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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Llarian Offline



Beiträge: 6.962

01.08.2021 01:05
Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Llarians Nachtgedanken, heute mal zum Thema Impfung.

Vielleicht, aber auch nur vielleicht, mit Parallelen zu den Gedanken anderer Zimmersleute.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.023

01.08.2021 13:46
#2 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Die Frage ist, ob Sie langfristig überhaupt eine Wahl haben. Gut, man kann argumentieren dass es theoretisch immer eine Wahl gibt, aber wenn sie ohne Impfung bspw. erst mal effektiv aus allen Massenverkehrsmitteln ausgesperrt werden wird das ganze doch arg unpraktikabel.

Was mich aktuell etwas fassungslos macht ist dass Teile der Politik sich selbst schon vor der Wahl relativ offen pro Impfzwang positionieren und überhaupt gar nicht erst den Anschein erwecken, als gäbe es irgendeine Perspektive für die Rückkehr zur Normalität. Man fragt sich welche Hämmer dann erst nach der Wahl auf uns warten.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.650

01.08.2021 17:08
#3 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Monika Maron teilt heute auf ihrer Facebook-Seite diesen Auszug:

Zitat
Andreas Rosenfelder in der WELT:

"Vierte Welle“ - Die politisch Verantwortlichen haben einen lebensfeindlichen Irrsinn geschaffen

Geht es nach dem Milieu der privilegierten Beamten und Home-Office-Angestellten, dann hört die Pandemie wohl niemals auf – mit Masken, Abstand und geschlossenen Schulen. Doch außerhalb dieser Blase sind viele nicht mehr bereit, die nächste Lockdown-Runde mitzuspielen.

Kürzlich war ich mit meinem Sohn in einem Spaßbad in Brandenburg. Wir sind dafür eine Stunde lang über Land gefahren. Nicht, weil das Spaßbad eine außergewöhnliche Turborutsche hat – sondern, weil in Berlin seit weit über einem Jahr alle Hallenbäder geschlossen sind. Dort gibt es nur trostlose Freibäder mit kaltem Wasser, Rutschen und Sprungtürme sind mit rotweißem Flatterband abgesperrt. Das soll – so erläutern es die Bademeister – garantieren, dass man nicht zum Spaß ins Bad kommt. Diese Gefahr ist aber ohnehin gering, denn man darf die Freibäder nur besuchen, wenn man es schafft, vorher im Internet ein Zeitfenster zu buchen. Bei gutem Wetter ist das so gut wie unmöglich.

Wer diesem lebensfeindlichen Irrsinn, den die politisch Verantwortlichen erzeugt haben, entfliehen will, um seinem Kind nach einem Jahr Maskenpflicht im Unterricht die Freude eines Schwimmbadbesuchs zu gönnen, muss also die Landesgrenze überqueren: In Brandenburg darf man einfach so schwimmen gehen – „ohne negativen Corona-Test und ohne Termin“, wie das Schwimmbad auf seiner Internetseite schreibt.

Am Eingang der Halle steht ein braungebrannter Mitarbeiter mit Mundnasenschutz, der uns freundlich auffordert, beim Gang durchs menschenleere Foyer zur Kasse die Masken zu tragen – „leider“, wie er mitfühlend hinzufügt. Im Schwimmbad selbst dürften wir die Masken dann natürlich ablegen, im Restaurantbereich allerdings müssten wir sie dann wieder anziehen, zumindest auf dem Weg zum Tisch. „Auf den paar Metern ist das Virus plötzlich ganz gefährlich“, sagt der Brandenburger sarkastisch. Auf meine einlenkende Bemerkung, das sei ja wohl hoffentlich bald vorbei, winkt er ab: „Nicht, wenn sich die Leute nicht dagegen wehren!“

Hilfe, ein Querdenker? Ein Maskenverweigerer, Maßnahmenkritiker, Corona-Leugner? Das sind so die Schubladen, welche die meinungsführende Kaste in Deutschland für solche Leute bereithält. Dabei spricht der Mann, der sich als Vater von drei Kindern vorstellt, nur etwas aus, was einem, wenn man auch nur einen kleinen Schritt zurücktritt, der gesunde Menschenverstand sagt: Die in Deutschland allgegenwärtigen Mikro-Restriktionen, in vielen Nachbarländern längst über Bord geworfen, ergeben keinen Sinn mehr – außer jenem, der Bevölkerung auf Schritt und Tritt zu signalisieren, dass eine gefährliche Pandemie herrscht, die alle und jeden bedroht.

Das mögen jene, deren Geschäftsmodell seit anderthalb Jahren das Warnen und Beschränken ist, so sehen – obwohl sich längst alle, die es wollen, durch Impfung gegen eine schwere Erkrankung schützen können. Im Land Brandenburg liegen am Tag des Besuchs insgesamt 14 Corona-Patienten im Krankenhaus, sechs davon auf Intensivstationen.

Doch die Warner und Beschränker werden weiter über steigende Inzidenzen reden und Wellen zählen. Sie werden weiter Maskenpflicht und Abstandsregeln, Schulschließungen und Kontaktreduzierungen fordern. Von selbst werden sie, das wird immer klarer, nicht wieder damit aufhören.

Dafür haben Menschen, die nicht zum Milieu der Beamten und privilegierten Home-Office-Angestellten gehören, das sich schon für die nächste Lockdown-Runde vorbereitet, ein sehr gutes Gespür. Man darf ihren Realitätssinn und ihre Vernunft nicht unterschätzen. Und eine Politik, die nicht endgültig den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren will, sollte sie ernst nehmen.



https://www.facebook.com/monika.maron.54...219564063596468

PS. Nochmal "Welt" von heute:

Zitat
„Einschränkungen für nicht-geimpfte Erwachsene ab Herbst absehbar“


Am Montag beraten Bund und Länder über die Pandemie-Maßnahmen für den Herbst. In einigen Bundesländern steht der Kurs bereits fest: Ungeimpfte werden dann Nachteile in Kauf nehmen müssen. Baden-Württemberg strebt einen „Paradigmenwechsel“ bei der nächsten Corona-Verordnung an.

In einigen Bundesländern zeichnet sich ab, dass es ab dem Herbst deutliche Nachteile im Alltag für Personen geben wird, die auf eine Corona-Schutzimpfung verzichten. Dies kündigten mehrere Bundesländer auf WELT-Anfrage an.

„Es gibt wenig Gründe, sich nicht impfen zu lassen“, heißt es dazu aus dem Gesundheitsministerium im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg. Bis Mitte September sollen alle Einwohnerinnen und Einwohner ein Impfangebot bekommen. „Deshalb ist es absehbar, dass es für nicht-geimpfte Erwachsene ab Herbst Einschränkungen geben wird. Für Nicht-Geimpfte wird etwa der Zugang zu Restaurants, zu Kulturprogrammen oder zum Sport dann nur mit einem negativen Testergebnis möglich sein“, sagte die Ministeriumssprecherin WELT.

Die Tests sollen dann selbst finanziert werden, weil es nach Ansicht der Landesregierung nicht sein kann, dass Geimpfte das mitfinanzieren müssten. Für diejenigen, die sich nicht impfen lassen können, beispielsweise jüngere Kinder, soll es Ausnahmen geben. „Unser Ziel sollte sein, ab September alle Beschränkungen für Geimpfte fallen zu lassen“, so die Sprecherin.



https://www.welt.de/politik/deutschland/...itKr5mtsVwMY4iE

Ich halte den letzten Satz für eine glatte Lüge. Vielleicht nicht im juristischen Sinn, weil die Sprechpuppe nur ahnungslos abliest, was auf ihrem Zettel steht. Aber nach dem was, wir seit der Verhängung des Lockdowns im November gesehen haben, steht die Regierung in der Bringschuld. Und der wird sie bislang in keiner Weise gerecht.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

moise trumpeter Offline



Beiträge: 236

01.08.2021 17:43
#4 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #2
Die Frage ist, ob Sie langfristig überhaupt eine Wahl haben. Gut, man kann argumentieren dass es theoretisch immer eine Wahl gibt, aber wenn sie ohne Impfung bspw. erst mal effektiv aus allen Massenverkehrsmitteln ausgesperrt werden wird das ganze doch arg unpraktikabel.

Was mich aktuell etwas fassungslos macht ist dass Teile der Politik sich selbst schon vor der Wahl relativ offen pro Impfzwang positionieren und überhaupt gar nicht erst den Anschein erwecken, als gäbe es irgendeine Perspektive für die Rückkehr zur Normalität. Man fragt sich welche Hämmer dann erst nach der Wahl auf uns warten.


