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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Werwohlf Offline




Beiträge: 774

20.07.2017 23:35
#226 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Kallias im Beitrag #219
Von den 60er bis zu den 80er Jahren wurden in Deutschland Kernkraftwerke gebaut. In dieser Zeit gab es eine gesellschaftliche Debatte auf allen Ebenen, die damals etabliert waren: Fernsehen, Bundestag, Radio, Zeitungen, Abendbrottische, Kantinen, Pausenhöfe, Klassenzimmer, Volkshochschulen. Eine Debatte mit Argumenten, Emotionen, Kurzschlüssen, Beleidigungen, wie das halt so läuft. Da war nicht nur der Krawall einer kleinen Minderheit.
Da stimme ich zu. Aber das war die "Friedensbewegung" auch nicht, und dennoch bekam Kohl 1983 ein klares Mandat.
Zitat von Kallias im Beitrag #219
Diese Debatte haben die AKW-Gegner gewonnen, das war in den 80er-Jahren schon unübersehbar.
Bis Tschernobyl war das keinesfalls ausgemacht. Und auch danach hätte sich noch die - korrekte - Sichtweise durchsetzen können, dass sowohl Bauweise als auch Organisation in deutschen AKWs anders ist.
Zitat von Kallias im Beitrag #219
Politisch abgeräumt wurde die Atomtechnik erst zwischen 1999 und 2011, das geschah erst, als alle Argumente längst ausgetauscht waren, die Debatte entschieden war und die Industrie kein Interesse mehr am Bau neuer KKW hatte. In dieser Lage kam der Staat und auch die Union einigermaßen aus der Sache raus.
Nicht unerheblich dafür war natürlich die erste Regierungsbeteiligung der "Grünen" auf Bundesebene. Und die Steinkohle-Sozis konnten damit leben.

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Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

Llarian Offline



Beiträge: 4.080

21.07.2017 00:31
#227 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #225
Daneben hat der Vorfall noch eine ganze Reihe von Kollateralschäden, wie zum Beispiel die unsägliche Unsitte, sich zu Tode zu messen und wenn man dann endlich was messbares gefunden hat, dass völlig sinnfrei als "böse" zu deklarieren und verschärfte Grenzwerte zu fordern.

Ich weiss nicht, diese Unsitte gab es durchaus auch schon früher. Ich kann mich durchaus noch erinnern, dass es in meiner frühen Schulzeit schon die Unsitte gab, was alles neuerdings krebserregend sein sollte und das war noch knapp vor Tschernobyl.

Zitat
Selbst der Untergang der Titanic scheint weniger geschichtliche Wirkung gehabt zu haben wie Tschernobyl.


Was ja auch berechtigt ist. Was war schon die Titanic? Etwas über 1000 Tote bei einem singulären Schiffsunglück. Das ist später noch deutlich übertroffen worden und kaum ein Mensch kennt noch die Namen der Schiffe. Was allerdings tatsächlich auffällt ist die gnadenlose Überschätzung von Tschernobyl und den tatsächlichen Schäden. Der typische Grüne kann Bhopal nicht mal buchstabieren, ist aber sicher das Tschernobyl die größte industrielle Katastrophe des 20. Jahrhunderts gewesen ist mit gefühlt Millionen von Toten.

Zitat
Ich meine sogar zu erkennen, dass Tschernobyl ein wenig an der deutschen Todessehnsucht mitgewirkt hat, die dazu führt, dass die Deutschen aussterben. So im Sinne von "Alles ist schlimm und wird jeden Tag schlimmer - wozu noch Kinder in die Welt setzen."


