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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 90 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Doeding Offline




Beiträge: 2.486

08.01.2021 08:52
#26 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #24
Zitat von Doeding im Beitrag #8
Und im umgekehrten Fall soll man bewußt Chinesen sterben lassen, damit Deutsche überleben?

Aber selbstverständlich. Das(!) ist der Job der Regierung. Ernsthaft: Ich kann nicht nachvollziehen, warum man eine so trivial schreiende Notwendigkeit auch nur in Zweifel ziehen kann. Der Job der Bundesregierung, bzw. überhaupt des deutschen Staatswesens, ist das Wohl und Überleben des deutschen(!) Volkes. Nicht des chinesischen. Nicht des amerikanischen. Nicht das von Irgendwem. Des deutschen Volkes (was nicht heissen soll, dass kein Chinese dazu gehören kann, wenn er denn hier lebt).


Wäre denn dann ein Angriffskrieg gegen einen anderen Staat, der sich den Impfstoff in großen Mengen gesichert hätte, ebenfalls legitim? Wenn man das, was Du schreibst, zuende denkt, jedenfalls ja. Nur daß das Grundgesetz dergleichen niemals hergäbe (und der Zustand der Bundeswehr selbstverständlich ebenfalls nicht).

Ansonsten nochmal zur Klarstellung: ja, es wäre der Job der Regierung gewesen, sich im Wettbewerb, ja in Konkurrenz, mit anderen Staaten ausreichend Impfstoff zu sichern, und sie hat hier -wieder einmal- kläglich versagt.

Dennoch kann ich dem Begriff des "Impfstoff-Nationalismus" durchaus etwas abgewinnen, weil er daran erinnert, daß es Formen des Nationalismus gibt, die sich vor allem darin zeigen, daß die Interessen anderer Länder aggressiv weggedrückt werden und der ein friedliches Zusammenleben auf lange Sicht schwierig bis unmöglich macht. Historische Beispiele hierfür sind Legion. Daß die Welt, nicht erst mit Gründung des Völkerbundes, versucht hat, zunehmend kooperativ-arbeitsteilig und interdependent zu werden, liegt historisch genau hierin begründet.

Herzliche Grüße,
Andreas

How about another joke, Murray?

Martin Offline



Beiträge: 3.575

08.01.2021 10:04
#27 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #26
Dennoch kann ich dem Begriff des "Impfstoff-Nationalismus" durchaus etwas abgewinnen, weil er daran erinnert, daß es Formen des Nationalismus gibt, die sich vor allem darin zeigen, daß die Interessen anderer Länder aggressiv weggedrückt werden und der ein friedliches Zusammenleben auf lange Sicht schwierig bis unmöglich macht. Historische Beispiele hierfür sind Legion. Daß die Welt, nicht erst mit Gründung des Völkerbundes, versucht hat, zunehmend kooperativ-arbeitsteilig und interdependent zu werden, liegt historisch genau hierin begründet.


Schimmert da nicht ein bisschen politische Naivität durch? Ich würde mal behaupten, dass diese kooperative Arbeitsteilung und Interdependenz ein Konstrukt ist, das nur unter einigermaßen Gleichrangigen funktioniert, wo ein 'tit for tat' erfolgreicher ist, als ein 'the winner takes it all'. Es hat China nicht geschadet, im Frühjahr weltweit alle Masken einzusammeln, und die kooperative Haltung unserer Regierung hat ihr umgekehrt diesen Nutzen nicht gebracht. China sitzt beispielsweise in der Versorgung wichtiger Medikamente schlicht am längeren Hebel. Sie sehen das schon richtig, auch militärisch ist Deutschland inzwischen ein nobody. So wie Togo, Gambia, Kenia im Zweifel einfach hinten runter fallen. Das Militär ist generell sicher eine Option (warum ist die Bundeswehr in Mali?), die aktuell bevorzugte Option ist meist viel Geld.

Man betrachte mal nicht Nationen, sondern Konzerne. Als es nach Fukushima bestimmte Bauteile nicht mehr gab, ging eine Jagd auf irgendwelche Restbestände weltweit los. Nix mit Kooperation. Kooperation hätte es vielleicht dort gegeben, wo es im Tausch eine win-win-Situation gegeben hätte. Und - wäre es um eine wichtige US-Firma gegangen - hätte vielleicht auch Druck von Regierungsseite helfen können. Es gilt nach wie vor die Regel des längeren Hebels. Und weil das so ist, haben Konzerne vernünftigerweise ein Risikomanagement, das Abhängigkeiten erkennt und reduziert. Genau das stünde auch einer Regierung gut an. Anstatt von kooperativ-arbeitsteilig zu träumen, sollte sie ein funktionsfähiges Risikomanagement haben. Bei den Masken hat unsere Regierung versagt. Bei den Impfstoffen hat sie insofern versagt, dass sie dies aus ihrer Hand gegeben hat an eine Institution, die den Bürgern nicht verantwortlich ist. Bei der Produktion von wichtigen Medikamenten versagt sie latent, vor allem, da das Land das know how selbst hat. Schaut man sich die Politik gegenüber dem Irak, Syrien oder Iran an, dann versteht man, wie wichtig eine autonome Versorgung ist. Vermeidung auf Abhängigkeit ist im ersten Ansatz teurer, langfristig aber nicht. Ich denke, man muss trennen zwischen schönen Worten á la Merkel und der harten Realität. Ich bin auf den nächsten Blackout gespannt: Ob uns die Nachbarländern lieber abkoppeln, anstatt sich selbst in die Bredouille zu bringen?

Gruß
Martin

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

08.01.2021 10:58
#28 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #26
Historische Beispiele hierfür sind Legion. Daß die Welt, nicht erst mit Gründung des Völkerbundes, versucht hat, zunehmend kooperativ-arbeitsteilig und interdependent zu werden, liegt historisch genau hierin begründet.