Unter meinen erwachsenen Blutsverwandten bin ich inzwischen der einzige Ungeimpfte. Bis auf einen Fall folgten die Impfungen auch der inneren Überzeugung. Ich hab zwar nicht nachgefragt, aber nach meiner Einschätzung wird bis auf eine Ausnahme meine geimpfte Verwandtschaft einem Impfzwang keinen Widerstand entgegensetzen, auch nicht indem in der Wahlkabine, wenn es keiner sieht, Rechtsradikale oder Spinner angekreuzt werden.

Die Politik braucht sich keinen Zwang antun, wer verloren ist kommt eh nicht zurück und wer Angst vor Rechten hat, wird sein Wahlverhalten nicht aus grundsätzlichen liberalen Überzeugungen ändern.

flobotron Offline



Beiträge: 281

01.08.2021 18:14
#5 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Ich hab mich impfen lassen. Ich habe für mich die Abwägung getroffen, dass eine Coronainfektion mit Langzeitfolgen für mich äußerst unwahrscheinlich sei. Ebenso aber auch Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen durch die Impfung.
Allerdings wird die Impfpflicht kommen, in welcher Form auch immer. Ich bin voll berufstätig, habe Familie, Hund und ein Pferd um die ich mich kümmern muss und möchte in ruhe meinem Hobby (MMA) nachgehen, was seit fast einem Jahr kaum möglich ist.
Für mich ist die Impfung der Weg des geringeren Wiederstandes. Darauf bin ich nicht stolz, aber Ich hab neben all diesem nicht die Kraft, Lust und Ideen mich politisch zu engagieren. Ich will einfach nur in Frieden gelassen werden.
Damit bin ich leider der Frosch im immer heißer werden Wasser und diejenigen Vollzeitpolitiker, Journalisten, NGOler und Aktivisten die das Gas immer höher drehen darf ich sogar durch meine Steuergelder aushalten.
Ich bin frustriert, aber was bleibt mir Übrig? Mich auf der Querdenker-Demo in Berlin mit Polizisten prügeln?

hubersn Offline



Beiträge: 1.342

01.08.2021 19:34
#6 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Aus dem Blogpost:

Zitat von Llarian im Beitrag #1

so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass keiner der Impfstoffe einer Zulassung unter "normalen" Bedingungen bekommen hätte.



Kann man vielleicht behaupten, aber auf Basis von welchen Daten?

Zumindest die aktuelle Risikobewertung aus dem Sicherheitsbericht des PEI lässt eine solche Behauptung nicht zu. Der Nutzen ist immer noch - und zwar für alle Alterklassen, für die die Stiko die Impfung empfiehlt - deutlich größer als das Risiko.

Eine Meldehäufigkeit von 0,1 schwerwiegenden Reaktionen bei 1000 verabreichten Impfdosen (keine nachgewiesene Kausalität, nur im zeitlichen Zusammenhang) lässt nicht gerade auf ein erhebliches Impfrisiko schließen, zumal die allermeisten dieser schwerwiegenden Reaktionen keineswegs zum Tode führen oder auch nur dauerhafte Schäden hinterlassen.

In Anbetracht eines IFR von geschätzt 0,5..1% für die deutsche Bevölkerung bezüglich SARS-CoV-2 scheint mir eine Impfung weiterhin dringend angeraten. Wie es aussieht, wird die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, langfristig bei ungefähr 1 liegen, denn wie erwartet erreicht die Impfung keine sterile Immunität, sondern entspricht vom Nutzen her eher der typischen Grippeimpfung.

Und weil die Zahlen so sind wie sie sind, bin sowohl ich als auch mein Umfeld komplett durchgeimpft (ohne signifikante Nebenwirkungen, was im dramatischen Kontrast steht zu den Erfahrungen mit COVID-19-Erkrankungen). Nicht, weil sich irgendjemand vom Impfstatus Vorteile verspricht - im Moment sind diese ja sehr sehr überschaubar, mit dem kostenlosen Schnelltest hat man ja quasi überall dieselben Vorteile wie vollständig geimpfte - sondern weil einfach niemand seriös an COVID-19 erkranken will. Und wenn man sich die Zahlen anschaut von Israel über UK bis Deutschland, dann wird klar, dass die Impfung auch gegen die Delta-Variante ganz hervorragend wirkt, zumindest was die Verhinderung schwerer Verläufe angeht. Die Infektionszahlen sind von den Todeszahlen weitgehend entkoppelt, wenn die Risikogruppe (aus meiner Sicht: 40 Jahre und älter) weitgehend durchgeimpft ist.

Und so lehne ich mich zurück und verfolge nun das Schauspiel rund um den "Impfzwang" - direkt, durch die Hintertür, gar nicht? Im Moment würde ich auf "durch die Hintertür" tippen. Das Infektionsschutzgesetz bietet ja reichlich Möglichkeiten, es den Ungeimpften sehr ungemütlich zu machen. Ich glaube kaum, dass die Politik davor zurückschreckt. Eine andere Möglichkeit wäre, dass bis Ende August die Stiko plötzlich eine Impfempfehlung für Jugendliche ab 12 aus dem Hut zaubert (im Moment machen da andere Länder ja die Versuchskaninchen - bisher gibt es die Empfehlung ja nur nicht aufgrund nicht ausreichender Daten zu den Vorteilen, die Nebenwirkungen bei Jugendlichen scheinen ja nicht das Problem zu sein) und ohne weiteren Zwang die Impfquote auf 70% steigt. UK liegt im Moment bei 47 Millionen mindestens einmal Geimpfter, dazu die knapp 6 Millionen Genesenen, das scheint im Moment ausreichend zu sein, um die Zahl der seriös Erkrankten auf einem managebaren Niveau zu halten. Wbei die Zahl der Hospitalisierten in UK schon seit etwa Anfang/Mitte Juni stärker im Steigen begriffen ist. Aber eben auf sehr viel niedrigerem Niveau als in der ersten oder zweiten Welle.

Ziemlich sicher bin ich, dass wir wie in Israel auf absehbare Zeit die Risikogruppe mit einer dritten, auf Mutationen angepasste Auffrischimpfung beglücken werden. Ich prognostiziere den Startschuss auf "um Weihnachten rum".

Interessant finde ich, dass in UK weiterhin auf sehr hohem Niveau Tests durchgeführt werden (ungefähr eine Million pro Tag), ganz im Gegensatz zu uns (inzwischen unter 100000 pro Tag). Aber die Positivrate ist dort natürlich auch etwa dreimal so hoch.

Gruß
hubersn

--
Mein Politik-Blog: http://politikblog.huber-net.de/
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Llarian Offline



Beiträge: 6.962

01.08.2021 23:06
#7 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von flobotron im Beitrag #5
Ich hab mich impfen lassen. Ich habe für mich die Abwägung getroffen, dass eine Coronainfektion mit Langzeitfolgen für mich äußerst unwahrscheinlich sei. Ebenso aber auch Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen durch die Impfung. Allerdings wird die Impfpflicht kommen, in welcher Form auch immer. Ich bin voll berufstätig, habe Familie, Hund und ein Pferd um die ich mich kümmern muss und möchte in ruhe meinem Hobby (MMA) nachgehen, was seit fast einem Jahr kaum möglich ist.

Ich habe zwar weder Hund noch Pferd, aber bin ansonsten in einer sehr ähnlichen Situation. Mit dem Unterschied, dass ich noch nicht "geimpft" bin, und die Nebenwirkungen vermutlich etwas höher einschätze. Es ist aber gerade der letzte Satz, der mit zu denken gibt. Ich treibe ebenso einen Kampfsport (wenn auch bei MMA), aber ich glaube nicht daran, dass ich den eher ausüben darf, wenn ich geimpft sein sollte. Das die Impfungen keinesfalls so effektiv sind wie "herkömmliche", wissen wir spätestens seit in England die Zahlen zwischenzeitlich gut anzogen. Damit hat man schon das Argument für den nächsten Lockdown, vollkommen unabhängig vom Impfstatus. Natürlich schicken sich Söder und seine Mannen an, den Ungeimpften das Leben zur Hölle zu machen, die Ankündigungen sind da und vieles wird kommen, aber das heißt nicht im Umkehrschluss, dass die Geimpften ihre Freiheit zurück bekommen. Im dritten Reich hat man vielleicht viel gegen Andersdenkende gehetzt, das hat aber nicht bedeutet, dass die anderen besonders frei waren.