Auch dem würde ich widersprechen. Hier sogar deutlich. Ich bin ein Kind der 80er Jahre und die Angst vor dem Atomtod, die berühmte "No-Future-Generation" war schon durchaus vor Tschernobyl am Start. Ich sehe hier eher die logische Entwicklung aus den 68ern und ihrem Machtzuwachs durch die siebziger und achtiger Jahre. Die meisten 68er haben wirkliche Bedrohungen wie Krieg, Armut, Hunger & Epedemien nie erlebt und deshalb abstrakte Gefahren weit über ihr tatsächliches Potential eingeschätzt und sich dadurch so bedroht gefühlt, dass man irgendwann keine Zukunft mehr sehen wollte. Man erinnere sich an das Waldsterben oder den stillen Frühling. Dieses Denken ist in manchen Kreisen bis heute präsent.

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

21.07.2017 07:46
#228 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #227

Zitat
Selbst der Untergang der Titanic scheint weniger geschichtliche Wirkung gehabt zu haben wie Tschernobyl.

Was ja auch berechtigt ist. Was war schon die Titanic? Etwas über 1000 Tote bei einem singulären Schiffsunglück. Das ist später noch deutlich übertroffen worden und kaum ein Mensch kennt noch die Namen der Schiffe. Was allerdings tatsächlich auffällt ist die gnadenlose Überschätzung von Tschernobyl und den tatsächlichen Schäden. Der typische Grüne kann Bhopal nicht mal buchstabieren, ist aber sicher das Tschernobyl die größte industrielle Katastrophe des 20. Jahrhunderts gewesen ist mit gefühlt Millionen von Toten.


Naja, die Gustloff ist zumindest in Deutschland ein Begriff. Aber sonst sind die Namen selbst historisch interessierten völlig unbekannt: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_ma...in_World_War_II

Das tödlichste zivile Schiffs-Unglück ist gerade mal 30 Jahr her, und total unbekannt: https://en.wikipedia.org/wiki/MV_Do%C3%B1a_Paz

nachdenken_schmerzt_nicht Offline




Beiträge: 1.564

21.07.2017 09:29
#229 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #216
Der verschärfte Ausstieg nach Fukushima (grundsätzlich war der ja schon vorher beschlossen worden) war nur ein Teilaspekt.
Was halt so (politisch) beschlossen heißt, wenn man die Umsetzung 20 Jahre in die Zukunft legt.

Ich persönlich hatte vor Fukushima die Einschätzung, dass man hier ein "Problemstellung" vor sich herschiebt, in dem man die zukünftige Lösung den Gegnern verspricht, aber die Segnungen in der Gegenwart noch nutzt. In 20 Jahren schauen wir dann mal. Wäre dieser "Fukushima Irrsinn" nicht passiert, hätte man dann wahrscheinlich Reaktoren der neuen Generation in Betrieb genommen.

Diese Vorgehen hielt ich persönlich in der Bundesrepublik für durchaus sinnvoll und ich habe das immer so verstanden und sogar für kluge Politik gehalten.

Wen etwas politisch von heute auf morgen umgesetzt ist, dann ist das fast schon ein singuläres Ereignis. Wenn die Poltik allerdings etwas in 20 Jahren verspricht, ist das statistisch gesehen heisse Luft. Es erstaunt mich daher, dass man eine "instantane Umsetzung" mit einem Versprechen in 20 Jahren teilbegründet.

Es gab immer eine Minderheit, die eine sehr heiße Debatte geführt hat, aber die Mehrheit der Deutschen schien mir doch ganz gut mit der Kernkraft leben zu können, mit dem Hinweis wir schaun mal in 20 Jahren. Auch nach Tschernobyl. Das hat nicht so stark gewirkt, wie die fast schon powepointeske Atomkatastrophen Fake News Inszenierung, der ökologisch besorgten Weltenretter Gemeinde, im Falle von Fukushima*.

Irgendwie passt dass für mich auch nicht so richtig zusammen. Auf der einen Seite ist man um jedes Promille Wkt besorgt, mit der ein Mensch Schaden nehmen könnte, auf der anderen Seite findet man aber auch nicht so richtig gut, wenn sich der Mensch so stark vermehrt.

Das sind eben so die Dissonanzen die entstehen, wenn man unabgestimmten Fetischen frönt.

