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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Martin Offline



Beiträge: 2.606

30.07.2015 15:32
#551 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Florian im Beitrag #550

Nun ja, die Entfernung dürfte schon sehr entscheidend sein, weil die Schall-Energie umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung ist.
Ein Windrad in 1km Entfernung ist also nur 1/1000 so störend wie ein Windrad in 100m Entfernung.


Diese Überlegung gilt nur bei idealer Kugelförmiger Ausbreitung, bei einer vernachlässigbare kleinen Schallquelle. Beides trifft auf ein Windrad nicht zu.

Gruß, Martin

Fluminist Offline




Beiträge: 1.919

30.07.2015 16:17
#552 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Martin im Beitrag #551
Zitat von Florian im Beitrag #550

Nun ja, die Entfernung dürfte schon sehr entscheidend sein, weil die Schall-Energie umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung ist.
Ein Windrad in 1km Entfernung ist also nur 1/1000 so störend wie ein Windrad in 100m Entfernung.


Diese Überlegung gilt nur bei idealer Kugelförmiger Ausbreitung, bei einer vernachlässigbare kleinen Schallquelle. Beides trifft auf ein Windrad nicht zu.

Gruß, Martin


Ja, die Richtcharakteristik der (Infra-)Schallaussendung wäre interessant. Außerdem ist jedenfalls beim hörbaren Schall die Lautstärkenwahrnehmung logarithmisch in Bezug auf die Wellenleistung.

Und auch: 100 m Entfernung?! Bei den üblichen Rotorgrößen sind 100 m so viel wie "in unmittelbarer Nähe".

Florian Online



Beiträge: 2.439

30.07.2015 17:43
#553 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #552
Zitat von Martin im Beitrag #551
Zitat von Florian im Beitrag #550

Nun ja, die Entfernung dürfte schon sehr entscheidend sein, weil die Schall-Energie umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung ist.
Ein Windrad in 1km Entfernung ist also nur 1/1000 so störend wie ein Windrad in 100m Entfernung.


Diese Überlegung gilt nur bei idealer Kugelförmiger Ausbreitung, bei einer vernachlässigbare kleinen Schallquelle. Beides trifft auf ein Windrad nicht zu.

Gruß, Martin


Ja, die Richtcharakteristik der (Infra-)Schallaussendung wäre interessant. Außerdem ist jedenfalls beim hörbaren Schall die Lautstärkenwahrnehmung logarithmisch in Bezug auf die Wellenleistung.

Und auch: 100 m Entfernung?! Bei den üblichen Rotorgrößen sind 100 m so viel wie "in unmittelbarer Nähe".



Jetzt machen wir das doch nicht unnötig kompliziert.
Fakt ist, der Effekt ist entfernungsabhängig und zwar so, dass bei zunehmender Entfernung die Lautstärke sehr massiv abnimmt.
Daher - und darauf wollte ich hinaus - ist die Entfernung der entscheidende Einflussfaktor auf das Ausmaß der Lärmbelästigung. Im Zweifel deutlich entscheidender als z.B. die Existenz von Lärmschutzfenstern.

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

31.07.2015 21:29
#554 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Florian im Beitrag #550
Zitat von Martin im Beitrag #549

Zitat
Wie hoch ist der Schallpegel einer WKA im Ifraschallbereich in sagen wir 1 km Entfernung?

Wichtiger dürfte für die meisten Leute sein, dass traditionelles Mauerwerk und selbst Lärmschutzfenster Infraschall kaum dämpfen. Das wiederum kann jeder zuhause wahrnehmen, wenn ein Spätpubertierender seine Bässe im Auto aufdreht und der eigene Brustkorb sich zur Resonanz aufschwingt.
Gruß, Martin


Nun ja, die Entfernung dürfte schon sehr entscheidend sein, weil die Schall-Energie umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung ist.
Ein Windrad in 1km Entfernung ist also nur 1/1000 so störend wie ein Windrad in 100m Entfernung.



Ist das nicht eine Potenz zu viel?

Florian Online



Beiträge: 2.439

31.07.2015 23:38
#555 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von xanopos im Beitrag #554
Zitat von Florian im Beitrag #550


Nun ja, die Entfernung dürfte schon sehr entscheidend sein, weil die Schall-Energie umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung ist.
Ein Windrad in 1km Entfernung ist also nur 1/1000 so störend wie ein Windrad in 100m Entfernung.



Ist das nicht eine Potenz zu viel?



Hoppla, das ist mir jetzt aber peinlich.
Bevor ich das geschrieben habe, habe ich das gar nicht nachgelesen, weil ich mir so sicher war.
Habe ich jetzt nachgeholt (https://de.wikipedia.org/wiki/Abstandsgesetz) und Sie haben recht.


Der Wikipedia-Artikel erklärt recht gut, warum der quadratische Zusammenhang auch eigentlich logisch ist.

Zitat:

Zitat
Für Energiegrößen – das 1/r²-Gesetz
Zu diesen Größen gehören neben Strahlungs-Intensitäten (Energiegröße) z. B. von Röntgenstrahlung, Radioaktivität, Sonnenstrahlung (sichtbare Lichtstrahlung) oder anderen sich in alle Richtungen ausbreitenden elektromagnetischen Wellen auch die Schallintensität.
Die Energie E, die von einer in einen dreidimensionalen Raum gleichmäßig strahlenden Quelle ausgeht, verteilt sich auf eine Kugeloberfläche, die proportional mit dem Quadrat des Abstands r von der Quelle größer wird. Die Strahlungsintensität I, das heißt die "Leistung pro Fläche" (P/A), nimmt daher mit 1/r2 ab: (...)