Zitat
Ich bin frustriert, aber was bleibt mir Übrig? Mich auf der Querdenker-Demo in Berlin mit Polizisten prügeln?


Die wirklich interessante Frage ist (wenn auch OT): Werden Sie das nicht dann doch irgendwann tun müssen?

Ein bischen aus dem Nähkästchen: Ich hatte vor einiger Zeit ein gutes Gespräch mit einem früheren Kollegen. Und wir kamen auch auf die Corona-Demos, insbesondere die, die auch jetzt gerade wieder in Berlin zusammengeprügelt werden (mit Linksfaschisten legt sich die Berliner Polizei nicht gerne an (die könnten womöglich zurück schlagen), sie prügelt lieber Bürger zusammen, die keine Maske tragen). Und wir waren uns einig, dass es erstaunlich sei, wie wenig Bürger sich wehren. Denn wir wären vermutlich beide auf diesen Demos in der ersten Reihe, wenn wir nix zu verlieren hätten, denn wir leben ja beide in einer bürgerlichen, früher hätte man spießbürgerlich gesagt, Existenz. Wir haben was zu verlieren, wir haben Familie, Jobs und Verpflichtungen. Aber deswegen trägt man noch nicht alles mit. Irgendwo gibt es ein Limit und wir stehen in dieser Reihe. Mit Steinen in der Hand. Dieser Staat ist, und da beißt die Maus keinen Faden ab, auf dem Weg zu einer autoritären Gesinnungsdiktatur. Wir haben in der ganzen Geschichte der Bundesrepublik kein Jahr erlebt, in dem so viel Rechtsstaat vernichtet wurde, so viele Grundwerte zerstört, so viele Sachwerte vernichtet und so viel Schaden an den Säulen unserer Gesellschaft angerichtet wurde, wie im letzten Jahr. Wann ist es zuviel? Wann stehen wir da? Und damit meine ich keine Mehrheiten auf Wahlzetteln, wo ohnehin durch die Propagandabatallione der ÖR extrem viel gelenkt werden kann. Wann platzt so vielen Bürgern der Kragen, dass wir einen zweiten deutschen Herbst bekommen?

Emulgator Offline



Beiträge: 2.835

01.08.2021 23:23
#8 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von flobotron im Beitrag #5
Ich bin frustriert, aber was bleibt mir Übrig? Mich auf der Querdenker-Demo in Berlin mit Polizisten prügeln?
Wenn Partner für MMA nicht da sind? Wieso soll nur die Antifa den Spaß haben?

Ich hatte sehr früh die Möglichkeit, mit impfen zu lassen, weil ich aus beruflichen Gründen priorisiert wurde, da eines unserer Produkte ziemlich wichtig in der Pandemie ist. Ich habe mir trotzdem damit Zeit gelassen: Zum einen funktionierte die Terminvereinbarung noch nicht reibungslos --zumal bei dem damaligen Andrang--, zum anderen habe ich mir gedacht, daß es für die Pandemiebekämpfung sogar besser wäre, wenn ich erstmal durcharbeite, anstatt Zeit für Impfung und das allfällige Aussitzen der Nebenwirkung zu verschwenden.

Im Laufe der Zeit wurde ja dann klar, daß die Impfung doch nicht soooo gut dagegen schützt, nicht doch Virenausscheider zu werden, und daß bei den neuen Varianten der Schutz auch nicht mehr so gut ist, wie bei dem Originalstamm vom Frühjahr/Sommer 2020, der im Grunde sowieso inzwischen ausgestorben ist (hat man nicht rechtzeitig unter Naturschutz gestellt). Au0erdem sind die rezenten Varianten nicht mehr so gefährlich. Diejenigen, die sich infizieren sind noch seltener schwere Fälle als früher.

Als es die Zeit erlaubte --da war die Priorisierung schon aufgehoben--, ließ ich mich doch impfen. Dann aus reinem Jux und Neugier, wie es so im Impfzentrum zugeht. Hätte ich bezahlen müssen, hätte ich es nicht gemacht.

Denn dazu mal eine grundsätzliche Betrachtung:

Zitat von ZR
Doch auch die Erkenntnislage hat sich seitdem ein wenig geändert,



Das ist ja vernünftig: Wenn man gelernt hat, was die Impfungen und Krankheitserreger mit dem Körper machen, kann man das Risikooptimum neu bestimmen.

Oftmals hat sich die Erkenntnislage aber nur insofern geändert, daß man für bestimmte bekannte Phänomene jetzt einen "Namen" hat. Beispiel: Das ganze Pandemiegeschehen wäre in der Welt vor wenigen Jahren komplett übersehen worden. Die Häufung der Lungensymptomatik in Wuhan wäre unbemerkt geblieben, weil es dafür eine zentrale Stelle geben muß, die es erfaßt. Die Identifikation des Erregers und der routinemäßige Nachweis in großen Stichproben wäre nicht möglich gewesen, weil die Diagnosetechniken (PCR mit Virus-RNA und Lateral Flow Tests / Schnelltests) noch nicht verfügbar waren.
Es war aber schon immer klar, daß es irgendwelche ansteckenden anonymen Erreger gibt, die saisonale Wellen von hartnäckigen grippalen Infekten hervorrufen. Entsprechend gab es auch immer Leute, die Angst bekommen haben, wenn jemand in ihrer Nähe niest. Heute sind viele so. Und ja, vom Tierreich ist bekannt, daß es Krankheitserreger gibt, die ganze Populationen einer Art ausrotten können.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.650

02.08.2021 02:25
#9 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Es wird Zeit, höchste Zeit, diesen Leuten das Heft aus der Hand zu schlagen und sie vor einen Gerichtshof zu bringen. Ob national oder international, spielt keine Rolle; Option #2 wäre vorzuziehen.

Zitat
«Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt», heißt es in dem Entwurf. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet.

«Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für Zwölf- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten», schreibt das Ministerium in dem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag. Auch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte, die Angehörige impften, könnten eingebunden werden. In einigen Ländern sind bereits Impfaktionen etwa an Schulen geplant. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beginnt der Unterricht nach den Sommerferien an diesem Montag wieder, in Hamburg am Donnerstag.



https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/in...tet-werden.html

Wer im Zusammenhang mit 12-Jährigen hier von "Angebot" schwurbelt, während über die Schulen und das vorgegebene wahnsinnige Planziel eindeutig Druck ausgeübt wird, will bewußt irreführen. Nur zur Erinnerung: vorgeschriebene Impfungen bei Kindern betreffen Gefährungen, den sie unmittelbar ausgesetzt sind und die schwere Schäden nach sich ziehen: Tetanus, Masern, Kinderlähmung. Für Kinder besteht aber KEIN Risiko eines schweren Verlaufs oder daran, an Corona zu sterben. Solche Vorhaben verstoßen m.E.n. gegen jedes medizinische Ethos.

PS. Eltern umfassend informieren. Sie sollen die Klassenlehrer und die Schulleitung schriftlich in Kenntnis setzen, daß sie als Erziehungsberechtigte und Vormund eine solche Impfung für ihre Kinder kategorisch untersagen. Einen weiteren Ausdruck den Kindern mitgeben, die sie im Fall des Falls vorzeigen sollen. Erfolgt die Impfung trotzdem, das entsprechende ärztliche Personal, den aufsichtsführenden Lehrer und die Schulleitung wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor Gericht klagen. Mit dieser Begründung das Kind sofort von der Schule nehmen. Wird in zehn Fällen nichts bringen, aber in 100.000 schon.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Yago Offline



Beiträge: 436

02.08.2021 06:42
#10 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

In einer mir zugänglichen Behörde hält sich keiner an die Vorgaben mit dem MNS. Der Chef kommt, MNS auf, Chef raus, MNS ab. Laschet beim Hochwasser, im Flieger - immer ohne. Auf den Baustellen macht auch jeder, was er will. Warum machen das alle mit? International?

Wenn die Kinde geimpft werden sollen, will man bewusst das Sorgerecht der Eltern aushebeln. Was ist der Nutzen davon, zumal die ablehnende Position der Ständigen Impfkommission bekannt ist?

Ich selbst äußere meine Position, die dank verweigerter Diskussion der Behörden / Regierung auf Annahmen beruhen. Dafür wird man ein Nazi, ignoriert und manche müssen auf proletarische Art aufgefordert werden, sich ordentlich zu benehmen. Das funktioniert komischer Weise. Die Kinder sind aber in einer Zwickmühle. Die Propaganda funktioniert. Sie werden auch als kompetent dargestellt, indem man ihnen zutraut, die Wirksamkeit einer Impfung zu bewerten. Das nehmen die Kinder gerne an.

