte natürlich auch die VTs, nach denen diese Marktführerschaft und das damit einhergehende Prestige China als Vorsatz ausgelegt werden. Das verkennt dann neben allem anderen, wie das Verhältnis der Chinesen zur Führung beschaffen ist, als Erbteil der Mao-Jahre. Man verzeiht der Regierung Drastik, und ist gewohnt, daß die maximal durchgreift, ohne Rücksicht aufs Individuum. Aber eine willentliche Schädigung - wie es eben unter Mao die Regel war - ist nachgerade undenkbar.)



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

11.03.2020 23:54
#4 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #1
https://zettelsraum.blogspot.com/2020/03/covid-19-munsterland-die-kanzlerin.html


Wie kommt man eigentlich auf die angeblich 25% Mortalität für über 75-jährige, wenn man bei über 80-jährigen bei 15% liegt (ein Wert der deutlich zu hoch liegen dürfte und vollkommen unvorbereitete und Länder mit unterdurchschnittlichem Gesundheitswesen beinhaltet)?

Zur 80%-Belegung der Intensivstationen:

Aus meiner Zeit im Krankenhaus weiss ich nur zu gut, dass die Stationen in der Regel maximal belegt werden - zu Weihnachten, Pharmakongressen in der Karibik oder ähnlichen Anlässen kommt es dann oft zu spontanen Wunderheilungen und/oder Krankheitsverläufen, bei denen dann ganz plötzlich und unerwartet aus medizinischer Sicht kein längerer Krankenhausaufenthalt mehr erforderlich ist.

Von daher ist zu bezweifeln, dass im Ernstfall nicht durchaus mehr Kapazitäten vorhanden sein sollten als suggeriert wird.

Bitterböse Sarkasten könnten übrigens einwerfen, dass die Regierung auf Zeit spielt, um die Rentenkassen zu entlasten bzw. endlich die Entstehung genuiner linksgrüner Mehrheiten zu erzwingen.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

12.03.2020 00:05
#5 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Ehrlich gesagt: ich weiß nicht, wie die auf die Zahlen kommen. Die 80%-Belegung kam von Herrn Spahn, die 25%-Letalität von Herrn Drosten. Auf welcher Grundlage die arbeiten, entzieht sich meiner Kenntnis. (Ich halte die übrigens auch für viel zu hoch.) Ich wollte aber auf etwas anderes hinaus: Dadurch, daß die in der BPK genannt wurden, sind das sozusagen "offizielle Zahlen". Die hat die Regierung bei ihrer Bewertung der Lage genannt. Und wenn die da nicht die tatsächlichen Werte nehmen, wie bei der Belegung (die im BGM ja auf Knopfdruck zu ermitteln sein müßte, per Rundmail an alle KH in spätestens 24 h über aktuell verfügbare Kapazitäten, und per Jahresstatistik), sondern wild was herbeiphantasieren, dann wäre das, glaube ich, um keinen Deut weniger gruselig.

Zitat
wenn man bei über 80-jährigen bei 15% liegt (ein Wert der deutlich zu hoch liegen dürfte und vollkommen unvorbereitete und Länder mit unterdurchschnittlichem Gesundheitswesen beinhaltet)?



Die sind in der Tat ist Ist-Wert für die Gesamtfälle mit drin, weil die eben sämtliche erfaßten Fälle aufgeschlüsselt haben. Wenn freilich unser Gesundheitssystem hier ruckzuck kollabiert, dürften auch bei uns die Werte nach oben gehen.

Zitat
There are two sources that provide age, sex, and comorbidity statistics:

The Report of the WHO-China Joint Mission published on Feb. 28 by WHO, [2] which is based on 55,924 laboratory confirmed cases. The report notes that "The Joint Mission acknowledges the known challenges and biases of reporting crude CFR early in an epidemic" (see also our discussion on: How to calculate the mortality rate during an outbreak)
A paper by the Chinese CCDC released on Feb. 17, which is based on 72,314 confirmed, suspected, and asymptomatic cases of COVID-19 in China as of Feb. 11, and was published in the Chinese Journal of Epidemiology [1]

[2] https://www.who.int/docs/default-source/...inal-report.pdf
[1] http://weekly.chinacdc.cn/en/article/id/...9b-fea8db1a8f51


https://www.worldometers.info/coronaviru...graphics/#ref-2



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

12.03.2020 00:54
#6 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat
To help stop the virus from spreading, health experts have been calling on the government to speed up the testing process to identify COVID-19 and help patients get treatments earlier. But a much faster approach may soon be needed after doctors discovered in hard-hit Washington that some patients died even without developing symptoms of coronavirus infection.