Weil der Begriff des "Angriffskriegs" fiel. Ist jetzt ein Nebenkriegsschauplatz (ahem...), aber historisch dürften Nationalstaaten dafür wesentlich weniger anfällig sein als imperialistische, über die eigene Nation hinausgreifende Gebilde. Das gilt zumindest seit der Begründung der modernen Staatsauffassung mit dem westfälischen Frieden. Und selbst hinter den Kabinettskriegen des 18 Jhts. steht ein imperialistischer Gedanke: das eigene Territorium, bzw. den Einflußbereich auszuweiten und ganze benachbarte zum Tribun und Vasall zu machen. im klassischen Konflikt der Nationalstaaten geht es um Grenzstreitigkeiten, die Einverleibung einer von zwei Staaten beanspruchten Grenzregion, in aller Regel mit starker bis vorherrschender ethnischer Bevölkerung des auf kriegerische Mittel zurückgreifenden Staats; als Variante davon die Unterdrückung einer rebellischen ethnischen Minderheit, die als Quelle von Aufstand und Abtrennung gesehen wird. Es geht genau nicht darum, eine Pax Romana oder einen Moralkanon zu etablieren, die als universell gültig empfunden werden. Und es gibt natürlich die Etablierung eines Staates aus einem Flickenteppich und als Abwehr der Barbaren. Die letzte Variante sehen wir etwa bei Karl dem Großen, dessen Herrschaftsbereich dezidiert imperiale Züge hatte, und der sein Reich explizit als Wierauflage des Imperium Romanum verstand; mit seinen Kriegszügen nicht nur gegen die Sachsen, sondern auch in Südfrankreich und Norditalien.

Zitat von Martin im Beitrag #27
warum ist die Bundeswehr in Mali?


Das ist hier im Forum, als es 2012 akut wurde (wir hatten da eine mehrfache Reihe, noch unter Zettel, im Febr./März, die ist im Archiv noch auffindbar) geklärt worden. Die BW steht in Mali als Amtshilfe der Force de frappe gegen IS/Boko Haram oder wie sich die Brüder vor Ort gerade nennen. Der Grund liegt darin, daß der Löwenanteil des frz. Urans aus Mali stammt, dessen Versorgung zu sichern war. Der Druck auf Berlin in Sachen Beihilfe verdankt sich dem Atomausstieg, weil sich schon damals abzeichnete, daß DE dauerhaft auf Stromlieferungen aus Frankreich angewiesen sein wird und diese Mehrbelastung durch Merkels Alleingang Paris alternativlos aufs Auge gedrückt wurde.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.497

08.01.2021 12:56
#29 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #26
Daß die Welt, nicht erst mit Gründung des Völkerbundes, versucht hat, zunehmend kooperativ-arbeitsteilig und interdependent zu werden, liegt historisch genau hierin begründet.
Herzliche Grüße,
Andreas


Werter Doeding,

ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll zu antworten - tatsächlich hatte ich ewig vor, dazu einen Gastbeitrag zu schreiben. Mach ich jetzt auch.

Gruß
Frank

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Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.
“Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt”, Georg Cristof Lichtenberg

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.497

08.01.2021 15:44
#30 RE: Das Impfdesaster Antworten

Ich habe dazu einen Gastbeitrag geschrieben und an Llarian & Ulrich geschickt. Mal sehen, ob einer von beiden Zeit hat, den zu veröffentlichen.

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Llarian Online



Beiträge: 5.303

09.01.2021 05:10
#31 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #26
Wäre denn dann ein Angriffskrieg gegen einen anderen Staat, der sich den Impfstoff in großen Mengen gesichert hätte, ebenfalls legitim?

Im Endeffekt ja. Das ist natürlich ein sehr extremer Fall, aber man kann das durchaus konstruieren, wenn beispielsweise wirklich Ebola am Start wäre und ein anderer Staat auf seinem Impfstoff sitzen würde und abwarten würde, bis alle um ihn herum tot sind. Die Amerikaner haben dafür eine ausgesprochen faszinierende Rechtsfigur: Im Rahmen des eigenen Überlebens ist ein Schiffbrüchiger berechtigt einen anderen umzubringen, um an dessen Weste zu kommen, ohne dass das ein anklagbarer Mord ist.

Und das Grundgesetz gibt das, man höre und staune, durchaus her. Zum einen steht das Verbot des Angriffskrieges in Artikel 26(!) nicht unter der Ewigkeitsgarantie des Grundgesetzes. Zum anderen ist, wie wir inzwischen ja leider deutlich zu spüren bekommen, kein Grundrecht absolut. Im Rahmen des Überlebens des Staatswesens wird sich niemand auf Artikel 26 berufen können. Aber das sind natürlich Elfenbeinturmdebatten, in der neueren Geschichte hat es nie eine solche Situation gegeben.

Zitat
Ansonsten nochmal zur Klarstellung: ja, es wäre der Job der Regierung gewesen, sich im Wettbewerb, ja in Konkurrenz, mit anderen Staaten ausreichend Impfstoff zu sichern, und sie hat hier -wieder einmal- kläglich versagt.


Dann weiß ich aber nicht worüber wir eigentlich streiten. Denn darum geht es ja: Im Wettbewerb. Es ist Aufgabe der Regierung der BRD Impfstoff für 82 Millionen Menschen schnellstmöglich herzuschaffen, und zwar vollkommen egal ob er dann wo anders fehlt. Die Bundesregierung ist für die BRD zuständig.

Zitat
Dennoch kann ich dem Begriff des "Impfstoff-Nationalismus" durchaus etwas abgewinnen, weil er daran erinnert, daß es Formen des Nationalismus gibt, die sich vor allem darin zeigen, daß die Interessen anderer Länder aggressiv weggedrückt werden und der ein friedliches Zusammenleben auf lange Sicht schwierig bis unmöglich macht. Historische Beispiele hierfür sind Legion. Daß die Welt, nicht erst mit Gründung des Völkerbundes, versucht hat, zunehmend kooperativ-arbeitsteilig und interdependent zu werden, liegt historisch genau hierin begründet.


Es spricht nichts gegen Zusammenarbeit, aber es muss einem Zweck dienen. Wenn der Nutzen der Bundesbürger durch eine Verhandlung mit dem Ausland erhöht wird, dann ist die Verhandlung sinnvoll. So war es mit Sicherheit sinnvoll zusammen mit den Amis (und dem bösen Trump) einen Impfstoff "in Warpgeschwindigkeit" herzustellen. Aber das ist es dann auch. Es besteht keine Veranlassung deswegen einem dritten Staat ein Vorrecht auf eben diese Entwicklung einzuräumen, "weil wir die Deutschen sind und aus unserer Geschichte gelernt haben und uns permanent schämen müssen". Unsere Regierung sieht sich inzwischen als verantwortlich für Europa und sieht beispielsweise im Bezug auf Geld die italienischen Interessen als wichtiger als die deutschen. Absurd. Die Generalversagerin van der Leyen darf das so sehen, sie vertritt inzwischen Europa (und der Himmel möge Europa in dieser Lage beistehen). Aber die Bundesregierung tut das nicht. Sie vertritt einzig die Deutschen. Und das tut sie sehr, sehr schlecht.