Wie lange macht man das mit? Bis mein Haus weg ist und das Leben mich zwingt, robust zu handeln. Das Hauptproblem scheint mir zu sein, dass einige Figuren sich den Staat zur Beute gemacht haben und rausholen, was rauszuholen ist - vergleichbar zum bedingungslosen Grundeinkommen. Die ganze Situation erinnert mich an die DDR. Da hat auch jeder alles aus den Betrieben rausgeschleppt, was nicht niet- und nagelfest war. Ein Novum für mich ist, dass die Polizei in Berlin so robust gegen alte Leute vorgeht. Da hat sich etwas verändert im Gegensatz zur "alten Garde". Aber letztlich ist das politisch so vorgegeben und alle Beamten wollen ihren Status behalten. Also werden sie tun, was ihnen gesagt wird. Vielleicht ist letztlich Korruption ein passender Begriff. Einige haben einen Nutzen davon, die anderen sind der Gegner. Wenn das zutrifft, gibt es kaum mehr einende Gemeinsamkeiten.

Nachtrag: Was mir überhaupt nicht einleuchten will, ist, dass man sich so in den Zwang zum Impfen gegen Corona verbeißt und nicht auf die Behandlung der Erkrankung umschwenkt. Zumal an Coronaimpfstoffen seit vielen Jahren geforscht wird. Es hat bisher immer Schwierigkeiten gegeben. Sonst gäbe es schon eine Impfung gegen die Feline infektiöse Peritonitis(https://de.wikipedia.org/wiki/Feline_inf...6se_Peritonitis) . Die Katzenbesitzer würden das bezahlen.

Hauptschüler Offline



Beiträge: 13

02.08.2021 07:47
#11 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Yago im Beitrag #10
Wenn die Kinde geimpft werden sollen, will man bewusst das Sorgerecht der Eltern aushebeln.


In Österreich sollen geimpfte Kinder von der Testplicht an Schulen ausgenommen sein.

https://kurier.at/politik/inland/geimpft...assen/401459701

Damit motiviert man sicher einige zur Impfung.

Frode Offline




Beiträge: 81

02.08.2021 08:14
#12 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von flobotron im Beitrag #5
Für mich ist die Impfung der Weg des geringeren Wiederstandes. Darauf bin ich nicht stolz, aber Ich hab neben all diesem nicht die Kraft, Lust und Ideen mich politisch zu engagieren. Ich will einfach nur in Frieden gelassen werden.


Ihr Kommentar trifft ganz gut meine Gedanken dazu. Auch ich bin geimpft und bin damit nicht mehr in der Schusslinie.

Zitat von Llarian
Und wenn wir mal die beschworene Solidarität (die eher nach "Volksgemeinschaft" klingt) mal beiseite lässt, so stellt sich schon die Frage, ob es nicht auch im Sinne einer echten Verantwortungsethik richtig ist sich impfen zu lassen (was ich mit für das stärkste Argument halte, da ich selber noch aus einer Ecke stamme, wo man bestimmte Dinge wie Blutspenden oder Unfallhilfe einfach tut, vollkommen egal wie sich ein Gesetzgeber dazu aufstellt.)



Hier verstehe ich das Argument nicht. Im Gegensatz zu Blutspende oder Unfallhilfe tue ich doch mit der Impfung effektiv nichts für meine Mitmenschen, oder? Man kann sich auch geimpft anstecken und auch den Virus weiter verbreiten.
In dem Sinne verstehe ich auch nicht, warum händeringend von Politikern aller Parteien versucht wird die Leute zum Impfen zu bringen, so dass das Zeug bald wie Schutzmasken, Schnelltests und Sauerbier im Aldi angeboten wird. Ich bin auch der Meinung - ab dem Zeitpunkt ab dem jeder die Möglichkeit hatte voll geimpft zu sein dürften keine Einschränkungen mehr bestehen.

Im Übrigen habe ich in meinem erweiterten Umfeld keine längeren Nebenwirkungen von der Impfung mitbekommen, aber der Grossteil der Geimpften (auch ich) ist nach mindestens einer Impfung für einen Tag ausgefallen. Volkswirtschaftlich gesehen auch nicht optimal...

Martin Offline



Beiträge: 4.129

02.08.2021 08:50
#13 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Yago im Beitrag #10
Nachtrag: Was mir überhaupt nicht einleuchten will, ist, dass man sich so in den Zwang zum Impfen gegen Corona verbeißt und nicht auf die Behandlung der Erkrankung umschwenkt.
Je länger ich mich mit Corona beschäftigt hatte, desto weniger wollte mir einleuchten, was da grundsätzlich abläuft. Zum Glück gab es immer das Beispiel Schweden, aber es scheint, dass im Rest der Welt eine konzertierte Aktion abläuft, deren Endziel mir noch nicht klar ist. Die Schweden leben noch, es gibt meines Wissens auch keine Proteste in der Art, dass sich diese von Ihrer Regierung verlassen fühlten. Ich war letzten Sommer in Dänemark bei entspannten, quasi normalen Verhältnissen. Den Dänen ist das gut bekommen.

In Deutschland wurden falsche Gefahrenaussagen (überfüllte Intensivstationen, Schulen als Infektionsherd, PCR-Testergebnisse) genutzt, um den Staat in Richtung Totalitarismus umzukrempeln. Das Verbeißen in den Impfzwang ist längst medizinisch nicht mehr begründbar, die Regierung räumt auch unumwunden ein, dass die Begründung politisch sei. Staunen lässt mich aber nicht nur das Verbeißen und das Vernachlässigen von Behandlungsmöglichkeiten, recht fassungslos macht mich, dass eine Gesundheitsbehörde, die mit vielen Institutionen zum Schutz der Bevölkerung vor einem ungeprüften Zugang von Medikamenten eingerichtet wurde, vom Kontrolleur zum Treiber wurde, dass dieselbe Behörde keinerlei Initiative entwickelt, statistische Daten zum Immunitätsstand der Bevölkerung systematisch zu erfassen, sogar Obduktionen zum Informationsgewinn aktiv unterbindet, Behandlungsmöglichkeiten schon gar nicht testet... Experten, die dem Regierungskurs widersprechen, werden aktiv ausgegrenzt, eine Informationsplattform in öffentlich rechtlichen Medien verhindert, missliebige Richter und Mediziner bekommen plötzlich Hausbesuche.

Einfache Erkenntnis: Da stinkt etwas ganz gewaltig. Dass die meisten Bürger dem Druck der Regierung schwer Stand halten können, muss nicht wundern. Manchmal ist auch kein Druck notwendig. Als der Bekannte, der schon im Frühjahr 2020 durch seine Corona-Infektion mit Aufenthalt in der Intensivstation durchgegangen ist, sich nach mehrfach gemessenem hohen Titer an Antikörpern impfen ließ, war ich schon erstaunt. "Weil man das halt soll!". Aber sicher, die WHO hat früh eine durchgemachte Infektion nicht für einen Immunitätsstatus anerkannt. Möglicherweise sind bereits 80 % der Bevölkerung sogar immun, und eine Impfung ist nur noch ein gesundheitliches Risiko und kein Nutzen. Unsere Regierung vermeidet die Aufarbeitung eines solchen Kenntnisstands, sondern zieht die Impf-Daumenschrauben bis zu jungen Menschen an. Dabei müssten diese, wenn man deren Verhalten im letzten Jahr beobachtet hat, längst immunisiert sein. Den Mathematiker Prof. Luckhaus hat man in der Leopoldina mit seinen Modellrechnungen daran gehindert, dies in deren Gutachten für die Regierung darzulegen.

Also: Es stinkt gewaltig. Jeder kann das sehen wollen. Eine Impfung muss mit Patientenaufklärung einhergehen. Diese kann nur gut sein, wenn es diesen Gestank nicht gibt. Dass sich Menschen an ihrer unmittelbaren Umgebung orientieren, ist sinnvoll. Ich weiß von Coronafällen älteren und jüngeren Datums, mal heftiger, mal milder. Ich weiß auch von etwas heftigeren Impfreaktionen, von denen ich wohl nicht mal erfahren hätte, wenn ich nicht gerade in diesen kritischen Tagen angerufen hätte. Stutzig gemacht hat mich aber auch die Aussage eines geimpften bekannten, der meinte, dass sich seine in einem Kreiskrankenhaus beschäftigte Tochter nicht impfen lassen wolle, nach dem was sie dort an Impffolgen erlebe. Man muss sich halt über die Begrenztheit seines unmittelbaren Umfelds klar sein. Und eben ganz klar darüber, dass über Langzeitwirkungen niemand Information hat, und dass diese in Zukunft schwer auf die Impfung zuordenbar sein wird (unsere Behörden werden nicht interessiert sein).