Life Care Center in Kirkland, Washington, said that 15 patients recently died of COVID-19 “in just a matter of a few hours" without symptoms. The facility is also monitoring dozens of its workers that have been infected, while 55 residents are scheduled for testing.

"It was surprising and shocking to us that we have seen that level of escalation from symptoms to death," Tim Killian, a spokesperson for Life Care Center, said.



https://www.medicaldaily.com/coronavirus...aDp9yASfj3fDIN4



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

12.03.2020 01:03
#7 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Der beste und klarste Artikel, den ich zum Thema gesehen habe, was die Ausbreitung und die Konsequenzen der Eindämmung betrifft. Ziemlich lang, es lohnt sich aber unbedingt, das durchzulesen.

https://medium.com/@tomaspueyo/coronavir...ie-f4d3d9cd99ca



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Llarian Offline



Beiträge: 4.882

12.03.2020 01:25
#8 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #4
Wie kommt man eigentlich auf die angeblich 25% Mortalität für über 75-jährige, wenn man bei über 80-jährigen bei 15% liegt (ein Wert der deutlich zu hoch liegen dürfte und vollkommen unvorbereitete und Länder mit unterdurchschnittlichem Gesundheitswesen beinhaltet)?

Ich glaube solche Zahlen kommen zustande, wenn man den Unterschied zwischen einem vorhandenen und einem zusammenbrechenden Gesundheitssystem betrachtet. Nur: Wir stehen vor zweiterem. Und zwar DEUTLICH.

Nehmen wir mal an ihre These sei richtig und die Belegungshöhe sei tatsächlich deutlich übertrieben (das sie übertrieben ist, kann man schon als ziemlich gesichert annehmen). Aber gehen wir wirklich davon aus, sie sei übertrieben und damit es auch richtig passt, gehen wir davon aus, sie sei zu 100% übertrieben. Also hätte man im Idealfall 28.000 Intensivbetten zur Verfügung. Jetzt nehmen wir an, in vielleicht zwei Monaten haben wir in einer Woche eine Million Neuinfektionen. Bei ungefähr 20% der Menschen entwickelt sich eine Pneumonie, die in der Hälfte der Fälle hospitalisiert werden muss. Dann brauchen Sie auf einen Schlag 100.000 Betten. Sie haben aber nur 28.000. Das heißt Dreiviertel der Patienten bekommen keine Beatmung. Und schon ergibt sich aus einer ursprünglichen Letalität von 2% (immer noch hoch genug) eine von 8%. Das sind dann mehr als zehntausend Tote in nur einer Woche. Und das auch nur, wenn sich eine Million ansteckt. Es werden am Ende wohl mehr sein.

Ich bin nicht die Kassandra die ausruft "Wir werden alle sterben". Aber ich finde es inzwischen nur noch absurd mit welch traumtänzerischer Verachtung dieses Land in eine echte Katastrophe hinein läuft. Hier werden im nächsten halben Jahr mehr als ein Prozent der Bevölkerung an einer Seuche sterben, wenn es dumm läuft mehrere Prozent. Und unsere Kanzlerdarstellerin schwätzt davon was für einen "tollen Job" ihr Gesundheitsminister macht, indem er Däumchen dreht und sich ums Kurzarbeitergeld kümmert. Die haben alle den Schuss nicht gehört.

Vor nicht mal einer Woche haben wir hier darüber gesprochen was es kosten würde zwei Wochen die Schulen zu schließen. Noch andere haben gefordert das ganze Land in Corona-Ferien zu schicken. Wir werden, und das wird nicht lange dauern, noch davon träumen wie billig das geworden wäre, wenn wir das getan hätten.

Zitat
Von daher ist zu bezweifeln, dass im Ernstfall nicht durchaus mehr Kapazitäten vorhanden sein sollten als suggeriert wird.


Das Problem ist, wir bräuchten eine Potenz mehr und selbst dann wäre es zu wenig. Lernt denn keiner was aus Italien? Das ist nicht Somalia. Und die Menschen sterben wie die Fliegen.

Zitat
Bitterböse Sarkasten könnten übrigens einwerfen, dass die Regierung auf Zeit spielt, um die Rentenkassen zu entlasten bzw. endlich die Entstehung genuiner linksgrüner Mehrheiten zu erzwingen.


