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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Llarian Offline



Beiträge: 3.968

01.08.2017 20:20
#251 RE: "Trumpery insanity" antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #250
Was zu diesem Zeitpunkt noch zu verkraften wäre - wenn man auf Besserung hoffen könnte.
Aber da muß ich Dir leider zustimmen: Es ist nicht mehr viel zu erhoffen.

Ach, man weeset einfach noch nich. Da kann schon noch was kommen, wenn Trump für etwas gut ist, dann sinds Überraschungen. Worum es mir eher geht ist, dass die noch keinen Grund haben Erfolg zu verkünden. Der Ausstieg aus Paris geht in die richtige Richtung, ist aber eben noch kein großer Sieg.

Zitat
Ich hatte eigentlich gedacht, daß Trump nach einer gewissen Einarbeitungsphase (und dem Streichen einiger realitätsferner Wahlkampfversprechen) lernen würde, die Möglichkeiten des Amtes zu nutzen. Und insbesondere als "dealmaker" agieren würde, gerade im Kongreß. Schließlich ist er nicht so ideologisch fixiert wie sein Vorgänger und könnte genug Bündnispartner für pragmatische Lösungen finden.


Genau das wundert mich auch, zumal er eigentlich den Demokraten politisch deutlich näher steht als den meisten Republikanern. Kann aber auch sein, dass sowohl Demokraten wie eben auch viele "systemaffine" Republikaner ihm keinen Erfolg zukommen lassen wollen. Ich bin bei weitem zu wenig in amerikanischer Innenpolitik unterwegs, um das beurteilen zu können. Ich fände es nur nicht fernliegend.

Zitat
So aber sieht das immer mehr nach einer lautstarken Pleite aus. Das würde die USA massiv zurückwerfen und könnte zu einem massiven backlash führen, d.h. das traditionelle demokratische Establishment kann sich schon freuen.


Das glaube ich noch nicht. Ich glaube das die Wahrnehmung von Trump in den USA eine gänzlich andere ist als hier. Die erwarten gar nicht von ihrem Präsidenten, dass er Wunder was alles bewegt. So lange der laut Schaum schlägt und nicht solche Sachen wie Obamas Gesundheitsreform produziert, ist das schon in Ordnung. Denn entgegen dem deutschen Presse-Mob ist es eben auch so, dass Trump bisher nicht viel in den Sand gesetzt hat. Ja, er hat Handelspartnerschaften aufgekündigt. Er hat aber auch Paris gekündigt. Das dürfte sich die Waage halten. Man muss da ziemlich aufpassen das deutsche Pressetrommelfeuer nicht auf sich einwirken zu lassen.

R.A. Offline



Beiträge: 6.936

02.08.2017 11:26
#252 RE: "Trumpery insanity" antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #251
Ach, man weeset einfach noch nich.

Jau, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe ja auch nicht gesagt, daß ich die Amtszeit schon abhake - aber den Stand bisher finde ich halt enttäuschend.

Zitat
Kann aber auch sein, dass sowohl Demokraten wie eben auch viele "systemaffine" Republikaner ihm keinen Erfolg zukommen lassen wollen.


Trump hat einen zutiefst populistischen Wahlkampf gegen "die da oben in Washington" geführt. Und dabei niemand geschont, auch nicht die Republikaner.
Von daher ist klar, daß in Verwaltung und Kongreß kaum einer auf Trump-Linie ist - wie man in den Wald hineinruft ...

Zitat
So lange der laut Schaum schlägt und nicht solche Sachen wie Obamas Gesundheitsreform produziert, ist das schon in Ordnung.


Im Prinzip ja. Aber die Rücknahme von Obamacare wollten seine Wähler schon. Und die kriegt er bisher (auch mit mehreren Anläufen) nicht hin.

Zitat
Man muss da ziemlich aufpassen das deutsche Pressetrommelfeuer nicht auf sich einwirken zu lassen.


Richtig. Ich lese deutsche Presseberichte über Trump oder die USA fast überhaupt nicht mehr.

Florian Offline



Beiträge: 2.148

02.08.2017 12:43
#253 RE: "Trumpery insanity" antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #252
Zitat von Llarian im Beitrag #251
So lange der laut Schaum schlägt und nicht solche Sachen wie Obamas Gesundheitsreform produziert, ist das schon in Ordnung.

Im Prinzip ja. Aber die Rücknahme von Obamacare wollten seine Wähler schon. Und die kriegt er bisher (auch mit mehreren Anläufen) nicht hin.


Ebenso auch die Wähler der Republikaner im Kongress.

Man sollte das nicht unterschätzen:
Trump hat mit Positionen gewonnen, die bei den WÄHLERN der republikanischen Kongress-Abgeordneten populär sind.
Nicht unbedingt bei der Bevölkerung insgesamt, aber bei den republikanischen Wählern.
Und leider ist die amerikanische Politik in den letzten Jahren zunehmend gespalten.
Speziell im Repräsentantenhaus wurde das durch Gerrymandering noch verschärft.
Für einen republikanischer Kongress-Abgeordneten ist die eigentliche Herausforderung zunehmend die Vorwahl (wo er sich gegen andere Republikaner bei einer republikanischen Basis behaupten muss). Wenn er diese Hürde genommen hat, ist die anschließende Hauptwahl meist relativ einfach. (Weil sein Wahlbezirk in vielen Fällen "sicher" republikanisch ist, hat er keine Probleme sich gegenüber einem Demokraten durchzusetzen).
[Umgekehrt gilt das gleiche auch für die Demokraten].

Die Folge ist, dass ein republikanischer Kongress-Abgeordneter sich eines auf keinen Fall leisten darf: die eigene Basis zu verärgern.
Deshalb wird er bei Themen, bei denen Trump die Mehrheit der republikanischen Wähler (wenn auch nicht unbedingt die Mehrheit der Bevölkerung) hinter sich hat, nicht in Opposition zu Trump gehen können.


[Exkurs: Man beachte, dass dies komplett anders läuft als in Deutschland. Merkel und die CDU-Fraktion können fast nach Belieben die konservative Basis ignorieren. Entscheidend für den Wahlsieg ist der mittige Wechselwähler.
Man sieht hier sehr schön, wie das Wahlrecht sich auf die politischen Realitäten auswirken kann.]

Im Senat ist die Situation zwar ähnlich, aber weniger extrem.
Erstens gibt es bei den Wahlen zum Senat kein Gerrymandering. Speziell Senatoren aus "purpurnen" Staaten (=Staaten, die nicht sicher in ein politisches Lager fallen) werden immer auch den gemäßigten, mittigen Wähler im Blick haben müssen. (Dass ausgerechnet McCain aus dem purpurnen Arizona gegen die jüngste Gesundheitsreform gestimmt hat, passt in dieses Bild). Und Drittens sind die Wahlperioden länger, so dass ein Senator nicht ganz so deutlich an den kurzfristigen Befindlichkeiten der eigenen Basis hängt.

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