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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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Dieses Thema hat 121 Antworten
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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Llarian Offline



Beiträge: 4.769

06.06.2014 21:07
Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Ich habe eine neue Serie begonnen und mein erster Beitrag dreht sich um einen alten Öltank.

Florian Online



Beiträge: 2.710

07.06.2014 00:50
#2 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Lieber Llarian,
mit der Nachbetrachtung von "Umweltskandalen" haben Sie sich ja wirklich ein sehr ergiebiges Thema ausgesucht.
Ich freue mich schon auf viele schöne Artikel und sage schon einmal vorab vielen Dank.



Von meiner Seite eine kleine Anmerkung zu einem Neben-Aspekt:

Zitat Llarian:

Zitat
Und man kopft sich noch auf die Schulter, weil man Shell so schön boykottiert hat und nur bei Esso getankt hat. Es ist halt einfach, wenn man weiß, wer die Guten sind.




Tatsächlich ist gerade der Image-Vergleich zwischen Shell und Esso sehr interessant.
Esso und Shell waren nämlich an Brent Spar zu (m.W.) gleichen Teilen beteiligt. Den ganzen "shit storm" hat aber Shell abbekommen und es gab tatsächlich (wie Sie auch schreiben) einige "bewusste Konsumenten" die damals bewusst bei Esso getankt haben.
Übrigens gab es ein paar Jahre früher ja den Fall "Exxon Valdez". Exxon ist ja der Mutterkonzern von Esso. Es wurde aber im eigentlich ja so leicht zu erregenden Deutschland m.W. nie diese Verbindung gezogen.

Irgendwie schafft es die PR-Abteilung von Esso als ganz hervorragend, das eigene Unternehmen aus allen sog. "Skandalen" herauszuhalten.
Keine Ahnung, wie sie das machen. Ist aber eine beachtliche Leistung.

vivendi Offline



Beiträge: 663

07.06.2014 01:38
#3 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Eine begrüssenswerte Initiativen gegen das selektive Vergessen und die damit verbundene Lernresistenz der Menschheit.

In diesem Zusammenhang ist auch der DDT-Skandal zu erwähnen. Mit dem Erscheinen des Buchs "Silent Spring" von Rachel Carson, in dem behauptet wurde, dass die Verwendung von DDT zum Aussterben de amerikanischen Adlers führe, wurde eine weltweite Kampagne gegen die Verwendung von Pestiziden und gegen die chemische Industrie im Allgemeinen losgetreten. Die WHO verzichtete daraufhin während 30 Jahren auf den Einsatz von DDT zur Malariabekämpfung. In Ermangelung anderer wirksamer Methoden dürften dadurch mehrere Millionen Menschen der Malaria zum Opfer gefallen sein. Aber der Adler war gerettet; nachträglich wurde dann aufgezeigt, dass er gar nie vom DDT bedroht war.
Ab September 2006 hat dann die WHO den Einsatz von DDT wieder empfohlen. http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2006/pr50/en/

Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Klima-Apokalypse wie die Brent Spar ausgehen wird: ausser Spesen nichts gewesen. Und dass zukünftige Generationen nur den Kopf schütteln werden, so wie wir es heute in Bezug auf Brent Spar tun.

Und weil mir das Thema persönlich nahe liegt und ich mich damit seit mehreren Jahren beschäftige: Auch die Passivrauch-Hysterie wird das selbe Schicksal erleiden. Bereits heute kann man mit Sicherheit sagen: Es gibt keine einzige Statistik, die auch nur ansatzweise eine Korrelation zwischen Rauchverboten in öffentlichen Räumen und der Mortalität in der Bevölkerung nachweist. Die grossen Versprechen von 10 - 40% weniger Herzinfarkten haben sich als Wishfull Thinking und vor allem als grosse Lüge erwiesen.

Llarian Offline



Beiträge: 4.769

07.06.2014 02:10
#4 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von vivendi im Beitrag #3
In diesem Zusammenhang ist auch der DDT-Skandal zu erwähnen.

Ich hatte es erwogen, da das Thema durchaus eine genaue Betrachtung verdient, aber das Schwert ist durchaus zweischneidig und deshalb habe ich es erst einmal auf später verschoben. Der DDT Bann war und ist in seiner Wirkung zweifelsfrei verheerend und kaum zu rechtfertigen, selbst wenn dabei der Adler am Ende drauf gegangen wäre. Das Problem ist aber, dass die Resistenzen gegen DDT schon vor dem stillen Frühling das erste mal beobachtet werden konnten. Die einfache Gleichung: Wir hätten heute keine Malaria mehr, wenn man damals nicht versucht hätte einen Adler zu retten, ist griffig, aber eben vermutlich auch nicht richtig. Das Thema werde ich innerhalb der Serie noch einmal aufgreifen, denn skandalös ist es auf jeden Fall.

Zitat
Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Klima-Apokalypse wie die Brent Spar ausgehen wird: ausser Spesen nichts gewesen. Und dass zukünftige Generationen nur den Kopf schütteln werden, so wie wir es heute in Bezug auf Brent Spar tun.