Vielleicht bin ich angesichts der Krise zu mutig, aber diese Regierung wird die Krise nicht überstehen.

Mal ganz nebenbei gesprochen: China hat den Schuss gehört. Und mit gewaltigem Aufwand die Seuche eingegrenzt. Denn genau das, was man hier meint nicht machen zu können, hat man in China getan. Die Leute von der Strasse geholt, Produktion geschlossen, Schulen geschlossen, die Menschen eingesperrt. Die Bilder aus Wuhan sind bekannt. Und deswegen hat man in China derzeit etwa 60 Neuinfektionen pro Tag. Gegenüber dem fünffachen in Deutschland. Ich will sicher in keiner Diktatur leben. Aber diese Diktatur tut mehr für das Überleben seiner Bürger als dieser Haufen in Berlin. Und noch nebenbeiher: Es muss nicht einmal eine Diktatur sein. In Israel reisen Sie derzeit auch nicht ohne Isolation ein. Aber in Deutschland ist das alles unverhältnismäßig weil wir eine Kanzlertruse haben, die nicht von 12 bis Mittags denken kann, wenn es nicht vorher drei Tage in der Zeitung gestanden hat.

Llarian Offline



Beiträge: 4.882

12.03.2020 02:00
#9 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #7
Der beste und klarste Artikel, den ich zum Thema gesehen habe, was die Ausbreitung und die Konsequenzen der Eindämmung betrifft. Ziemlich lang, es lohnt sich aber unbedingt, das durchzulesen.

https://medium.com/@tomaspueyo/coronavir...ie-f4d3d9cd99ca



Dieser Artikel sollte die absolute PFLICHTLEKTÜRE für jeden einzelnen nicht nur dieses Forums sondern auch jeden Politiker in diesem Lande sein. Wenn im Laufe der letzten Jahre ein Link wirklich betont werden sollte, dann ist es dieser. Aus meiner Sicht: Absoluter und totaler Lesebefehl!

Ernsthaft: Lest das! Lest das alle!

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.220

12.03.2020 02:32
#10 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Wozu? Ich weiß, dass Merkel eine Mörderin ist und ihre Klatschhasen dazu. Seht meine Signatur. Merkel mordet. Punkt. Ist mir bekannt.

Ich tue, was ich kann, aber gegen den kollektiven Wahnsinn, einer geisteskranken Mörderin zuzujubeln, kann ich nichts machen. Dieses Land will, dass Merkel alles in den Abgrund reißt. Merkel ist der Führer, aber das Volk will das so.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.

Llarian Offline



Beiträge: 4.882

12.03.2020 02:52
#11 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #10
Ich tue, was ich kann, aber gegen den kollektiven Wahnsinn, einer geisteskranken Mörderin zuzujubeln, kann ich nichts machen. Dieses Land will, dass Merkel alles in den Abgrund reißt. Merkel ist der Führer, aber das Volk will das so.

NEIN. Will es nicht. Das Volk Volk will erst einmal erstaunlich wenig und vor allem sieht es die Alternative nicht (die ja auch nicht unbedingt toll sind). Genausogut könnte man sagen das Volk hätte Erich Honnecker oder Adolf Hitler haben wollen. Ja, es gibt große Mengen, die solche Leute tatsächlich wollen. Aber Mehrheiten sind es nicht, vor allem nicht, wenn die Folgen solcher Leute offenbar werden.

Merkel wird nicht mehr im nächsten Jahr regieren, selbst ihr konzentrierter Propaganda-Apparat gerät an seine Grenzen. Wenn das Volk wirklich Merkel wollte, dann bräuchte es keine Staatspropaganda, Staatspresse, Künstler- Kirchenfront und nicht zuletzt staatlich finanzierte Rollkommandos, die politisch Unliebige nachts mit Molotov-Cocktails angreifen. Das bräuchte es alles nicht. Und dennoch ist das mehr und mehr präsent.

Martin Offline



Beiträge: 3.295

12.03.2020 07:05
#12 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #10
Ich tue, was ich kann, aber gegen den kollektiven Wahnsinn, einer geisteskranken Mörderin zuzujubeln, kann ich nichts machen. Dieses Land will, dass Merkel alles in den Abgrund reißt. Merkel ist der Führer, aber das Volk will das so.


