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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Nola Offline




Beiträge: 1.590

08.08.2019 10:32
#2126 RE: Wir schafften das nicht antworten

Noch ein Nachtrag zu oben:

Debatte Bundeshaushalt vor Sommerpause 2019, erster Redner von der AFD, ab etwa Minute 1:05:29 die Rede von Herrn Otto Fricke, FDP:

https://www.youtube.com/watch?v=EC0YPV7Bqjg

♥lich Nola

Nola Offline




Beiträge: 1.590

08.08.2019 12:18
#2127 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat
Wir haben heute eine Überrepräsentanz von "Geflüchteten" von einem Faktor von etwa 7. Dieser Faktor ist seit 2015 schon deutlich gestiegen, er wird noch weiter steigen.



https://eussner.blogspot.com/2019/08/tur...k-der.html#more

Zitat
Le Figaro widmet, am 7. August 2019, eine ganze Seite 6 der Türkei. Die iranisch-stämmige Istanbul-Korrespondentin Delphine Minoui berichtet über "Diese syrischen Flüchtlinge, die von der Türkei in ihr Land zurück geschickt werden". [Foto vom Dienstag, 6. August 2019] Die Folge für die EU und vor allem für Deutschland und seine "Bündnissolidarität" wird das erneute Anschwellen syrischer Flüchtlingsströme sein. Syrer, die nicht zurückkehren wollen, werden zu Tausenden die Türkei [!] verlassen. Hinzu werden syrische Kurden kommen, wie man ihrem Artikel darüber entnehmen kann.

"In Syrien droht die Türkei eine Offensive gegen die Kurden an". En Syrie, la Turquie menace d’une offensive contre les Kurdes, inşallah إنشاء الله, so Allah will!

Es geht um die Drohung Recep Tayyip Erdogans, vom Vortag, möglicherweise "sehr bald" in Nord-Syrien eine Operation gegen die von den USA unterstützten kurdischen Milizen durchzuführen.

Seit dem Vertrag zur Lieferung des russischen Raketenabwehrsystems S-400 an den NATO-Staat hängt der Haussegen zwischen der Türkei und den USA und damit der NATO schief. Das Handelsblatt informiert über die Chronik der Ereignisse, ab dem 4. Juli 2012. Der Büyük Lider nimmt ab sofort auf niemanden im Westen mehr Rücksicht.

♥lich Nola

Frank2000 Offline




Beiträge: 2.058

08.08.2019 23:41
#2128 Kampf der Kulturen antworten

Beim WDR gibt es relativ einfühlsame Reportage über ein Gruppe von Abiturienten in den letzten Tagen. Die Darstellung deckt sich mit dem, was ich bei unserem Kerl miterlebt habe, der dieses Jahr Abi gemacht hat.

https://m.youtube.com/watch?v=sU-kIPsJuF0

Was halt extrem auffällt ist, wie zivilisiert diese Generation einheimischer Jugendlicher ist.

Und dagegen halten wir mal die Bilder von den Aufnahmeeinrichtungen. Die echten Bilder, nicht die ÖR-Bilder, wo aus 100 Einwanderern das eine junge Mädchen herausgepickt wurde. Sondern die Bilder von jungen Kriegern, muskelbepackte Körper, aber stumpfe, brutale Gesichter. Drohende Körperhaltung. Bilder einer Generation, die mit der Prügelstrafe aufgewachsen ist, wo Frauen weniger Wert sind als Kuhfladen und die Familienpatriarchen und Clanchefs brutal nötigenfalls auch tödliche Gewalt einsetzen.

Wenn man diese Bilder gegeneinander hält: auf der einen Seite die (über)zivilisierten, gut ausgebildeten, verweichlichten deutschen Jugendlichen versus die tumben, kriegsgestählten, arroganten Minipatriarchen...

Unfassbar, dass deutsche Eltern nicht zu Millionen auf die Straße gehen, um diesen Kulturkampf zu verhindern. Die Deutschen haben es wohl verdient, aus der Geschichte hinweggefegt zu werden.

Mich machen solche Berichte wie der vom WDR traurig. Ein schöne, aber todgeweihte Welt.