Tun wir das denn ? Das ist ja genau ein Punkt, auf den ich hinaus will. Die Allermeisten da draussen schütteln überhaupt nicht den Kopf über die Brent Spar. Und die werden das auch in 10 oder 30 Jahren nicht tun. Der tatsächlich dahinter liegende Hintergrund ist in Deutschland kaum diskussionsfähig. Versuchen Sie mal in einer Kneipe eine Diskussion zu Fukushima anzufangen. Ob es bei der Klimaerwärmung anders sein wird wage ich zu bezweifeln. Klar, in 500 Jahren weiss man es vielleicht besser, weil man sowieso vieles sehr viel besser wissen wird, aber ich denke in unserer Generation ist das kaum zu erwarten.

Zitat
Auch die Passivrauch-Hysterie wird das selbe Schicksal erleiden. Bereits heute kann man mit Sicherheit sagen: Es gibt keine einzige Statistik, die auch nur ansatzweise eine Korrelation zwischen Rauchverboten in öffentlichen Räumen und der Mortalität in der Bevölkerung nachweist.


Das ist in der Tat eine interessante Frage. So eine Statistik kann aber kaum existieren, weil sie real nicht durchführbar ist. Wie sollte das auch aussehen ? Das bedeutet nicht, das im Umkehrschluss der Zusammenhang nicht da ist. Am Ende können Sie solche Versuche nur am Tier durchführen und versuchen auf den Menschen zu übertragen. Da unsere Lebenserwartung derzeit massiv steigt, ebenso wie unsere Behandlungsmöglichkeiten, ist eine Veränderung der Lebenserwartung um Bruchteile von Jahren in einem Wirkungszeitraum von vielleicht 30 Jahren nicht beobachtbar. Das heisst nicht, dass die Wirkung nicht deutlich vorhanden ist.

Zitat
Die grossen Versprechen von 10 - 40% weniger Herzinfarkten haben sich als Wishfull Thinking und vor allem als grosse Lüge erwiesen.


Ich habe die Behauptung auch noch nie gehört, sie wäre auch unsinnig, da dann mehr Herzinfakte auf passives als auf aktives Rauchen zurückzuführen wären.

HR ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2014 02:32
#5 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

So eine Serie ist eine sehr gute Idee und ich werde sie aufmerksam lesen.

Ich mußte im Kunstunterricht Mitte der 80er Jahre das Waldsterben in gemalten Plakaten darstellen.
Je mehr Apokalypse, desto besser die Note.Und kurz darauf kam noch Tschernobyl...
Die Lehrer haben uns damals mißbraucht.

Die Älteren sind des Alarmismus müde und die Jungen haben das Internet,
eine Waffe, um Widerstand leisten zu können.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.785

07.06.2014 04:03
#6 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von HR im Beitrag #5
Ich mußte im Kunstunterricht Mitte der 80er Jahre das Waldsterben in gemalten Plakaten darstellen.


Die Nachgeborenen werden das kaum glauben, aber der Höhepunkt des Weltendes war die 1. Hälfte des 80er Jahre. Allerdings wird ja seitdem jede Jahrgangsstufe darauf sozialisiert. Das ging ziemlich genau 1970-1971 los, nachdem in den USA 1970 der "Earth Day" installiert worden war. Da tauchten dann auch im pädagogischen Leitmedium, dem Kinderprogramm (vorweigend ARD), laufend rauchende Müllhalden, ölverschliert schwappende Tümpel, & wimmelnde Massen von Menschen, im Allgemeinen Inder, auf, mit der üblichen grabtremolierenden Stimmuntermalung (seit 40 Jahren Standard, damals aber völlig neu), die den Kiddies eröffnete, in 10 Jahren werde es in den Großstädten saubere Luft nur noch in der Tüte geben & im Jahr 2000 sei Ladenschluß. Das ging nach 17:00 los & hörte genau 5 Minuten vor 6 auf; vielleicht sehe ich im Nachhinein Gespenster - aber das war genau jeder Zeitpunkt, ab dem die Blagen nicht mehr unbeaufsichtigt vor der Glotze abhingen & der elterliche Skepsisfilter hätte stören können. (Beim Start war die "Bevölkerungsbombe" der basso ostinato, das ging, erst leicht, dann beständig abnehmend, bis Mitte der 80er; die Umweltverschmutzung nahm an Lautstärke entsprechend zu; die Klimakatastrophe: in Gestalt der Erwärmung, wurde ab 1981-82 beigemixt - in den 70ern war ja die kommende Eiszeit angesagt.) Die Angst vor dem Großen Bruder - der andere Dauerbrenner der Zeit - wiederkäute die Schlagworte "Rasterfahndung", "Berufsverbot", "Computer": wenn eine Behörde eine IBM 370 mit 2 Magnetbandleseschränken fährt, weiß die ja Alles über mich! (Außerdem strahlt das.) Das nahm einen schönen Spitzkurvenverlauf bis zu Orwells Jahr, als Friedrich Zimmermann den Großen Bruder geben mußte. Das ganz-große Übel war die "Verkabelung" (das taucht als Stichwort 1984 fortlaufend in der Presse auf): per Kabel-TV weiß der Staat ja, was ich gucke! Der Atomkrieg stand mit der "Nachrüstung" sowieso unausweichlich ins Haus, vorzugsweise bei den Deutschen, denen man perfieserweise nicht genügend Atombunker gebaut hatte; ab Mitte 1984 kam das Waldsterben als unmittelbare Umweltverheerung hinzu. (Die Deutschen glauben ja bis heute, das hätten sie sich ausgedacht: in Wirklichkeit war auch das aus den USA importiert, wo der "saure Regen" gut 10 Jahre vorher gestartet war; allerdings vergiftete der nicht den Wald, sondern versäuerte die Großen Seen; das ging dort 1977-78 voll ins Rennen; mitsamt der vom Staat diktierten Lösung, dem Dreiwegekatalysator, der in den USA auch 10 Jahre eher Vorschrift wurde als bei uns.) AIDS wurde dann im Sommer 1984 "ein Thema" (dem man nicht entrinnen konnte). Damit war der Trupp der apokalyptischen Reiter für alle Zuständigkeiten komplett. Seitdem wird das jedes Jahr 2-3 mal gespielt, mal als Golden Oldie (seit 20 Jahren die Klimakatastrophe, seit 40: Ressourcenerschöpfung, "die-Reichen-werden-immer-reicher-und-die-Armen-immer-armer"; der Kapitalismus/"unsere Lebensweise" bricht zusammen), mal als kurzfristiges Crescendo (Ozonloch, Hühnergrippe, Spermienschwund, Bienensterben, Korallenbleiche, Weichmacher im Spielzeug, Hirnkrebs durch Mobiltelefone). Das Karussel dreht sich unablässig; vor allem fürchte ich, daß auf keinen Fall einmal eine Pause eintreten darf, in der mal Rückschau auf auch nur eins, irgendeins dieser Themen gehalten werden darf - sonst würde nämlich auffallen, daß in den letzten 50 Jahren nicht eine einzige der prophezeiten Katastrophen eingetreten ist. Es ist egal, an welchem Punkt man anfängt, an der grünen Tapete zu kratzen: es kommt einem sofort die ganze Wand entgegen.