Ich glaube, Merkel hätte bei der BPK auch Otto Walkes mimen können "Seid Ihr noch alle daaa? Jaaa, aber nicht mehr lange!". Und die hätten wohl alle applaudiert. Viel mehr hat sie aber tatsächlich nicht gesagt.

Die USA verhängen einen 30-tägigen Einreisestopp, unsere Schulen sind nach wie vor offen, meine Frau arbeitet in der Radiologie nach wie vor ohne Schutz nahe an Patienten. Sie muss lediglich zur Nachkontrolle, weil sie vor einiger Zeit einen Patienten mit TBC hatte, ohne es zu wissen. Sich in diesem Land zu schützen ist irgendwie uncool.

Hier ist in drei Tagen verkaufsoffener Sonntag. Ich bin gespannt, wie hoch die Resonanz ist.

Gruß
Martin

strubbi77 Online



Beiträge: 294

12.03.2020 10:51
#13 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #9
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #7
Der beste und klarste Artikel, den ich zum Thema gesehen habe, was die Ausbreitung und die Konsequenzen der Eindämmung betrifft. Ziemlich lang, es lohnt sich aber unbedingt, das durchzulesen.

https://medium.com/@tomaspueyo/coronavir...ie-f4d3d9cd99ca



Dieser Artikel sollte die absolute PFLICHTLEKTÜRE für jeden einzelnen nicht nur dieses Forums sondern auch jeden Politiker in diesem Lande sein. Wenn im Laufe der letzten Jahre ein Link wirklich betont werden sollte, dann ist es dieser. Aus meiner Sicht: Absoluter und totaler Lesebefehl!

Ernsthaft: Lest das! Lest das alle!
Der Artikel gefällt mir, insbesondere sind die Zahlen recht realistisch. Auch gefällt mir die Grafik zu flatten the curve, die von einer Verdopplung der Kapazität des Gesundheitssystems ausgeht.
Genau das was ich hier in Deutschland vermisse. Eine Verdopplung/Ver-N-Fachung der Kapazität. Strategische Reserven an Sanitätspersonal identifizieren, schulen und Ausrüsten. Das ist eine Maßnahme dessen Vorbereitung am spätestens am 29.1.2020 hätte begonnen werden können.

Pyramidemäßig!

Ehemalige Sanitätsfahrer -> First Responder
First-Responder -> Standardbesatzung Krankenwagen
Standardbesatzung Krankenwagen -> Unterstützung Eingangsuntersuchung SARS-CoV-2

Stufe 1 (erste Firewall): Grenzen Dicht, Einzelfälle identifizieren und nachverfolgen (Taiwan)
Stufe 2 (zweite Firewall): Teil-Lockdown (Deutschland)
Stufe 3 (dritte Firewall): Abschirmen aller Risikopersonen. Vermeiden von Kontakt von RP zu potentiellen Superspreadern bzw. falls Kontakt, dann geschützt. (Postboten, Essen auf Rädern, Pflegepersonal).
Einkäufe werden durch Nachbarn erledigt.
Hygienebox für Pflegepersonal/Besuch
weitere Maßnahmen.

Es sind 6 Wochen seit den ersten Fällen in Deutschland vergangen. Ich sehe bei den Kliniken auf lokaler Ebene durchaus die Fortschritte, aber die Überlegung diese durch eine allgemeine Mobilmachung zu unterstützen sehe ich nicht.

Zitat von Jens Spahn 29.01.2020

Der Minister bekräftigte: «Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland bleibt nach unserer Einschätzung weiterhin gering.» Man nehme die Situation ernst und sei gut vorbereitet. «Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund.»


Es mag übertrieben sein, aber eine Schulung von Hilfspersonal würde im Zweifel auf Dauer eine Erhöhung der Qualität im Gesundheitswesen bringen. (Erste-Hilfe-Kenntnisse usw.)

Was mir auch fehlt ist der Plan, welche Betriebe für flatten the curve oder Erhöhung der Kapazität notwendige Artikel produzieren und deswegen durch Leiharbeiter und Modifierung von Lieferketten unterstützt werden müssen. Es ist schon klar, dass nicht von heute auf Morgen von 28.000 Intensivbetten auf 56.000 erhöht werden kann. Aber es müssen jetzt keine allgemeine Intensivbetten sein, sondern nur speziell für diesen Fall ausgestattete. Wert pro gerettetem Lebensjahr = 25.000€ Bei 4-6 Fällen, die durch ein so aufgebautes Zimmer gerettet werden können, darf das ruhig mal 500 T€ kosten.