Herzlich


nachdenken_schmerzt_nicht


*Nachträglich klargestellt aufgrund mißverständlicher Formulierung.

"Dort, wo es keine sichtbaren Konflikte gibt, gibt es auch keine Freiheit." - Montesquieu

nachdenken_schmerzt_nicht Offline




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21.07.2017 09:37
#230 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #227
Man erinnere sich an das Waldsterben oder den stillen Frühling. Dieses Denken ist in manchen Kreisen bis heute präsent.

Wie erinnere ich mich daran auch noch!

Hoimars Apfelbäumchen, der wehende Wind, saurer Regen, Waldsterben, Ozonloch, vergiftetes Trinkwasser. Meine Generation wuchs wirklich in der Erwartung einer Apokalypse auf. Und das ist nicht sarkastisch gemeint, sondern meine lebhafte Erinnerung an die Besorgtheit meiner eigenen Jungendzeit. Depression als Volkskrankheit verwundert nicht, bei solch frühjugendlichen Erfahrungen.

Es ist mir völlig unklar, wie der Prozeß funktioniete, dass ich mich von diesem Klammergriff befreien, emanzipieren konnte. Gleichzeitig gibt es mir Hoffnung, dass Argumente und Erfahrungen, wenn auch langsam, eben doch wirken.

Herzlich


nachdenken_schmerzt_nicht

"Dort, wo es keine sichtbaren Konflikte gibt, gibt es auch keine Freiheit." - Montesquieu

nachdenken_schmerzt_nicht Offline




Beiträge: 1.564

21.07.2017 10:26
#231 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von vielleichteinlinker im Beitrag #215
Wer nicht wie ich denkt, ist dumm. Stimmt halt nicht. Kann man aber schreien.
Was Sie ja hier auf das Trefflichste demonstrieren.


Zitat von vielleichteinlinker im Beitrag #215
Nö. War ich nicht. Ich habe niemanden als Idioten bezeichnet, weil er meine Ansicht nicht teilt.
Ich verrate Ihnen jetzt ein Geheimnis. Die Achse des Guten steht auf der Liste der Blogempfehlungen dieses Blogs. Und wissen Sie warum? Sie werden es nicht für möglich halten: Weil die Autoren dieses Blogs die Achse für lesenswert halten. Die meisten, wenn nicht alle, hätten wahrscheinlich nicht einmal ein Problem damit, wenn man sie "Leser der AdG" nennen würde.
Zitat von vielleichteinlinker im Beitrag #205
Zitat:Nö. Achgut ist schlechter Journalismus. Das ist ein schlechter Artikel. Wenige Menschen, die sowas lesen, kann ich ernstnehmen.
Nun fallen also mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit die Autoren dieses Blogs nicht unter die Menschen, die sie ernst nehmen können. Ist nicht weiter schlimm, jedem steht eine Wertung anderer zu. Man kann es ja sogar positiv sehen, dass Sie die Autoren dieses Blogs nicht abschreiben, sondern sogar die Diskussion mit ihnen suchen.

Erfrischend finde ich allerdings bei solcher Diskussionsführung, eine vom Mittautoren Llarian allgemein formulierte Sprachfigur explizit auf sich selbst zu beziehen. Eine Art der Sprachfigur übrigens, welche Sie in eigener Sache offensichtlich als exzellentes Stilmittel erachten. So zum Beispiel als Sie mir gerade erwiderten:
Zitat von vielleichteinlinker im Beitrag #215
Wer glaubt, [...] ist halt nicht so gut im Sachen verstehen.
Diese aus Ihrer Sicht assymetrische Zulässigkeit von Sprachfiguren läßt nun eine einseitig ausgeprägte Nischensensibilität bei Ihnen vermuten, die zu haben ich Ihren Diskussionspartnern nicht empfehlen würde.

