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ZETTELS KLEINES ZIMMER

Das Forum zu "Zettels Raum"



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 Kommentare/Diskussionen zu "Zettels Raum"
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Meister Petz Offline




Beiträge: 3.864

19.10.2018 15:47
#151 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat
Sie fordern nämlich nicht etwa Verbote (wie sie das intern selbstverständlich wollen), sondern wollen alles auf die Hersteller schieben (was natürlich faktisch abseits der Realität ist).


Mir fällt auf, dass sie es vor allem auf das Verkehrsministerium schieben (wahlweise geschlafen, autolobbyhörig oder beides). Und das besetzt für sie glücklicherweise seit 2009 die CSU

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.864

19.10.2018 16:01
#152 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat
Aber sie kann nicht einfach wg. Landtagswahlen-Frust die GroKo aufkündigen. Damit würde sie sich völlig zur Wurst machen.


Dochdochdoch, die SPD kann das:

Zitat von Münte, 2005
Mit dem bitteren Wahlergebnis für meine Partei in Nordrhein-Westfalen ist die politische Grundlage für die Fortsetzung unserer Arbeit in Frage gestellt.


Am Ende standen trotz deutlich katastrophaleren Umfragewerten 34% (-4), obwohl die SPD bei Umfragen bis auf 25% abgesackt war.

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

hubersn Online



Beiträge: 965

19.10.2018 16:10
#153 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #150
Und außerdem sollen natürlich andere Verkehrsträger mehr gefördert werden (was den Autofahrer erst einmal nicht stört, da wird ja mehr Platz auf der Straße).



Da unterschätzen Sie aber den Erfindungsreichtum des grünen Personals. In Stuttgart wurde gerade - unter dem Deckmantel "Luftreinhaltung" - eine Expressbuslinie eingeführt. Mit extra Busspur (zumindest partiell, d.h. immer noch vom täglichen Stau betroffen) auf der extrem verkehrsreichen B14 durch die Stadt. Damit die Luft so richtig rein wird, natürlich Diesel (mit Hybridunterstützung).

Diese Buslinie verkehrt alle 5 Minuten. Die Busse sind nahezu leer, denn sie fahren von Bad Cannstadt nach Stuttgart-Stadtmitte. Eine Strecke, die sowohl durch U-Bahn (aka Stadtbahn) als auch S-Bahn bedient wird. Mit ähnlichen Takten. Und garantiert staufrei. Mal preiswerter, mal teurer, je nachdem ob man bis Hauptbahnhof oder Stadtmitte will.

Daraus ergeben sich zwei Effekte, beide im Sinne der Grünen: Geld ausgegeben und dem Individualverkehr geschadet. Und der Umwelt nicht geholfen - vielleicht nicht direkt im Sinne der Grünen, aber gerne in Kauf genommen - siehe Holz-Heizungen, Biomasse, Wind- und Wasserkraftwerke...

Da mache ich den Danisch: wer wählt sowas?

Gruß
hubersn

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R.A. Offline



Beiträge: 8.065

19.10.2018 16:15
#154 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Meister Petz im Beitrag #152
Dochdochdoch, die SPD kann das

OK, Du hast natürlich recht. Die SPD schafft es problemlos, sich zur Wurst zu machen. Oder konzeptlos eine Koalition aufzukündigen, ohne dem Wähler eine vernünftige Erklärung präsentieren zu können.

Zitat
Am Ende standen trotz deutlich katastrophaleren Umfragewerten 34% (-4), obwohl die SPD bei Umfragen bis auf 25% abgesackt war.


Drei wesentliche Punkte:
- Sie hatten da schon immerhin drei Jahre regiert und die Wahl nur etwas vorgezogen - derzeit haben sie ja kaum angefangen.
- Das Hochwasser kam zum psychologisch günstigsten Moment und rettete einige Prozentpunkte.
- Die Union stellte einen denkbar ungeeigneten Gegenkandidaten auf.

Wenn die SPD es jetzt krachen läßt, kann sie maximal auf den dritten Punkt hoffen.

Und ansonsten: Auch wenn es noch schlimmere Umfragewerte gab - am Ende hat die SPD die Wahl eben verloren.

