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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Llarian Online



Beiträge: 6.962

12.04.2022 14:35
#301 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #300
Zitat von Llarian im Beitrag #297
Meine komplette Filmsammlung ist rein englisch,
Da entgeht Ihnen etwas. Ich meine jetzt natürlich nicht so sehr auf Deutsch (wobei Loriot und Helge Schneider schon große Kunst sind).

Naja, so viele andere Sprachen habe ich nicht zu bieten. Mein französisch ist urig alt und in russisch bekomme ich gerade mal ein Bier bestellt (wenn es hoch kommt). Da ist leider nicht viel. Und nur für die sieben Samurai japanisch zu lernen, erscheint mir etwas Overkill zu sein. Ich würde tatsächlich gerne einige, gerade asiatische Produktionen, gerne im Original geniessen, aber ich spreche die Sprache eben nicht.
Und was das deutsche angeht: Okay, ist vielleicht ein bischen übertrieben. Der eine oder andere gute Film kommt auch aus Deutschland. Aber es ist wenig im Vergleich: Das Boot meinetwegen. Oder vielleicht noch die alten Filme von Fritz Lang. Oder die Rühmann Klassiker. Aber was die letzten Jahrzehnte in Deutschland produziert wurde, da ist sehr wenig dazwischen, dass ich noch einmal sehen muss. Und was den guten Helge angeht: Ich finde seine Auftritte ganz gut, seine Musik auch, aber wenn ich an seine Filme denke? Ich habe Doc Snider komplett gesehen und ich weiß bis heute noch, dass wirklich die einzige Szene, die ich witzig fand, die war, wo er mit seinem Hut versucht das Schild "Naturschutzgebiet Ebbegebirge" zu verbergen. "Mein Führer" war ganz okay, aber eigentlich vor allem deshalb, weil die Vorstellung das Adolf Hitler von Helge Schneider gespielt wird etwas sehr endgültiges hat.

Zitat
Aber es wird wohl stimmen, daß der deutschsprachige Raum kommerziell kein so interessanter Absatzmarkt für Filme mehr ist wie früher. Was will man auch machen, wenn man über Jahrzehnte seinen Geburtenüberschuß tötet?


Autsch. Volltreffer, aber autsch.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.835

12.04.2022 16:26
#302 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #301
Und was den guten Helge angeht: Ich finde seine Auftritte ganz gut, seine Musik auch, aber wenn ich an seine Filme denke? Ich habe Doc Snider komplett gesehen und ich weiß bis heute noch, dass wirklich die einzige Szene, die ich witzig fand, die war, wo er mit seinem Hut versucht das Schild "Naturschutzgebiet Ebbegebirge" zu verbergen.
Der Film ist ein Gesamtkunstwerk. Wenig beachtete Bestandteile sind, dem Parkplatzwächter (Helmut Körschgen), der gar nicht schauspielern kann, eine Rolle zu geben. Der große Rest der Rollenbesetzung waren Freunde von Helge, die gerade nichts zu tun hatten. Aus heutiger Transgenderperspektive leider nicht mehr als Pointe erkennbar ist, daß Andreas Kunze die Rolle der Mutter gespielt hat. Am Muttertag (ausgerechnet!) stirbt die Mutter, und im Todeskampf bekommt sie Haarausfall, obwohl in einer anderen Szene sie verärgert in die Perücke mit eben diesen Haaren beißt. Der Film bricht mit allen Regeln.
Das Schild von dem Naturschutzgebiet in NRW war eine Auflage für nordrhein-westfälische Filmfördergelder. Der Film mußte einen Bezug zu NRW haben. Dies wurde durch diese Szene erfüllt. Der Filmförderantrag ist also Bestandteil des Gesamtkunstwerks.

hubersn Offline



Beiträge: 1.342

13.04.2022 21:10
#303 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #301
Aber was die letzten Jahrzehnte in Deutschland produziert wurde, da ist sehr wenig dazwischen, dass ich noch einmal sehen muss.



Ich persönlich halte "Ballon" für einen der großartigsten Filme aller Zeiten. Auf jeden Fall der beste Film aus deutschen Landen der letzten 30 Jahre. Ehrenpunkte noch an "Das Leben der Anderen" und "Schtonk". "Das Boot" fand ich in der Filmfassung zu stark gekürzt.

Gruß
hubersn

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hubersn Offline



Beiträge: 1.342

13.04.2022 21:23
#304 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #283
Zitat von hubersn im Beitrag #281

4. ...Eigen- und Fremdschutz ist ...

5. (siehe 4.)



Werter hubersn,

die beiden Punkte 4 und 5 sind identisch.



Nein, natürlich nicht. Punkt 4 setzt voraus, dass man die Schutzwirkung akzeptiert/daran glaubt/zur Kenntnis nimmt. Punkt 5 nicht.

Zitat

Im Einzelnen: Ein Eigenschutz liegt schlicht nicht vor - zumindest, wenn man den Virologen glauben will.



Bitte die Virologen benennen, die so einen Schwachsinn verbreiten. Es wurden nun wirklich ausreichend Studien gemacht, dass die Schutzwirkung - sowohl Eigenschutz als auch Fremdschutz - bei einer korrekt getragenen FFP2-Maske ausgezeichnet ist. Was nebenbei bemerkt auch hervorragend mit einfachsten physikalischen Überlegungen harmoniert (was bekanntlich nicht immer so ist).