___________________
Jeder, der Merkel stützt, schützt oder wählt, macht sich mitschuldig.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.716

09.08.2019 15:41
#2129 RE: Kampf der Kulturen antworten

Anderer Beritt, paßt aber wunderbar zum Thema "das bekommen wir nicht gebacken":

Zitat von Welt, 9.8.2019
Milliarden Kilowattstunden Windkraft bleiben ungenutzt

Im ersten Quartal haben Windkraft-Betreiber Hunderte Millionen Euro für Strom erhalten, der nie produziert wurde. Die Rechnung zahlt der Verbraucher.

Wenn Klimaaktivisten behaupten, die Bundesregierung tue praktisch nichts für den Klimaschutz, dann ist das nicht richtig: Zum Beispiel erfreut sich die Windkraftbranche eines in der Wirtschaft überaus seltenen politischen Privilegs: Sie wird auch dann noch bezahlt, wenn sie nichts produziert.

Im ersten Quartal dieses Jahres erreichte die Entschädigung fürs Nichtstun einen neuen Rekordwert. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilt, wurden von Januar bis März 3,23 Milliarden Kilowattstunden Windstrom zwangsweise "abgeregelt" - mehr als je zuvor. Geld bekamen die Betreiber trotzdem.

Die Ausgaben der Verbraucher für den nicht produzierten Geisterstrom betrugen allein im ersten Quartal 364 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 228 Millionen gewesen. Bleibt es bei dieser Steigerungsrate, würde die Quartalsabgabe bereits im nächsten Jahr über der Schwelle von einer halben Milliarde Euro liegen. Allerdings hängt der Grad der Leitungsüberlastung stark von der jeweiligen Windstärke im entsprechenden Zeitraum ab. Nach Angaben der Bundesnetzagentur in Bonn werden bereits rund fünf Prozent der deutschen Windstromproduktion abgeregelt. Mit den nicht produzierten 3,2 Milliarden Kilowattstunden "hätte man vieles bewegen können", rechnet der BDEW mit Bedauern vor: "Rund sechs Millionen E-Autos könnten damit ein Vierteljahr lang fahren." Das seien in etwa so viele Pkw, wie derzeit in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zusammen gemeldet sind.



https://www.welt.de/wirtschaft/plus19819...ergiewende.html



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Nola Offline




Beiträge: 1.590

16.08.2019 13:48
#2130 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von Yago im Beitrag #2117
Ob die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschland das bewältigt, wird man sehen. Dazu keine eigene machbare Altersvorsorge im unteren Drittel, die Kosten für die EE, ein paar Eurorisiken, die eintreten - ich denke der Drops ist gelutscht.


Frau Merkel fordert "staatliche Seenotrettung".

Dazu ist eigentlich nichts mehr zu sagen, bis auf die Spekulation wer denn wohl diese Frau so sehr in der Hand hat, das sie ihrem Volk das antut. Es kommt ja auch nicht von ungefähr das Frau v.d.L fast im Vorbeigehen in Brüssel plötzlich den Ischiaskranken ersetzt.

Alles abgenickt und eingetütet - aber von wem? Selbst wer nicht Verschwöhrungstheorien unterliegt, trägt ein sichtbares Fragezeichen auf dem Kopf. Egal wo ich mich derzeit aufhalte, Bäcker, Metzger. Supermarkt, Friseur, ja selbst im Blumenladen überall gehts um Thema Nr.1 - die Migration und was sie uns gebracht hat. Frau Merkel weiß ganz genau, warum sie schnellstens alle Stellschrauben zur freien Meinungsäußerung angezogen hat und warum das dann unter den "Hass-Rassismus-oder sonstwie neu geschaffenen Paragraphen" fällt.

♥lich Nola

DrNick Offline




Beiträge: 759

16.08.2019 22:13
#2131 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von Nola im Beitrag #2130
Dazu ist eigentlich nichts mehr zu sagen, bis auf die Spekulation wer denn wohl diese Frau so sehr in der Hand hat, das sie ihrem Volk das antut.


Ich frage mich ja auch seit mehreren Jahren, was da in die gute Frau gefahren ist, aber ich glaube überhaupt nicht, daß sie hier irgendwie gelenkt wird. Die plausibelste Erklärung, die mir bislang eingefallen ist, geht ungefähr so:

2015 hat Merkel genau das gemacht, was sie eigentlich immer gemacht hat: Sie hat sich völlig prinzipienlos an einer kurzfristigen Stimmung orientiert ("Wir helfen"). Sie (und ihr Umfeld) hat dabei aber völlig übersehen, daß eine starke Minderheit der Bevölkerung diese Politik schon 2015 ganz massiv abgelehnt hat.