Dennis the Menace Offline




Beiträge: 459

19.10.2018 16:26
#155 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Florian im Beitrag #147


Man beachte:
Laut dieser Umfrage hat die amtierende Regierung (CDU+Grün) eher keine Mehrheit mehr.
Auf große Koalition hat keine Mehrheit.
Hingegen hätte Ampel oder Rot-Rot-Grün eine Mehrheit (jeweils unter einem grünen Ministerpräsidenten. Es ist nur noch zum gruseln...)
(Auch "Jamaica" hätte eine Mehrheit. Aber warum sollten die Grünen sowas machen, wenn sie in anderer Konstellation den Ministerpräsidenten stellen können?).

Der grüne Höhenflug ist mir ein absolutes Rätsel.


Nun ja, gruseln hin, gruseln her. Wenn die Volksparteien als Leitwölfe wech sind, sind se halt wech. In deren "alter Welt" war die eine oder andere (meist nur eine) bedeutend kleinere Partei bestenfalls ein gewisses "Korrektiv", war aber vom Bezugssystem "Volkspartei" abhängig. Der Partnerwechsel der FDP war weiland ein großes Gewese und 'ne riesige, Aufsehen erregende Staatsaktion.

In der "neuen Welt" ist alles anders. Es gibt dann fünf bis sechs größere Klientelparteien von denen eine, wenn es sehr gut läuft, über 30 % kommt. Das ist dann schon riesengroß. Ergebnisse, die früher mal ein Desaster waren, lassen dann bei Wahlparties die Sektkorken knallen.

Die Verteilung kann an sich etwa so (nur die Quoten, unerachtet der Namen) oder so ähnlich vorstellen. Alles schon mal da gewesen.

Offenbar ist "neues Denken" angesagt. Empörungsrituale nutzen da wenig. Die Zukunft gehört Kreuz- und Querkoalitionen nebst unzüchtigen Partnerwechseln. Schäuble hat ja unlängst in der WELT ganz innovativ und wenig konservativ das Modell Minderheitsregierung ins Spiel gebracht. Auch das muss man ggf. noch üben, wird man aber womöglich üben müssen.

Okay, vielleicht kommt ja auch alles ganz anders


lich
Dennis

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.864

19.10.2018 16:33
#156 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #154
- Das Hochwasser kam zum psychologisch günstigsten Moment und rettete einige Prozentpunkte.
- Die Union stellte einen denkbar ungeeigneten Gegenkandidaten auf.

Hochwasser und Edmund waren 2002.

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

hubersn Online



Beiträge: 965

19.10.2018 16:55
#157 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Meister Petz im Beitrag #156
Zitat von R.A. im Beitrag #154
- Das Hochwasser kam zum psychologisch günstigsten Moment und rettete einige Prozentpunkte.
- Die Union stellte einen denkbar ungeeigneten Gegenkandidaten auf.

Hochwasser und Edmund waren 2002.



Aber Merkel war 2005, also noch viel "denkbar ungeeigneter" selbst gegenüber "The Stoiber".

Die relative Beliebtheit von Merkel ist neben dem Höhenflug der Grünen eines der letzten Rätsel der Menschheit...

Gruß
hubersn

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hubersn Online



Beiträge: 965

19.10.2018 17:05
#158 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von hubersn im Beitrag #157

Aber Merkel war 2005, also noch viel "denkbar ungeeigneter" selbst gegenüber "The Stoiber".



Und zur Erinnerung: CDU-Wahlprogramm anno 2005 war (nach Wikipedia, aber durchaus auch von mir so in Erinnerung): Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke, Bürokratieabbau, Kopfpauschale für die Krankenversicherung, maßvolle Erhöhung indirekter Steuern zugunsten einer Senkung der Lohnnebenkosten, Kirchhof mit seinen Einfachsteuerideen als Finanzminister vorgesehen (zugegebenermaßen aber schon damals einziger schwacher Lichtblick beim Personal), Haushaltskonsolidierung bis spätestens 2013.

Those were the times.

Gruß
hubersn

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Noricus Offline



Beiträge: 2.302

19.10.2018 20:05
#159 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Meister Petz im Beitrag #148
Ich denke, dass die inhaltliche Erklärung für den momentanen Aufschwung von AfD und Grünen mit Klarheit der Position beim Asylthema (voll dagegen bzw voll dafür) nicht ausreicht. Allein schon ein wichtiger Grund dafür ist die Nichtbeteiligung an der Bundesregierung. Wäre Jamaika gekommen, hätten die Grünen schlechte Umfragewerte und die SPD hätte sich einigermaßen erholt.


