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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 77 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Nikosch Offline



Beiträge: 115

06.11.2013 15:25
#76 RE: Marginalie: Warum das deutsche Fernsehen edel und hilfreich, aber nicht gut ist Antworten

Zitat von Rayson im Beitrag #65
Zitat von Nikosch im Beitrag #50
Zum einen lernt man die Originalstimmen der Schauspieler kennen. Danach fühlt es sich genauso komisch an die Synchronstimme zu hören, wie wenn sich die Synchronstimme ändert.
Die Originalstimmen der Schauspieler interessieren mich in der Regel einen feuchten Kehricht.

Ich wollte ihnen mit dieser Aussage lediglich einen Erkärungsversuch anbieten, warum viele Menschen, die Filme hauptsächlich im Original schauen die deutsche Synchronisation so vehement ablehnen. Dabei ging es mir weniger um den Wert der Originalstimme als um die Tatsache, dass es seltsam ist wenn sich die Stimme einer Person ändert. Daher auch der Vergleich zum Wechsel der Synchronstimme.
Zitat von Rayson im Beitrag #65
Zitat von Nikosch im Beitrag #50
Außerdem lernt man die sehr viel größere Sprachvielfalt, sowohl was den Wortwitz als auch die unterschiedlichen Dialekte der Sprecher angeht zu schätzen. Gerade die Dialekte sind oft ein wichtiger Bestandteil der Sendung, gehen in der deutschen Übersetzung jedoch vollkommen verloren.
Auch die Dialekte von Amis oder Engländern interessieren mich wegen meines fehlenden Kontextes überhaupt nicht. Geschweige denn, dass ich aus ihrem Einsatz irgendeinen Gewinn ziehen könnte. Im Gegentei, sie machen vor allem das Verstehen schwieriger.

Hier sind wir dann augenscheinlich einfach unterschiedlicher Meinung. Ich finde Dialekte sehr gewinnbringend. So finde ich es zum Beispiel sehr schade, dass in den Tatorten weitestgehend auf die lokalen Dialekte verzichtet wird. Allenfalls der Hausmeister des Opfers spricht mal in der lokalen Mundart. Geradezu störend empfinde ich dies bei der ansonsten sehr schönen Serie "Mord mit Aussicht" da der Eifeler Dialekt zur Authentizität beigetragen hätte.
Zitat von Rayson im Beitrag #65
Es gibt eine Art von Vielfalt, die man zwar an sich begrüßen mag, die aber für die eigenen Zwecke komplett unnütz ist. Beispiel: Im Film "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" wird der Slang von Schwarzen als Bayerisch synchronisiert. Ich finde das viel komischer, als es das Original je sein könnte...

Eben! Dieser Dialekt ist komisch. Vermutlich hat der Schwarze im Original auch einen starken Dialekt (z.B. Schottisch) gesprochen. Wäre dieser Dialekt in der deutschen Synchronistion weggefallen würde etwas fehlen (nur leider wüssten Sie das nicht). Dies kann man also als Beispiel für eine gelungene Synchronisation werten, die ich ja auch in meinen vorherigen Beiträgen durchaus anerkannt habe.
Zitat von Rayson im Beitrag #65
Aber ich verbinde das ja auch nicht mit Arbeit.

Sehen Sie. Da haben wir ja doch noch etwas gemeinsam!

Rayson Offline




Beiträge: 2.367

07.11.2013 19:29
#77 RE: Marginalie: Warum das deutsche Fernsehen edel und hilfreich, aber nicht gut ist Antworten

Zitat von Nikosch im Beitrag #76
Hier sind wir dann augenscheinlich einfach unterschiedlicher Meinung. Ich finde Dialekte sehr gewinnbringend. So finde ich es zum Beispiel sehr schade, dass in den Tatorten weitestgehend auf die lokalen Dialekte verzichtet wird. Allenfalls der Hausmeister des Opfers spricht mal in der lokalen Mundart. Geradezu störend empfinde ich dies bei der ansonsten sehr schönen Serie "Mord mit Aussicht" da der Eifeler Dialekt zur Authentizität beigetragen hätte.
Ausgerechnet bei diesen Beispielen sind wir aber einer Meinung

Denn mit *deutschen* Dialekten kann ich etwas anfangen, weil ich dazu Assoziationen entwickle. Bei ausländischen Dialekten kann ich das nicht, weil ich viel zu wenig in den Kulturen der jeweiligen Länder bewandert bin.

--
L'État, c'est la grande fiction à travers laquelle tout le monde s'efforce de vivre aux dépens de tout le monde. (Frédéric Bastiat)
Je länger das Dritte Reich tot ist, um so stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen. (Johannes Gross)

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 11.540

09.11.2013 02:16
#78 RE: Marginalie: Warum das deutsche Fernsehen edel und hilfreich, aber nicht gut ist Antworten

Nach so viel Lob des US-Fernsehens war es wohl unumgänglich, daß das Schicksal einen gewaltigen Schuß Wermut, gar Essig, in den süßen Wein schütten würde.

Falls sich jemand gefragt haben sollte, was James Cameron, Schiffeversenker, Ehrenhäuptling der blauen Indianer vom anderen Stern & Tiefseetaucher, als nächstes auf die Menschheit loslassen würde:

"Years of Living Dangerously"

"YEARS of LIVING DANGEROUSLY is global warming like you’ve never seen it before. Coming to SHOWTIME in April, this multi-part television event tells the biggest story of our time: climate change and the impact it's having on people right now in the US and all over the world. Over the course of eight episodes, we’ll report on the crippling effects of climate change-related weather events and the ways individuals, communities, companies and governments are struggling to find solutions to the biggest threat our world has ever faced. An all-star cast of correspondents goes into the field—to Texas, Kansas, California, Colorado, New York, Maine, Montana, Washington, the Carolinas, Florida, the Middle East, Africa, the Andes, the North Pole, Indonesia, Bangladesh and the South Pacific—to meet the people and see the places affected by climate change."

(= "Texas grüßt den Rest-der-Welt..." )

- mit einem Haufen schwer glaubwürdiger anchorpersons:

"JESSICA ALBA - MARK BITTMAN - DON CHEADLE - MATT DAMON - AMERICA FERRERA - HARRISON FORD - THOMAS L. FRIEDMAN - MICHAEL C. HALL - CHRIS HAYES - OLIVIA MUNN - M. SANJAYAN - ARNOLD SCHWARZENEGGER - IAN SOMERHALDER - LESLEY STAHL"

- sowie einem hochkarätigen wissenschaftlichen Beraterteam:

"ROBERT CORELL - HEIDI CULLEN - CHARLES H. GREENE - JAMES HANSEN - KATHARINE HAYHOE - RADLEY HORTON - MICHAEL MANN - MICHAEL OPPENHEIMER - JOSEPH ROMM"
(Bei Hansen, ex-NASA, handelt es sich um jenen kreativen Kopf, der Züge, die Kohle für Kraftwerke liefern, pauschal als "death trains" bezeichnet; bei Mann um den Erfinder der unfehlbaren Hockeyschlägerkurve.)

Hier der Trailer. (Nb. ist der Anteil der Konsensbesorgten Wissenschaftler von 97 auf 99% gestiegen.) Vielleicht kein Meilenstein der Kulturindustrie, aber endlich ein US-Fernsehprogramm, das auch auch die grünste Lehrkraft ihren Schülern zur freiwilligen Pflicht empfehlen kann.

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