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

02.08.2015 13:32
#556 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Die Welt, 29.07., "Stahl vor dem großen Exodus"

Zitat
In Europa dagegen verwaltet die Branche derzeit praktisch nur noch ihren Bestand. "Wir investieren derzeit noch genau das, was nötig ist, um technologisch up to date und wettbewerbsfähig zu sein", sagt Salzgitter-Chef Fuhrmann stellvertretend für die gesamte Industrie. Grundsätzliche Entscheidungen dagegen, etwa zu Kapazitätserweiterungen oder zu neuen Werken, seien in Bezug auf Europa komplett auf Eis gelegt.

Schließlich geht es um viel Geld und lange Zeiträume. "Die Neuzustellung eines Hochofens für die nächsten zehn bis 15 Jahre kostet locker 100 Millionen Euro. Das sind Beträge und Zeiträume, bei denen die Stahlunternehmen nun ins Grübeln geraten, ob sie die entsprechenden Investitionen noch tätigen", beschreibt Nils Naujok.

Bleiben diese neuen Investitionen aus, erwachsen daraus mittel- bis langfristig gravierende Probleme. Und zwar nicht nur in der Stahlindustrie. "Etablierte und vor allem integrierte Lieferketten würden zerstört", warnt Nils Naujok und verweist auf die enge Zusammenarbeit der Stahlhersteller unter anderem mit der Autoindustrie und dem Maschinenbau, also den beiden Vorzeigeindustrien der deutschen Wirtschaft.

Zwar könnten die Hersteller von Autos und Maschinen auch Stahl importieren. "Dann bekommen sie aber nicht mehr die Güten, die sie benötigen", sagt Salzgitter-Chef Fuhrmann. "Dafür braucht man das entsprechende Equipment und vor allem jahrzehntelanges Prozess-Know-how." Da könne man nicht mal eben den Lieferanten wechseln und in Russland, China oder Amerika bestellen.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

03.08.2015 09:56
#557 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #556
Die Welt, 29.07., "Stahl vor dem großen Exodus"

Zitat
Zwar könnten die Hersteller von Autos und Maschinen auch Stahl importieren. "Dann bekommen sie aber nicht mehr die Güten, die sie benötigen", sagt Salzgitter-Chef Fuhrmann. "Dafür braucht man das entsprechende Equipment und vor allem jahrzehntelanges Prozess-Know-how." Da könne man nicht mal eben den Lieferanten wechseln und in Russland, China oder Amerika bestellen.



Ich kann mir nicht vorstellen, dass global gesehen viel Know-How verloren gehen kann. Und woher beziehen die ganzen koreanischen, japanischen und amerikanischen Autohersteller ihren Stahl? Mit Auto-Stählen kenne ich mich nicht aus, nur mit Stählen für Messer und da schenken sich die amerikanischen, europäischen und japanischen Hersteller nichts.

Llarian Offline



Beiträge: 4.367

03.08.2015 23:18
#558 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von xanopos im Beitrag #557
Ich kann mir nicht vorstellen, dass global gesehen viel Know-How verloren gehen kann.

Leider hat das, was Sie sich vorstellen können, lieber xanopos, nicht unbedingt eine volle Korrelation mit dem, was ist. Tatsächlich wäre der Verlust der deutschen Stahlindustrie weltweit geradezu verheerend und was da an Know-How verloren geht etwas, was man in mehreren Jahren erst mühevoll wieder erarbeitet werden müsste. Ein Stahlwerk ist eine gut laufende Maschine, die Jahre, wenn nicht tatsächlich Jahrzehnte benötigt, um optimalen Output zu generieren. Etliche Projekte, gerade Bauprojekte, weltweit sind ohne Stahl, beispielsweise aus Salzgitter oder Dillingen, gar nicht denkbar, weil keiner Stahl in dieser Qualität und Menge produzieren kann.

Zitat
Und woher beziehen die ganzen koreanischen, japanischen und amerikanischen Autohersteller ihren Stahl?


Das ist sehr verschieden und hängt stark von der einzelnen Komponente ab. Das meiste wird vom lokalen Markt erworben. Allerdings sind es gerade die deutschen Autos die international den besten Ruf haben. Was allerdings nicht alleine am Stahl liegt, so fair muss man sein.

Zitat
Mit Auto-Stählen kenne ich mich nicht aus, nur mit Stählen für Messer und da schenken sich die amerikanischen, europäischen und japanischen Hersteller nichts.


Edelstahl ist nicht mein Gebiet, aber auch da wäre ich mit solchen Aussagen sehr vorsichtig. Die Spreu trennt sich aber auch nicht unbedingt vom Weizen bei der Frage wer in der Lage ist eine Analyse genau zu treffen (was beispielsweise bei ihrem Messerstahl von zentraler Bedeutung ist), sondern eher wer in der Lage ist eine Million Tonnen in gleichbleibender Qualität zu liefern, wer in der Lage ist ein Blech generieren, dass man nicht erst aufwendig nach Lunkern absuchen muss oder wer ein Rohr schweissen kann, dass auch wirklich 30 Jahre hält. Die deutsche Stahlindustrie ist ja nicht deshalb die erfolgreichste auf dem Kontinent, weil sie so freundliche Stahlarbeiter hat, sondern weil sie ein sehr gutes Produktmix anbieten kann. Wer meint VW kann seinen Stahl halt morgen aus China beziehen, der wird sollte sich dann auch nicht wundern, wenn die Feuerverinkung dann plötzlich nach 8 Jahren doch nicht mehr hält, was sie verspricht.
Wobei ich chinesischen Stahl nicht in dem Sinne schlecht machen will, man muss halt nur wissen, was man daraus macht. Wenn eine Waschmaschine auf ein Leben von 8 Jahren ausgelegt ist, dann kann man das Gehäuse ruhig aus Feld-Wald-Wiesen Stahl vom Stahlhändler XYZ fertigen. Wenn man allerdings ein Hochhaus bauen will, dass auch in hundert Jahren noch steht, eine Pipeline, die nicht in 20 Jahren Leck geht, einen Kran der nicht in 15 Jahre "die Biege macht", dann ist man gut beraten diesen Stahl dort zu kaufen wo Leute seit Jahrzehnten wissen wie man das macht.

adder Offline




Beiträge: 1.073

04.08.2015 07:25
#559 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #558
Das ist sehr verschieden und hängt stark von der einzelnen Komponente ab. Das meiste wird vom lokalen Markt erworben. Allerdings sind es gerade die deutschen Autos die international den besten Ruf haben. Was allerdings nicht alleine am Stahl liegt, so fair muss man sein.