Jein.

Grüne und AfD bieten jeweils ein fast schon manichäisch zu nennendes Weltbild und gewähren dem Wähler dadurch ein völlig klares Freund-Feind-Schema. Damit geht aber auch ein Gestaltbarkeitsoptimismus einher, der den anderen Parteien fehlt: Man evoziert Horrorszenarien (Grüne: Öko-Katastrophe, autoritäres Fascho-Regime der In-die-80er-oder-50er-Jahre-Zurückwollenden; AfD: Volksuntergang, linksextreme Gesinnungsdiktatur der gendersensiblen, mikroaggressionsbeleidigten Schneeflöckchen) und offeriert sich selbst als das Gegengift zu diesen Tendenzen. Welch ein Unterschied zu Merkels machtfixiertem Je-m'en-foutisme (der eben nicht vom Ende, sondern nur vom demoskopischen Erfolg her denkt) und dem quälenden Todeskampf der SPD, die wie ein Alkoholiker wirkt, der zwar wissen muss, dass er sich zu Tode säuft, vom Schnaps aber dennoch nicht lassen kann.

Jamaika hätte die strukturellen Probleme der SPD, auf die R.A. zutreffend hingewiesen hat, nicht beseitigt. Das zusätzliche Absturzmomentum durch die Beteiligung an einer von Grund auf sinnlosen GroKo wäre der SPD dann freilich erspart geblieben. Ich denke aber, dass Jamaika (die Koalition des Establishments) besonders für die AfD ein Konjunkturprogramm gewesen wäre, vielleicht auch, wenngleich in geringerem Maße, für die SED.

Florian Offline



Beiträge: 2.666

03.05.2019 19:02
#160 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #138
Zitat von Florian im Beitrag #136
Wahlergebnis im Wahlkreis Dingolfing (wo das BMW-Hauptwerk ist):
CSU 38%, FW 19%, AfD 14%, Grüne 10%, SPD 6,5%, FDP 4%, Linke 2%.
nochmal: 6,5% !!! In einem von Industrie geprägten Wahlkreis holt die Arbeiterpartei SPD noch 6,5%!!

Wobei die SPD dort vor der Dieselaffäre auch nicht besonders stark war (14,4%), das "von Industrie geprägt" war dort wohl schon lange kein Argument mehr für die Sozis.

Da können die Kühnerts auch schlußfolgern, daß es ohnehin keinen Zweck mehr hat diese aussterbenden Wählerreste zurückzugewinnen, sondern daß man lieber die städtischen Yuppies überzeugen sollte.


Es ist ja fast so, als ob Kühnert hier mitgelesen hätte und R.A.s Vorschlag aufgegriffen hätte.
Und die Quittung kommt auch prompt:

Zitat von BMW-Betriebsratsvorsitzenden Manfred Schoch: „Für Arbeiter deutscher Unternehmen ist diese SPD nicht mehr wählbar“,
https://www.welt.de/wirtschaft/article19...t-waehlbar.html

Jetzt hat die ehemalige Arbeiterpartei SPD es also tatsächlich geschafft:
sie ist für offiziell unwählbar für Arbeiter erklärt worden.
Und zwar ausgerechnet vom diensältesten Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Automobilindustrie. Einem lebenslangen IG-Metall-Mitglied. Also die absolute SPD-Kernklientel.

nachdenken_schmerzt_nicht Offline




Beiträge: 1.844

03.05.2019 20:52
#161 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Florian im Beitrag #160
Jetzt hat die ehemalige Arbeiterpartei SPD es also tatsächlich geschafft:
sie ist für offiziell unwählbar für Arbeiter erklärt worden.
Und zwar ausgerechnet vom diensältesten Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Automobilindustrie. Einem lebenslangen IG-Metall-Mitglied. Also die absolute SPD-Kernklientel.

Man kann allerdings gewiss sein, dass dies zu Wählerbeschimpfung seitens der SPD, nicht zu einer anderen Einsicht führen wird.

"Dort, wo es keine sichtbaren Konflikte gibt, gibt es auch keine Freiheit." - Montesquieu

DrNick Offline




Beiträge: 763

01.06.2019 14:40
#162 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Aktuelle Umfrage: Grüne liegen mit 27% momentan vor der Union.

https://www.n-tv.de/politik/SPD-historis...le21060917.html

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 7.716

01.06.2019 17:15
#163 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von nachdenken_schmerzt_nicht im Beitrag #161
Zitat von Florian im Beitrag #160
die absolute SPD-Kernklientel.