Gruß
Martin

Llarian Offline



Beiträge: 6.962

02.08.2021 10:11
#14 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Frode im Beitrag #12
Hier verstehe ich das Argument nicht. Im Gegensatz zu Blutspende oder Unfallhilfe tue ich doch mit der Impfung effektiv nichts für meine Mitmenschen, oder? Man kann sich auch geimpft anstecken und auch den Virus weiter verbreiten.

Man kann. Aber die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich deutlich geringer. Ich glaube zwar, dass die Impfung in der Beziehung sehr schlecht ist, aber sie wird nicht nutzlos sein (wer weniger hustet, verbreitet auch weniger Viren). Erstaunlich ist doch eigentlich eher wie wenig das untersucht ist. :)

Zitat
In dem Sinne verstehe ich auch nicht, warum händeringend von Politikern aller Parteien versucht wird die Leute zum Impfen zu bringen, so dass das Zeug bald wie Schutzmasken, Schnelltests und Sauerbier im Aldi angeboten wird.


Da gehts mir genauso wie Martin gerade schrieb: Da stinkt was. Ich kann nur nicht sagen was. Ich habe keiner Ahnung warum sich unsere Regierung (und auch andere nebenbei) so in die Impfung verrennt, denn Sinn macht das so nicht mehr. Eine solch beinharte Debatte um Beerdigung der Bügerrechte hat es nicht einmal bei den Impfkampagnen um Pocken oder Polio gegeben (und das waren "echte" Killer). Klar: Braun, Söder, Klabauterbach, sie alle wollen mit jeder denkbaren Gewalt verhindern, dass das letzte Jahr aufgearbeitet wird (weil das gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Karriere und einem Fortjagen in Schimpf und Schande sein dürfte), aber warum sich so auf die Impfung kaprizieren?

Zitat
Ich bin auch der Meinung - ab dem Zeitpunkt ab dem jeder die Möglichkeit hatte voll geimpft zu sein dürften keine Einschränkungen mehr bestehen.


Das wäre jetzt der Fall. Wir wählen aber erst in zwei Monaten. Wenn die Einschränkungen und die Panik enden, beginnt die Aufarbeitung. Das man das verhindern will ist nahe liegend.

Zitat
Im Übrigen habe ich in meinem erweiterten Umfeld keine längeren Nebenwirkungen von der Impfung mitbekommen, aber der Grossteil der Geimpften (auch ich) ist nach mindestens einer Impfung für einen Tag ausgefallen. Volkswirtschaftlich gesehen auch nicht optimal...


Aus meinem weiteren Umfeld ist einer fast gestorben, mit massiven Herzproblemen, Notaufnahme und allem was dazu gehört. Ist wochenlang im sprichwörtlichen Sinne totkrank gewesen. Aber das ist es nicht einmal. Solche Dinge passieren auch mit "sicheren" Medikamenten (ein Freund von mir ist vor einigen Jahren fast an einem Antibiotikum zu Tode gekommen, deswegen würde man Antibiotika kaum in Frage stellen). Aber stellen wir uns mal die Frage: Wie viel darf und wird davon öffentlich diskutiert? BigTech wie auch die offiziellen Medien zensieren alles weg, was auch nur in die Richtung geht. Das sind alles Einzelfälle ohne nachrichtliche Relevanz. Ich kann schlecht beurteilen wie die Zahlen exakt liegen (aus dem wenigen, was man liest, sieht man nur, dass sie erheblich größer sind, als es bei Impfstoffen der Fall sein dürfte). Aber nehmen wir für einen kurzen Moment an, sie wären noch schlimmer. Würden wir das erfahren? Und das ist keine Verschwörungstheorie: Wir würden es nicht erfahren. Es würde glasklar zensiert. Das Corona nicht die tödliche Seuche ist, als die es uns im letzten Jahre wieder und wieder erzählt wurde, ist bis heute nicht in den Medien zu finden und die wenigen, die es im Netz berichtet haben sind von Google, Twitter und Facebook systematisch zum Schweigen gebracht worden. D.h. wir haben keine Informationen, wie gefährlich die Impfstoffe am Ende wirklich sind. Weil wir es nicht erfahren würden, wenn sie noch gefährlicher wären, als sie es ohnehin schon sind. Einen Tag krank sein fände ich völlig undramatisch. Eine Herzbeutelentzündung könnte ich weniger drüber lachen.
Ich bin beim allerbösesten Willen kein Impfkritiker. Ich bin neben den üblichen STIKO-Empfehlungen auch gegen Gelbfieber, Typhus, FSME, Gürterose und Tollwut geimpft. Sogar gegen HPV, und ich kann keinen Gebärmutterhalskrebs bekommen. Ich finde Impfungen in dem Sinne toll, kleiner Piks, große Wirkung. Aber einen regulären Impfstoff zu entwickeln dauert Jahre, teilweise bis zu 20, und oftmals gelingt es selbst dann nicht. Dieser Impfstoff ist in neun Monaten zusammen geschustert worden. Eine große Leistung, keine Frage, aber ein gewaltiges Experiment. Viren gibt es ja nicht erst seit gestern und gegen Ebola, HIV oder Hepathitis-C existiert trotzdem kein brauchbarer Impfstoff. Und man hat viel probiert. Und bei Corona klappt das plötzlich. 12 Milliarden durch Trump rein und hinten kommt der Impfstoff raus. Und der ist toll, sicher und wirksam. Und der Mann liegt oben und die Erde ist eine Scheibe. Nein, ernsthaft: Was soll der Quatsch? Natürlich ist das Zeug experimentell, und es hat mit Sicherheit nicht die Eigenschaften eines lange getesteten Produktes. Aber darüber darf ja nicht einmal geschrieben werden. Man hat(!) das zu nehmen. Denn er ist sicher. Oder so. Clown World.

Frode Offline




Beiträge: 81

02.08.2021 11:00
#15 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #14
Man kann. Aber die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich deutlich geringer. Ich glaube zwar, dass die Impfung in der Beziehung sehr schlecht ist, aber sie wird nicht nutzlos sein (wer weniger hustet, verbreitet auch weniger Viren)


Genau das war meine amateurhafte Pareto-Prinzip - Logik, weshalb Kinder als Treiber der Pandemie vernachlässigbar sein sollten. Kinder haben keinen schweren Verlauf --> weniger sichtbare Symptome --> Weniger Ansteckung. Aber mir wurde von allen Seiten erzählt, dass man auch asymptotisch Leute anstecken kann, weshalb Kinder offenbar Masken tragen müssen und keinen Vereinssport mehr machen dürfen.

Zitat von Llarian im Beitrag #14
Da gehts mir genauso wie Martin gerade schrieb: Da stinkt was. Ich kann nur nicht sagen was.

Ich schliesse mich da auch an.

Hier in diesem Forum sind wir offenbar in einer bubble von Menschen mit der Fähigkeit zum rationalen Denken, aber in der echten Welt treffe ich diese Menschen kaum. Obwohl die Absurditäten dieser Mikroeinschränkungen wie oben beschrieben jedem klar sein sollten, machen alle den Blödsinn in blindem Gehorsam mit.


Ich glaube auch nicht daran, dass die Politiker bei der Bundestagswahl entsprechend abgestraft werden - ich habe tatsächlich den Verdacht ich bin mit meiner Meinung in der klaren Minderheit. Als wahrscheinlichstes Ergebnis wird es nach der Wahl eine schwarz-grüne Regierung geben, was ziemlich genau meinem Alptraum entspricht (nur zu toppen durch grün-schwarz). Und die Leute wollen es so.
Ein massives auf-die-Strasse gehen wird es denke ich auch nicht geben, da die Befürworter zahlreich sind und die Geschädigten zu viel zu verlieren haben. Parallelen zum anderen Absurd-Thema: Eigentlich hätte eine sinngemäße Aussage "Tja Schade, hätten wir mal mehr Windräder gebaut" inmitten von durch eine Hochwasserkatastrophe zerstörten Dörfern in eine direkte Revolution umschlagen müssen, aber derartige Unverschämtheiten werden nicht mal bemerkt.