Allerdings beziehen viele Hersteller auch "deutschen" Stahl, genauer gesagt natürlich europäischen Stahl. Seit der Montan-Union unterscheiden sich europäische Stähle nicht mehr so gewaltig.
Beispielsweise haben etliche, auch asiatische, Automobilhersteller Fertigungsstätten in Europa. Andere importieren für bestimmte Bauteile aus Europa.
Das Problem ist ja nun nicht die Karrosserie, da kann man Stahlblech verwenden, welches fast überall hergestellt werden kann, sondern bestimmte Baugruppen in Motorblock und Rahmen, für die ganz bestimmte Eigenschaften erforderlich sein können.

Zitat
Allerdings sind es gerade die deutschen Autos die international den besten Ruf haben.



Nun ja... mal ganz davon abgesehen, dass die deutschen Autos selbst massiv überbewertet sind (ganz anders als deutsche Zulieferer und Bauteile!), stimmt das auch nur bedingt. Der Ruf von Mercedes hat unter langjährigen Qualitätsproblemen stark gelitten. Der Ruf eines der beiden bayerischen Hersteller war noch nie gut, der andere bemüht sich redlich, seinen Ruf zu verschlechtern. Volkswagen ist ein tolles Auto - aber wenn wir ehrlich sind, ist der Ruf von Skoda besser und die Autos sind qualitativ und technisch auf dem gleichen Stand.
Nicht zu vergessen, dass Nissan, Volvo und auch Toyota international einen sehr guten Ruf haben - und diesen auch qualitativ und technisch untermauern. Toyota hat zwar viele Qualitätsprobleme in der letzten Zeit gehabt, das hat aber seinem Ruf kaum geschadet - komischerweise. Nissan (bzw. Renault-Nissan) und Volvo gehören zu den Herstellern mit den geringsten Rückrufquoten in Relation zu den zugelassenen Fahrzeugen. Nur PSA (=Peugeot Citrön) und Fiat-Chrysler hatten in 2014 ebensowenig in Deutschland. (siehe http://img.welt.de/img/wirtschaft/crop14...uf-ag-Aufm2.jpg oder http://www.welt.de/wirtschaft/article144...sche-Autos.html ) Wobei letztere wahrscheinlich glimpflich davongekommen sind.

International zieht aber auch "tested on the German Autobahn". Hersteller, die Autos liefern, die autobahntauglich sind, haben einen guten Ruf. Andere eben nicht.

Fluminist Offline




Beiträge: 1.919

04.08.2015 09:30
#560 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von adder im Beitrag #559
Volkswagen ist ein tolles Auto - aber wenn wir ehrlich sind, ist der Ruf von Skoda besser und die Autos sind qualitativ und technisch auf dem gleichen Stand.

Ich weiß nun nicht, was Sie unter "Ruf" verstehen, aber meines Wissens ist die traditionelle Reputation von Skoda grottenschlecht. Über den klassischen Skoda vor der VW-Ära gibt es den Witz (den ich notabene von einem bulgarischen "stolzen" Alt-Skoda-Besitzer gehört habe):

Zitat
- Wie kann man den Wert seines Skoda verdoppeln?
- Indem man den Tank mit Benzin füllt.


Sicher, der Skoda ist heute ein beliebtes Auto, aber eben weil man im wesentlichen VW-Technik zu einem günstigeren Preis bekommt. Skoda lebt heute vom traditionell guten Ruf des VW.

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2015 09:50
#561 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Fluminist im Beitrag #560
traditionelle Reputation von Skoda grottenschlecht.

Ähm, früher war alles besser: https://de.wikipedia.org/wiki/30,5-cm-Belagerungsm%C3%B6rser

Und ich hoffe, dass dieser Teilbereich von Skoda nicht grottenschlecht ist.

Llarian Offline



Beiträge: 4.367

04.08.2015 10:09
#562 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von adder im Beitrag #559
Allerdings beziehen viele Hersteller auch "deutschen" Stahl, genauer gesagt natürlich europäischen Stahl. Seit der Montan-Union unterscheiden sich europäische Stähle nicht mehr so gewaltig.

Arg. Mein lieber adder, ich schätze ihr Fachwissen, gerade im Bezug auf ihre Tätigkeit im pharmakologischen Bereich, sehr, aber ich verstehe nicht wie sie auf solch aberwitzige Aussagen kommen. Die Montan Union (die in dieser Form längst Geschichte ist) hatte vor allem Auswirkungen auf die Auswahl der Rohstoffe (heute schon lange nicht mehr), aber nie besondere Bedeutung im Teilen von Fachwissen. Fachwissen ist in diesem Fall Betreiber Know-How, und das ist die allerwichtigste Ressource, die ein Stahlwerk haben kann. Stellen Sie sich selbst die Frage warum in den letzten 40 Jahren die Stahlproduktion in Deutschland einen Dämpfer erhalten hat, während in Großbritannien (Teil der EU, oder ?) die Produktion sich auf etwa ein Drittel reduziert hat. Fragen Sie sich warum sich die Stahlproduktion mehr und mehr auf wenige Länder einschiesst, während andere Produktionsarten sich mehr und mehr diversifizieren. Ist ja nicht so, dass die Rohstoffe, die die Stahlindustrie verarbeitet in irgendeiner bedeutenden Form aus Deutschland kämen.