Was mir aber derzeit generell fehlt ist der Ausblick für die Länder die überrollt wurden (Wie erkennt man den Peak usw. ) und ein gleichzeitiges aufbauen der dritten Firewall. Derzeit wird nur Stufe 2 gezündet, aber Stufe 3 nur halbherzig umgesetzt. Diese müsste extrem verstärkt ausgebaut werden.

Thema ist, dass man für Deutschland nicht sagen kann wie hoch derzeit der gesamte Infektionsstand ist. Die derzeit 2.000 Personen sind für mich eher 120.000 ... zwischen den derzeit 3 (4) verstorbenen Personen und 200.000 als mögliche Gesamtzahl fehlt auch noch sehr viel.

strubbi
Es geht nichts verloren, ausser der Fähigkeit es wiederzufinden.

Nola Offline




Beiträge: 1.638

12.03.2020 13:27
#14 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Bezeichnend war ja auch die Aussage, welche vom ersten Tage der Kenntnis des Virus an und die dann durch alle gängigen Medien, Moderatoren und gesundheitspolitischer Sprecher sowie auch Experten kolpotiert wurde:

Wirklich gefährdet sind nur die Älteren sowie Menschen die sowieso schon Vorerkrankungen haben.


Das wurde so vorgetragen, das es zum einen beruhigend wirken sollte, auf der anderen Seite die Gefährdeten als vernachlässigbare Masse darstellten. Da wird und kann einem schon Angst und Bange werden. Kriegen wir italienische Verhältnisse (es braucht ja nicht laut gesagt werden in den dann noch vorhandenen Intensivstationen) dann hat der Patient wenig Glauben an sich selbst und seine Genesung, was zu Paniken und ähnl. führt. Mit der o.g. Aussage vermisse ich auch die sonstige humanitäre Einstellung und das zwingend notwendige Retten von Menschen, die sich in gesundheitsgefährdeten "Verhältnissen" befinden.

Wäre die o.g. Aussage: wir kämpfen um jedes Menschensleben ob alt oder jung usw. und man hätte weiterhin gesagt, das "Vorbelastete" Menschen bitte auf sich aufpassen sollen und was sie tun können und wie der Hausarzt da unterstützend stabilisierend vorgehen kann, ja, dann hätte der "Einstieg zur Information" des Virus einen menschenwürdigen und freundlichen Ton gehabt. Auch das sind die Dinge, die es zu beachten gilt und die in ihrer vorgebrachten, dahingesagten Sorglosigkeit mehrere Mio. Bürger verunsichern. Im Bundestag von den "bekannten" Schulterklopfern würde diese Ansage jetzt mit den Worten "Sie sollten sich schämen" enden.

♥lich Nola

Eloman Offline



Beiträge: 151

12.03.2020 14:25
#15 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Gibt es da nicht auch sowas wie den Sanitätsdienst der Bundeswehr? Zumindest als Verfügungsreserve? Ich gehe mir auf jeden Fall gleich noch bei meinem Hausarzt ne Pneumokokkenimpfung abholen. Ich denke, das kann in der momentanen Situation nicht schaden.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.145

12.03.2020 14:57
#16 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Eloman im Beitrag #15
Gibt es da nicht auch sowas wie den Sanitätsdienst der Bundeswehr? Zumindest als Verfügungsreserve?
Tja. Einerseits hat die Einführung des Gefechtsübungzentrums in der Altmark in den 90ern mit realistischen Übungszenarien gezeigt, daß man im Gefecht doch mehr Sanitätskräfte braucht, als man lange dachte. Andererseits wurde der Sanitätsdienst bei den folgenden Bundeswehrreformen genauso verkleinert. Außerdem ist eine Kritik an der Neuordnung des Sanitätsdienstes gewesen, daß mehr Ärzte in Verwaltungspositionen gebunden seien. Und zuletzt war der Sanitätsdienst durch Auslandseinsätze stets besonders beansprucht, da die politische Hemmschwelle für reine Sanitätsmissionen besonders niedrig ist und andere Bundeswehreinsätze stets ebenfalls eigene Sanitätskräfte brauchen.

Also nein, ich würde nicht erwarten, daß es da Reserven gibt.