Zitat

Ein Fremdschutz liegt - logischerweise - nur dann vor, wenn man selber krank ist. Wenn ich krank bin, dann merke ich das möglicherweise - in dem Fall werde ich tatsächlich aus sozialen Gründen Abstand halten zu anderen Menschen (Isolierung).
Es bleibt also nur folgende Möglichkeit: ich erkranke (an Corona), habe aber derart milde Symptome, dass ich es nicht merke und trotzdem eine so hohe Virenlast, dass ich andere anstecken könnte.

Das sind, mit Verlaub, so viele hätte, könnte sein und möglicherweise - das grenzt ja schon an Vulgärbuddhismus, sich bei den Insekten zu entschuldigen, die man zertritt, wenn man über den Rasen läuft.



Die ganze Misere der Pandemie speist sich fast ausschließlich aus der Tatsache, dass Virenträger asymptomatisch oder präsymptomatisch bereits sehr ansteckend sind. Die logische Konsequenz daraus ist, eine Maske zu tragen - denn man weiß es schlicht nicht. Unter anderem auch deshalb, weil die Schnelltests zu ungenau sind.

Wäre SARS-CoV-19 mehr wie die Grippe - richtig ansteckend nur, wenn man eher starke Symptome hat oder ganz kurz vorher - man hätte sich fast alle Maßnahmen sparen können. Siehe auch: jährliche Grippewelle.

Zitat

Es ist und bleibt eine Risikoabwägung. Und das Risiko, dass ich jemanden nur deswegen anstecke, weil ich keine Maske trage, ist so absurd astronomisch klein, dass ich da absolut NULL schlechtes Gewissen habe, egal wie oft sie die "sozial"-Karte spielen.
Meine blose Existenz ist ein Risiko für andere Menschen, wenn ich wirklich niemanden gefährden will, müsste ich mich umbringen. Autofahren, ja selbst Radfahren - alles Gefährungspotentiale. Wenn ich das Klo spüle, dann verdursten Afrikaner (sagen die Grünen); wenn ich Arbeite, nehme ich Frauen & Diversen den Arbeitsplatz weg (sagen die Linken). Wenn ich wählen gehe, bin ich ein Unruhestifter (sagt die Merkel-Clique). Egal, was ich tue: ich bin das PURE BÖSE (alter, weißer Mann, der Kinder gezeugt und ein Haus gebaut hat).



Weil es also viele andere Risiken gibt, mit unterschiedlichen (und teils erheblichen) Vermeidungskosten, weigert man sich also aus genau welchem Grund, dieses eine wohldokumentierte und nicht unerhebliche Risiko mit minimalem Kosten- und Aufwandseinsatz fast vollständig zu reduzieren?

Und was haben die Linken und die Grünen damit zu tun? Ich würde empfehlen: selber denken, das erspart manchen Kummer.

Zitat

Muss ich wohl mit leben.



Das auf jeden Fall. So wie ich damit leben muss, dass offenbar viele wissenschaftlichen Erkenntnisse zu SARS-CoV-2, die seit Anfang 2020 angehäuft werden, gerne ignoriert werden.

Gruß
hubersn

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hubersn Offline



Beiträge: 1.342

13.04.2022 21:43
#305 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #296
Ganz exemplarisch: Zumindest die Leser von Zettels Raum werden sich an den Brandbrief erinnern, den der frühere Vorsitzender der BKK Pro Vita ans PEI verfasst hat, wo der wohlbegründete Verdacht beschrieben wurde, dass es zu ganz erheblichen Mengen an Nebenwirkungen der "neuen Impfstoffe" kommen würde. In einer perfekten Welt wäre das PEI Sturm gelaufen, hätte einen Riesenzauber veranstaltet um das zu untersuchen, der Gesundheitsminister hätte es zur Chefsache erklären müssen und detailliert untersuchen lassen, ob auch nur die Gefahr besteht, dass der Mann recht hat. Aber nichts dergleichen geschah, man veranlasste dass der Chef der BKK entfernt wurde.



Der Mann hat aufgrund einer halbgaren Datensammlung unzulässige Schlüsse gezogen und dann im Alleingang (so zumindest die Darstellung der BKK ProVita) den Brief geschrieben, ohne Abstimmung im Führungskreis. Natürlich wird so ein unverantwortlicher Mensch umgehend aus seiner Position entfernt, das sollte doch wohl sonnenklar sein. Wobei: die BKK ProVita ist ja eher so eine Schwurbler-Kasse, "veggiefreundlich" und "klimaneutral" und Homöopathie findet man dort auch ganz dufte, von daher war der Vorsitzende vielleicht auch von dieser Fraktion und deshalb gewohnt, dass er damit durchkommt, irgendwelchen faktenfreien Unsinn von sich zu geben.

Ganz prinzipiell sollte man festhalten, dass das Impf-Monitoring an allen möglichen Ecken und Enden sowohl was Wirkung als auch Nebenwirkung angeht recht ausführlich gemacht wird, auch auf Basis von Krankenkassendaten (und im Ausland ist man da schon sehr viel weiter). Ihnen passt nur nicht, dass es dort nicht im Entferntesten ein Risikosignal zu sehen gibt. Um es mal ganz platt zu sagen: die Corona-Wirkung konnte jeder in der Übersterblichkeitskurve ablesen. Die Impf-Wirkung auch. die Impf-Nebenwirkung aber nicht. Aber vermutlich eh alles gefälscht, oder was ist das aktuelle Narrativ?