Zitat
Das Problem ist ja nun nicht die Karrosserie, da kann man Stahlblech verwenden, welches fast überall hergestellt werden kann, sondern bestimmte Baugruppen in Motorblock und Rahmen, für die ganz bestimmte Eigenschaften erforderlich sein können.


Exaktemundo. Eben weil die Unterschiede dann doch deutlich gewaltiger sind als man meinen möchte. Übrigens besteht (zumindest bei hochwertigen Fahrzeugen) eine Karosserie auch nicht mehr aus einem einfachen Stahlblech, sondern in aller Regel aus einem Dualphasenstahl, der noch dazu mit der Anforderung kommt sehr leicht zu sein. Sowas in hinreichender Menge und Qualität herzustellen ist etwas, das massives Know-How vorraussetzt.

Zitat
Nun ja... mal ganz davon abgesehen, dass die deutschen Autos selbst massiv überbewertet sind


Sagt wer ? Sie ? Die Frage der Überbewertung ist schlicht für sich eine massiv wertende Aussage, die in aller Regel auf sehr wackeligen Beinen steht, denn sie stellt das eigene Urteil über das einer Mehrheit. Man kann in solchen Fällen recht haben, aber selbst wenn dem so ist, hat das keine allzu große Relevanz, denn Produkte werden nach dem Urteil jener Mehrheit erworben und nicht nach dem Urteil derjenigen, die etwas für falsch bewertet halten. Faktisch haben deutsche Autos international einen hervorragenden Ruf. Ob der gerechtfertigt ist, ist dabei reichlich zweitrangig.

Zitat
Volkswagen ist ein tolles Auto - aber wenn wir ehrlich sind, ist der Ruf von Skoda besser und die Autos sind qualitativ und technisch auf dem gleichen Stand.


Wollen wir an der Stelle mal raten, was für ein Auto Sie wohl fahren ? :)
Wenn wir schon so persönlich sind, kann ich sagen, dass ich auch mit einem Superb liegäugele, allerdings nicht weil ich glaube das es sich um ein qualitativ gleichwertiges Auto zu einem VW handelt, sondern weil es schlicht massiv günstiger ist. Wenns rein nach Qualität oder Technik ginge, dann würde ich (ja, das ist eine Meinung, die allerdings durchaus mehrheitsfähig ist) einen Sharan deutlich vorziehen. Dummerweise fängt der eben erst bei 35.000 Flocken an interessant zu werden. Und das ist halt eine Stange Geld.
Wenn die Qualität wirklich so ähnlich wäre, dann müsste man die Frage stellen, warum ein 10 Jahre alter Passat (oder auch nur Golf) einen deutlich höheren Preis erzielt als ein Oktavia.

Zitat
Nicht zu vergessen, dass Nissan, Volvo und auch Toyota international einen sehr guten Ruf haben - und diesen auch qualitativ und technisch untermauern.


Ich denke es gibt am Ende einen echten Indikator: Verkaufszahlen. Und soweit ich mich erinnere hat VW da gerade erst die neue Marke gesetzt.

Fluminist Offline




Beiträge: 1.919

04.08.2015 10:16
#563 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von xanopos im Beitrag #561
Zitat von Fluminist im Beitrag #560
traditionelle Reputation von Skoda grottenschlecht.

Ähm, früher war alles besser: https://de.wikipedia.org/wiki/30,5-cm-Belagerungsm%C3%B6rser

Und ich hoffe, dass dieser Teilbereich von Skoda nicht grottenschlecht ist.

Das hoffe ich auch sehr. Ich hatte mich natürlich spezifisch auf das hier bezogen.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

04.08.2015 12:01
#564 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von WUWT, July 31, 2015
By 2014 European Union countries had invested approximately €1 trillion, €1000,000,000,000, in large scale Renewable Energy installations.

This has provided a nameplate electrical generating capacity of about 216 Gigawatts, nominally about ~22% of the total European generation needs of about 1000 Gigawatts.

The actual measured output by 2014 from data supplied by the Renewables Industry has been 38 Gigawatts or 3.8% of Europe’s electricity requirement, at a capacity factor of ~18% overall.



http://wattsupwiththat.com/2015/07/31/eu...hort-of-claims/

Eine deutsche Übersetzung der beeindruckenden gesamtEUropäischen Bilanz gibt's bei EIKE.



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

adder Offline




Beiträge: 1.073

04.08.2015 16:30
#565 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #562
Zitat von adder im Beitrag #559
Allerdings beziehen viele Hersteller auch "deutschen" Stahl, genauer gesagt natürlich europäischen Stahl. Seit der Montan-Union unterscheiden sich europäische Stähle nicht mehr so gewaltig.

Arg. Mein lieber adder, ich schätze ihr Fachwissen, gerade im Bezug auf ihre Tätigkeit im pharmakologischen Bereich, sehr, aber ich verstehe nicht wie sie auf solch aberwitzige Aussagen kommen. Die Montan Union (die in dieser Form längst Geschichte ist) hatte vor allem Auswirkungen auf die Auswahl der Rohstoffe (heute schon lange nicht mehr), aber nie besondere Bedeutung im Teilen von Fachwissen. Fachwissen ist in diesem Fall Betreiber Know-How, und das ist die allerwichtigste Ressource, die ein Stahlwerk haben kann. Stellen Sie sich selbst die Frage warum in den letzten 40 Jahren die Stahlproduktion in Deutschland einen Dämpfer erhalten hat, während in Großbritannien (Teil der EU, oder ?) die Produktion sich auf etwa ein Drittel reduziert hat. Fragen Sie sich warum sich die Stahlproduktion mehr und mehr auf wenige Länder einschiesst, während andere Produktionsarten sich mehr und mehr diversifizieren. Ist ja nicht so, dass die Rohstoffe, die die Stahlindustrie verarbeitet in irgendeiner bedeutenden Form aus Deutschland kämen.