Matt Ridley schreibt im Vorwort zu The Rational Optimist (2010) der Auslöser für das Buch sei gewesen, als er sich vor Flugantritt noch schnell mit Lektüre versorgen wollte & nach brauchbar anregendem Sachbuchstoff suchte & keinen einzigen Titel zum Thema Neues, Optimistisches fand, stattdessen aber dutzendfach von Peak Oil bis Al Gore; und ihm beim Überschlag war, als habe er in den letzten 40 Jahren nichts anderes mehr serviert bekommen. Der Eindruck, fürchte ich, täuscht nicht. Es gibt zwar mittlerweile eine Regalreihe mit Gegengift, angefangen bei Julian Simons (u.a. Gregg Easterbrook, Life on a Modern Planet (1998), Bjorn Lonborgs The Sceptical Environmentalist (2000), Indur Goklanys The Improving State of the Earth (2007); im Deutschen Miersch & Maxeiner oder Matthias Horx' Anleitung zum Zukunftsoptimismus); die Titel sind aber dem großen Publikum völlig unbekannt; bei der einen Ausnahme, Lomborg, geht die Bekanntheit darauf zurück, daß von der Fachpresse Buch & Verfasser systematisch sarrazinisiert worden sind (Nature & Scientific American gelten seitdem in den Augen vieler, die nicht in der Kirche der Santa Gaia beten, als Propagandablätter mit gelegentlichem wisenschaftlichem Feigenblatt.)

Tiefseetaucher Offline




Beiträge: 299

07.06.2014 09:15
#7 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #6

Das Karussel dreht sich unablässig; vor allem fürchte ich, daß auf keinen Fall einmal eine Pause eintreten darf, in der mal Rückschau auf auch nur eins, irgendeins dieser Themen gehalten werden darf - sonst würde nämlich auffallen, daß in den letzten 50 Jahren nicht eine einzige der prophezeiten Katastrophen eingetreten ist.


Aber durch nur deshalb, weil Greenpeace und ander Organisationen so laut geschrien haben, deshalb entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden und wir (die Menschheit) in diesen Fällen gerade noch so die Kurve gekriegt und die Katastrophe abgewendet haben.

Das kann man drehen und wenden, wie man will. Tritt die Katastrophe ein, haben die Alarmisten Recht behalten, tritt sie nicht ein, wurden gerade noch rechtzeitig die rettenden Maßnahmen durchgeführt. Natürlich nur dank der Alarmisten. Also war es richtig, dass sie so geschrien haben. Eine typische win-win-Situation für Greenpeace und co.

P.S.: Vielen Dank trotzdem für die Serie.

Political Correctness ist nichts anderes als betreutes Denken.

Doeding Offline




Beiträge: 2.399

07.06.2014 09:44
#8 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #1
Ich habe eine neue Serie begonnen und mein erster Beitrag dreht sich um einen alten Öltank.


Lieber Llarian,

großes Kompliment und Zustimmung, sowohl für die Idee zu dieser Serie als auch für den ersten Beitrag!