Zitat

Der Brief wurde inhaltlich komplett ignoriert.



Äh - nein. Er war nur inhaltlich nicht besonders ergiebig, um es mal vorsichtig zu formulieren. Und es gab Gegenrede. Substantiiert.

Zitat

Das die Impfstoffe Schrott sind ist unglücklich.



Nach allen vorliegenden Daten sind die Impfstoffe eigentlich recht gut. AZ und J&J weniger, Sinovac und Sputnik noch weniger, aber Moderna und Pfizer haben den "Test der Zeit" recht gut bestanden. Ich kenne zumindest keine Zahlen, die auch nur annähernd in eine andere Richtung zeigen. Man kann lange über PEI und RKI klagen bezüglich so mancher mangelhaften Datenerfassung, die teilweise ja auch dem Datenschutzbedürfnis hierzulande geschuldet sind (ich sage nur "Impfstatus im Krankenhaus feststellen"). Aber es gibt ja andere Länder, die da vorbildlicher sind. Spoiler-Alarm: die Impfstoffe wirken recht gut und sind relativ gut verträglich. Die beobachteten Nebenwirkungen treten allesamt bei Infektion mit dem Original deutlich häufiger und deutlich schwerwiegender auf.

Gruß
hubersn

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Llarian Online



Beiträge: 6.962

14.04.2022 01:46
#306 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #302
]Der Film ist ein Gesamtkunstwerk. Wenig beachtete Bestandteile sind, dem Parkplatzwächter (Helmut Körschgen), der gar nicht schauspielern kann, eine Rolle zu geben. Der große Rest der Rollenbesetzung waren Freunde von Helge, die gerade nichts zu tun hatten. Aus heutiger Transgenderperspektive leider nicht mehr als Pointe erkennbar ist, daß Andreas Kunze die Rolle der Mutter gespielt hat. Am Muttertag (ausgerechnet!) stirbt die Mutter, und im Todeskampf bekommt sie Haarausfall, obwohl in einer anderen Szene sie verärgert in die Perücke mit eben diesen Haaren beißt. Der Film bricht mit allen Regeln.

Das ist dann am Ende aber Kunst im Sinne von Beuys, es ist Kunst, aber sie muss einen nicht ansprechen. Wobei ich nichts gegen Laien als Schauspieler habe: In El Mariachi hat Rodriguez für die meisten Rollen nur Laien eingesetzt, weil sie ihn fast nichts gekostet haben. Und der Film ist sehr sehenswert.

Zitat
Das Schild von dem Naturschutzgebiet in NRW war eine Auflage für nordrhein-westfälische Filmfördergelder. Der Film mußte einen Bezug zu NRW haben. Dies wurde durch diese Szene erfüllt. Der Filmförderantrag ist also Bestandteil des Gesamtkunstwerks.


Das ist wirklich ein schöner Fun Fact. Und das allererste mal, dass ich die Filmförderung mal als positive Kraft wahrnehme. :)

Johanes Offline




Beiträge: 2.460

16.04.2022 11:11
#307 Pazifismus ade Antworten

Ostermärsche dürfen nicht missbraucht werden, erklärt der Wirtschaftsminister

Der große Philosoph, Mathematiker und Logiker Bertrand Russell schrieb einmal, dass er angesichts des 2. Weltkrieges seine pazifistische Position aus dem 1. Weltkrieg nicht mehr durchhalten kann.

Das erscheint mir als Anzeichen der geistigen Flexibilität eines großen Denkers zu sein. Er konnte auf sich radikal geänderte Situationen mit anderen Antworten reagieren.

Heute erschrack ich, als ich die folgende Überschrift lesen musste:
"Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat vor einem Missbrauch der Ostermärsche gewarnt. 'Frieden kann und wird es nur geben, wenn (Russlands Präsident Wladimir) Putin seinen Angriffskrieg stoppt', sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe."
Habeck: "Pazifismus im Moment ferner Traum", 16.04., anonym.

Für meine Person ist es immer wieder erstaunlich, wie schnell die Grüne Partei ihre pazifistischen Grundsätze über Board wirft, sobald sie in die Situation kommen diese auch umzusetzen.
Es ist ja längst nicht so, dass der Ukraine-Krieg eine Ausnahme von der Regel wäre. Vielmehr kann man hier per guter, altmodischer Induktion vielmehr eine ganz andere Regel erkennen.

Es wäre vielleicht zuviel verlangt, aber man sollte auch zurückblicken auf den Pazifismus des Kalten Krieges und dort ebenfalls eine Neubewertung wagen.

Es besteht also noch Hoffnung, dass ebenfalls die Energiewende einer Revision unterzogen werden könnte.

Toll finde ich, dass in Klammern noch mal erklärt wird, wer dieser Putin sein soll. Sonst komme ich da immer durcheinander.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.023

16.04.2022 14:01
#308 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Johanes im Beitrag #307
Für meine Person ist es immer wieder erstaunlich, wie schnell die Grüne Partei ihre pazifistischen Grundsätze über Board wirft, sobald sie in die Situation kommen diese auch umzusetzen.