Vielleicht gehört aber auch zu Ihrem Debattenverständnis, dass man den Gegenüber diskeditieren und/oder mit zweierlei Maß messen muß. Durchaus kein unübliches Debattenverständnis in manchen Kreisen. Dass wir uns im Debattenverständnis unterscheiden, hatten wir ja aber bereits festgestellt.

Herzlich


nachdenken_schmerzt_nicht

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Störoperator Offline




Beiträge: 88

21.07.2017 10:33
#232 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #227
Der typische Grüne kann Bhopal nicht mal buchstabieren, ist aber sicher das Tschernobyl die größte industrielle Katastrophe des 20. Jahrhunderts gewesen ist mit gefühlt Millionen von Toten.

Tschernobyl muss sich aber den 1. Platz mit Fukushima teilen

Johanes Offline



Beiträge: 176

28.07.2017 13:11
#233 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von nocheiner im Beitrag #132
Da diskutieren wir in einem anderen Thread über die korrekte Schulkleidung und auf diesem Bild haben wir sie doch schon, wenigstens für Mädchen/junge Frauen.[...]Es ist etwas Fremdes, das ich nicht leicht fassen kann und das mich - ich gebe es zu - etwas ängstigt. Man wird mir jetzt Xenophobie vorwerfen können. Sei es drum.


Sorry, ich muss hier den Finger in die Wunde legen:
Wenn es um die eigenen Sittlichkeitsvorstellungen in Sachen Kleidung geht, dann bin ich hier der Einzige, der offen eine liberale Position ausspricht, geht es plötzlich um die Sittlichkeitsvorstellungen anderer Leute aus "fremden" Kulturen...

Man muss schon bei sich selbst anfangen können!

Okay, genug des Dampf ablassens.
Was an dem Foto vielleicht emotianl beunruhigend ist, dass ist die streng-konservative Verhüllung einiger der Damen. Das ist einfach ein starker Kontrast zu dem, was wir von unseren Schulbesuch gewohnt waren.
Selbst wer in seiner Jugend nicht W. Reich gelesen hat, fragt sich unwillkürlich, wie man sich wohl gefühlt hätte, wenn man in dieser Schule die Pubertät erlebt hätte.

Wer übrigens meint, das am Kopftuch festmachen zu müssen, dem sei folgender Link empfohlen:
https://twitter.com/HistoryInPix/status/875877662539083776

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.593

28.07.2017 13:38
#234 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Wunderschönes Foto, ganz ehrlich.

Schade, dass ich solche Moslems weder kenne noch glaube, dass mehr als eine verschwindende Anzahl davon existiert.

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Kommunismus mordet.
Ich bin bereit, über die Existenz von Einhörnern zu diskutieren. Aber dann verlange ich außergewöhnlich stichhaltige Beweise.

Werwohlf Offline




Beiträge: 774

30.07.2017 18:38
#235 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #233
Wenn es um die eigenen Sittlichkeitsvorstellungen in Sachen Kleidung geht, dann bin ich hier der Einzige, der offen eine liberale Position ausspricht, geht es plötzlich um die Sittlichkeitsvorstellungen anderer Leute aus "fremden" Kulturen...
Mit Verlaub: Es geht im anderen Thread weniger um Sittlichkeitsvorstellungen, sondern um non-verbale Aussagen. Letztere haben die Eigenart, einen Interpretationsrahmen zu benötigen, und der ist in unseren Breiten nunmal zu einem gegebenen Zeitpunkt vorgegeben. Das heißt, wenn ich bewusst in abgerissenen Klamotten zu Schule gehe, dann gebe ich damit meiner Verachtung für diese Institution Ausdruck[1]. Und wenn ich mit Kopftuch erscheine, dann gebe ich Überzeugungen Ausdruck, dass a) Religionen über Kleidung bestimmen sollen, b) die Frau ein im Vergleich zum Mann minderwertiges Wesen ist und c) die eigene Religion im Zweifel auch über den Konventionen der Gesellschaft steht, in der ich lebe.