Im angelsächsischen Medienbetrieb gibt es ja das geflügelte Wort sex sells; ich frage mich, ob man das nicht durch fear sells better ergänzen sollte. Zumal dies eben kein spezifisch deutsches Phänomen zu sein scheint (wenngleich das Ausmaß, wiederum typisch deutsch, zum Extremistischen zu neigen scheint). Gibt es ein Bedürfnis von Menschen nach Verängstigung (ich vermute eher ja)? Ist dies nur ein Phänomen saturierter Wohlstandsgesellschaften (ich vermute eher nein)? Wichtig scheint mir auch die Beziehung zwischen Angst und Haß zu sein; erstere begründet nämlich oft letzteren. Wenn für Klimaleugner die Todesstrafe gefordert wird, dann ist das nicht ein individueller Ausfall eines Einzelnen sondern aus meiner Sicht implizit gewollt, sozusagen systemisch angelegt. Auch Hitler hat sich zunächst diffuse Ängste vor Juden zunutze gemacht, bevor er den Haß auf jüdische Menschen geschürt hat. Viele Elemente grüner Ideologie (schön pointiert von Ulrich Elkmann in Beitrag #6) kann man mit einigem Recht als präfaschistisch bezeichnen, und die Angstmacherei ist, psychologisch gesehen, die konstituierende (und legitimierende) Grundlage. Was diese Ideologen ihrerseits fürchten müssen, sind angstfreie Menschen.

Aber, um Dich noch ein wenig zu ärgern : Die Snowdengeschichte gehört aus meiner Sicht ebenfalls in dieses Raster .

Nochmal danke und herzliche Grüße,
Andreas

notquite Offline



Beiträge: 506

07.06.2014 09:54
#9 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat
Am 20.Juni 1995 war Shell gezwungen aufzugeben. Man gab den Forderungen von Greenpeace nach und garantierte, dass der Tank an Land abgewrackt werden würde, was auch einige Jahre später passierte. Die Kosten für das Abwracken betrugen am Ende etwa 36 Millionen Euro, etwa das Doppelte von dem, was ein Versenken auf See gekostet hätte. Die Verluste durch die Greenpeace Kampagne können, mangels Vergleichsmaterial, nur geschätzt werden und liegen irgendwo um 50 Millionen Euro.Danach geriert das Thema wieder, wie immer, in Vergessenheit.



Wenn diese Zahlen wirklich den gesamten wirtschaftlichen Schaden korrekt wiedergeben sollten, könnte man bei einem Konzern wie Royal Dutch Shell plc (Gewinn nach Steuern in 2013: 16,3 Milliarden US-$) doch gleich an Herrn Kopper und den schönen Begriff "peanuts" denken. Der PR-Gewinn für Greenpeace war offenbar wesentlich größer als der rein wirtschaftlich betrachtete Verlust für Shell.

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.660

07.06.2014 09:56
#10 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Lieber Llarian,
auch von mir ein dickes Kompliment für diesen exzellenten Artikel. Ich freu mich schon auf weitere!

Viele Grüße, Erling Plaethe

vivendi Offline



Beiträge: 663

07.06.2014 11:25
#11 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #4
Zitat von vivendi im Beitrag #3
In diesem Zusammenhang ist auch der DDT-Skandal zu erwähnen.

Ich hatte es erwogen, da das Thema durchaus eine genaue Betrachtung verdient, aber das Schwert ist durchaus zweischneidig und deshalb habe ich es erst einmal auf später verschoben. Der DDT Bann war und ist in seiner Wirkung zweifelsfrei verheerend und kaum zu rechtfertigen, selbst wenn dabei der Adler am Ende drauf gegangen wäre. Das Problem ist aber, dass die Resistenzen gegen DDT schon vor dem stillen Frühling das erste mal beobachtet werden konnten. Die einfache Gleichung: Wir hätten heute keine Malaria mehr, wenn man damals nicht versucht hätte einen Adler zu retten, ist griffig, aber eben vermutlich auch nicht richtig. Das Thema werde ich innerhalb der Serie noch einmal aufgreifen, denn skandalös ist es auf jeden Fall.

Ich bin mir dessen bewusst. Aber damals wie heute gab es keine Alternative, wenn man Menschenleben retten wollte. Man erachtete den Adler als wichtiger.

Zitat

Zitat
Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Klima-Apokalypse wie die Brent Spar ausgehen wird: ausser Spesen nichts gewesen. Und dass zukünftige Generationen nur den Kopf schütteln werden, so wie wir es heute in Bezug auf Brent Spar tun.


Tun wir das denn ? Das ist ja genau ein Punkt, auf den ich hinaus will. Die Allermeisten da draussen schütteln überhaupt nicht den Kopf über die Brent Spar. Und die werden das auch in 10 oder 30 Jahren nicht tun.


Sie haben wohl recht. Das selektive Vergessen führt dazu, dass die "nachgereichte" Wahrheit nicht mehr wahrgenommen wird.

Zitat

Zitat
Auch die Passivrauch-Hysterie wird das selbe Schicksal erleiden. Bereits heute kann man mit Sicherheit sagen: Es gibt keine einzige Statistik, die auch nur ansatzweise eine Korrelation zwischen Rauchverboten in öffentlichen Räumen und der Mortalität in der Bevölkerung nachweist.