Mich wundert das überhaupt nicht; grüne Politik ist schlicht nicht realitätskompatibel, sobald es um mehr geht als mit Steuergeld irgendwelche Zeichen zu setzen. Nebenbei ist grüne Politik in großen Teilen auch völlig selbstwidersprüchlich und beliebig; wer mit Massenmigration von Sunni-Moslems die Frauenrechte stärken will, kann auch pazifistischen Krieg betreiben. Das Narrativ wird dann eben tagesaktuell angepasst, und schon ist die grüne Welt wieder heile.

Was mich eher wundert ist die Tatsache, dass die Grünen trotzdem noch von so vielen Leuten gewählt werden, obwohl das Prinzip schon unzählige Male sichtbar wurde. Der Drang, etwas für das gute Gewissen zu tun scheint das Ganze bei vielen noch erfolgreich zu überdecken. Ein Luxusphänomen.

Zitat von Johanes im Beitrag #307
Es besteht also noch Hoffnung, dass ebenfalls die Energiewende einer Revision unterzogen werden könnte.


Das wird sowieso passieren, Begründung: s.o. Nicht realitätskompatibel. Die Frage ist nur wann, und welcher Schaden bis dann angerichtet ist.

Positiv fände ich, wenn das alles während der grünen Regierungszeit passiert; weil das die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass viele Taka-Tuka-Land-Wähler dann zu Alternativen wie Volt abspringen und die grünen Träumer sich damit gegenseitig schwächen.

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.277

16.04.2022 21:27
#309 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von hubersn im Beitrag #304

Nein, natürlich nicht. Punkt 4 setzt voraus, dass man die Schutzwirkung akzeptiert/daran glaubt/zur Kenntnis nimmt. Punkt 5 nicht.



Werter hubersn,
Wir kommen bei dem Thema nicht mehr zusammen; streiten will ich aber auch nicht. Ich wäre schon zufrieden, wenn irgendeine Form von gegenseitigem Verständnis möglich wäre.

Du/ Sie haben Recht, dass Punkt 5 ein anderes Argument ist als Punkt 4. Diese Korrektur ist gerechtfertigt. Aber auch Punkt 5 überzeugt mich nicht.
Zunächst mal ist das ein symetrisches Problem: ich kann ja genauso genervt von einem Maskenträger sein, wie der Maskenträger vom nicht-Maskenträger. Hebt sich also auf. Es sei denn, man will behaupten, dass grundsätzlich und immer derjenige die Standards setzen sollte, der die größere Panik hat - dieses Argument teile ich aber nicht.
Denn wenn man dieses Argument gelten lassen würde, dann wäre damit auch die Diskussion bei Umweltschutz, Klimaschutz, Gentechnik, Autoverkehr, "Elektrosmog" und hundert weiteren Themen beendet. Man kann immer Menschen finden, die in Angst leben und "mehr Rücksicht" von den Anderen fordern.

Zum zweiten gibt es aber auch eine ganz andere Möglichkeit, das soziale Miteinander zu regeln: durch Trennung. In den allermeisten Fällen wäre es problemlos möglich, für Maskenträger und nicht-Maskenträger getrennte Angebot zu schaffen.

Zitat von hubersn im Beitrag #304

Bitte die Virologen benennen, die so einen Schwachsinn verbreiten. Es wurden nun wirklich ausreichend Studien gemacht, dass die Schutzwirkung - sowohl Eigenschutz als auch Fremdschutz - bei einer korrekt getragenen FFP2-Maske ausgezeichnet ist. Was nebenbei bemerkt auch hervorragend mit einfachsten physikalischen Überlegungen harmoniert (was bekanntlich nicht immer so ist).
...
Die ganze Misere der Pandemie speist sich fast ausschließlich aus der Tatsache, dass Virenträger asymptomatisch oder präsymptomatisch bereits sehr ansteckend sind.



Ich glaube Ihnen ja, dass Sie davon überzeugt sind. Der Punkt ist: der Rest der Welt ist nicht so überzeugt. Ich brauche jetzt nicht irgendwelche Links zu posten, denn dass es viele Meinungsäußerungen gibt, die die Effektivität der Masken bezweifeln, zeigt ja jede simple google-Recherche.
Sie werden dann argumentieren "Mag sein, aber die das bezweifeln, sind halt doof" und erwarten dann von mir, dass ich mehr oder minder "den Glauben" wechsel, denn es können ja nur die Statistiken und nur die Untersuchung korrekt sein, die die "ausgezeichnete" (Zitat) Wirkung der Masken bestätigen. Klingt für mich nach Tautologie.