Und da dieser Tage ein großer Präsident das weiße Haus verlassen wird, möchte ich auch genau dessen berühmte Worte an der Stelle anführen. Es sagte: America first. Und das hat ihm die Hofpresse sehr übel genommen. Aber im sachlichen ist das ABSOLUT richtig. Natürlich America first. Es ist Aufgabe des Präsidenten genau das zu realisieren. Und es wäre Aufgabe der Bundesregierung "Deutschland zuerst" durchzusetzen.

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

12.01.2021 21:34
#32 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von BILD.de, 12 Januar, 19:50
Es sind dramatische Worte der Kanzlerin, ein erschütterndes Eingeständnis - Deutschland hat bis MITTE DES JAHRES nicht genug Impfstoff!

Entsprechend äußerte sich Angela Merkel am Dienstagnachmittag in der Video-Schalte der Unionsfraktion. Erst wünscht sie allen ein gesundes neues Jahr, dann lobt sie ihren Gesundheitsminister Jens Spahn und fordert, man solle nicht an ihm und seiner Impfstoffbeschaffung „rummäkeln“.

Doch dann spricht sie Klartext, den sie in der Öffentlichkeit bisher scheute!

Merkel: „Die Frage, die man stellen kann: Haben wir im Augenblick genug Impfstoff?“

Eine Frage, auf die Angela Merkel sogleich die niederschmetternde Antwort gibt: „Kritisch sind die Quartale eins und zwei. Ab dem dritten Quartal werden wir eher was abgeben können, als was brauchen.“



https://www.bild.de/politik/2021/politik...61236.bild.html

Wohlgemerkt (auch wenn ich mich hier wiederhole): Frau Merkel persönlich hat diesen Zustand, durch zweimalige (!) Intervention bewußt herbeigeführt.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Florian Offline



Beiträge: 2.869

12.01.2021 23:16
#33 RE: Das Impfdesaster Antworten

auf Zeit.de gibt es ein gutes, ständig aktualisiertes Lagebild zur Impfsituation:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20...le-zahlen-karte

Erkenntnisse:

Erstens:
Seit Ende Dezember werden täglich (Mo-So) rund 50.000 Dosen verimpft. Eine Steigerung ist bisher nicht erkennbar.
Wenn es in diesem Tempo weiterginge, dann erreicht man also für rund 25.000 Personen Impfschutz.
Deutschland hat 82 Mio. Einwohner.
Wenn man ALLE Einwohner impfen wollte, dann würde es in diesem Tempo 3.300 Tage dauern, bis alle geimpft sind.
Bei einer realistischen Impf-Quote von am Ende 70% wären das 2.300 Tage. Das wären über 6 Jahre (!).

Nun wird es hoffentlich irgendwann eine Steigerung geben. Bisher ist sie wie gesagt aber nicht erfolgt.

Um eine Impfquote von 70% bis Mitte des Jahres zu erreichen, bräuchte man statt 50.000 Impfungen pro Tag eher die Größenordnung von 600.000.
Ganz offensichtlich ist das nicht realistisch. Entsprechend sind Hoffnungen, dass durch Impfen die Lockdowns vermieden werden können, wohl unrealistisch.


Zweitens:
Deutschland ist hier ziemlich langsam im internationalen Vergleich.

Israel impft pro Kopf rund 30 mal (!) so viel wie Deutschland.
Aber auch einige große europäische Länder sind schneller: Italien, Spanien, Großbritannien.
Und nicht zu vergessen: im Land des "Corona-Versagers" Trump wird auch massiv mehr geimpft als in Deutschland.

Und kaum zu glauben:
Abgesehen von den Springer-Medien scheint sich kein Journalist für diesen riesigen Skandal namens "Impf-Beschaffung" zu interessieren.

flobotron Offline



Beiträge: 127

13.01.2021 08:02
#34 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat Florian:
Und kaum zu glauben:
Abgesehen von den Springer-Medien scheint sich kein Journalist für diesen riesigen Skandal namens "Impf-Beschaffung" zu interessieren.

Die Printmedien haben schon mitbekommen, das sie am aussterben sind und die von ihnen verprellten Leser kaum wieder zurück bekommen werden.
Die setzen nun alles auf Fördergelder des Bundes. Wer beißt schon die Hand, die einen Füttert.

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

15.01.2021 16:56
#35 RE: Das Impfdesaster Antworten

Ich geb' das mal weiter. Schon um mal einen Kontrapunkt zu setzen.

Zitat von DocCheck, 14. Januar 2021
COVID-19: Ein Impfstoff, eine Dosis

Im Februar könnte Johnson & Johnson die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Ist er besser als die bisherigen Kandidaten?

Bereits im September veröffentlichte das Unternehmen erste Daten auf dem Preprint-Server medRxiv. Jetzt ist die Zwischenanalyse der Phase I/IIa von unabhängigen Experten begutachtet worden und im NEJM erschienen.

Kühlschranktemperatur ausreichend

Bei dem Impfstoffkandidaten Ad26.COV2.S (JNJ-78436735) handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Er enthält das Adenovirus 26, in das die Erbinformation für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 eingebaut wurde. Damit hat das Unternehmen bereits einen Impfstoff gegen Ebola entwickelt.

Das Vakzin bietet einige Vorteile gegenüber den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna: Eine einzige Impfdosis soll genügen, um eine ausreichende Immunantwort zu induzieren. Zudem kann er bei Kühlschranktemepraturen aufbewahrt werden, was die Lagerung und den Transport erheblich erleichtert. Günstiger ist er auch noch: 8,50 Dollar pro Dosis verlangt J&J – deutlich weniger als Biontech (14,75 Dollar) und Moderna (18 Dollar). Ob die Wirksamkeit an die der mRNA-Impfstoffe heranreicht, müssen die Daten der laufenden Phase-III-Studie noch zeigen. Zumindest was die Sicherheit und Immunogenität angeht, kann das Präparat schon überzeugen.
Einzelne Dosis löst starke Immunantwort aus

Die Zwischenergebnisse der Phase-I/IIa-Studie zeigen, dass das Vakzin im Allgemeinen gut vertragen wurde und eine ausreichende Immunantwort auslösen konnte. Insgesamt liegen die Daten von über 800 Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren sowie über 65-Jährigen vor.