Ich glaube ja, dass sich Stahl vom selben Hersteller nicht unterscheidet, egal ob er nun aus Deutschland, Belgien oder Frankreich kommt. Aber ich lasse mich da gerne etwas besseren belehren.
Als Beispiel: Thyssen-Krupp Electrical Steel produziert in Gelsenkirchen und in Isbergues in Frankreich. Kann mir nicht vorstellen, dass da unterschiedliches intellectual property zum Einsatz kommt.

Zitat

Zitat
Das Problem ist ja nun nicht die Karrosserie, da kann man Stahlblech verwenden, welches fast überall hergestellt werden kann, sondern bestimmte Baugruppen in Motorblock und Rahmen, für die ganz bestimmte Eigenschaften erforderlich sein können.


Exaktemundo. Eben weil die Unterschiede dann doch deutlich gewaltiger sind als man meinen möchte. Übrigens besteht (zumindest bei hochwertigen Fahrzeugen) eine Karosserie auch nicht mehr aus einem einfachen Stahlblech, sondern in aller Regel aus einem Dualphasenstahl, der noch dazu mit der Anforderung kommt sehr leicht zu sein. Sowas in hinreichender Menge und Qualität herzustellen ist etwas, das massives Know-How vorraussetzt.




Ja. Natürlich. Aber das Wissen ist doch herstellerseitig limitiert, nicht standortseitig. Zumindest sollte jedes Unternehmen so arbeiten.

Zitat

Zitat
Nun ja... mal ganz davon abgesehen, dass die deutschen Autos selbst massiv überbewertet sind


Sagt wer ? Sie ? Die Frage der Überbewertung ist schlicht für sich eine massiv wertende Aussage, die in aller Regel auf sehr wackeligen Beinen steht, denn sie stellt das eigene Urteil über das einer Mehrheit. Man kann in solchen Fällen recht haben, aber selbst wenn dem so ist, hat das keine allzu große Relevanz, denn Produkte werden nach dem Urteil jener Mehrheit erworben und nicht nach dem Urteil derjenigen, die etwas für falsch bewertet halten. Faktisch haben deutsche Autos international einen hervorragenden Ruf. Ob der gerechtfertigt ist, ist dabei reichlich zweitrangig.




Das stimmt alles, natürlich. Die Qualitätseinschätzung ("Ruf") zeigt aber doch eine deutliche Diskrepanz zu den relativen Rückrufraten (also Anzahl Rückrufe pro Neuzulassung) wie der Link, den ich gepostet hatte, schön demonstriert.

Zitat

Zitat
Volkswagen ist ein tolles Auto - aber wenn wir ehrlich sind, ist der Ruf von Skoda besser und die Autos sind qualitativ und technisch auf dem gleichen Stand.


Wollen wir an der Stelle mal raten, was für ein Auto Sie wohl fahren ? :)
Wenn wir schon so persönlich sind, kann ich sagen, dass ich auch mit einem Superb liegäugele, allerdings nicht weil ich glaube das es sich um ein qualitativ gleichwertiges Auto zu einem VW handelt, sondern weil es schlicht massiv günstiger ist. Wenns rein nach Qualität oder Technik ginge, dann würde ich (ja, das ist eine Meinung, die allerdings durchaus mehrheitsfähig ist) einen Sharan deutlich vorziehen. Dummerweise fängt der eben erst bei 35.000 Flocken an interessant zu werden. Und das ist halt eine Stange Geld.




Ich fahre keinen Skoda, auch keinen Volkswagen. Ich habe 15 Jahre lang Volkswagen gefahren, sowohl VW selbst, als auch Audi, Skoda und Seat. Gehört hat mir aber nur der VW - nur hatten wir alle drei anderen Marken als Dienstwagen. Ich fahre zur Zeit einen Volvo - und auch mein nächster wird - solange ich nicht arbeitslos werde - wieder einer.

Zitat
Wenn die Qualität wirklich so ähnlich wäre, dann müsste man die Frage stellen, warum ein 10 Jahre alter Passat (oder auch nur Golf) einen deutlich höheren Preis erzielt als ein Oktavia.



Eigentlich nicht. Man müsste sich die Frage stellen, ob ein 5 Jahre alter Passat in weiteren 5 Jahren immer noch einen höheren Preis erzielen wird als ein Superb (oder eben Golf und Oktavia). Die Qualität von Skoda hat erst in den letzten 10 Jahren deutlich angezogen - genau wie der Konkurrenzdruck von Skoda auf VW. Wobei die Mitforisten Recht haben, dass der "historische" Ruf Skodas eher Qualitätsmängel nahelegt.

Zitat

Zitat
Nicht zu vergessen, dass Nissan, Volvo und auch Toyota international einen sehr guten Ruf haben - und diesen auch qualitativ und technisch untermauern.


Ich denke es gibt am Ende einen echten Indikator: Verkaufszahlen. Und soweit ich mich erinnere hat VW da gerade erst die neue Marke gesetzt.