Das ist in der Tat eine interessante Frage. So eine Statistik kann aber kaum existieren, weil sie real nicht durchführbar ist. Wie sollte das auch aussehen ? Das bedeutet nicht, das im Umkehrschluss der Zusammenhang nicht da ist. Am Ende können Sie solche Versuche nur am Tier durchführen und versuchen auf den Menschen zu übertragen. Da unsere Lebenserwartung derzeit massiv steigt, ebenso wie unsere Behandlungsmöglichkeiten, ist eine Veränderung der Lebenserwartung um Bruchteile von Jahren in einem Wirkungszeitraum von vielleicht 30 Jahren nicht beobachtbar. Das heisst nicht, dass die Wirkung nicht deutlich vorhanden ist.



Q.E.D.! Trotzdem werden solche Behauptungen in die Welt gesetzt und "statistisch" untermauert. Offizielle Statistiken über Sterbeursachen zeigen keine statistisch signifikanten Wirkungen. Es bleibt also nur die Spekulation.

Zitat

Zitat
Die grossen Versprechen von 10 - 40% weniger Herzinfarkten haben sich als Wishfull Thinking und vor allem als grosse Lüge erwiesen.


Ich habe die Behauptung auch noch nie gehört, sie wäre auch unsinnig, da dann mehr Herzinfakte auf passives als auf aktives Rauchen zurückzuführen wären.



Richtig, aber logisches Denken ist bei emotionalen Themen meist ausgeschaltet. Hier einige Beispiele von "seriösen" Studien: http://tobaccoanalysis.blogspot.fr/search?q=helena+scotland

patzer Offline



Beiträge: 359

07.06.2014 12:35
#12 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

[/quote]

Das ist in der Tat eine interessante Frage. So eine Statistik kann aber kaum existieren, weil sie real nicht durchführbar ist. Wie sollte das auch aussehen ? Das bedeutet nicht, das im Umkehrschluss der Zusammenhang nicht da ist. Am Ende können Sie solche Versuche nur am Tier durchführen und versuchen auf den Menschen zu übertragen. Da unsere Lebenserwartung derzeit massiv steigt, ebenso wie unsere Behandlungsmöglichkeiten, ist eine Veränderung der Lebenserwartung um Bruchteile von Jahren in einem Wirkungszeitraum von vielleicht 30 Jahren nicht beobachtbar. Das heisst nicht, dass die Wirkung nicht deutlich vorhanden ist.

Guckst Du hier:
http://www.tageswoche.ch/de/2012_37/schw...hadet-nicht.htm

Hier die größte Studie die jemals durchgeführt wurde:http://www.scientificintegrityinstitute.org/BMJ051703.pdf

max Offline



Beiträge: 150

07.06.2014 14:48
#13 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Lieber vivendi, mit dem Passivrauchen liegen Sie aber so was von falsch! Wir haben in der Schweiz, wie in Bayern, über Rauchverbote abgestimmt, da es offensichtlich auch dem Schweizer Bürger intellektuell nicht möglich ist, ein Raucherlokal zu meiden und statt dessen ein Nichtraucherlokal aufzusuchen (Nur am Rande: Die eifrigsten Befürworter für das Verbot waren die Wirte der Nichtraucherlokalen. Das sind so gute Menschen, dass sie, wenn man das behauptete Interesse an Nichtraucherrestaurants für bare Münze nimmt, von dieser extrem rentablen Marktlücke nicht mehr so übermässig profitieren wollten. Aber das wirklich nur am Rande).
In diesem Abstimmungskampf wurde eine topseriöse Studie aus Irland präsentiert, die nachwies, dass VIER MONATE nach Einführung des Rauchverbots die Zahl der Herzinfarkte um 10% abgenommen hat! Im Vergleich zum Vorjahr. Das einen überdurchschnittlichen Wert bezüglich Herzinfarkte aufgewiesen hat. Das allerdings haben die "Journalisten" leider vergessen zu erwähnen.
Was lernen wir daraus? Es gibt keinen Gott! Gäbe es einen, hätte der Blitz diese Schreiberlinge beim Sch... getroffen, wenn sie sich auch nur ein einziges Mal noch Journalist zu nennen gewagt hätten.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.785

07.06.2014 14:49
#14 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Tiefseetaucher im Beitrag #7

Aber durch nur deshalb, weil Greenpeace und ander Organisationen so laut geschrien haben, deshalb entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden und wir (die Menschheit) in diesen Fällen gerade noch so die Kurve gekriegt und die Katastrophe abgewendet haben.

Das kann man drehen und wenden, wie man will. Tritt die Katastrophe ein, haben die Alarmisten Recht behalten, tritt sie nicht ein, wurden gerade noch rechtzeitig die rettenden Maßnahmen durchgeführt. Natürlich nur dank der Alarmisten. Also war es richtig, dass sie so geschrien haben. Eine typische win-win-Situation für Greenpeace und co.