Nach einer einzigen Impfung konnten neutralisierende Antikörper gegen SARS-CoV-2 bei über 90 Prozent der Studienteilnehmer an Tag 29 und bei 100 Prozent der Teilnehmer an Tag 57 nachgewiesen werden. Diese neutralisierenden Antikörper blieben bei allen Teilnehmern, egal welchen Alters, bis zum Tag 71 stabil. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Myalgie und Schmerzen an der Einstichstelle.
Zulassungsantrag schon im Februar?

Ende Januar sollen die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie (ENSEMBLE) erscheinen. Darin wird die Wirksamkeit des Impfstoffs in einer einzelnen Dosis an rund 45.000 Probanden getestet. In einer weiteren Studie wird das Vakzin seit November im Zwei-Dosen-Impfschema getestet.

Seit Anfang Dezember wird Ad26.COV2.S im sogenannten Rolling-Review-Verfahren von der EMA begutachtet. Medienberichten zufolge rechnet die EU damit, dass Johnson & Johnson schon im Februar die Zulassung für seinen Impfstoff beantragen wird. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch in einer Sitzung mit der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament gesagt, erklärte der CDU-Abgeordnete Peter Liese.

Ad26.COV2.S könnte damit der vierte in der EU zugelassene Impfstoff werden. Im Oktober sicherte sich die EU 200 Millionen Dosen des Vakzins mit der Option weitere 200 Millionen Dosen zu ordern. Neben den beiden bereits zugelassen Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna, hatte Astrazeneca kürzlich die Zulassung seines Vakzins in der EU beantragt.



https://www.doccheck.com/de/detail/artic...ovPpEzqCveawONQ



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Ulrich Elkmann Online




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15.01.2021 17:47
#36 RE: Das Impfdesaster Antworten

Überrascht mich das? Nicht im Geringsten.


Zitat
Die Impfkampagne wird in den nächsten Wochen nicht wie geplant ausgeweitet. Der US-Pharmagigant Pfizer hat die EU-Kommission über Lieferengpässe beim Corona-Impfstoff informiert. Das Bundesgesundheitsministerium bedauert die Verzögerung.

Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit Biontech entwickelten Corona-Impfstoffs an europäische Länder senken. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte, die Information des Konzerns mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen.

In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es: „Kurzfristig wurde der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedstaaten mitgeteilt, dass Pfizer wegen Umbauten im Werk Puurs die bereits zugesagte Liefermenge für die nächsten drei bis vier Wochen nicht wird vollständig einhalten können.“


https://www.welt.de/wirtschaft/article22...a8Sh_Eqizr4WcUE



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Ulrich Elkmann Online




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17.01.2021 17:46
#37 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von AchGut, Morgenlage/Nachrichtenüberblick, 17.01.
Mehr als 70 Prozent der Gesundheitsämter noch ohne moderne Software

Bund und Länder sind mit ihrem Vorhaben, 90 Prozent der rund 380 Gesundheitsämter in Deutschland bis Januar 2021 mit moderner Software auszurüsten, gescheitert, meldet dernewsticker.de. Die Software Sormas, die das Nachverfolgen von Corona-Infizierten deutlich vereinfache, sei zum 31. Dezember erst in 111 Gesundheitsämtern betriebsbereit beziehungsweise in Betrieb gewesen, also nicht einmal in 30 Prozent der Gesundheitsämter, hätten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtet. Das Bundesgesundheitsministerium verweise darauf, dass die „Verantwortung für die Ausstattung der Gesundheitsämter und damit die Entscheidung über die Verwendung digitaler Hilfsmittel bei den Ländern und den Gesundheitsämtern selbst“ liege. Die Bundesregierung könne in diesem Zusammenhang nur unterstützend agieren.


https://www.achgut.com/artikel/die_achse...lage_2021_01_17



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Ulrich Elkmann Online




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20.01.2021 22:35
#38 RE: Das Impfdesaster Antworten

Ich habe in der letzten Zeit ein paarmal im Zusammenhang mit meiner Beurteilung das Wort laienjuristisch verwendet. Und wer Wikipedia zitiert, baut sowieso auf krankes Eis. Dennoch halte ich dafür, daß dieser Passus zutrifft:

Zitat
Die Ministerpräsidentenkonferenz ist im Gegensatz zum Bundesrat kein offizielles Verfassungsorgan und auch nicht an der Gesetzgebung des Bundes oder der Länder beteiligt. Deshalb sind ihre Beschlüsse rein informeller, nicht-bindender Natur und müssen erst durch Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Bundesländern rechtlich umgesetzt werden.

Die Ministerpräsidentenkonferenz findet regelmäßig viermal jährlich statt. Im Sommer und im Dezember kommen die Regierungschefs der Länder im Anschluss an die MPK zu einer Besprechung mit dem Bundeskanzler zusammen. Wenn besonderer Bedarf besteht, finden zusätzliche Sonderkonferenzen statt.



https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerpr...dentenkonferenz

Ich lege daneben:

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-s...risikogebieten/

Zitat von Tichys Einblick, 20.1.2021
In der »Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) zur Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel« heißt es:

»In den „Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“ werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen.«

Warum schreiben die Regierenden etwas vor, was „nicht zur privaten Nutzung“ empfohlen wird?

»Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes, ist das Tragen von FFP2-Masken durch geschultes und qualifiziertes Personal im medizinischen Bereich im Rahmen des Arbeitsschutzes vorgeschrieben, wenn patientennahe Tätigkeiten mit erhöhtem Übertragungsrisiko durch Aerosolproduktion, z.B. eine Intubation, durchgeführt werden.«

Warum schreiben die Regierenden etwas vor, was für „geschultes und qualifiziertes Personal“ vorgesehen ist?

»Beim bestimmungsgemäßen Einsatz von FFP2-Masken muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung im Voraus angeboten werden, um durch den erhöhten Atemwiderstand entstehende Risiken für den individuellen Anwender medizinisch zu bewerten.«

Werden nun „arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen im Voraus“ stattfinden und was geschieht bis dahin?

»Gemäß Vorgaben des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen begrenzt (i.d.R. 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause), um die Belastung des Arbeitnehmers durch den erhöhten Atemwiderstand zu minimieren.«

Wie soll die Tragedauer von „75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause“ im ÖPNV, in Schulen, am Arbeitsplatz usw. verwirklicht werden?