Verkaufszahlen sind kein Indikator für Qualität, sondern vor allem für "Beliebtheit". Und VW polarisiert nicht, sondern ist gefällig. Gefällige Autos mit einem Design, Preis und einer Ausstattung, die die breite Masse anspricht, haben nun einmal logischerweise höhere Verkaufszahlen als ein Nischenhersteller, dessen Design polarisiert und der bei Ausstattung und Preis eben nicht im Mainstream liegt (sondern teurer und besser ausgestattet ist). VW müßte sich logischerweise mit Toyota vergleichen, was sie ja auch machen. Toyota hat aber - anders als VW - in den letzten Jahren schlechte Presse gehabt, wegen tatsächlichen Qualitätsmängeln. Das zeigt sich übrigens auch im Rückrufrating. Wobei Volkswagen da nicht schlecht dasteht - und leider auch keine Daten vorhanden zu sein scheinen, die zwischen VW und Skoda differenzieren.

xanopos ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2015 08:39
#566 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Einer der besseren (weil informativ) Artikel im EE-Jubelmagazin:

Zitat
In den ersten sechs Monaten 2015 wurden in Deutschland Windturbinen mit rund 1.093 Megawatt zugebaut, ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichwohl: Das erste Halbjahr 2015 ist immer noch das zweitbesten der Geschichte der Windenergie in Deutschland.

http://www.erneuerbareenergien.de/halbja.../150/434/89176/


Und, zur Unterhaltung:

Zitat
Windturbinen im Wald werden von 79 Prozent der Befragten einer neuen repräsentativen Emnid-Umfrage abgelehnt. Auftraggeber ist (mal wieder) die Deutsche Wildtier Stiftung mit Fritz Vahrenholt. Mein Vorschlag: Die Menschen bitte auch über den Unterschied zwischen Fichtenmonokultur und Naturwald informieren!

http://www.erneuerbareenergien.de/umfrag.../150/434/89128/

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

06.08.2015 12:38
#567 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Noch mehr prospektive Hilfspaketempfänger:

Zitat von Telegraph, 05 Aug 2015
If the oil futures market is correct, Saudi Arabia will start running into trouble within two years. It will be in existential crisis by the end of the decade.

The contract price of US crude oil for delivery in December 2020 is currently $62.05, implying a drastic change in the economic landscape for the Middle East and the petro-rentier states.

The Saudis took a huge gamble last November when they stopped supporting prices and opted instead to flood the market and drive out rivals, boosting their own output to 10.6m barrels a day (b/d) into the teeth of the downturn.

Bank of America says OPEC is now "effectively dissolved". The cartel might as well shut down its offices in Vienna to save money.
...
The problem for the Saudis is that US shale frackers are not high-cost. They are mostly mid-cost, and as I reported from the CERAWeek energy forum in Houston, experts at IHS think shale companies may be able to shave those costs by 45pc this year - and not only by switching tactically to high-yielding wells.

Advanced pad drilling techniques allow frackers to launch five or ten wells in different directions from the same site. Smart drill-bits with computer chips can seek out cracks in the rock. New dissolvable plugs promise to save $300,000 a well. "We've driven down drilling costs by 50pc, and we can see another 30pc ahead," said John Hess, head of the Hess Corporation.

It was the same story from Scott Sheffield, head of Pioneer Natural Resources. "We have just drilled an 18,000 ft well in 16 days in the Permian Basin. Last year it took 30 days," he said.
...
Standard & Poor's lowered its outlook to "negative" in February. "We view Saudi Arabia's economy as undiversified and vulnerable to a steep and sustained decline in oil prices," it said.

Mr Alsweilem wrote in a Harvard report that Saudi Arabia would have an extra trillion of assets by now if it had adopted the Norwegian model of a sovereign wealth fund to recyle the money instead of treating it as a piggy bank for the finance ministry. The report has caused storm in Riyadh.



http://www.telegraph.co.uk/finance/oilpr...ry-buckles.html



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Ulrich Elkmann Offline




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11.08.2015 11:27
#568 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

"Weltbank rechnet mit drastischem Ölpreis-Verfall"

Zitat von Die Welt, 11.08.
Die geplante Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den Iran im Zuge des Atomabkommens wird laut Weltbank einen weiteren Rückgang des Ölpreises nach sich ziehen. Durch eine "vollständige Rückkehr des Iran auf den Weltmarkt" würden täglich eine Millionen Barrel Öl zusätzlich auf den Markt kommen, heißt es in einem Weltbank-Bericht, der am Montag in Washington veröffentlicht wurde. Dadurch werde der Ölpreis kommendes Jahr um zehn Dollar (9,12 Euro) pro Fass sinken.



Zur Erinnerung: Iran hat einen Break-Even-Preis von umgerechnet US$ 136,00.
http://knoema.de/vyronoe/cost-of-oil-production-by-country

Der aktuelle Preis steht (für Brent Crude) momentn bei $ 50,77:
http://www.wallstreet-online.de/rohstoffe/oelpreis-brent

Erinnert irgendwie an den alten Kalauer: "Sie produzieren für 10.- pro Stück und verkaufen zu 5.-? Wie wollen Sie da jemals einen Schnitt machen?" "Das verstehen Sie nicht. Die Menge macht's."



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Ulrich Elkmann Offline




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15.08.2015 20:21
#569 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

"Fracking: 6,000 square miles of England earmarked for shale exploration"

Zitat von The Telegraph, 14 Aug 2015
Households across an estimated 6,000 square miles of England – an area the size of Yorkshire – are expected to learn within days that their areas have been earmarked for possible fracking.

More than 100 further licences, spanning an estimated 5,000 square miles, are also expected to be identified as areas that are likely to be awarded in a second batch later this year, subject to further environmental consultation.

Licences in the ‘Bowland shale’ region – including parts of Lancashire, Cheshire, Yorkshire and Lincolnshire – are thought to be particularly rich in shale gas and are likely to be most sought after.