Genau das ist ja nicht der Fall. Wenn ein Thema abgehandelt ist, findet ja niemals eine Bilanzierung mit Erfolgsüberschlag statt. Das Waldsterben wurde nicht abgewendet, sondern so vergessen wie die ewige chinesisch-sowjetische Bruderschaft; das Ozonloch hat weder uns noch die Pinguine gebraten, aber "FCKW" dürfte nur noch denen etwas sagen, die damals dabei waren (& den Ingeniören). Eine genaue Nachzeichnung und Bewertung solcher Kampagnen (die Historisierung also) findet, wenn überhaupt, nur auf skeptischer Seite statt. Unter andrem bei Aaron Wildavsky, der sich in But Is It True: A Citizen's Guide in Environmental Health and Safety Issues etwa ein Dutzend solcher Kampagnen nachgezeichnet hat (mit Fokus auf die amerikanischen Medien, behördlichen Maßnahmen & die wissenschaftliche Bewertung - PCB, DDT, Love Canal, Arsen im Trinkwasser, Agent Orange, das Pflanzenschutzmittel Alar, Asbest, saurer Regen, CFCs): das Muster von: 1-2 Studien, Zeitungstitelaufmacher, Flutung des Publikums durchs TV & Schweigen im Wald ist durchgängig (und nicht auf die USA beschränkt). Für das Waldsterben hat Michael Miersch das vor einiger Zeit für Arte mit der Dokumentation "Und ewig sterben die Wälder" (2011) nachgezeichnet. Von den 5 letzten großen Racheaktionen von Mutter Erde gibt es für die mexikanische Schweinegrippe & die asiatische Vogelgrippe keinerlei Nachaufarbeitung; ditto für EHEC (das eigentlich als Cannae des Biolandbaus gelten müßte), bei der Ölkatastophe "Deepwater Horizon" im mexikanischen Golf ist die Damnatio memoriae z.Zt. am spürbarsten, weil die Bilder des brodelnden Rohölgeysers noch gegenwärtig sind. Nur Fukushima ist mit Tschernobyl zum symbolischen Fanal gekoppelt worden: aber auch das taucht nur als blitzartiges Schlaglicht in den alarmistischen Medien auf ("die Radioaktivität erreicht Amerika!"), nicht als nüchterne Bilanzierung.

Fear sells. Dem Exorzisten kann nicht daran gelegen sein, zu beweisen, daß der Geist nur der Wind in der hohlen Mauerritze war. Außerdem werden diese Daueralarme ja nicht von der "Wissenschaft" betrieben (die nur am Anfang die beunruhigenden Studien liefert), sondern samt & sonders von Aktivisten & den Medien (schon Rachel Carson verstand ja nichts von Biochemie & Agronomie), deren Karawane weiterzieht, wenn laut genug gebellt worden ist. Deshalb kehrt es diese Berufsbetroffenen kein Stück, daß weder die Arktis, wie heilig betont, eisfrei geworden ist und keiner der versprochenen 50 Millionen Klimaflüchtlinge aus den versunkenen Inseln hergeschwommen ist. (Doch: einer. )

max Offline



Beiträge: 150

07.06.2014 15:01
#15 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Lieber Ulrich Elkmann, auch Sie liegen falsch. Zumindest bei uns wurde das Waldsterben klar besiegt. Schliesslich wurde ja der Katalysator eingeführt. Sagen die nie nicht nimmer populistischen Parteien. Also die Grünen und die Sozialisten. Und wem soll man denn glauben wenn nicht diesen?
Gerüchteweise arbeiten sie nun an einer Reduktion der innerstädtischen Parkplätze um endlich dem grassierenden Fusspilz Herr zu werden.

hubersn Offline



Beiträge: 978

07.06.2014 17:16
#16 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #1
Ich habe eine neue Serie begonnen und mein erster Beitrag dreht sich um einen alten Öltank.


Lieber Llarian, danke für diesen Beitrag. Wenn Sie Inspiration für weitere Beiträge dieser Serie brauchen, empfehle ich die beiden Bücher "Der tägliche Öko-Horror" und "Die Angsttrompeter" von Heinz Hug. Für die weltweite Perspektive "The skeptical environmentalist" von Lomborg.

Gruß
hubersn

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2014 17:41
#17 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von vivendi im Beitrag #3
Und weil mir das Thema persönlich nahe liegt und ich mich damit seit mehreren Jahren beschäftige: Auch die Passivrauch-Hysterie wird das selbe Schicksal erleiden. Bereits heute kann man mit Sicherheit sagen: Es gibt keine einzige Statistik, die auch nur ansatzweise eine Korrelation zwischen Rauchverboten in öffentlichen Räumen und der Mortalität in der Bevölkerung nachweist. Die grossen Versprechen von 10 - 40% weniger Herzinfarkten haben sich als Wishfull Thinking und vor allem als grosse Lüge erwiesen.
Erzählen Sie das mal einer nicht-rauchenden Kellnerin mit Raucherlunge. Weiters ist Rauchen in Gegenwart von Nichtrauchern eine Unsitte. Jemand auf die Schuhe zu pissen gilt zu Recht als unfreundlich (und wahrscheinlich ein Grund für Handgreiflichkeiten), jemanden den Rauch ins Gesicht zu blasen noch nicht.