Und dann passierte etwas, womit sie wohl selbst nicht in dieser Form gerechnet hat: Im ganzen damaligen Bundestag, in fast allen Medien usw. galt sie plötzlich als die Frau, die die "Ehre Europas" gerettet hat. Meine Vermutung ist nun, daß die damalige Lobhudelei von fast allen Seiten (abgesehen von Dunkeldeutschland) es ihr ermöglicht hat, sich mit einer weitgehend neuen Rolle zu identifizieren: Merkel als moralische Instanz und nicht mehr als pragmatische Machtpolitikerin.

Wie sehr sie in dieser neuen Rolle aufgeht, sieht man ja ständig, insbesondere auch in ihrem Umgang mit Trump, z.B. als sie ihm nach seinem Wahlsieg eine Zusammenarbeit unter der Bedingung anbot, daß die USA auch schön die Menschenrechte respektieren. Das war an dummdreister Moraltrompeterei eigentlich kaum überbietbar: Die Regierungschefin eines Landes ohne funktionstüchtige Armee stellt Bedingungen für die Zusammenarbeit mit dem Land, das unsere Sicherheit ganz wesentlich garantiert.

Nola Offline




Beiträge: 1.590

17.08.2019 09:56
#2132 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von DrNick im Beitrag #2131
Zitat von Nola im Beitrag #2130
Dazu ist eigentlich nichts mehr zu sagen, bis auf die Spekulation wer denn wohl diese Frau so sehr in der Hand hat, das sie ihrem Volk das antut.


Ich frage mich ja auch seit mehreren Jahren, was da in die gute Frau gefahren ist, aber ich glaube überhaupt nicht, daß sie hier irgendwie gelenkt wird...


Nun ich glaube auch nicht, das es die gehörnte Gestalt mit Dreizack ist, von der Frau Merkel geritten wird.
Vielmehr ist es die Ideologie und mit zunehmendem Alter eine verstärkte Rückbesinnung auf ihre Sozialisation. (Dies Phänomen läßt sich übrigens auch gut in anderen Kulturkreisen beobachten, die Besinnung auf eigene Wurzeln und daraus entstandener Sozialisation werden selbst nach 30 Jahren der Migration plötzlich mehr denn je zum Dogma.) 2006 war für Frau Merkel Multikulti gescheitert. Jawohl das hat sie mal gesagt! Die Linke und Grünen sind Sturm gelaufen und mir sind noch einige der gängigen Zitate von Gutmenschen (damals nannte man sie noch so) in Erinnerung. Einer, der nicht dazugehörte und der eher als pragmatisch beschrieben werden kann, hatte schon viele Jahre zuvor während einer Kabinettssitzung mit der Faust auf den Tisch gedonnert ... mir kommt kein Türke mehr über die Grenze ...

Soll heissen, jedes halbwegs intelligente Wesen lernt aus seinen Fehlern, es sei denn es ist masochistisch veranlagt.

Zitat

Die plausibelste Erklärung, die mir bislang eingefallen ist, geht ungefähr so:
2015 hat Merkel genau das gemacht, was sie eigentlich immer gemacht hat: Sie hat sich völlig prinzipienlos an einer kurzfristigen Stimmung orientiert ("Wir helfen"). Sie (und ihr Umfeld) hat dabei aber völlig übersehen, daß eine starke Minderheit der Bevölkerung diese Politik schon 2015 ganz massiv abgelehnt hat.



Zu dieser Zeit gab es aber schon diverse bilaterale und auch globale Verträge und Migrationsabkommen die Merkel, bzw. z.T. der europäische Rat mit dem Europarat und der UNO geschlossen hatte. Ja, Merkel war zur Globalistin geworden besser noch Cosmopolit ... und ist auf der Welt zu klein, steigen wir ins Universum ein ... ich nenne das Größenwahn, der alles hinter sich läßt, insbesondere den geleisteten Eid aufs Wohlergehen des eigenen Volkes und die Verpflichtung alles dafür zu tun.

Zitat
und dann passierte etwas, womit sie wohl selbst nicht in dieser Form gerechnet hat: Im ganzen damaligen Bundestag, in fast allen Medien usw. galt sie plötzlich als die Frau, die die "Ehre Europas" gerettet hat. Meine Vermutung ist nun, daß die damalige Lobhudelei von fast allen Seiten (abgesehen von Dunkeldeutschland) es ihr ermöglicht hat, sich mit einer weitgehend neuen Rolle zu identifizieren: Merkel als moralische Instanz und nicht mehr als pragmatische Machtpolitikerin.