Zitat von Eloman im Beitrag #15
Ich gehe mir auf jeden Fall gleich noch bei meinem Hausarzt ne Pneumokokkenimpfung abholen. Ich denke, das kann in der momentanen Situation nicht schaden.
Das ist in der Tat eine gute Idee.

strubbi77 Online



Beiträge: 294

12.03.2020 15:43
#17 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #14
Bezeichnend war ja auch die Aussage, welche vom ersten Tage der Kenntnis des Virus an und die dann durch alle gängigen Medien, Moderatoren und gesundheitspolitischer Sprecher sowie auch Experten kolpotiert wurde:

Wirklich gefährdet sind nur die Älteren sowie Menschen die sowieso schon Vorerkrankungen haben.

Keine Ahnung, die ersten Zahlen, die ich gesehen habe sagen aus, dass 0,2% der Bevölkerung < 40 auch gefährdet sind.
https://www.flattenthecurve.com/ -> 0,2% Das ergibt bei einer Ausbruchsrate von 14% (20% * 0,7) 10.000 zusätzliche Tote unter 40.


Altersbereich Bevölkerung(2017) Lethalität
in Mio in .de nach Ansteckung Ansteckungsquote Tote
0-19 15,25 0,2% 14% 4271
20-29 9,90 0,2% 14% 2772
30-39 10,45 0,2% 14% 2927
40-49 10,73 0,4% 14% 6010
50-59 13,37 1,3% 14% 24333
60-69 10,09 3,6% 14% 50837
70-79 7,85 8,0% 14% 87890
80+ 5,15 14,8% 14% 106722
82,792 285762

Das ist eine nicht zu unterschätzende Menge. 285.000 Personen brauchen eine enorme Kapazität an Behandlung. Wenn man jetzt Teilen könnte. < 60 und > 60. < 60 jetzt und die älteren später. Bräuchte man nur für 40.000 * 5 / zeitlichen Verlauf ein Behandlung. Dies würde das System nicht an die Wand fahren.

strubbi
Es geht nichts verloren, ausser der Fähigkeit es wiederzufinden.

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

12.03.2020 19:56
#18 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #9
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #7
Der beste und klarste Artikel, den ich zum Thema gesehen habe, was die Ausbreitung und die Konsequenzen der Eindämmung betrifft. Ziemlich lang, es lohnt sich aber unbedingt, das durchzulesen.

https://medium.com/@tomaspueyo/coronavir...ie-f4d3d9cd99ca



Dieser Artikel sollte die absolute PFLICHTLEKTÜRE für jeden einzelnen nicht nur dieses Forums sondern auch jeden Politiker in diesem Lande sein. Wenn im Laufe der letzten Jahre ein Link wirklich betont werden sollte, dann ist es dieser. Aus meiner Sicht: Absoluter und totaler Lesebefehl!

Ernsthaft: Lest das! Lest das alle!

Der Artikel ist ok, fundierter als der Großteil vergleichbarer Artikel.

Wenn ich mir jedoch die Zahlen für Deutschland auf Wikipedia - die vom RKI stammen - ansehe, so kann von exponentiellem Wachstum bislang nicht wirklich die Rede sein - vorausgesetzt die Zahlen spiegeln die tatsächliche Situation wieder:

Bestätigte Infektionen (neue Fälle) in Deutschland

01.03.: +51
02.03.: +33
03.03.: +38
04.03.: +52
05.03.:. +160
06.03.: +239
07.03.: +156
08.03.: +107
09.03.: +237
10.03.: +157
11.03.: +271

Frankenstein Offline




Beiträge: 769

12.03.2020 20:00
#19 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von strubbi77 im Beitrag #17
Zitat von Nola im Beitrag #14
Bezeichnend war ja auch die Aussage, welche vom ersten Tage der Kenntnis des Virus an und die dann durch alle gängigen Medien, Moderatoren und gesundheitspolitischer Sprecher sowie auch Experten kolpotiert wurde:

Wirklich gefährdet sind nur die Älteren sowie Menschen die sowieso schon Vorerkrankungen haben.

Keine Ahnung, die ersten Zahlen, die ich gesehen habe sagen aus, dass 0,2% der Bevölkerung < 40 auch gefährdet sind.
https://www.flattenthecurve.com/ -> 0,2% Das ergibt bei einer Ausbruchsrate von 14% (20% * 0,7) 10.000 zusätzliche Tote unter 40.