Ganz ehrlich - ich habe eine gute Vorstellung davon bekommen, wie es passieren konnte, dass Hitler an die Macht kam. Und so wie ich mich fühle müssen sich einige Leute '33 gefühlt haben.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.650

02.08.2021 11:42
#16 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

OT.

Zitat von t.online Newsblog zu Covid-19 2.08.
Pfizer und Moderna erhöhen Preise für EU

Die Corona-Impfstoffhersteller Pfizer und Moderna haben einem Zeitungsbericht zufolge in den jüngsten Lieferverträgen für die Europäische Union die Preise angehoben. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Vertragsunterlagen berichtet, kostet eine Dosis des Vakzins von Pfizer und Biontech nun 19,50 Euro statt bisher 15,50 Euro. Der Moderna-Impfstoff kostet demnach je Dosis nun 25,50 Dollar statt bisher 19 Euro (22,55 Dollar).

Der neue Preis von Moderna liege aber unter dem ursprünglich vereinbarten Betrag von 28,50 Dollar, weil das Auftragsvolumen gestiegen sei. Von beiden Unternehmen waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.



https://www.t-online.de/nachrichten/pano...rposition-.html



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Krischan Offline




Beiträge: 620

02.08.2021 12:05
#17 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #14

Da gehts mir genauso wie Martin gerade schrieb: Da stinkt was. Ich kann nur nicht sagen was. Ich habe keiner Ahnung warum sich unsere Regierung (und auch andere nebenbei) so in die Impfung verrennt, denn Sinn macht das so nicht mehr. Eine solch beinharte Debatte um Beerdigung der Bügerrechte hat es nicht einmal bei den Impfkampagnen um Pocken oder Polio gegeben (und das waren "echte" Killer). Klar: Braun, Söder, Klabauterbach, sie alle wollen mit jeder denkbaren Gewalt verhindern, dass das letzte Jahr aufgearbeitet wird (weil das gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Karriere und einem Fortjagen in Schimpf und Schande sein dürfte), aber warum sich so auf die Impfung kaprizieren?



Lieber Llarian,

in der Tat, es stinkt, aber dabei gleich sinistre Machenschaften zu vermuten, geht etwas zu weit, wenn mangelnde Voraussicht (das berühmte "vom Ende her denken") ebenfalls zur Erklärung herangezogen werden kann.
Ich glaube (und hoffe), dass den handelnden Akteuren längst aufgegangen ist, dass sie Mist gebaut haben - in der fehlerhaften Einschätzung der Situation, in der Perpetuierung, in der mangelhaften Vorsorge, etc. Nun gibt es zwei Auswege:
1. Man stellt sich hin und sagt: "Wir haben Fehler gemacht, und zwar folgende.... Bitte verzeiht uns, so und so sind die Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, um die Fehler auszubügeln". --> Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, und wäre der Tod für jeden Politiker
2. Man macht eine Änderung der Politik an geänderten Fakten fest. Und das einzige eingängige Faktum, das signifikant unterschiedlich ist zu allen anderen bereits bekannten Fakten, ist die Durchimpfungsquote.

Kann sich ja jetzt keiner hinstellen und sagen "Sorry, Corona ist gar nicht soooo schlimm, wie wir das 1 1/2 Jahre lang dachten". Nein, man wird sagen: "Corona ist schlimmschlimmschlimm, aber nur für Ungeimpfte".

Ich will das jetzt gar nicht inhaltlich bewerten, mir geht es einzig und allein um das Narrativ, wie sich die Politik ohne selbst Schaden zu nehmen (und das heisst im Ende, ohne das Politiker zurücktreten müssen), am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht.


Im Übrigen bewerte ich die Corona-Impfung ähnlich wie die jährliche Grippeschutzimpfung, hat ja offenbar auch ähnliche Wirkmechanismen. Gefährdete Personen und deren Angehörige sollten das haben. Sonst ist es eigentlich nicht notwendig.

Freundlichst,
Krischan

Deutsche Wurst - alles andere ist Käse.

Llarian Offline



Beiträge: 6.962

02.08.2021 12:08
#18 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Frode im Beitrag #15
Genau das war meine amateurhafte Pareto-Prinzip - Logik, weshalb Kinder als Treiber der Pandemie vernachlässigbar sein sollten. Kinder haben keinen schweren Verlauf --> weniger sichtbare Symptome --> Weniger Ansteckung. Aber mir wurde von allen Seiten erzählt, dass man auch asymptotisch Leute anstecken kann, weshalb Kinder offenbar Masken tragen müssen und keinen Vereinssport mehr machen dürfen.

"Alle Seiten" reproduzieren auch nur das was Propellerkarl gestern wieder in der neuesten Talkshow erzählt hat. Prinzipiell ist dem vermutlich auch richtig, aber das Wort "kann" ist hier sehr wichtig. Denn ebenso prinzipiell kann(!) man sich bei einem HIV Infizierten über eine Kaffetasse anstecken. Der Virus ist im Speichel enthalten und wir haben alle dann und wann kleine Verletzungen im Mund, die wir nicht bemerken. Wir könnten uns also infizieren, der Weg ist theoretisch denkbar. In der Praxis ist meines Wissens nicht ein Fall dokumentiert, bei dem das passiert ist. Insofern werden wohl auch asympthomatische Infizierte Corona weitergeben können, real wird das aber eher selten sein. Und Kinder maskiert man aus einem ganz simplen Grund: Sie können sich nicht dagegen wehren.

Zitat
Hier in diesem Forum sind wir offenbar in einer bubble von Menschen mit der Fähigkeit zum rationalen Denken, aber in der echten Welt treffe ich diese Menschen kaum. Obwohl die Absurditäten dieser Mikroeinschränkungen wie oben beschrieben jedem klar sein sollten, machen alle den Blödsinn in blindem Gehorsam mit.


Naja, sich zu wehren wird ja auch bestraft. Menschen mögen keine Bestrafungen und wenn es nur verächtliche Blicke sind. Aber ich stelle fest, dass schon einige Leute die Welt sehr kritisch sehen. Nur tun sie das nicht in großen Gruppen.

Zitat
Ich glaube auch nicht daran, dass die Politiker bei der Bundestagswahl entsprechend abgestraft werden - ich habe tatsächlich den Verdacht ich bin mit meiner Meinung in der klaren Minderheit. Als wahrscheinlichstes Ergebnis wird es nach der Wahl eine schwarz-grüne Regierung geben, was ziemlich genau meinem Alptraum entspricht (nur zu toppen durch grün-schwarz). Und die Leute wollen es so.


Auch das glaube ich nicht. Sie sehen nur keine Alternative und die Dauerbeschallung durch die Propaganda der ÖR hat durchaus Wirkung. Ob das dem Willen entspricht, hmmmm, irgendwann schwer zu sagen. Wenn ich jemandem jeden Tag mehrfach erzähle Menschen mit grüner Hautfarbe wären das schlimmste was es gibt auf der Welt, ist es dann so verwunderlich, dass der das irgendwann glaubt? Ist es sein Wille, das zu glauben? Übrigens gibt es eine deutlich schlimmere Version als Grün-Schwarz: Grün-SPD-SED. Und das ist nicht tot. Die Presse gibt sich derzeit massiv Mühe Flaschet runterzuschreiben (was ja auch nicht schwer ist, da er nun tatsächlich eine ziemliche Niete ist). Hätten die Grünen nicht diese Nicht-Kandidation aufgestellt, wäre RRG durchaus ein Thema.

Zitat
Ein massives auf-die-Strasse gehen wird es denke ich auch nicht geben, da die Befürworter zahlreich sind und die Geschädigten zu viel zu verlieren haben.


Noch. Bald nicht mehr. Die Freiheitsvernichtung ist ein Thema, aber die Wirtschaft kommt direkt hinterher. Wenn die Leute ihre Wohnungen verlieren, ihren Job, ihre Existenz, dann sieht die Welt anders aus. Die 5.000 oder auch 20.000, die am WE in Berlin zusammengenüppelt wurden, das bekommt die Politik noch geregelt. Wenn es aber 200.000 sind, oder gar mehr, dann wird das schwierig. Ich glaube wir stehen vor recht massiven Umwälzungen und da selbst die Druckerpresse nicht mehr reicht, um das Geld zu produzieren, wird das eine andere Welt sein. "Der Deutsche" wird im nächsten Jahr, erst recht ein Jahr später, massiv ärmer sein als heute. Da werden die Karten neu gemischt. Allerdings besteht natürlich auch die reale Gefahr, dass die selben Leute, die die Katastrophe verursacht haben, diese auch nutzen werden, um noch mehr Schaden zu produzieren. Wer weiss das schon?