»Bedingt durch den zweckbestimmten, zielgerichteten Einsatz sind keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens z.B. bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar.«

Es sind „keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen… bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar“, aber FFP2-Masken werden vorgeschrieben?

»Beim Einsatz bei Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen sind gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschließen.«

Und trotzdem werden FFP2-Masken einfach mal verordnet?



Sehe ich das richtig, daß einschneidende Eingriffe in die Grundrechte, und explizit solche, die schädlich für die Betroffenen und zudem nicht durchsetzbar sind, von einem Gremium angeordnet werden, das keinerlei Befugnis dazu hat, dies anzuordnen, unter Ausschaltung des verfassungsmäßig dafür nötigen Wegs?



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Frank2000 Offline




Beiträge: 2.497

20.01.2021 23:04
#39 RE: Das Impfdesaster Antworten

Exakt so ist es. Das Merkel-Ermächtigungsgesetz kam ja auch erst Monate nachdem Merkel Parlament und Bundesrat als oberste Instanz ausgeschaltet hatte.

Im Moment hat in Deutschland die Exekutive so viel Macht wie seit 70 Jahren nicht mehr. Ich kann überhaupt nicht mehr erkennen, dass der einzelne Parlamentarier irgendwas zu melden hätte und selbst in Summe sind Parlament und Bundesrat vollkommen unsichtbar.

Aber ich bin ja auch ein ewig gestriger, ein unverbesserlicher Demokrat und Liberaler. Ich hänge noch an so einem Unsinn wie Gewaltenteilung, Einhegung der Exekutive und Rechtsstaat.

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Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

20.01.2021 23:22
#40 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Welt.de, 20.1.2021
Deutschland: Erstimpfungen ausgesetzt

Keine Dosen mehr – NRW muss Impfungen mit sofortiger Wirkung aussetzen

Weil der Nachschub stockt, tritt NRW bei den Corona-Impfungen auf die Vollbremse. Für über 80-Jährige, die zu Hause leben, verzögert sich der Impfstart um eine Woche. Und auch in den Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es eine Impfpause.

Nächste Panne bei den Covid-19-Impfungen: Wie WELT aus Regierungskreisen erfuhr, können die von Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen bestellten Impfstoffe ab sofort nicht mehr ausgeliefert werden – dies gilt sogar für Dosen, die noch am Mittwoch und Donnerstag die Kliniken erreichen sollten. Darüber hinaus können mit sofortiger Wirkung keine Bestellungen mehr für Erstimpfungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen des Landes veranlasst werden.

„Alle bereits getätigten Erstimpfungs-Bestellungen für den 22.01. und die folgenden Tage werden seitens des Landes storniert“, heißt es in einem Schreiben des NRW-Gesundheitsministeriums von Dienstagabend, das WELT vorliegt.



https://www.welt.de/politik/deutschland/...-aussetzen.html



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moise trumpeter Offline



Beiträge: 138

21.01.2021 00:22
#41 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #38
Sehe ich das richtig, daß einschneidende Eingriffe in die Grundrechte, und explizit solche, die schädlich für die Betroffenen und zudem nicht durchsetzbar sind, von einem Gremium angeordnet werden, das keinerlei Befugnis dazu hat, dies anzuordnen, unter Ausschaltung des verfassungsmäßig dafür nötigen Wegs?


Das sehen Sie in rechtlicher Hinsicht aus meiner Laienperspektive falsch, im "Gremium" erfolgen informelle rechtlich nicht bindende Abstimmungen, angeordnet wird da rein rechtlich gesehen garnix. Die Umsetzung der Abgestimmten Maßnahmen ist von der Durchsetzung der einzelnen Landesregierungen und -parlamente abhängig. Keiner der Ministerpräsidenten ist rechtlich zur Teilnahme oder gar Umsetzung verpflichtet.

Aus dem politisch-sozialen Blickwinkel haben Sie natürlich recht. Sollte es Dr. Merkel allerdings weiterhin so übertreiben, ist damit zur rechnen, dass sich die SPD Ministerpräsidenten öffentlichkeitswirksam Dr. Merkel verweigern, um für die kommende Wahlen bei der Lockdown müden Wahlbevölkerung Punkte zu machen.

moise trumpeter Offline



Beiträge: 138

21.01.2021 00:26
#42 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #40

Zitat von Welt.de, 20.1.2021
Deutschland: Erstimpfungen ausgesetzt

Keine Dosen mehr – NRW muss Impfungen mit sofortiger Wirkung aussetzen

Weil der Nachschub stockt, tritt NRW bei den Corona-Impfungen auf die Vollbremse. Für über 80-Jährige, die zu Hause leben, verzögert sich der Impfstart um eine Woche. Und auch in den Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es eine Impfpause.

Nächste Panne bei den Covid-19-Impfungen: Wie WELT aus Regierungskreisen erfuhr, können die von Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen bestellten Impfstoffe ab sofort nicht mehr ausgeliefert werden – dies gilt sogar für Dosen, die noch am Mittwoch und Donnerstag die Kliniken erreichen sollten. Darüber hinaus können mit sofortiger Wirkung keine Bestellungen mehr für Erstimpfungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen des Landes veranlasst werden.

„Alle bereits getätigten Erstimpfungs-Bestellungen für den 22.01. und die folgenden Tage werden seitens des Landes storniert“, heißt es in einem Schreiben des NRW-Gesundheitsministeriums von Dienstagabend, das WELT vorliegt.


https://www.welt.de/politik/deutschland/...-aussetzen.html




Jetzt bekommt der neue Karnevalsprinz der CDU die volle Unterstützung aus Berlin.

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

23.01.2021 18:00
#43 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Tagesspiegel, 22.01.
Doch keine feste Zusage für 30 Millionen zusätzliche Biontech-Impfdosen

Biontech/Pfizer hat bislang keine festen Zusagen an die Bundesrepublik Deutschland gemacht, 30 Millionen zusätzliche Impfdosen zu liefern. Das geht aus der Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG), Sabine Weiss (CDU), auf eine Schriftliche Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Wieland Schinnenburg hervor.