Frau Merkel hat selbst "Linke" und im gleichen Fahrwasser "die Grünen" noch links überholt. Ideologisch liegen diese ja nicht weit auseinander und haben eben die globalen Fürsprecher, die bei näherer Betrachtung sich in vielerlei gleichgesinnten Vereinigungen wiederfinden. Gelinde ausgedrückt, diesen Leuten fühlt sich Merkel sehr verbunden. Mit Linke und Grünen im Bundestag hatte sie leichtes Spiel, denn bis auf Detailfragen liegt man nicht weit auseinander.

Und die seit Jahren immer stärker werdende "Antifa" tut ihr übriges dazu, einschüchternd auf die Bevölkerung einzuwirken. Zuerst nur unter dem Deckmantel von Umweltschutz und seit Jahren "volkserziehend" mit Duldung des Innenministeriums. Ich erinnere hier nur an das hundertfache Auto-Abfackeln im rot-rot-grünen Berlin, grad jetzt wieder aktuell. Oder die bürgerkriegsähnlichen Zustände beim Gipfel in Hamburg, die bis heute wenig bis gar nicht geahndet wurden.

Zur Machtpolitikerin konnte sie nur werden über schwache Regierungen der führenden europäischen Länder wie Frankreich mit Sarkozy und Hollande (Macron nicht sonderlich besser aber ideologisch von Merkel gelöst) und dann noch die Briten mit Cameron und Blair. (allenfalls als Vorbild für Merkel die "eiserne Lady".
Italien, Spanien, Griechenland um nur die größten der vielen Krisenländer zu nennen waren jahrelang damit beschäftigt Geld zu zählen. Ist es falsch zu sagen "unser Geld"? Bis jetzt wohl noch. Aber mit Frau La Garde werden wohl erstmal die Franzosen saniert und danach sieht man weiter.

Zitat
Wie sehr sie in dieser neuen Rolle aufgeht, sieht man ja ständig, insbesondere auch in ihrem Umgang mit Trump, z.B. als sie ihm nach seinem Wahlsieg eine Zusammenarbeit unter der Bedingung anbot, daß die USA auch schön die Menschenrechte respektieren. Das war an dummdreister Moraltrompeterei eigentlich kaum überbietbar: Die Regierungschefin eines Landes ohne funktionstüchtige Armee stellt Bedingungen für die Zusammenarbeit mit dem Land, das unsere Sicherheit ganz wesentlich garantiert.



Das war an Größenwahn wahrhaftig nicht zu überbieten. Da Herr Trump sowieso anders tickt als ein Herr Obama, also auch hier, wie in vielen anderen Ländern, die tiefrote Linie abrupt endet ist der mediale Aufschrei (vornweg die Deutschen) natürlich riesengroß. Viel zulange sind sie etabliert mit an den Unis gelernten kommunistischen Halbwahrheiten und einer grünen Ideologie die nicht zuletzt den alt-68zigern zu verdanken sind. Nun muß man auch bedenken, welche Rolle die SPD spielt (die derzeit die "Linke" gerade wieder hoffähig im TV werden läßt, wohl zwecks späterer Koalition) mit ihren vielen Besitztümern und Beteiligungen an medialen Firmen (bilanziert wurde da fürs Jahr 2016 insgesamt ca. eine halbe Milliarde)

Unsere Sicherheit (Innen wie Aussen) ist schon längst keinen Pfifferling mehr wert. Hinzu kommt, daß sich zunehmende Feindschaft gegenüber dem Größenwahn Deutschland abzeichnet. Mit den Briten, mit Frankreich (weil Macron nicht so will wie Merkel (v.d.Leyen hat er nur durchgewunken damit er La Garde kriegt) mit Polen, Ungarn, Italien, Griechenland, diese Liste noch lang fort zu setzen. Alles, was bislang als völkerverbindendes EU-Gebilde deklariert wurde, verliert mehr und mehr seinen Zusammenhalt und von freundschaftlichen Beziehungen hört man da nichts mehr, es sei denn man fragt in Afrika nach.