Altersbereich Bevölkerung(2017) Lethalität
in Mio in .de nach Ansteckung Ansteckungsquote Tote
0-19 15,25 0,2% 14% 4271
20-29 9,90 0,2% 14% 2772
30-39 10,45 0,2% 14% 2927
40-49 10,73 0,4% 14% 6010
50-59 13,37 1,3% 14% 24333
60-69 10,09 3,6% 14% 50837
70-79 7,85 8,0% 14% 87890
80+ 5,15 14,8% 14% 106722
82,792 285762

Das ist eine nicht zu unterschätzende Menge. 285.000 Personen brauchen eine enorme Kapazität an Behandlung. Wenn man jetzt Teilen könnte. < 60 und > 60. < 60 jetzt und die älteren später. Bräuchte man nur für 40.000 * 5 / zeitlichen Verlauf ein Behandlung. Dies würde das System nicht an die Wand fahren.

Mit Verlaub - aber diese Zahlen 1:1 auf Deutschland zu übertragen ist Quatsch, zumal sie ohnehin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Vergleich zur realen Situation deutlich zu hoch sein dürften und es keine 100% Durchseuchung geben wird.

TF Offline



Beiträge: 229

12.03.2020 20:30
#20 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Nola im Beitrag #14
Bezeichnend war ja auch die Aussage, welche vom ersten Tage der Kenntnis des Virus an und die dann durch alle gängigen Medien, Moderatoren und gesundheitspolitischer Sprecher sowie auch Experten kolpotiert wurde:

Wirklich gefährdet sind nur die Älteren sowie Menschen die sowieso schon Vorerkrankungen haben.




Ein Gegenbeispiel aus meinem Familienkreis (Ehemann einer Verwandten): Mann Anfang 60, ohne relevante Vorerkrankung, bis dahin sehr gesund und trainierte für Triathlon, liegt jetzt nach Coronainfektion im künstlichen Koma.

Natürlich trifft es aber natürlich Ältere und sowieso Kranke meist härter, auch bei anderen Krankheiten oder auch bei Stürzen. Der Grat zwischen Hysterie und Verharmlosung ist hier sehr schmal.

Eloman Offline



Beiträge: 151

12.03.2020 21:52
#21 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #16
Zitat von Eloman im Beitrag #15
Gibt es da nicht auch sowas wie den Sanitätsdienst der Bundeswehr? Zumindest als Verfügungsreserve?
Tja. Einerseits hat die Einführung des Gefechtsübungzentrums in der Altmark in den 90ern mit realistischen Übungszenarien gezeigt, daß man im Gefecht doch mehr Sanitätskräfte braucht, als man lange dachte. Andererseits wurde der Sanitätsdienst bei den folgenden Bundeswehrreformen genauso verkleinert. Außerdem ist eine Kritik an der Neuordnung des Sanitätsdienstes gewesen, daß mehr Ärzte in Verwaltungspositionen gebunden seien. Und zuletzt war der Sanitätsdienst durch Auslandseinsätze stets besonders beansprucht, da die politische Hemmschwelle für reine Sanitätsmissionen besonders niedrig ist und andere Bundeswehreinsätze stets ebenfalls eigene Sanitätskräfte brauchen.

Also nein, ich würde nicht erwarten, daß es da Reserven gibt.


Zitat von Eloman im Beitrag #15
Ich gehe mir auf jeden Fall gleich noch bei meinem Hausarzt ne Pneumokokkenimpfung abholen. Ich denke, das kann in der momentanen Situation nicht schaden.
Das ist in der Tat eine gute Idee.



Keine mehr bekommen.Auch nicht bei den drei anderen, die ich danach aufgesucht habe. Beim Nachschub sieht's im Moment auch sehr mau aus.

strubbi77 Online



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13.03.2020 09:01
#22 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Eloman im Beitrag #21
Keine mehr bekommen.Auch nicht bei den drei anderen, die ich danach aufgesucht habe. Beim Nachschub sieht's im Moment auch sehr mau aus.
Das ist mein Hauptbedenken, dass aufgrund des Lockdowns zu viele Lieferketten unterbrochen werden und dann irgendwie Krebsmittel X oder OP-Besteck Y fehlt.
In den Pandemieplänen sind wir an dem Punkt an dem alles noch einigermaßen gut beschrieben ist. Aber den Plan wie die Scherben in 4-6 Wochen aufgeräumt werden und ab welchem Zeitpunkt der Lockdown gelockert wird muss ich noch suchen.

strubbi
Es geht nichts verloren, ausser der Fähigkeit es wiederzufinden.

Ulrich Elkmann Offline




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13.03.2020 11:26
#23 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Shutdown.