Anders als bislang öffentlich vom BMG kommuniziert, unter anderem auf der Ministeriums-Webseite, gibt es von Biontech/Pfizer offenbar nicht eine „gesicherte Option auf weitere 30 Millionen Dosen national“, sondern nur Vorverträge. Diese „Memorandums of Understanding“ wurden laut der Antwort auf Schinnenburgs Anfrage mit Biontech/Pfizer geschlossen, allerdings sei die „Umsetzung dieser Absichtserklärungen in verbindliche Bestellungen“ noch „Gegenstand laufender Verhandlungen“.

Das gleiche gelte für zusätzliche Dosen der deutschen Herstellers Curevac (bis zu 20 Millionen zusätzliche Dosen) sowie IDT aus Dessau (bis zu 5 Millionen). Weder für Curevac noch für IDT gibt es bislang eine Zulassung, sie dürfte in Europa auch nicht schnell zu erwarten sein.


https://www.tagesspiegel.de/politik/naec...n/26844542.html



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Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

24.01.2021 00:39
#44 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #38

Zitat
Die Ministerpräsidentenkonferenz ist im Gegensatz zum Bundesrat kein offizielles Verfassungsorgan und auch nicht an der Gesetzgebung des Bundes oder der Länder beteiligt. Deshalb sind ihre Beschlüsse rein informeller, nicht-bindender Natur und müssen erst durch Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Bundesländern rechtlich umgesetzt werden.


https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerpr...dentenkonferenz

Sehe ich das richtig, daß einschneidende Eingriffe in die Grundrechte, und explizit solche, die schädlich für die Betroffenen und zudem nicht durchsetzbar sind, von einem Gremium angeordnet werden, das keinerlei Befugnis dazu hat, dies anzuordnen, unter Ausschaltung des verfassungsmäßig dafür nötigen Wegs?



Jedenfalls nimmt dieses Gremium seine Aufgabe mit der angemessenen Sorgfalt wahr:

Zitat von Welt.de, 23.01.
Thüringens Ministerpräsident spricht in lockerer Atmosphäre salopp über verstorbene Bürger und erzählt, dass er sich während der Bund-Länder-Runde mit Handyspielen ablenkt. Dort werden Grundrechte der Bürger ausgesetzt. Die Kanzlerin nannte er „das Merkelchen“.

In der Nacht von Freitag auf Samstag erzählte Bodo Ramelow (Linke), der Ministerpräsident des Landes Thüringen, dass er in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ausgiebig auf seinem Handy Spiele zocke. Bis zu „zehn Level Candy Crush schaffe ich“, sagte er über die MPK. Das Gremium ist eines der wichtigsten des Staates in der Pandemie. Dort werden die Grundrechte der Bürger ausgesetzt, dort wird über die schlechte Impfstrategie gesprochen.

Salopp sprach Ramelow über verstorbene Bürger. „Zu viele Tote“ habe sein Land gerade, erklärte der Ministerpräsident, als dass er derzeit in Debatten Punkte machen könne. Ramelow nannte die Bundeskanzlerin „das Merkelchen“.

Wenngleich die Worte in lockerer Atmosphäre fielen, war offensichtlich, dass Ramelow sie ernst meinte. Er erzählte, was ihm in den Kopf kam, wohl wissend, dass ihm zeitweise mehr als 1000 Menschen zuhörten, darunter sehr viele Journalisten, dass mit Manuela Schwesig (SPD) eine weitere Ministerpräsidentin, und weitere bekannte Politiker anwesend waren.

Den offenen Einblick in sein Denken und Handeln während des größten Grundrechtseingriffs seit Bestehen des Landes gab Ramelow in einer neuen Handy-App mit dem Namen Clubhouse, in der er – wie auch Schwesig – am Freitagabend mehrere Stunden mit SPD-Parteinachwuchs (Jusos) und anderen Jugendlichen sprach.

Über Ramelows politische Äußerungen, sein von ihm selbst beschriebenes Verhalten in der Pandemie zu schreiben, ist journalistische Pflicht. Öffentliches Interesse besteht auch daran, dass der Spitzenpolitiker in der zum Teil von Teenagern organisierten Runde zweideutige Anspielungen von sich gab.



https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...QvMAlfHl_0PwGAA



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

moise trumpeter Offline



Beiträge: 138

24.01.2021 16:42
#45 RE: Das Impfdesaster Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #44
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #38

Zitat
Die Ministerpräsidentenkonferenz ist im Gegensatz zum Bundesrat kein offizielles Verfassungsorgan und auch nicht an der Gesetzgebung des Bundes oder der Länder beteiligt. Deshalb sind ihre Beschlüsse rein informeller, nicht-bindender Natur und müssen erst durch Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Bundesländern rechtlich umgesetzt werden.


https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerpr...dentenkonferenz

Sehe ich das richtig, daß einschneidende Eingriffe in die Grundrechte, und explizit solche, die schädlich für die Betroffenen und zudem nicht durchsetzbar sind, von einem Gremium angeordnet werden, das keinerlei Befugnis dazu hat, dies anzuordnen, unter Ausschaltung des verfassungsmäßig dafür nötigen Wegs?


Jedenfalls nimmt dieses Gremium seine Aufgabe mit der angemessenen Sorgfalt wahr:

Zitat von Welt.de, 23.01.
Thüringens Ministerpräsident spricht in lockerer Atmosphäre salopp über verstorbene Bürger und erzählt, dass er sich während der Bund-Länder-Runde mit Handyspielen ablenkt. Dort werden Grundrechte der Bürger ausgesetzt. Die Kanzlerin nannte er „das Merkelchen“.

In der Nacht von Freitag auf Samstag erzählte Bodo Ramelow (Linke), der Ministerpräsident des Landes Thüringen, dass er in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ausgiebig auf seinem Handy Spiele zocke. Bis zu „zehn Level Candy Crush schaffe ich“, sagte er über die MPK. Das Gremium ist eines der wichtigsten des Staates in der Pandemie. Dort werden die Grundrechte der Bürger ausgesetzt, dort wird über die schlechte Impfstrategie gesprochen.

Salopp sprach Ramelow über verstorbene Bürger. „Zu viele Tote“ habe sein Land gerade, erklärte der Ministerpräsident, als dass er derzeit in Debatten Punkte machen könne. Ramelow nannte die Bundeskanzlerin „das Merkelchen“.

Wenngleich die Worte in lockerer Atmosphäre fielen, war offensichtlich, dass Ramelow sie ernst meinte. Er erzählte, was ihm in den Kopf kam, wohl wissend, dass ihm zeitweise mehr als 1000 Menschen zuhörten, darunter sehr viele Journalisten, dass mit Manuela Schwesig (SPD) eine weitere Ministerpräsidentin, und weitere bekannte Politiker anwesend waren.