♥lich Nola

Frankenstein Offline




Beiträge: 687

17.08.2019 11:09
#2133 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von Nola im Beitrag #2130
[quote="Yago"|p153724]Alles abgenickt und eingetütet - aber von wem? Selbst wer nicht Verschwöhrungstheorien unterliegt, trägt ein sichtbares Fragezeichen auf dem Kopf.

Ich denke nicht, dass sie ferngesteuert wird. Sie bewegt sich m. E. lediglich in elitären Zirkeln (incl. Soros und Co.), die halt eine gänzlich andere, vom Normalbürger stark divergierende Sicht auf die Dinge haben.

Und dass Politiker zum Größenwahn neigen ist doch eigentlich ganz normal.

Nola Offline




Beiträge: 1.590

17.08.2019 12:11
#2134 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #2133
Zitat von Nola im Beitrag #2130
Zitat von Yago im Beitrag #2117
Alles abgenickt und eingetütet - aber von wem? Selbst wer nicht Verschwöhrungstheorien unterliegt, trägt ein sichtbares Fragezeichen auf dem Kopf.

Zitat: Ich denke nicht, dass sie ferngesteuert wird. Sie bewegt sich m. E. lediglich in elitären Zirkeln (incl. Soros und Co.), die halt eine gänzlich andere, vom Normalbürger stark divergierende Sicht auf die Dinge haben.


Aber Frau Merkel ist Kanzlerin von Deutschland und zuforderst zum Wohle dessen, nicht für internationale "elitäre Zirkel", die eine "Ideologie" anstreben, welche nicht nur für Deutschland sondern für ganz Europa unkompartibel ist.

Zitat:Und dass Politiker zum Größenwahn neigen ist doch eigentlich ganz normal.


Eigentlich nicht, jedenfalls nicht alle und wenn doch, war es nie zum Guten.

♥lich Nola

Johanes Offline



Beiträge: 320

17.08.2019 12:58
#2135 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von DrNick im Beitrag #2131
Ich frage mich ja auch seit mehreren Jahren, was da in die gute Frau gefahren ist, aber ich glaube überhaupt nicht, daß sie hier irgendwie gelenkt wird.


Die Frage stellt sich auch nur, weil wir hier in unserer speziellen "Filterblase" stecken. Wer regelmäßig das Vergnügen hat, im Milieu heutiger Grünen- und SPD-Wähler zu verkehren, für den ist das alles keine so große Überraschung mehr.

Für heute ist der Fall sowieso klar, es muss alles, wirklich ALLES, getan werden, um die AfD zu verhindern. Die AfD ist kein politischer Konkurrent, dessen Ziele den eigenen Zielen widersprechen und mit dem man es deshalb auf eine Konfrontation ankommen lassen muss, sondern die AfD zu bekämpfen ist selbst ein Ziel.
Gleichzeitig beobachte ich mit wachsenden Schrecken einen immer stärkeren Trend nach Rechts bei der AfD. Die Partei wird immer nationalistischer und ideologisch rechter aufgestellt. Inzwischen sehe ich wirklich das Potenzial für eine Gefahr für die Demokratie.

Allerdings, für unsere SPD-Grünen-Typen bin ich selbst ein AfD-Sympathiesant.

Zitat
Im ganzen damaligen Bundestag, in fast allen Medien usw. galt sie plötzlich als die Frau, die die "Ehre Europas" gerettet hat. Meine Vermutung ist nun, daß die damalige Lobhudelei von fast allen Seiten (abgesehen von Dunkeldeutschland) es ihr ermöglicht hat, sich mit einer weitgehend neuen Rolle zu identifizieren: Merkel als moralische Instanz und nicht mehr als pragmatische Machtpolitikerin.



Es ist zu diesem Zeitpunkt meiner Erinnerung nach folgendes passiert:
Alle Medien, alle Politiker usw. äußerten sich mit Freude über die Flüchtlinge. Das ging soweit, dass selbst viele Linke das Thema nicht mehr hören konnten. Das wäre möglicherweise noch länger so geblieben, wenn die Silvesternacht 2015/2016 nicht gewesen wäre.

Die meisten Promis, die sich kritisch über die Grenzöffnung geäußert haben, werden bis jetzt nicht mehr gehört.