Nun kann ich es - mit einem für meinen Geschmack etwas zu sehr in Richtung Beliebigkeit gehenden Verständnis des Begriffs - "liberal" finden, wenn solche Meinungen geäußert werden. Ich könnte als Liberaler aber auch Position dagegen beziehen. Eigentlich müsste ich, wenn es mir um die Freiheit geht.

[1] Und mir sage keiner, gerade junge Menschen gäben nichts auf Kleidungscodes.

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Frank2000 Offline




Beiträge: 1.593

30.07.2017 20:57
#236 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Wie liberal jemand tatsächlich beim Thema Kleidung ist zeigt sich erst, wenn es um Springerstiefel, Wehrmachts-Adler auf dem T-Shirt und Thor Steiner-Springerjacke geht.

So schnell kann man gar nicht "Doppelmoral" sagen, wie da Kleidungsverbote gefordert werden oder zumindest der Stab über diese Leute gebrochen wird.

Oder wie ist das mit den "Femen" die bevorzugt nackt in Kindergottesdienste spazieren? Sollte das dann nicht auch zulässig sein?

Mir fallen noch mehr Möglichkeiten ein. Zum Beispiel angezogen an einen Nacktbadestrand setzen. Warum ist das verboten?

Oder nackt in die Oper. Tatsächlich würde es mich schon stören, wenn eine größere Anzahl von Besuchern mit Blaumann oder Hauskittel in der Oper erscheinen würde (oder im 3*-Restaurant).

Selbstverständlich ist Kleidung auch eine Meinungsäußerung und eine solche kann wohlwollend oder ablehnend sein.

Speziell beim Burka ist das ja so. Denn in den entsprechenden Kreisen ist eine Burke oder auch schon ein Kopftuch kein Kleidungsstück unter vielen. Niemand, absolut niemand würde sich an der Burka stören, wenn es wie ein Dirndl einfach eine zu speziellen Gelegenheiten getragene Tracht wäre.

Aber so ist es nicht. Eine Burka ist eine Aussage, eine Meinungsäußerung so deutlich, als würden die Frauen ein Schild um den Hals tragen.

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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.851

02.08.2017 22:31
#237 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Bilanz nach vier Wochen. Drei Tage bla, zwei Tage blubb. Und Tschüs.

http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_7424362.html

Komplett wie erwartet.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.593

03.08.2017 23:16
#238 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Keineswegs nur Blabla. Satte 49 Strafanzeugen gegen Polizisten werden zur Zeit bearbeitet.
Damit den pösen rechtsradikalen Bu...schwe... mal gezeigt wird, wer in der Bundesrepublik das Gewaltmonopol hat.

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Uwe Richard Offline



Beiträge: 1.171

04.08.2017 16:32
#239 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #238
Keineswegs nur Blabla. Satte 49 Strafanzeugen gegen Polizisten werden zur Zeit bearbeitet.

Dieser Umstand ist doch sehr beruhigend. Stellen Sie sich mal kurz vor, was wäre, wenn Strafanzeigen gegen "übergriffige" Polizisten nicht bearbeitet würden. Würden Sie solche Verhältnisse begrüßen? Ich nicht!

Ergänzung: Der eigentliche Skandal ist doch, dass so wenige Gesetzesbrecher dingfest gemacht worden sind!

--
„Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.“
―Ludwig von Mises

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.851

23.08.2017 13:28
#240 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

G20 hat endlich Konsequenzen.

Zitat von FOCUS, 23.08.2017
Für die Schausteller ist der Hamburger Hafengeburtstag zum Teil mit sehr hohen Standgebühren verbunden. Auf der anderen Seite der Hafenstraße, direkt vor den Wohnhäusern, sieht das anders aus.