Zitat
Ganz ehrlich - ich habe eine gute Vorstellung davon bekommen, wie es passieren konnte, dass Hitler an die Macht kam. Und so wie ich mich fühle müssen sich einige Leute '33 gefühlt haben.


Das geht mir genau so. Und ich bin schockiert davon wie einfach das ging, wie wenig Widerstand sich im öffentlichen Mainstream noch gezeigt hat. Man bildet sich ein, wenn man viel darüber gelesen hat (und das habe ich), dass man die Mechanismen der Nazis verstanden hätte. Das letzte Jahr war da ein deutlich besserer Lehrmeister. Ich will noch keine Schlußfolgerung ziehen, aber zumindest für die heutige Entwicklung stelle ich fest, dass es weniger die Methoden der Totalitären sind, die das ganze befeuern, sondern vor allem der nicht vorhandene Widerstand gegen diese. Söder, Propellerkarl, Braun, aber auch Merkel & Spahn kämen nie zu ihrem Ziel, wenn sich die Zivilgesellschaft und ihre angeblich so wichtigen Vertreter, mehr wehren würden. Was die Nazis noch mit Gewalt im Zusammenhang ihres Begriffes "Gleichschaltung" durchsetzten, passiert heute nicht nur fast freiwillig, es wird von vielen geradezu begrüsst. DAS ist tatsächlich schockierend.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.023

02.08.2021 12:21
#19 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #14
Klar: Braun, Söder, Klabauterbach, sie alle wollen mit jeder denkbaren Gewalt verhindern, dass das letzte Jahr aufgearbeitet wird (weil das gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Karriere und einem Fortjagen in Schimpf und Schande sein dürfte), aber warum sich so auf die Impfung kaprizieren?


Mit viel bösem Willen könnte man unterstellen, dass mit dem Impfwahn nun endlich ein Ziel gefunden wurde, das realistisch niemals erreicht werden kann (im Gegensatz zu den vorher formulierten Zielen bzgl. Krankenhauskapazitäten, Schutz gefährdeter Gruppen usw.) was es der Politik ermöglicht, bis in alle Ewigkeit munter an Recht und Parlament vorbeiregieren zu können.

Ich glaube aber des Rätsels Lösung ist viel einfacher: Die Impf-Sau läuft nun mal gerade durch's Dorf, und es ist egal wer sie losgelassen hat, wichtig ist nur wie man sich zu ihr positioniert. Ob das ganze Sinn macht und wo man damit am Ende eigentlich hin möchte interessiert niemanden mehr. Das Prinzip kennt man ja auch aus anderen Themenkomplexen, exemplarisch sei die Elektromobilität genannt: Da wird auch nicht mehr darüber diskutiert ob das Ganze im Vergleich zu anderen Antriebsmethoden eigentlich sinnvoll ist, sondern nur noch wie schnell und teuer die Nummer erzwungen werden muss. Die Jungs und Mädels in der Politik sind einfach nicht sonderlich innovativ, sondern lesen im Prinzip nur die Zeitung vor und teilen uns dann mit wie sehr sie dafür sind.

alpha_beta Offline



Beiträge: 119

02.08.2021 12:28
#20 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Krischan im Beitrag #17

in der Tat, es stinkt, aber dabei gleich sinistre Machenschaften zu vermuten, geht etwas zu weit, wenn mangelnde Voraussicht (das berühmte "vom Ende her denken") ebenfalls zur Erklärung herangezogen werden kann.


Ich halte es absolut nicht für eine sinistre Machenschaft, bei einem Markus Söder und einem Lauterbach von Machtwahn und Geltungssucht als tragende Leitprinzipien ihres Handels auszugehen.

Zitat
Kann sich ja jetzt keiner hinstellen und sagen "Sorry, Corona ist gar nicht soooo schlimm, wie wir das 1 1/2 Jahre lang dachten". Nein, man wird sagen: "Corona ist schlimmschlimmschlimm, aber nur für Ungeimpfte".


Der Vorteil einer gleichgeschalteten Presse ist es, dass selbst bei einem 180 Grad-Wechsel im Narrativ niemand laut kritische Fragen (oder gar Rücktrittsforderungen) stellt:

Heute kennt das Virus kennt keine Grenzen, morgen ist eine Grenzschliessung längst überfällig.
Heute würden wir nie wieder einen Lockdown machen, morgen ist ein Lockdown absolut unausweichbar.
Heute sind wir im Krieg mit Ozeanien, morgen im Krieg im Ostasien. Und sind es schon immer gewesen. Bitte Klappe halten und stillhalten, es sind nur 2 Wochen. Nur eine Maske. Nur eine Impfung. Nur deine Kinder.

Für die Optimisten: Als ob sich nach Merkels Abgang etwas ändern wird. Die Aushöhlung sämtlicher Institutionen vom Rundfunk bis zum Bundesverfassungsgericht hat sie ja langfristig durchgesetzt. Hier wird sich gar nichts bessern: Die Machtpolitiker um Söder & Lauterbach (und ihre geistigen Nachfolger) haben doch gerade erst realisiert, wie wenig Widerstand vom Volk zu erwarten ist. Man kann sich getrost darauf verlassen, dass dieser totalitäre Gesundheitssozialismus früher oder später zu einem totalitären Klimasozialismus mutieren wird, mit CO2-Abgaben und -Schutzzöllen als antikapitalistischen Schutzwall.

Morn Offline




Beiträge: 124

02.08.2021 19:23
#21 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Yago im Beitrag #10
Nachtrag: Was mir überhaupt nicht einleuchten will, ist, dass man sich so in den Zwang zum Impfen gegen Corona verbeißt und nicht auf die Behandlung der Erkrankung umschwenkt.

Vor zwei Wochen stieg ein Mitarbeiter einer kleinen Firma, die Ihre Büros eine Etage unter unseren hat, im Lift zu und fragte mich, ob ich schon komplett geimpft sei. Ich war nicht maskiert und womöglich fragte er deshalb. Total perplex wusste ich gar nicht gleich zu antworten und sagte nur, er könne nachher mal hochkommen, da lägen sowohl meine Kranken- als auch meine Stasiakte zur Einsicht.

Dieses kleine Ereignis bestärkte mich in dem Gedanken, gar nix über meinen Impfstatus zu sagen. Einfach mal um auszuprobieren wie lange das gut gehen wird. Ich kann mir z.B. nur schwer vorstellen, das der Busfahrer oder ein Türsteher am Supermarkt meinen Impfausweis sehen will.

Ich hatte vor 14 Jahren eine Grippe. Leute, sowas will ich nicht mehr erleben. Ich wusste ja gar nicht was das ist, als ich im Bett schwebte und meine Frau mir erklärte dass das Schüttelfrost sei. Mir taten Stellen weh, von denen ich vordem gar nicht wusste, das da was sei, was schmerzen kann. Da habe ich meinen Hausarzt zum ersten mal mit einem richtig ernsten Gesicht gesehen.

Mein Schwager, Inhaber einer Dachdeckerei, war vor ca. einem Jahr an Covid erkrankt. Anschließend etliche Wochen ohne Geschmack und Geruchssinn. Auch seine Frau hatte die Symptome. Die Kinder (er hat eine ganze Schar) waren offiziell symptomlos. Ihre Mutter sagte aber, dass die das alle hatten. Mütter wissen das offenbar.

Meine Frau hat seit der ersten Impfung vor fünf Wochen arge Schmerzen im Impfarm und kann kaum greifen und nichts festhalten. Ihre Ärztin meinte, das käme nicht häufig vor, wäre aber bekannt im Zusammenhang mit der Impfung und empfahl Schmerzmittel um keine Verspannungen zu provozieren. Die Tage hat sie sich zum zweiten Mal impfen lassen.

Dass Covid nicht medikamentös behandelt wird, wundert mich schon sehr. Man ließt ja von durchaus beachtlichen Erfolgen in Lateinamerika oder auch Indien.

Gruß
Morn <><
______________________________________
First we take Manhattan, then we take Berlin
1987, L. Cohen

Schwarzhut Offline



Beiträge: 61

02.08.2021 22:29
#22 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat
Ganz ehrlich - ich habe eine gute Vorstellung davon bekommen, wie es passieren konnte, dass Hitler an die Macht kam. Und so wie ich mich fühle müssen sich einige Leute '33 gefühlt haben.