In dem Moment gab es sozusagen zwei Parteien: Die moralisch Guten, die voll im Recht waren und die bösen Rechten.
Dabei ist es bis heute geblieben. Jeder, der sich erlaubt Kritik an Grenzöffnung, EU oder Greta zu üben, muss damit rechnen, danach als Rechter, Verschwörungstheoretiker oder von Fake News getäuschter zu gelten.

Das hat zur Folge, dass man die Argumente der Gegenseite überhaupt nicht mehr ernst nimmt, weil die anderen offensichtlich manipuliert, schlecht informiert und eventuell bösartig sind. Sich inhaltlich mit den Argumenten zu befassen ist gleichbedeutend damit, sich mit einem Betrüger zu befassen. Für einen Geisteswissenschaftler mag das nicht unmittelbar einleuchten, aber die meisten einfachen Leute wehren sich gegen Propaganda, Werbung und offensichtliche Manipulation auch dadurch, dass sie sich dem gar nicht mehr aussetzen. Werbung landet sofort im Papierkorb etc.

Zitat von Nola im Beitrag #2132
Einer, der nicht dazugehörte und der eher als pragmatisch beschrieben werden kann, hatte schon viele Jahre zuvor während einer Kabinettssitzung mit der Faust auf den Tisch gedonnert ... mir kommt kein Türke mehr über die Grenze ...


Wer war das noch gleich?

Zitat
Zu dieser Zeit gab es aber schon diverse bilaterale und auch globale Verträge und Migrationsabkommen die Merkel, bzw. z.T. der europäische Rat mit dem Europarat und der UNO geschlossen hatte. Ja, Merkel war zur Globalistin geworden besser noch Cosmopolit ...



Das klingt für mich jetzt nach der Verschwörung der globalen Eliten, die uns steuern wollen. Ich glaube nicht, dass das zutrifft. Wenn das zutreffen würde, dann müsste man dergleichen doch weltweit beobachten können. Das ist aber nicht so. Trump baut seine Mauer und Mexiko etabliert ein strengeres Grenzregime, Dänemark und diverse osteuropäische Staaten schotten sich ab. Japan hat niemals so etwas wie eine Grenzöffnung erlaubt, im Gegenteil, dort ist das festhalten an einer homogenen Bevölkerung anscheinend Teil der Staatsräson.

Die politische Philosophie des Postborderismus (Grenzen sind sowohl faktisch wirkungslos als auch moralisch illegitim, rechtlich teils illegal und offener Transfer von Menschen hat fast ausschließlich gute Wirkungen) ist ein deutsches Phänomen und muss deshalb auch mit spezifisch deutschen Ursachen erklärt werden.
Es gab und gibt natürlich auch jenseits des Postborderismus Menschen, die sich für eine absolut freie Migration eingesetzt haben. Z. B. streng Liberale.
Der Unterschied ist nur, dass diese Menschen sich (a) dessen bewusst waren, dass Grenzen als politisches Instrument sehr wohl funktionieren und (b) es sehr wohl auch positive Auswirkungen von Grenzen gibt und (c) das es durchaus Menschen geben würde, die bei einer völlig freien Migration eher zu den Verlierern gehören. Insbesondere einfache Arbeiter, die plötzlich viel mehr Konkurrenten auf den Arbeitsmarkt erleben, und natürlich Leute, die auf die gewisse, gewachsene soziale Strukturen angewiesen sind, die zusammenbrechen.