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2014 17:54
#18 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #4
Versuchen Sie mal in einer Kneipe eine Diskussion zu Fukushima anzufangen.
Das ist doch sehr amüsant, wenn Alkoholiker und Nikotinabhängige einem erklären versuchen warum Fukushima so böse ist, und gegen Fakten resistent sind:
Zu Fukushima: http://www.who.int/mediacentre/news/rele...rt_20130228/en/
Zu Nikotin: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs339/en/
Zu Alkohol: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs349/en/

Llarian Offline



Beiträge: 4.769

07.06.2014 19:47
#19 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Doeding im Beitrag #8
Wichtig scheint mir auch die Beziehung zwischen Angst und Haß zu sein; erstere begründet nämlich oft letzteren.

Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unermesslichem Leid! Die dunkle Seite lockt und verführt. Betrittst du einmal den dunklen Weg, für immer wird er bestimmen dein Geschick! :)

Zitat
Viele Elemente grüner Ideologie (schön pointiert von Ulrich Elkmann in Beitrag #6) kann man mit einigem Recht als präfaschistisch bezeichnen, und die Angstmacherei ist, psychologisch gesehen, die konstituierende (und legitimierende) Grundlage.


Ich würde das gar nicht als präfaschistisch sehen. Ökologismus ist in seiner Konsequenz eine absolut faschistische (=menschenverachtende) Ideologie. Die Nazis haben den Wert des Lebens ihrem Machtsreben und ihrem rassistischen Weltbild untergeordnet, die Extremökos ordnen den Wert des Lebens dem Streben nach Herrschaft und ihrem religiösen Weltbild unter. Da sind so viele Parallelen, dass es einen anschreit: Von Kontrolle der Medien über Indoktrination der Jugend, Unterdrücken des Andersdenkenden bis zum Abwerten menschlichen Lebens. Nicht umsonst haben sich in den Gründejahren der Grünen noch eine ganze Menge "braune Gestalten" dort wiedergefunden.

Zitat
Was diese Ideologen ihrerseits fürchten müssen, sind angstfreie Menschen.


Angstfreie Menschen fehlt die Amygdala. (SCNR)

Zitat
Aber, um Dich noch ein wenig zu ärgern : Die Snowdengeschichte gehört aus meiner Sicht ebenfalls in dieses Raster .


Ein guter Einwand, aber dem ist zu begegnen, denn wie Du auch aus deiner professionellen Sicht weist, werden gelegentlich auch Paranoide schonmal verfolgt.

Llarian Offline



Beiträge: 4.769

07.06.2014 19:56
#20 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von patzer im Beitrag #12
Guckst Du hier:
http://www.tageswoche.ch/de/2012_37/schw...hadet-nicht.htm

Hier die größte Studie die jemals durchgeführt wurde:http://www.scientificintegrityinstitute.org/BMJ051703.pdf


Sehr interessante Informationen, vielen Dank dafür. Allerdings würde ich daraus keine endgültige Aussage ableiten wollen. Betrachten wir den ersten Link, so wird schön herausgearbeitet, dass die Faktengrundlage für die Schädlichkeit des Passivrauchens sehr dürftig aussieht. Daraus folgt aber, und das ist entscheidend, nicht der Umkehrschluss, dass Passivrauchen unschädlich ist. Ich bin sehr zurückhaltend wenn Leute von Gleichschaltung reden oder das wirklich dümmlich Argument kommt, man sei ja selbst damit groß geworden und es haben einem nicht geschadet (weil diejenigen, die eventuell dran gestorben sind, sich ja praktischerweise nicht mehr äussern können). Das schüttet meines Erachtens nach das Kind mit dem Bade aus. Es hat auch Jahrzehnte gedauert bis halbwegs gesichert war, wie schädlich Rauchen tatsächlich ist. Und es ist, wie man heute weiss, ziemlich dumm zu rauchen. Bevor die Diskussion losgeht: Ich gönne jedem das Recht so dumm zu leben wie er will, genauso wie ich es jedem Kneipenwirt zugestehe die Regeln in seiner Kneipe so zu gestalten, wie er das will. Ich bin nur ebenso der Meinung, dass Menschen das Recht haben, nicht zum Passivrauchen gezwungen zu werden, wenn sie sich Sorgen darum machen. Wir wissen einfach nicht wie schädlich es ist (das es schädlich ist, kann nach meinem Dafürhalten nicht in Frage stehen, da eine Wirkung immer vorhanden ist, auch wenn sie verschwindend klein ist).

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.660

07.06.2014 20:41
#21 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #19
Zitat von Doeding im Beitrag #8
Wichtig scheint mir auch die Beziehung zwischen Angst und Haß zu sein; erstere begründet nämlich oft letzteren.

Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unermesslichem Leid! Die dunkle Seite lockt und verführt. Betrittst du einmal den dunklen Weg, für immer wird er bestimmen dein Geschick! :)


Großes Kino und philosophische Tiefe in Zettels kleinem Zimmer. Meine Hochachtung.
Man braucht einen Stern...
https://www.youtube.com/watch?v=Gc1fqSMfjns

Viele Grüße, Erling Plaethe

HR ( gelöscht )
Beiträge:

08.06.2014 01:03
#22 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zu Beitrag Nr.6 von Herrn Elkmann
Zitat:
"Allerdings wird ja seitdem jede Jahrgangsstufe darauf sozialisiert"

Ja! Und die "skeptischen Eltern" gibt es deshalb kaum mehr.Ich kenne jedenfalls keine, die in Erscheinung treten.
Ist scheinbar ein Wohlgefühl, Sünder zu sein. Eine verordnete Depression, in der man sich gefällt.

War es nicht Thatcher, die aus Kalkül den Klimawahn wegen streikender Bergarbeiter begründet hat?

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.660

08.06.2014 01:51
#23 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von HR im Beitrag #22
Zu Beitrag Nr.6 von Herrn Elkmann
Zitat:
"Allerdings wird ja seitdem jede Jahrgangsstufe darauf sozialisiert"

Ja! Und die "skeptischen Eltern" gibt es deshalb kaum mehr.Ich kenne jedenfalls keine, die in Erscheinung treten.
Ist scheinbar ein Wohlgefühl, Sünder zu sein. Eine verordnete Depression, in der man sich gefällt.

War es nicht Thatcher, die aus Kalkül den Klimawahn wegen streikender Bergarbeiter begründet hat?

Sie beziehen sich nicht zufälligerweise auf diesen Artikel?
https://liberalesinstitut.wordpress.com/...er-klimawandel/
Wenn der Autor des Artikels den zitierten Artikel auf den er sich bezieht, genau gelesen hat, wovon ich mal ausgehe, sollte ihm eigentlich nicht entgangen sein, dass abseits dessen, dass jeder mal seine Meinung irgendwann ändert, die Unterstellung, dies von Frau Thatcher aus lauter Kalkül so vorgebracht worden zu sein, von Arthur Scargill stammt.
Super Kronzeuge.
Aber vielleicht gibt es ja noch einen anderen der belegen kann, dass Margeret Thatcher wieder besseren Wissens zur Klimaalarmistin wurde (und warum G. W. Bush), nur um die britischen Gewerkschaften niederzukämpfen.
Was m.E. eine ihrer größten Leistungen war. Was natürlich auch anders gesehen werden kann. Nur muss man deswegen keine Verschwörungstheorie entwerfen. Es reicht festzustellen, dass die britischen Gewerkschaften nicht geschafft haben, was George Orwell an die Wand malte.

Viele Grüße, Erling Plaethe

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.785

08.06.2014 02:46
#24 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Margaret Thatcher war in den 80er Jahren ohne Zweifel von der Klimakatastropher übrzeugt:

Christopher Booker, "Was Margaret Thatcher the first climate sceptic?", Spectator, 12 June 2010:


With her scientific background, she had fallen under the spell of Sir Crispin Tickell, then our man at the UN. In the 1970s, he had written a book warning that the world was cooling, but he had since become an ardent convert to the belief that it was warming, Under his influence, as she recorded in her memoirs, she made a series of speeches, in Britain and to world bodies, calling for urgent international action, and citing evidence given to the US Senate by the arch-alarmist Jim Hansen, head of Nasa's Goddard Institute for Space Studies.

She found equally persuasive the views of a third prominent convert to the cause, Dr John Houghton, then head of the UK Met Office. She backed him in the setting up of the UN's Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in 1988, and promised the Met Office lavish funding for its Hadley Centre, which she opened in 1990, as a world authority on "human-induced climate change".


Zur Meinungsänderung:
"In 2003, towards the end of her last book, Statecraft, in a passage headed "Hot Air and Global Warming", she issued what amounts to an almost complete recantation of her earlier views."

Erling Plaethe Offline




Beiträge: 4.660

08.06.2014 08:08
#25 RE: Umweltschutz reloaded: Eine Lektion in Sachen Greenpeace und Brent Spar Antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #24
Margaret Thatcher war in den 80er Jahren ohne Zweifel von der Klimakatastropher übrzeugt:

Christopher Booker, "Was Margaret Thatcher the first climate sceptic?", Spectator, 12 June 2010:

With her scientific background, she had fallen under the spell of Sir Crispin Tickell, then our man at the UN. In the 1970s, he had written a book warning that the world was cooling, but he had since become an ardent convert to the belief that it was warming, Under his influence, as she recorded in her memoirs, she made a series of speeches, in Britain and to world bodies, calling for urgent international action, and citing evidence given to the US Senate by the arch-alarmist Jim Hansen, head of Nasa's Goddard Institute for Space Studies.

She found equally persuasive the views of a third prominent convert to the cause, Dr John Houghton, then head of the UK Met Office. She backed him in the setting up of the UN's Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in 1988, and promised the Met Office lavish funding for its Hadley Centre, which she opened in 1990, as a world authority on "human-induced climate change".


Zur Meinungsänderung:
"In 2003, towards the end of her last book, Statecraft, in a passage headed "Hot Air and Global Warming", she issued what amounts to an almost complete recantation of her earlier views."


Auch ich habe meine Meinung in diesem Punkt geändert.

Viele Grüße, Erling Plaethe

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