Das geht mir genau so. Und ich bin schockiert davon wie einfach das ging, wie wenig Widerstand sich im öffentlichen Mainstream noch gezeigt hat. Man bildet sich ein, wenn man viel darüber gelesen hat (und das habe ich), dass man die Mechanismen der Nazis verstanden hätte. Das letzte Jahr war da ein deutlich besserer Lehrmeister. Ich will noch keine Schlußfolgerung ziehen, aber zumindest für die heutige Entwicklung stelle ich fest, dass es weniger die Methoden der Totalitären sind, die das ganze befeuern, sondern vor allem der nicht vorhandene Widerstand gegen diese. Söder, Propellerkarl, Braun, aber auch Merkel & Spahn kämen nie zu ihrem Ziel, wenn sich die Zivilgesellschaft und ihre angeblich so wichtigen Vertreter, mehr wehren würden. Was die Nazis noch mit Gewalt im Zusammenhang ihres Begriffes "Gleichschaltung" durchsetzten, passiert heute nicht nur fast freiwillig, es wird von vielen geradezu begrüsst. DAS ist tatsächlich schockierend. [/quote]

Lieber Llarian,
das ist das Thema, das mich noch viel mehr, als die Impfdebatte bewegt!
Die Regierung definiert ein gewünschtes Verhalten und jeder, der sich nicht fügt, wird zum Aussätzigen erklärt. Dabei geht es nicht um die Befolgung eines Gesetzes, sondern um ein willkürlich definiertes Ziel.
Man testet aus, welche Macht man hat um Menschen dazu zu bringen etwas zu tun, das sie nicht wollen. Wer sich fügt, wird sich auch anderer Willkür fügen, wer Widerstand leistet, ist eine Gefahr!
1933 war es der "Deutsche Gruß", an dem sich zeigte, wer sich fügt, heute ist es der Impfpass. Mit Gesundheit hat das ganze nichts zu tun, da ja jeder, der sich selber schützen will, das jederzeit tun kann. (Oder glauben die selber nicht mehr an den Impfschutz?)
Israel startet inzwischen die dritte Impfwelle, wahrscheinlich, weil die ersten beiden Impfungen so perfekt funktioniert haben. Bei uns wird es wohl im Herbst oder Winter den dritten Piks geben!
Alternative Behandlungsmethoden für die Erkrankung werden von den Gesundheitsbehörden rundheraus abgelehnt, Tote sollen nicht obduziert werden und allein die Impfung wird als conditio sine qua non propagiert! Wo hat es das schon mal gegeben?
Mit nie gekanntem Fanatismus wird überall die Impftrommel gerührt, jeder Widerstand wird diffamiert und die Bevölkerung wird in "geistig gesunde Volksgenossen" und "Schädlinge" geteilt.

1933 war das eine schlechte deutsche Eigenart, heute ist das nahezu weltweit. In manchen Ländern mit offener Gewalt gegen Impfverweigerer. Was ist das wirkliche Ziel dahinter? Sind unsere Politiker vielleicht Getriebene einer ganz anderen Agenda?
Da stinkt es gewaltig!

Aber es könnte sein, dass die Stimmung kippt! Wenn man die Berichte von der CSD-Demo und dem letzten Wochenende in Berlin liest, wird sogar die Bild-Zeitung regierungskritisch. (Man kann es kaum fassen: Inzwischen ein journalistischer Leuchtturm im Meer der Systempresse)

Gruß Schwarzhut
PS: Schön, dass Sie meiner Einschätzung vom April recht geben; es wäre mir lieber gewesen, hier Unrecht gehabt zu haben!

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.023

02.08.2021 23:29
#23 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Schwarzhut im Beitrag #22
1933 war das eine schlechte deutsche Eigenart, heute ist das nahezu weltweit.


Genaugenommen waren totalitäre Wellen doch eigentlich niemals nur ein lokales Phänomen, sondern immer globaler Massenwahn, jedenfalls in dem Teil der Welt den man als "entwickelt" bezeichnen würde. Beispielsweise die kommunistische Bewegung von recht genau hundert Jahren. Der Faschismus wenig später. Der extreme Antikommunismus im kalten Krieg.
Die schlechte deutsche Eigenart besteht dann eher darin, bei diesem Quatsch gerne mit wehenden Fahnen voranzugehen und ihn durchzuziehen bis das Land in Schutt und Asche liegt, man wieder echte Probleme hat und den ideologischen Wahn derweil bei Seite schiebt, um ihn dann einige Jahrzehnte später durch einen neuen zu ersetzen. Und so gut wie niemand scheint das zu erkennen, weil der neue Wahn weder Hammer und Sichel noch Bärtchen trägt, obwohl die Methoden und Resultate sich derart ähneln, dass man sich mit ein paar Jährchen Schulbildung ernsthaft fragt, wie einem so eine Entwicklung nicht direkt ins Gesicht springen kann.

Zitat von Schwarzhut im Beitrag #22
Aber es könnte sein, dass die Stimmung kippt!


Das glaube ich erst wenn ich es sehe. Zumindest in Deutschland. Die Völker anderer Länder werden den Zirkus auf Dauer eher nicht mitspielen...

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.277

03.08.2021 10:18
#24 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #23


...obwohl die Methoden und Resultate sich derart ähneln, dass man sich mit ein paar Jährchen Schulbildung ernsthaft fragt, wie einem so eine Entwicklung nicht direkt ins Gesicht springen kann.
.


So ist es. Mehr habe ich auch nicht dazu zu sagen und deswegen habe ich mit Deutschland abgeschlossen. Ich bin kein Märtyrer und will nur meine Ruhe.

Ich werde aus Trotz meine Stimme der AfD geben und ansonsten den linken Mob nicht daran hindern, Deutschland in den Abgrund zu reißen. Schon jetzt ist der Zug abgefahren, allein schon die 2 Millionen eingewanderten weitgehend für einen Industriestaat unausgebildeten und kulturell bedingt im männlichen Teil hochagressiven und freiheitsfeindlichen Moslems werden unser System niederreißen. Die Abschaffung unserer Kernindustrien sowie die "progressive" Methode, Zensur zu privatisieren ist da nur noch das Sahnehäubchen.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.
“Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt”, Georg Cristof Lichtenberg
"Warum halten sie Begriffe wie 'Zigeunersoße' für rassistisch, aber 'Schei** Juden' für harmlos?", Hamed Abdel-Samad

Johanes Offline




Beiträge: 2.461

03.08.2021 16:43
#25 RE: Das Leid mit der Impfungen. Zwei Herzen in einer Brust. Antworten

Zitat von Morn im Beitrag #21
Total perplex wusste ich gar nicht gleich zu antworten und sagte nur, er könne nachher mal hochkommen, da lägen sowohl meine Kranken- als auch meine Stasiakte zur Einsicht.


Das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Die Frage berührt weder die Privatsphäre, noch ist sie unverschämt.

Zitat von Schwarzhut im Beitrag #22
Dabei geht es nicht um die Befolgung eines Gesetzes, sondern um ein willkürlich definiertes Ziel.


Das klingt nach dem Unterschied zwischen Maßnahmen- und Rechtsstaat.
Wobei ich den bei Corona nicht sehe, weil die Mitmenschen ja auch ein Recht auf Gesundheit haben.

Zitat von Frank2000 im Beitrag #24
Ich werde aus Trotz meine Stimme der AfD geben und ansonsten den linken Mob nicht daran hindern, Deutschland in den Abgrund zu reißen.


Und von einen "verantwortungsethischen Standpunkt" bewirken Sie damit das Gegenteil, Herr Frank2000.

Da keine Partei mit der AfD koalieren will, machen Sie damit eine linke Regierung nur wahrscheinlicher. Grade jetzt, wo die Grünen so stark geschwächt sind, dass eventuell neue Optionen sich eröffnen, ist das ungut.

Bei aller Unzufriedenheit mit aktuellen Entwicklungen, aber genau das ist die sog. "Gesinnungsethik", die vor ein paar Jahren noch den Linken leidenschaftlich zum Vorwurf gemacht wurde.
Selbst wenn wir 100% der Überzeugung wären, dass ganz Deutschland den Untergang verdient hätte, wäre er doch nicht zu wünschen, weil er einen Impact auf den Rest Europas und indirekt auf den Rest der Welt hätte.

Stand 05.06.2021: Das SARS-CoV-2-Virus könnte jetzt doch aus einem Labor kommen.
23.06.: Dem BMWi fällt auf, dass der Strombedarf nicht bis 2030 konstant bleibt.
26.07.2021 DIW PLANT starken Nachfragerückgang bei Energie. to be continued

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