Es wäre vielleicht eine lohnende Aufgabe für einen Philosophen, den Postborderismus analytisch auf seine Voraussetzungen und deren Begründung zu prüfen. Eventuell würden dabei einige Überraschungen zu trage treten. Meine Vermutung wäre, dass vielen der Urteile ein faktischer Irrtum zu Grunde liegt über die möglichen Konsequenzen von freier Migration auf Arbeits-, Wohnungs- und sonstige Märkte.
Mit anderen Worten, die Wortführer und Publizisten des Postborderismus wären gar nicht bereit, alle Folgen der Abschaffung von Grenzen völlig zu akzeptieren. Konfrontiert mit den Auswirkungen der freien Migration werden sie allerdings eher bereit sein, den Kapitalismus usw. dafür verantwortlich zu machen.
Von einem logical point of view haben sie damit gar nicht mal unrecht. Damit z. B. der Arbeitsmarkt für die Erbringer einfacher Dienstleistungen durch freie Migration zusammenbricht und die Löhne sinken, muss man die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage erst Mal zulassen. Wenn die Löhne beispielsweise staatlich festgelegt würden und, um Arbeitslosigkeit usw. zu vermeiden, gleichzeitig die Beschäftigung gesetzlich erzwungen wird, dann bricht der Arbeitsmarkt nicht zusammen. Er verändert nur wesentlich seine Natur, einige Akteure verschwinden völlig, andere tauchen auf.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Es geht mir nicht darum inhaltlich einen Zusammenhang zwischen Planwirtschaft und freier Migration herzuleiten, sondern darum auf folgenden Sachverhalt hinzuweisen: Dass der Arbeitsmarkt z. B. für Paketboten zusammenbricht und die Löhne sinken, folgt nicht aus der freien Zuwanderung von Konkurrenz allein, sondern setzt logisch gesehen voraus, dass eine Art von Arbeitsmarkt existiert, in dem Konkurrenz die Löhne senken kann. Genauso wie der Ausbruch eines Feuers chemisch gesehen die Anwesenheit von Sauerstoff voraussetzt oder aus dem Satz "Alle Menschen sind sterblich" allein noch nicht folgt, dass Sokrates sterblich ist. Es fehlt die Prämisse "Sokrates ist ein Mensch". Wenn Sokrates kein Mensch wäre, sondern z. B. eine literarische Figur oder ein Gott, dann müsste er eigentlich nicht sterblich sein.

Zitat
Viel zulange sind sie etabliert mit an den Unis gelernten kommunistischen Halbwahrheiten und einer grünen Ideologie die nicht zuletzt den alt-68zigern zu verdanken sind. Nun muß man auch bedenken, welche Rolle die SPD spielt (die derzeit die "Linke" gerade wieder hoffähig im TV werden läßt, wohl zwecks späterer Koalition) mit ihren vielen Besitztümern und Beteiligungen an medialen Firmen (bilanziert wurde da fürs Jahr 2016 insgesamt ca. eine halbe Milliarde)



Vergleichen Sie mal, wie oft in den Medien irgendwelche "postwachstums-Theoretiker", Globalisierungskritiker und Anti-Kapitalisten zu Wort kommen und wie oft klassische Ökonomen, Wirtschaftsliberale und/oder Globalisten. Spätestens danach wissen Sie bescheid, welche Ideologie hier wirklich verfolgt wird. Die "Globalisten" sind in Deutschland in Wahrheit eine Minderheit.

Das Ganze muss ja kein ideologisch sinnvolles Ganzes mehr ergeben, jedenfalls nicht aus unserer Sicht, sondern nur noch gut klingen.

Mit verzweifelten Gruß

Johanes.

Johanes Offline



Beiträge: 320

17.08.2019 13:08
#2136 RE: Wir schafften das nicht antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #2133
Ich denke nicht, dass sie ferngesteuert wird. Sie bewegt sich m. E. lediglich in elitären Zirkeln (incl. Soros und Co.), die halt eine gänzlich andere, vom Normalbürger stark divergierende Sicht auf die Dinge haben.


Ich halte diese Verweise auf Soros für nicht sehr hilfreich. Es erweckt den Anschein einer Verschwörungstheorie und gibt dem zudem eine unschöne Note.
Zudem gibt es meines Wissens keinerlei feststehenden Beweis, dass Soros hinter diesen Dingen steckt, oder? Bis jetzt lese ich immer nur irgendwelche Behauptungen, sehr weit hergeholte Konstruktionen oder Andeutungen.

Abgesehen davon stimme ich Ihnen voll zu, @Frankenstein . Merkel ist schon zu lange an der Macht und kennt deshalb die Perspektive des einfachen Volkes kaum mehr.

Zitat von Frankenstein
Und dass Politiker zum Größenwahn neigen ist doch eigentlich ganz normal.



Wo sahen Sie denn den Größenwahn von Merkel in der 2. Amtszeit?

Zitat von Nola im Beitrag #2134
Aber Frau Merkel ist Kanzlerin von Deutschland und zuforderst zum Wohle dessen, nicht für internationale "elitäre Zirkel", die eine "Ideologie" anstreben, welche nicht nur für Deutschland sondern für ganz Europa unkompartibel ist.


Das Problem sieht man erst, wenn man vorher schon eine "nationale" oder egoistische Perspektive einnimmt. Sonst könnte man argumentieren, dass die Wünsche der Migranten an Dringlichkeit die der Einheimischen überwiegen.

Edit: Tags angepasst.

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