Auch bei extrem gut belegten wissenschaftlichen Argumenten gibt es Zweifler und Gegenthesen. Das ist normal. Aber bei der Wirkung der zum Schutz von Corona angeordneten Hygienemaßnahmen ist die Gruppe der "Zweifler" halt gigantisch. Im Grunde betreiben wir seit über zwei Jahren ein gigantisches Gesellschaftsexperiment. Und das interessante dabei ist: es gibt dutzende, wenn nicht sogar hunderte verschiedene Strategien, wie mit Corona umgegangen wurde. Fast jedes Land hat seinen eigenen Weg; manche Länder haben die eigene Strategie auch zwischendurch radikal geändert.
Wenn es tatsächlich den "ausgezeichneten" Weg gäbe: ich bin überzeugt davon, das wäre in der Presse thematisiert worden. Aber das verblüffende Ergebnis ist: trotz zum Teil dramatisch unterschiedlicher Vorgehensweisen sind nach zwei Jahren die Ergebnisse in ähnlichen Größenordnungen. Meine Schlussfolgerung daraus ist ziemlich klar. Darf aber jeder anders sehen.

Was mich an Ihrer Argumentation stört ist, dass Sie die negativen Folgen der deutschen Maßnahmen anscheinend recht gering werten - gleichzeitig die Effekte von Corona extrem dramatisch empfinden. Und das deckt sich nach zwei Jahren leider ÜBERHAUPT NICHT mit meinen Erfahrungen. Wir scheinen da in getrennten Welten zu leben.

Die negativen Effekte der Maßnahmen (! nicht: von Corona) sind nach meiner Wahrnehmung kaum noch bezifferbar. Da müsste man schon neue Zahlen erfinden, so was wie "Fastilliarden". Wirtschaftsverluste, Wohlstandsverluste, gesellschaftliche Schäden an den Grundrechten & am sozialen Frieden, angeknackste Jugendliche... Und, um auf die Masken zurückzukommen, wir betreiben eine Transformation des gesellschaftlichen Miteinanders. Sich gegenseitig anzusehen, die Mimik zu sehen - all das war bei uns tief verankert. In anderen Gesellschaften nicht so ( man denke zum Beispiel an Japan), aber bei uns halt schon.
Jetzt ziehen sich immer mehr Menschen in die Anonymität der Maske zurück - es mag ja sein, dass auch andere soziale Standards denkbar sind... Aber es komplett zu ignorieren, dass wir grade unsere jahrhunderte alte Kultur transformieren, ist schon krass.

Kommen wir jetzt zu den Folgen von Corona. Auch da bin ich halt nicht bei Ihnen. Zur Erinnerung: wir reden von über zwei Jahren! Gemessen an der Hysterie in den Medien müsste ich schon mehrere, wenn nicht Dutzende Corona-Tote kennen. Und nach über zwei Jahren kenne ich: Null.
Diese ganze Corona-Pandemie findet für mich nur in den Panikartikeln der Presse statt. Nicht falsch verstehen: ich bezweifle weder, dass Corona existiert. Noch bezweifle ich, dass Menschen an Corona sterben. Aber es sterben auch Menschen an der Grippe, an Herzinfarkt oder Krebs. Und trotzdem betreiben wir nicht das größte Menschenexperiment in der Geschichte der Menschheit, um Grippe, Herzinfarkt oder Krebs zu bekämpfen.

Ich kann nicht mal ANSATZWEISE erkennen, dass das Coronaproblem eine Größenordnung hat, die DAS rechtfertigt.

Besser kann ich Ihnen meinen Standpunkt nicht erklären. Entweder, Sie verstehen es, oder eben nicht.

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Frank2000 Offline




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19.04.2022 12:01
#310 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Polizeigewalt auf Corona-Demos

Der Rechtsprofessor Nils Melzer hat als UN-Sonderberichterstatter über Folter einige Fälle von brutalem Vorgehen der Polizei bei den Berliner Querdenken-Demos untersucht. Diese stehen aus seiner Sicht von stellvertretend für eine verzerrte deutsche Wahrnehmung beim Umgang mit Polizeigewalt.
https://www.welt.de/politik/deutschland/...Demokratie.html

Jetzt ist endgültig der Punkt erreicht, an dem in Deutschland der Rechtsstaat zerstört ist. Der linke Mainstream / die linke Politik nutzt völlig offen und ohne jede Reue Polizeigewalt als Terrorinstrument gegen Andersdenkende.

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Johanes Offline




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29.04.2022 20:13
#311 Synodaler Weg II Antworten

Eine internationale Antwort

"I signed to be in collegial solidarity with bishops from around the world in opposition to the direction of the Synodal Path of the German church."
Quelle: https://www.firstthings.com/web-exclusiv...421427ca3cef243

Meine Übersetzung:
"Ich unterzeichnete um in kollegialer Solidarität mit Bischöfen um den gesamten Globus in Opposition zur Richtung des Synodalen Wegs der deutschen Kirche zu sein."

Es sieht so aus als hätte der synodale Weg nun eine Antwort in Form eines Lehrbriefes von den internationalen Bischöfen erhalten.

24.04.22, Endlich, EU kämpft gegen Hass im Netz
25.04.: Twitter wurde von Musk übernommen.
(to be continued)

Johanes Offline




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30.04.2022 10:57
#312 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Ramadam in Berlin oder: Wie ich lernte, die Religion anderer Leute zu leben
Im Spiegel geistert grade eine Meldung herum:
https://www.spiegel.de/panorama/beschimp...0d-eae8eaca192f

Es ist interessant zu sehen, wie das ganze geframed wird, also aus Sicht der Autoren gesehen werden soll: Als Fall von Mobbing.