Den offenen Einblick in sein Denken und Handeln während des größten Grundrechtseingriffs seit Bestehen des Landes gab Ramelow in einer neuen Handy-App mit dem Namen Clubhouse, in der er – wie auch Schwesig – am Freitagabend mehrere Stunden mit SPD-Parteinachwuchs (Jusos) und anderen Jugendlichen sprach.

Über Ramelows politische Äußerungen, sein von ihm selbst beschriebenes Verhalten in der Pandemie zu schreiben, ist journalistische Pflicht. Öffentliches Interesse besteht auch daran, dass der Spitzenpolitiker in der zum Teil von Teenagern organisierten Runde zweideutige Anspielungen von sich gab.



https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...QvMAlfHl_0PwGAA




Bodo kann den Mund nicht halten. Sein Verhalten in der Coronaschalte ist völlig normal und zu erwarten. Das er öffentlich darüber redet, zeugt von sozialer Inkompetenz und politischer Dummheit. Hat wahrscheinlich keine Folgen.

Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

24.01.2021 16:59
#46 RE: Das Impfdesaster Antworten

Konsequenzen hat dergleichen natürlich nicht. Daß solches Verhalten in den letzten Jahren aber sogar im Parlament ganz offen vorgeführt wird - an der Spitze Frau Merkel, die bei Debatten ungeniert durchs Plenum läuft und mit Abgeordneten quatscht - zeigt aber, daß hier Hemmschwellen wegfallen. Es schert keinen mehr, dem Souverän zu zeigen, daß man die Regeln für lästig und störend erachtet. Und gleichzeitig belegt man etwa Äußerungen in sozialen Medien mit Sanktionen. Daß dieser Widerspruch niemandem dort oben auffällt, gehört mit in diesen Komplex.



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Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

24.01.2021 21:22
#47 RE: Das Impfdesaster Antworten

Um mal was Positives weiterzugeben:

Zitat von Deutsches Ärzteblatt
Impfungen gegen COVID-19: Keine bösen Überraschungen
Dtsch Arztebl 2021; 118(3): A-82 / B-72

Dem für die Überwachung von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Institut liegen bislang keine Hinweise auf vermehrt auftretende Nebenwirkungen bei Impfungen zum Schutz vor COVID-19 vor. Die erfassten Meldungen sind konsistent mit den Daten aus den klinischen Zulassungsstudien.

Der seit Beginn der Impfkampagne zweite Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) erfasst bei mehr als 600 000 erfolgten Impfungen 325 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech und Pfizer.

Insgesamt wurden bis 10. Januar 913 unerwünschte Reaktionen geschildert, im Mittel 2,8 Reaktionen pro Meldung. In 51 Fällen waren es schwerwiegende Reaktionen. Die Melderate betrug insgesamt 0,53 pro 1 000 Impfungen, für schwerwiegende Nebenwirkungen lag sie bei 0,08. „Noch liegt die Nebenwirkungsrate damit deutlich niedriger als in den klinischen Studien“, sagte Dr. med. Brigitte Keller-Stanislawski, die am PEI die Abteilung für Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten leitet.

In sieben Fällen verstarben die geimpften Personen in den vier Tagen nach der Impfung. Sie waren zwischen 79 und 93 Jahren alt und wiesen schwere Grunderkrankungen auf, wurden teils palliativ betreut. „Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten im zeitlich zufälligen Zusammenhang mit der Impfung an ihrer Grunderkrankung gestorben sind“, erklärte Keller-Stanislawski.

Kein neues Risikosignal

Darüber hinaus wurden sechs Verdachtsfälle auf anaphylaktische Reaktionen gemeldet. Die Melderate von 0,98 pro 100 000 Impfdosen entspreche in etwa Zahlen aus den USA, so die PEI-Expertin. Dort wurde von 11,1 Fällen pro einer Million Dosen berichtet, davon 71 Prozent in den ersten 15 Minuten. Bislang sei bei den Meldungen im Vergleich zu den klinischen Prüfungen kein neues Risikosignal zu sehen, sagte Keller-Stanislawski.

Sehr selten seien periphere Fazialisparesen beobachtet worden, die sich aber bis auf einen Fall spontan zurückgebildet hätten. Mit in beiden Impfstoffstudien jeweils vier Fällen „bewegen wir uns hier am Rande von normalen Inzidenzen und möglicherweise vom Impfstoff verursachten Fällen“, betonte Cichutek.

Trotz positiver Risiko-Nutzen-Bewertung und Zulassung der Impfstoffe gegen COVID-19 lässt die Angst vor Langzeitschäden einige Menschen noch zögern, sich impfen zu lassen. Tatsächlich seien klinische Phase-III-Prüfungen nur begrenzt geeignet, um sehr seltene Nebenwirkungen, Langzeitrisiken, Risiken in gefährdeten Bevölkerungsgruppen und Wechselwirkungen mit anderen medizinischen Produkten oder Impfstoffen zu erkennen, bestätigte Keller-Stanislawski.

Keller-Stanislawski betonte, dass darüber hinaus eine aktive Surveillance in Form von Studien stattfinde, darunter eine zur Sicherheit der Impfungen in der Schwangerschaft. Aktuell wird eine Impfung für Schwangere nicht empfohlen. Dies liege an zu wenig Daten aus den Zulassungsstudien, nicht daran, dass es Hinweise auf eine mögliche Schädigung des Fetus gebe, sagte Cichutek.

Der PEI-Präsident räumte auch mit dem Gerücht auf, die Impfstoffe könnten durch eine Autoimmunreaktion bei Frauen zu Infertilität führen: „Das ist eine Unterstellung, für die es keine vernünftigen wissenschaftlichen Hinweise gibt.“ Die Sequenzhomologien zwischen dem als Antigen eingesetzten Spike-Protein und dem für die Bildung der Plazenta verantwortlichen Protein Syncytin-1 seien gering. Es sei nicht zu befürchten, dass die Immunabwehr nach der Impfung Syncytin-1 angreift. „Bei HIV zum Beispiel sind die Sequenzhomologien deutlich ausgeprägter“, so Cichutek, „dennoch ist nie ein Effekt auf die Fertilität beobachtet worden“.