Gerade hat Rheinland-Pfalz als viertes Bundesland Schulen und KITAs ab Montag geschlossen und den Beginn des Sommersemesters auf die Woche nach Ostern (18.4.) verschoben. Bayern, das Saarland und Niedersachsen waren heute morgen soweit.

Um 14:00 Findet in NRW eine Ministerkonferenz statt. Anschließend dürfte man heute, bis zum Abend, damit gleichziehen.

Korrektur: als fünftes. Bremen war noch eher. PPS. 11:38: Gerade kommt: Hamburg ditto.

13:30 - NRW schließt ab der nächsten Woche alle Kindergärten und Schulen.

14:03. Baden-Württemberg folgt.

Nachtrag zu NRW: Vorlesungsbeginn auf den 19.4. verlegt. Keine Besuche mehr in Altersheimen.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

strubbi77 Online



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13.03.2020 14:59
#24 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #18
Wenn ich mir jedoch die Zahlen für Deutschland auf Wikipedia - die vom RKI stammen - ansehe, so kann von exponentiellem Wachstum bislang nicht wirklich die Rede sein - vorausgesetzt die Zahlen spiegeln die tatsächliche Situation wieder:

Bestätigte Infektionen (neue Fälle) in Deutschland

01.03.: +51
02.03.: +33
03.03.: +38
04.03.: +52
05.03.:. +160
06.03.: +239
07.03.: +156
08.03.: +107
09.03.: +237
10.03.: +157
11.03.: +271
Eine jeweilige Verdopplung alle 2-3 Tage ist für mich ein exponentielles Wachstum.
28.3 -> 1.3: 53 auf 117
1.3 -> 4.3: 117 auf 240
3.3 -> 5.3: 188 auf 400
5.3 -> 8.3: 400 auf 902
9.3 -> 12.3 1139 auf 2369

Die Zahlen vom 10.3 und 11.3 kann man nicht werten, da NRW in der Zeit eine Änderung von 0 hatte. Die Zahlen vom RKI sind sicher nicht überschätzt. Alle einzelnen Bundesländer bis auf NRW (Sonderfall Landkreis Heinsberg) haben vom 9.3 auf den 12.3 eine Verdopplung.
Man kann jetzt darüber streiten ob die Verdopplung alle 2 oder 3 Tage statt findet.
Man kann auch darüber streiten wie die aktuell 2369 im Vergleich zur echten Zahl im Verhältnis stehen. Wenn man die Zahl der Intensivpatienten sieht könnte die Zahl noch im korrekten Bereich liegen. Aber ich vermute, dass es nicht so ist.

Stand jetzt sind irgendwas zwischen 130.000 und 777.000 Personen infiziert. Wenn der Lockdown dazu führt, dass diese Vervielfachung auf 1 zu 1 statt 1 zu 6 alle 5 Tage reduziert wird ist man im richtigen Bereich. Bedeutet aber 60-80 Wochen bis alles durch ist ...

strubbi
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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 8.015

13.03.2020 15:53
#25 RE: COVID-19. Münsterland. Die Kanzlerin spricht. Antworten

Zu Sterbealter & Komorbidität. Als Nebeneffekt bei der Studie, die den Nachweis erbracht hat, daß der Virus bis zu 37 Tage in den Atemwegen Infizierter nachgewiesen worden ist (am 11.3. in The Lancet publiziert) springt mir dieser Passus ins Auge (Hervorhebungen von mir):

Zitat von Clinical course and risk factors for mortality of adult inpatients with COVID-19 in Wuhan, China: a retrospective cohort study
813 adult patients were hospitalised in Jinyintan Hospital or Wuhan Pulmonary Hospital with COVID-19 before Jan 31, 2020. After excluding 613 patients that were still hospitalised or not confirmed by SARS-CoV-2 RNA detection as of Jan 31, 2020, and nine inpatients without available key information in their medical records, we included 191 inpatients (135 from Jinyintan Hospital and 56 from Wuhan Pulmonary Hospital) in the final analysis. 54 patients died during hospitalisation and 137 were discharged. The median age of the 191 patients was 56·0 years (IQR 46·0–67·0), ranging from 18 years to 87 years, and most patients were male (table 1). Comorbidities were present in nearly half of patients, with hypertension being the most common comorbidity, followed by diabetes and coronary heart disease (table 1).



https://www.thelancet.com/journals/lance.../fulltext#bib33

Durchschnittliches Sterbealter 56 Jahre; Vorerkrankungen nur in der Hälfte der Fälle registriert.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

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