Dabei gibt es einzelne Berichte darüber, dass Gruppendruck ausgeübt wird, die Regeln des Ramadan auch einzuhalten, schon deutlich länger.
Das ist kein neues Phänomen. Das ist auch kein normales Mobbing.
Und wenn z. B. sich freizügig anziehende Schülerinnen daraufhin von religiösen Schülern gehänselt werden, dann etablieren wir damit de facto eine neue Moral. Moral ist nämlich nicht das, was in Sonntagsreden oder im Ethikunterricht vermittelt wird, sondern gelebter Brauch und Sitte.

Ich könnte jetzt weitergehende Gedankengänge beginnen. Ich lasse es an der Stelle mal bleiben.

24.04.22, Endlich, EU kämpft gegen Hass im Netz
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(to be continued)

Johanes Offline




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08.05.2022 18:17
#313 Landtagswahl SH Antworten

"In Schleswig-Holstein wird die CDU laut Prognose von infratest dimap stärkste Kraft mit 43 Prozent [...]. Zweitstärkste Partei werden die Grünen mit 17 Prozent [.] vor der SPD mit 15,5 Prozent [.]. Die FDP verliert auf 7 Prozent (2017: 11,5 Prozent). Der SSW landet bei 6 Prozent (2017: 3,3 Prozent). Spannend wird es um den Einzug in den Landtag für die AfD mit 4,9 Prozent (2017: 5,9 Prozent)."
Quelle: Tagesschau: Liveblog zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein, 08.05.22, 18:01 Uhr.

Kommentar: Die AfD ist am Zittern, ob sie es noch in den Landtag schafft oder nicht. Die Linkspartei ist schon komplett aus der Konkurrenz. FDP wurde abgestraft.
Die Frage ist, ob in den Augen der Wähler landes- oder bundespolitische Gesichtspunkte dominierten.

Schwarzgrün. Die Merkel-Koalition, an der diese merkwürdigerweise nie teilnahm.

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04.05.:Scholz WILL nicht nach Kiew
(to be continued)

Johanes Offline




Beiträge: 2.460

15.05.2022 18:12
#314 Die Kleine Bundestagswahl Antworten

Landtagswahl NRW 2022

Hallo,

keine Ahnung, ob es noch einen offiziellen Blog geben wird, aber ich packe den Link hier schon mal rein:
https://www.wahlrecht.de/news/2022/landt...-hochrechnungen

Grüne massiv aufgeholt, aber wirklich von 6,4% bei der letzte Landtagswahl (LtW) auf 16 irgendwas Prozent.

FDP gehört zu den Wahlverlierern und die beiden GroKo-Parteien haben beide massiv zugelegt. Letzteres führe ich auf den Amtsbonus zu Kriegszeiten zurück.

Warum die Grünen so gut waren? Guter Mobilisierungswahlkampf, echte Zustimmung zu den Positionen oder einfach nur der endgültige Beweis, das Grünenwähler völlig immun gegen jedwede Realität sind?

Keine Ahnung.

Die LtW in NRW wird auch als kleine Bundestagswahl bezeichnet und falls das stimmt, sieht die Zukunft in sehr düsteren Farben aus.

Mit freundlichen Gruß

Johanes.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 13.650

15.05.2022 19:04
#315 RE: Die Kleine Bundestagswahl Antworten

Von mir kommt da nichts. Ich ignoriere die Politik in unserem Bundesland seit Jahren mit Vorsatz, und das beruht auf Gegenseitigkeit. Wie seit zig Wahlperioden habe ich auch dieses Mal keine Wahlbenachrichtigung zugestellt bekommen. Ich habe es jetzt nicht nachgehalten, aber es war das dritte oder vierte Mal in Folge. Bei BTW oder Europawahl sieht das merkwürdigerweise anders aus.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Johanes Offline




Beiträge: 2.460

15.05.2022 19:27
#316 RE: Die Kleine Bundestagswahl Antworten

Zugegebenermaßen sind die Auswirkungen der Landespolitik aufgrund des in Deutschland faktisch kaum vorhandenen Föderalismus begrenzt. Außer man befindet sich in der Situation, schulpflichtige Kinder zu haben die nicht auf eine Privatschulen gehen, kann man die Landespolitik damit fast ignorieren.

Und das tun die meisten Deutschen auch, wie die Wahlbeteiligung zeigt. Das Ergebnis haben wir dann über des Bundestag und irgendwelche "Staatsverträge".



Jemanden darauf hinzuweisen, dass er etwas Falsches gesagt hat, ist ein Freundschaftsdienst.
Es gehört zur politischen Weisheit, niemals einen Feind beim Fehlermachen zu unterbrechen.

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.277

18.05.2022 08:29
#317 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Frauen an die Macht

Seit mehreren Jahren wird die These mit Gewalt durchgesetzt, dass viel mehr Frauen in die Politik müssten. Dazu wurde offene und versteckte Bevorzugung von Frauen eingeführt, von der Quotenregelung über niedrigere Anforderungen bei Prüfungen bis zu finanziellen Subventionen.

Frauen stellen 47% der Bevölkerung - aus diesem Blickwinkel wäre ein hoher Frauenanteil auch in der Politik nicht verwunderlich. Aber ich wollte jetzt hier nicht diskutieren, warum so wenig Frauen vertreten waren - dazu habe ich auch eine Meinung, aber jetzt geht es mir um was anderes.