Estimates suggest there could be 1,300 trillion cubic feet of gas trapped in the rocks deep beneath the Bowland. If just 10 per cent could be extracted, it could meet Britain’s annual gas demand for more than 40 years.





Apropos "Fracking": Produktionskosten:

Zitat von TAI, 14 Aug 2015
Crude prices have dipped to their lowest level in more than six years, with Europe’s Brent trading close to $48 per barrel, and America’s WTI benchmark down under $43. ... Many, therefore, expected that a bearish crude market might prove fatal to the shale boom; fracking is a relatively expensive process and just a year ago it was generally thought that few wells could operate profitably below $50 per barrel.



http://www.the-american-interest.com/201...-profits-at-30/

"Oil at $30 No Problem for Some Bakken Drillers Cutting Costs"

Zitat von Bloomberg, Aug 12, 2015
Some parts of North Dakota’s Bakken shale play are profitable at less than $30 a barrel as companies tap bigger wells and benefit from lower drilling costs, according to a Bloomberg Intelligence analysis. That’s less than half the level of some estimates when the oil rout began last year.

West Texas Intermediate crude for September delivery fell to $42.23 a barrel Thursday, the lowest settlement since March 2009. In North Dakota, where producers have to offer discounts to account for extra transportation costs, the price of Bakken oil was to $30.80 Wednesday, according to Royal Dutch Shell PLC.



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Elmar Offline



Beiträge: 282

17.08.2015 18:12
#570 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Hier noch ein Artikel zur Windkraft und dem Rotmilan:
http://m.welt.de/wirtschaft/energie/arti...Wappentier.html

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

17.08.2015 18:52
#571 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Elmar im Beitrag #570
Hier noch ein Artikel zur Windkraft und dem Rotmilan:
http://m.welt.de/wirtschaft/energie/arti...Wappentier.html


Nicht nur Milane.
http://www.maz-online.de/Lokales/Prignit...ad-abgeschlagen
https://www.youtube.com/watch?v=dwmKLEi6vsg



Als Faustregel kann gelten, daß es keine Partei gibt, die so unverstellt nicht nur menschenfeindlich, sondern grosso modo lebensfeindlich ist wie die unter dem grünen Banner.



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

21.08.2015 15:06
#572 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

The American Interest: "Brace Yourself: Here Comes $30 Oil"

Zitat von TAI, Aug 20, 2015
Are we about to see oil trading in the $30s? A number of analysts think so. WTI crude, America’s benchmark, is trading just above $40 per barrel today, and Brent is a scant $6 higher. With the global glut looking to persist into the fall when seasonal demand slackens, it’s not hard to imagine prices dropping further below their current six year lows. Bloomberg reports:

Oil could fall to lows last seen during the global financial crisis amid a persistent supply surplus, Citigroup Inc. said.

“Balances point to further oversupply throughout 2015 begging the question how low can oil go,” Citigroup analysts led by Seth Kleinman said in an e-mailed report Wednesday. The U.S. crude price of $32.40 a barrel reached in 2008 “is a conceivable reality.”



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Llarian Offline



Beiträge: 4.367

21.08.2015 20:09
#573 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von adder im Beitrag #565
Ich glaube ja, dass sich Stahl vom selben Hersteller nicht unterscheidet, egal ob er nun aus Deutschland, Belgien oder Frankreich kommt. Aber ich lasse mich da gerne etwas besseren belehren.
Als Beispiel: Thyssen-Krupp Electrical Steel produziert in Gelsenkirchen und in Isbergues in Frankreich. Kann mir nicht vorstellen, dass da unterschiedliches intellectual property zum Einsatz kommt.

Intellectual property ist ein problematischer Begriff (nach meinem Dafürhalten gibt es so etwas nicht, davon mal ab das schon der Begriff politisch und nicht technischer Natur ist). Etwas anderes dagegen ist Know-How. Und das unterscheidet sich ganz gewaltig von Werk zu Werk. Nehmen wir ihr Beispiel Thyssen. Thyssen betreibt in Duisburg ein sehr erfolgreiches und sehr altes Stahlwerk. Der Prozess wird ausgesprochen gut verstanden und die Leute da wissen sehr genau was sie tun. Sie kennen ihre Anlage und sie produzieren Qualität. Nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten (oder noch länger). Dagegen hat Thyssen vor einigen Jahren beschlossen ein Werk in Brasilien zu bauen. Billige Arbeitskräfte, Förderung, was man eben so erwartet. Die Investition hätte den Konzern fast ruiniert und am Ende wurde das Werk faktisch verschenkt (nachdem man jahrelang jemanden gesucht hat, der auch nur bereit war es zu nehmen). Weil man es bis zum Ende nicht geschafft hat, die Anlage in den Griff zu kriegen. Oder nehmen Sie den weltgrößten Betreiber Arcelor-Mittal. Mittal produziert ebenso in Indien wie beispielsweise auch in Belgien. Glauben Sie das ein Warmband aus Gent die selbe Qualität hat wie das aus Indien ? Nein, tut es nicht. Die Qualität einer guten Produktion hängt von den Anlagen ab, vor allem aber auch von den Mitarbeitern und ihrem Wissen über die konkrete Anlage. Das kann man nicht einfach transferieren. Und da wo es versucht wurde, ist es meistens schief gelaufen. Wissen ist nicht frei vom Träger, ganz und gar nicht.

Zitat
Ja. Natürlich. Aber das Wissen ist doch herstellerseitig limitiert, nicht standortseitig. Zumindest sollte jedes Unternehmen so arbeiten.


Ein Glück, dass es nicht so ist, sonst könnten wir Deutschland morgen zumachen. Wissen, gerade Erfahrung, hängt zunächst mal am Menschen. Es ist nicht einfach transferierbar. Und es geht nicht jeder Mitarbeiter gerne nach Usbekistan, um dort zu produzieren.