Hier werden Bier, Cocktails, Gegrilltes und vegane Döner verkauft. Auch Musik gibt es. Standgebühren zahlen die Verkäufer, die vorwiegend aus der linksautonomen Szene kommen, jedoch nicht. Eine Ungerechtigkeit, finden vor allem die Schausteller, die bei der Veranstaltung, die jährlich im Mai stattfindet, viel Geld für ihre Stände zahlen müssen. Doch die Stadt Hamburg duldet die illegalen Verkaufsstände, wie eine Antwort des Bezirksamts Mitte auf Anfrage der CDU ergab.

Die Begründung des Bezirksamts verärgert die CDU: Das Amt wolle mit der Duldung, „den Frieden mit der Szene vor Ort wahren“.



http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_7504467.html

Exakt mein Humor.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.593

25.08.2017 11:23
#241 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Unglaublich. Kann man gegen so was nicht Anzeige erstatten? Ist das legal?
Auch nach Monaten trifft es mich immer wieder, wenn ich neue Beispiele lese, in welch unglaublichem Ausmaß der Rechtsstaat links schon demontiert ist. Mich ziehen solche Nachrichten immer runter.

Was kommt als nächstes? Revolutionsgerichte in der Hafenstraße mit eigener Unrechtsprechung?

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Martin Offline



Beiträge: 2.321

25.08.2017 12:14
#242 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #241
Unglaublich. Kann man gegen so was nicht Anzeige erstatten? Ist das legal?
Auch nach Monaten trifft es mich immer wieder, wenn ich neue Beispiele lese, in welch unglaublichem Ausmaß der Rechtsstaat links schon demontiert ist. Mich ziehen solche Nachrichten immer runter.

Was kommt als nächstes? Revolutionsgerichte in der Hafenstraße mit eigener Unrechtsprechung?


Das gibt es sicher. Was aber, wenn der Kläger fürchtet, seinen Standplatz in Zukunft zu verlieren. Verwaltungen können ganz schön kreativ werden, wenn sie etwas verhindern wollen. Die AfD kennt das, wenn sie Versammlungsräume braucht.

Gruß, Martin

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.851

25.08.2017 12:58
#243 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Was als nächstes kommt? Steht doch da: vegane Döner. Das ist wahrlich spätrömische Dekadenz.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline



Beiträge: 176

08.09.2017 13:39
#244 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Werwohlf im Beitrag #235
[...]


Heute laufen viele junge Menschen mit Löchern in der Hose herum. Sowas war um das Jahr 2002 herum noch deutlich seltener. Daran nimmt aber niemand anstoß, denn die Hosen sind teuer und gelten nicht als herabwürdigung.

Die Non-Verbale Aussage, die interpretieren sie ein Stück weit hinein. In England tragen die Richter immer noch traditionelle weiße Perrücken. Heißt das, dass man damit die Rechtspflege ernster nimmt als in unserer Gesellschaft?

Dass man über das Kopftuch noch mal separat streiten kann, ist richtig

Werwohlf Offline




Beiträge: 774

10.09.2017 21:37
#245 RE: Moments bloguicaux: Der Mehltau schwindet - Hamburg als ein Köln der anderen Art antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #244
Heute laufen viele junge Menschen mit Löchern in der Hose herum. Sowas war um das Jahr 2002 herum noch deutlich seltener. Daran nimmt aber niemand anstoß, denn die Hosen sind teuer und gelten nicht als herabwürdigung.
Ich glaube nicht, dass man das verallgemeinern kann. Sicher ist unsere Gesellschaft insgesamt weniger einheitlich geworden: Es haben sich mehr Untergruppen und Milieus gebildet als vorher. Da konnte sich dann auch ein materialistisch-hedonistisches herausbilden, in dem löchrige Hosen als chic gelten, wenn sie teuer sind. Das wird aber ganz sicher nicht von allen so gesehen. Und auch teure Kleidung garantiert keine Angemessenheit und Seriosität. Die Codes, die das signalisieren, sind immer noch andere.
Zitat von Johanes im Beitrag #244
Heißt das, dass man damit die Rechtspflege ernster nimmt als in unserer Gesellschaft?
Keine Frage: Ja.

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(Reinhard Mey)

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