Ich wollte einfach mal eine Liste "Prominente Neuzugänge von Frauen in der Politik" in die Runde werfen und die wirken lassen:

- Schwesig
- Spiegel
- Bärbock
- Lang
- Fester
- Lambrecht
- von der Leyen
- Baer
- Faeser
- Chebli
- Lemke
- Gallina
- Gambir
- Neubauer
- Roth
- Göring-Eckardt
- Fahimi
- Kinnert
- Ataman
- Kemfert

Es steht euch frei, die Liste zu ergänzen. Ich wollte nur mal festhalten, was aktuell für politisches Personal*in aktiv ist auf Grund der Losung "Frauen an die Macht".

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"Warum halten sie Begriffe wie 'Zigeunersoße' für rassistisch, aber 'Schei** Juden' für harmlos?", Hamed Abdel-Samad

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.023

18.05.2022 09:11
#318 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Ich kann hier nur aus meinem Mikrokosmos berichten, aber die Frauen die ich kenne (egal ob Karrierefrauen, Ehefrauen von Freunden, Ex-Freundinnen, usw.) haben ausnahmslos alle kein Verständnis für diesen Käse.
[Wobei sich mir dann übrigens die Frage stellt: Wen spricht das an? Die typische, deutsche "ich mach Friseur"-Frau eher nicht; die Moslems erst recht nicht; es geht schon richtung Akademiker, aber wie gesagt, ich kenne da keine; möglicherweise aber auch nur deshalb, weil ich mich mit Uni-Politspinnern noch nie rumgetrieben habe]

Kollege Danisch hat ja mal die These aufgestellt, dass man den Frauen mit diesen Quoten einen Bärendienst erweist, weil dadurch die fürchterlichsten Exemplare ihres Geschlechts an die Steuerhebel geschleust werden, und dadurch die Leistung von "guten" Frauen völlig entwertet wird. So isses. Und die intelligenten Frauen wissen das auch.

Emulgator Offline



Beiträge: 2.835

18.05.2022 10:54
#319 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #318
Ich kann hier nur aus meinem Mikrokosmos berichten, aber die Frauen die ich kenne (egal ob Karrierefrauen, Ehefrauen von Freunden, Ex-Freundinnen, usw.) haben ausnahmslos alle kein Verständnis für diesen Käse.
Wundert mich nicht. Warum soll eine "normale" Frau etwas davon haben? Die Behauptung ist ja, daß (Quoten)Frauen frauenfreundlichere Entscheidungen treffen würden. Aber auch da fragt sich: Warum sollten sie Entscheidungen treffen, die freundlich zu anderen Frauen sind?

Kleine Anekdote: Eine Mitarbeiterin aus einem von einer Frau geführten Unternehmen, dessen Leistungen sich fast nur an Frauen richten, beklagte sich mal mir gegenüber, daß junge Frauen in dem Unternehmen prinzipiell nur befristet angestellt würden, weil sie ja schwanger werden könnten.

Das Ideologem, (Quoten-)Frauen würden auch gegen wirtschaftliche Rahmenbedingungen frauenfreundliche Entscheidungen treffen, ist im Kern marxistisch. Marx glaubte, als Angehöriger einer ausgebeuteten Klasse würde man Entscheidungen zu deren Gunsten treffen.

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.277

18.05.2022 10:57
#320 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #319
.
Marx glaubte, als Angehöriger einer ausgebeuteten Klasse würde man Entscheidungen zu deren Gunsten treffen.

Ich würde sogar akzeptieren, dass in vielen Fällen Mitglieder eine Subgruppe GLAUBEN, eine Entscheidung pro diese Subgruppe zu treffen.
Aber das heisst ja noch lange nicht, dass objektiv das auch der Fall ist.

___________________
Verbote sind Freiheit. Meinungen sind Terror. Quoten sind Leistung. Linke Regierung ist Familie. (c) Rot-Grüne Allianz
“Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt”, Georg Cristof Lichtenberg
"Warum halten sie Begriffe wie 'Zigeunersoße' für rassistisch, aber 'Schei** Juden' für harmlos?", Hamed Abdel-Samad

Krischan Offline




Beiträge: 620

18.05.2022 11:44
#321 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Emulgator im Beitrag #319

Das Ideologem, (Quoten-)Frauen würden auch gegen wirtschaftliche Rahmenbedingungen frauenfreundliche Entscheidungen treffen, ist im Kern marxistisch. Marx glaubte, als Angehöriger einer ausgebeuteten Klasse würde man Entscheidungen zu deren Gunsten treffen.


Das ist typische Identity-Politik. D.h. jemand wird aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Gruppe / Klasse beurteilt und es wird dann erwartet, dass er sich so verhält, wie sich diese Gruppe verhält.

Das ist so falsch, da ist nicht mal das Gegenteil richtig.

1. Gruppen von Menschen anhand von Äußerlichkeiten (schwarz, weiss, alt, jung, schwul, hetero, arm, reich, blond, Kartoffel etc.) zu unterscheiden - das funktioniert nur bedingt. Und auf den einzelnen bezogen gleich gar nicht, denn nicht die Gruppe diktiert, was der einzelne tut, sondern die Vielzahl der Einzelnen bestimmen die Außenwirkung einer Gruppe.