Zitat
Das stimmt alles, natürlich. Die Qualitätseinschätzung ("Ruf") zeigt aber doch eine deutliche Diskrepanz zu den relativen Rückrufraten (also Anzahl Rückrufe pro Neuzulassung) wie der Link, den ich gepostet hatte, schön demonstriert.


Eine Rückrufrate ist nur ein Indiktaor für Qualität. Und nicht einmal ein besonders guter, denn natürlich gibt es Hersteller, die sich einfach den Rückruf sparen, während andere sehr streng sind. Letzteres ist nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Qualität. Entscheidend ist was der Kunde denkt. Und der schätzt die Qualität von VW als sehr gut ein.

Zitat
Man müsste sich die Frage stellen, ob ein 5 Jahre alter Passat in weiteren 5 Jahren immer noch einen höheren Preis erzielen wird als ein Superb (oder eben Golf und Oktavia).


Mit dem Problem, dass man hier viel mehr raten muss. Ich habe trotzdem wenig Zweifel, dass der Wert des Passates höher sein wird. Zumindest war das bisher der Fall und solche Dinge ändern sich nicht so schnell.

Zitat
Verkaufszahlen sind kein Indikator für Qualität, sondern vor allem für "Beliebtheit".


Das finde ich schon ein bischen sehr spitzfindig. Natürlich sind Verkaufszahlen ein Indikator (!) für Qualität. Es ist mit Sicherheit nicht der einzige, genauso wie Qualität noch kein Garant für Verkaufszahlen ist, aber beide Größen sind doch in der Regel ganz gut korreliert. Andere Autos sind auch "gefällig". Und trotzdem wird der VW besser verkauft. Natürlich kann man VW nicht mit Porsche vergleichen, aber in dem Marksegment von VW befinden sich eine Menge Hersteller. Und VW ist derzeit der Primus.

PS. Sorry für die späte Antwort.

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

21.08.2015 20:31
#574 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #573
Das kann man nicht einfach transferieren. Und da wo es versucht wurde, ist es meistens schief gelaufen. Wissen ist nicht frei vom Träger, ganz und gar nicht.


Das tangiert eine Frage, die mir selbst seit Jahren unklar ist. (Doch, das gibt's.) Bei mir ist das seit rund 10 Jahren die chinesische Raumfahrt, die Taikonauten. Das ist ja, soweit man das erkennen kann, ziemlich dicht von der russischen abgegriffen, mit leicht veränderten Dimensionen, aber im Kern die gleiche Strickart; samt dem Tiangong-Himmelspalast, der an den alten Saljut-Stationen, ab 1971, ausgerichtet ist. Die Russen bauen das seit 40-45 Jahren unverändert, "im Grunde" ist das auch keine Hochtechnik, sondern eine Frage der Präzisionsfertigung von Einzelmodellen/modulen oder Kleinserien. So ein Programm setzt man doch nicht aufs Gleis, um es dann nach 2 Mal einzutüten. Dennoch kommen & kommen die Chinesen da nicht in die Hufe (5 Flüge in 12 Jahren; davon 2 zur Station ). Liegt das nur an der mangelnden Personal- & Mittelausstattung, daran, daß das alte "Wettlauf-zum-Mond"-Prestigeschaulaufen weggefallen ist - oder spielt da die fehlende Teamtradition über mehrere Generationen hinweg mit?



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.471

24.08.2015 13:16
#575 RE: Kaskadeneffekte der Energiewende antworten

Welcome to the club:

Zitat
Carbon-capture technologies were supposed to help the battered U.S. coal industry turn around. Instead, they're causing more problems than solutions.

Months after a landmark carbon capture project in Illinois was scrapped after losing government funding, the builder of America's first commercial-scale clean coal project in Kemper County, Mississippi is facing financial troubles due to soaring costs and long construction delays.

Last week, state regulators approved an emergency rate increase for Mississippi Power in order to keep the company afloat as it completes the increasingly-expensive Kemper plant. Mississippi Power customers will see a temporary rate increase of 18 percent -- a change that could become permanent, depending on the utility's financial health.

The 582-megawatt Kemper plant was hailed as an important step for the clean-coal industry in 2008, after receiving $270 million in government grants and eventual approval from the public service commission to build the facility. The integrated combined-cycle power plant is designed to create and burn synthesis gas made from lignite coal, while also pumping carbon-dioxide pollution into a nearby oil field.



http://www.theenergycollective.com/steph...%28all+posts%29



PS: And now for something completely different: "BBC pulls plug on Met Office"

Zitat von The Sunday Times
THE BBC has ended a partnership with the Met Office dating back more than 90 years by deciding not to renew its contract to provide weather forecasts.

The last bulletin presented by the Met Office will be broadcast in October 2016, 94 years after the first, in November 1922.



Das hat selbstverfreilich aberauchgarnichts mit Skepsis gegenüber einer Institution, die sich in Sachen Klimaalarmismus nicht einmal vom PIK die Butter vom Brot nehmen lässt:

Zitat von Independent
A controversial BBC radio programme that questioned the scientific credentials of the Met Office is unlikely to have influenced the broadcaster’s decision to end its nearly 100-year relationship with Britain’s official weather service, it has been claimed.

The announcement came three weeks after a contentious Radio 4 programme, What’s the Point of...?, focused on the Met Office. The programme, presented by a Daily Mail columnist, questioned the accuracy of the long-term forecasts made by the Met Office in its scientific assessments of the risk posed by global warming and climate change.

A BBC spokeswoman said: “There is absolutely no link between the programme and the situation we’re in now.”


http://www.independent.co.uk/news/uk/hom...p-10468462.html



Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande. - Voltaire

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