Nadine Eckert



https://www.aerzteblatt.de/archiv/217428



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Ulrich Elkmann Online




Beiträge: 8.929

25.01.2021 18:17
#48 RE: Das Impfdesaster Antworten

Wie gehabt und wie erwartet.

Zitat von n-tv, 25.01.2021
Das bevölkerungsreichste Bundesland scheitert an der Vergabe von Impfterminen für allein lebende über 80-Jährige. Termine gibt es weder über die Hotline noch die dafür vorgesehene Webseite.

Die am Morgen gestartete Vergabe von Impfterminen in Nordrhein-Westfalen hat zunächst nicht funktioniert. Am Vormittag war die Webseite entweder gar nicht erreichbar oder zeigte den Nutzern einen "unerwarteten Fehler" an. Auch über die Hotline konnten am Vormittag keine Termine vergeben werden.

Um den Termin buchen zu können, muss man sich per SMS eine Verifizierungsnummer zuschicken lassen - und dann passiert: nichts.

In den vergangenen Tagen hatten die über 80-Jährigen in Nordrhein-Westfalen, die nicht in Altenheimen leben, Briefe vom Sozialministerium des Landes bekommen mit dem Hinweis, dass die Terminvergabe heute um 8 Uhr anfange. Zur Anmeldung könne man entweder unter der Nummer 116117 anrufen oder die Webseite www.116117.de benutzen, über die auch andere Bundesländer die Terminvergabe organisieren. Betrieben wird die Seite vom ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

In der Tabelle der Impfquote in Deutschland belegt Nordrhein-Westfalen bei den Erstimpfungen den drittletzten Platz, weniger Erstimpfungen gab es nur in Baden-Württemberg und Hessen.


https://www.n-tv.de/politik/Impftermin-V...ou2Y0SdT5QkSH5s



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25.01.2021 20:30
#49 RE: Das Impfdesaster Antworten

Es wird rund. Als Frau von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gehievt wurde, habe ich mir noch gedacht: da kann die Bruchpilotin wenigstens keinen zusätzlichen Schaden mehr anrichten...

Zitat von BILD, 25.01.2021, 18:19
Das nächste Debakel bahnt sich an EU weiß nicht, wie viel Impfstoff exportiert wird
Spahn droht mit Ausfuhrbeschränkungen – Empörung über Hersteller: Verzögerungen bei AstraZeneca-Impfstoff „nicht akzeptabel“

Bekommen wir in Deutschland und Europa weniger Corona-Impfstoff, weil die Hersteller andere Staaten – vor allem die USA – bei Lieferungen bevorzugen?

Und wird sogar Impfstoff aus Werken in der EU, die Europa zugesagt waren, derzeit in die USA und andere Staaten exportiert, weil bei den Herstellern andere Werke ausgefallen sind oder die Produktion umgestellt wird?

Spahns Hammer-Erklärung vom Montag: „Wir müssen als EU wissen können, ob und welche Impfstoffe aus der EU ausgeführt werden. Nur so können wir nachvollziehen, ob unsere EU-Verträge mit den Herstellern fair bedient werden. Eine entsprechende Pflicht zur Genehmigung von Impfstoff-Exporten auf EU-Ebene macht Sinn.“

Zugleich machte die Brüsseler Behörde Druck beim Hersteller AstraZeneca, zugesagte Impfstoffmengen ohne Abstriche und ohne Verzug zu liefern.

Die EU-Kommission teilte am Montag offiziell mit: Die Verzögerungen bei Astrazeneca-Impfstoff seien „nicht akzeptabel“. Die EU habe die „Entwicklung und Produktion des Impfstoffes vorfinanziert“ und verlange nun dafür die Gegenleistung, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag. Auch sie forderte zudem von allen Herstellern, Brüssel künftig über Exporte von Impfstoff aus der EU an Drittstaaten in Kenntnis zu setzen.

Hintergrund: Nach dem Hersteller Pfizer hatte am Freitag auch der Pharmakonzern AstraZeneca die verringerten Lieferungen an die EU angekündigt.




https://www.bild.de/politik/inland/polit...61164.bild.html

Bekannte aus dem Pflegebereich, die für den vorigen Mittwoch einen festen Termin für die erste Impfung erhalten hatten, haben zwei Stunden vorher eine Absage bekommen, mit Verschiebung auf unbestimmte Zeit.



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Ulrich Elkmann Online




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26.01.2021 20:46
#50 RE: Das Impfdesaster Antworten

Das ist nicht mehr Unfähigkeit, das ist bewußte Verbreitung von Lügen.

Zitat von Daily Mail, 26 Jan
Germany admits 'Oxford/AstraZeneca vaccine doesn't work in the elderly' claim was FALSE and there's 'no data' to suggest it's only 8% effective
German papers Handelsblatt and Bild published stories saying government sources said it was 8% effective
But Oxford University and AstraZeneca have hit back at the claim as 'incorrect' and as having 'no basis'
Other scientists have added they have 'no idea' where the data has come from; no scientific source was given
Germany's health ministry this morning admitted there was 'no data' to back up the claim
UK and German officials suggest vaccine trial results were misread, with 8% of people in 56-69 age group

Germany has now confirmed there is no data to suggest the effectiveness of the vaccine is that low and that the European Medicines Agency will decide whether to approve the jab on Friday.

In a statement issued today the country's health ministry said: 'The Federal Ministry of Health is unable to confirm current reports that the AstraZeneca vaccine is less effective.

'At first glance, it seems that two things were confused in the reports: Around eight percent of the subjects in the AstraZeneca efficacy study were between 56 and 69 years of age, and only 3 to 4 percent were over 70 years of age (MHRA Approval Public Assessment Report). From this, however, an effectiveness of only eight percent in older people cannot be derived.'

No10 sources told MailOnline it was 'rubbish'. It is understood the issue came up at a Cabinet meeting this morning, and Boris Johnson said it was 'not correct'.

Science chief Sir Patrick Vallance told the meeting that data showed a good immune response among all older patients. He agreed with the suggestion that the publications could have been confused between the eight per cent of the trial participants being over 65, and the effectiveness.



https://www.dailymail.co.uk/news/article...-effective.html

Aus der Tatsache, daß nur 8 Prozent der Probanden in der Testphase III in die Alterklasse 56-69 fielen, basteln "BILD" und "Handelsblatt" die groß herausgeblasene Falschmeldung: "bei über 65-Jährigen entfaltet der Impfstoff nur eine achtprozentige Wirksamkeit."



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