2. Zu sagen: "Du bist schwul, also musst Du ergo auch weltoffen und links und atheistisch und refugees welcome sein" perpetuiert ja eigentlich nur (Vor-)Urteile über bestimmte gesellschaftliche Gruppen.

3. Am Ende geht es ja immer um den einzelnen Menschen. Ich meine, es war Funny van Dannen, der mal sagte: Auch lesbische schwarze Behinderte können Arschlöcher sein.

Krischan

Deutsche Wurst - alles andere ist Käse.

Llarian Online



Beiträge: 6.962

18.05.2022 14:53
#322 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #317

Ich wollte einfach mal eine Liste "Prominente Neuzugänge von Frauen in der Politik" in die Runde werfen und die wirken lassen:

- Schwesig
- Spiegel
- Bärbock
- Lang
- Fester
- Lambrecht
- von der Leyen
- Baer
- Gallina
- Gambir
- Neubauer
- Roth
- Göring-Eckardt

Es steht euch frei, die Liste zu ergänzen. Ich wollte nur mal festhalten, was aktuell für politisches Personal*in aktiv ist auf Grund der Losung "Frauen an die Macht".

Ich ergänze mal:

- Olaf Scholz
- Jens Spahn
- Andi Scheuer
- Karl Lauterbach
- Markus Söder
- Hendrik Wüst
- Michael Kretschmer
- Peter Tschentschner
- Helge Braun
etc. etc. etc.

Ich wäre sehr, sehr vorsichtig mit solchen Listen, denn die deutsche Politik ist inzwischen so unterirdisch schlecht, dumm, faschistoid und inkompetent geworden, dass man fast beliebige Listen aufstellen kann, um die negativen Eigenschaften einer bestimmten Gruppe dazustellen. Vermutlich sind nicht alle deutschen Politiker faschistoid angehaucht, aber ich werde sehr lange Listen führen können.

Grundsätzlich glaube ich, dass solche Listen wie die vorstehende "Frauenliste" vor allem aus dem Selektionsprozess herrühren. Denn über Quoten kommen nicht generell Frauen sondern fast ausschließlich ein ganz bestimmter Typ von Frau. Das sind keine Führungsleute oder Fachleuten, dass sind Quoten-Tussis, die ihr Leben lang von der Quote gelebt haben. Gäbe es eine Männerquote (oder ersatzweise Schwulen-, Trans- oder meinetwegen Farbenblinden-Quote), würden wir die selben Effekte erleben. Die Quote ist ein Garant schlechte Leute zu finden. Prinzipiell ist die Idee, dass Frauen ebenso Führung machen können, nicht falsch. Es gibt durchaus auch Frauen, die kompetent führen können. Aber durch Quote und Förderung wird man diese weder finden noch sie an die Positionen bekommen. Dadurch bekommt man "andere".

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.277

18.05.2022 14:59
#323 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Da sind wir komplett beieinander, Llarian, ich hatte schon überlegt selbst einen Disclaimer bezüglich einer entsprechenden "Männerliste" zu schreiben.

Es ging mir ausschließlich darum aufzuzeigen, dass eine Frauenquote absolut kein Garant für bessere Politik ist - eher im Gegenteil.

Also genau das, was du beschreibst.

___________________
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Llarian Online



Beiträge: 6.962

18.05.2022 15:00
#324 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Krischan im Beitrag #321
2. Zu sagen: "Du bist schwul, also musst Du ergo auch weltoffen und links und atheistisch und refugees welcome sein" perpetuiert ja eigentlich nur (Vor-)Urteile über bestimmte gesellschaftliche Gruppen.

So ist es. Das führt manchmal zu sehr lustigen Kuriositäten. So ist ein jahrelanges Mitglied des amerikanischen surpreme court der afroamerikanische (früher hätte hier schwarz gestanden) Richter Clarence Thomas. Und der Mann ist stockenkonservativ, dass es kracht. Und das witzige ist, dass er damit den Identitätsheinis voll im Weg steht. Weil er durchaus ein Mitglied der Minderheit ist, ist er zum einen extrem schwer angreifbar, zum anderen erfüllt er damit ja gerade die Forderung nach Intersektionalität. Er ist in linken Kreisen, auch wenn es nie offiziell zugegeben werden könnte, die Haßfigur schlechthin.

Zitat
3. Am Ende geht es ja immer um den einzelnen Menschen. Ich meine, es war Funny van Dannen, der mal sagte: Auch lesbische schwarze Behinderte können Arschlöcher sein.


Ich meine das waren die toten Hosen, bevor Campino zum Staatspunker mutiert ist. Und ich meine es hiess: Auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein. Was er heute im Leben(!) nicht mehr singen würde. Oder schreien, mit dem Singen hat er es ja auch nicht so. (SCNR)

Johanes Offline




Beiträge: 2.460

18.05.2022 17:04
#325 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #317
Frauen stellen 47% der Bevölkerung


Da fragt man sich doch, was mit den 3% ist.



Jemanden darauf hinzuweisen, dass er etwas Falsches gesagt hat, ist ein Freundschaftsdienst.
Es gehört zur politischen Weisheit, niemals einen Feind beim Fehlermachen zu unterbrechen.

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