Wählerbeschimpfung seitens der SPD


Die Genossen sind auf der Zielgerade ihrer Selbstdemontage angelangt. Es lohnt nicht mehr, einen Gedanken an ihre nichtvorhandene Zukunft zu wenden. Falls das nach den klaren Anzeichen der infantilen Schulzzugkampa und der Vorsitzenden aus der Villa Kunterbunt noch nicht deutlich gewesen sein sollte. Es reicht, Popcorn einzulagern und das unwürdige, aber zweifelsohne unterhaltsame Schauspiel zu genießen.

https://www.focus.de/politik/deutschland...d_10780188.html

PS; Verfertigung des Gedankens beim Sprechen: Wobei der Kurs der SPD Richtung Wand ja nur ein Symptom der Zerlegung des traditionellen politischen Spektrums in Europa ist, allerdings in seinen Ausprägungen ein knalldeutsches. Wir sehen hier gerade querbeet die Zerlegung der alten politischen Konstellationen der Neuzeit, wobei die jeweiligen Parteien ja schon seit der 68er-Zäsur nur dem Namen nach für die Positionen galten, als deren politisch wirkmächtigen Kristallisationen sie mal für Generationen galten. In England sind die Tories, als älteste existierende politische Partei mit 320 Jahren auf dem Buckel, gerade entsorgt worden. F hat sich mit Macron vom alten politischen Spielfeld seit der Mitte des 19. Jhdt.s verabschiedet und kennt-keine-Parteien-mehr. Es geht ersichtlich nur noch um Statuserhalt bzw. Ausweitung des EU-Status (oder dagegen): also klassischen Machtimperialismus, nicht um die Austarierung widersprüchlicher Impulse innerhalb eines komplexen Gefüges, was der Sinn eines multipolaren Systems wie der Demokratie ist. Liberale Impulse werden in Zukunft allein noch von denen vertreten werden, die es unter dem Fittich des Nationalkonservativen im Werkzeugkasten haben. Dagegen steht der alte sozialistische Kollektivierungsanspruch, nur daß hier "die Menschheit", die mal in Gestalt des Dritten Stands zum utopischen Subjekt erhoben wurde, geschlossen auf die Strafbank verbannt worden ist. Vorerst nur in Gestalt Alter Weißer Männchen; aber da bei utopischen Projekten stets nur der Himmel die Grenze ist, folgt der Rest auch noch nach.



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

R.A. Offline



Beiträge: 8.065

04.06.2019 09:30
#164 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von DrNick im Beitrag #162
Aktuelle Umfrage: Grüne liegen mit 27% momentan vor der Union.

Das ist keine echte Umfrage, das ist nur Forsa.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Dennis the Menace Offline




Beiträge: 459

04.06.2019 12:25
#165 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von R.A. im Beitrag #164
Zitat von DrNick im Beitrag #162
Aktuelle Umfrage: Grüne liegen mit 27% momentan vor der Union.

Das ist keine echte Umfrage, das ist nur Forsa.





Okay, Forsa ist pöse, aber INSA ist doch so richtig lieb, oder? Mal bei denen gucken. Ein bis zwei Prozentpünktchen hin und her kann man vergessen.

Kallias Offline




Beiträge: 2.195

04.06.2019 12:51
#166 RE: Der letzte Blick in die Kristallkugel: Wie geht die Bundestagswahl aus? Antworten

Zitat von Dennis the Menace im Beitrag #165
Okay, Forsa ist pöse, aber INSA ist doch so richtig lieb, oder? Mal bei denen gucken. Ein bis zwei Prozentpünktchen hin und her kann man vergessen.
Vergleich der Veränderungen vor/nach der EP-Wahl bei Forsa/INSA:

Grüne: +9 / +6
Union: -2 / -1,5
SPD: -5 / -1,5
FDP: 0 / -1,5
SED: -1 / -1
AfD: -2 / -0,5


Starke Abweichung zwischen Forsa und INSA also bei SPD und Grünen. Forsa hat die Grünen schlagzeilenträchtig über die Union gehievt und bei der SPD einen Führungswechsel nahegelegt.

Am 8. April 2011 hieß es übrigens in "Zettels Raum":

Zitat
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat vorgestern 28% Zustimmung für die Grünen bundesweit ermittelt. Das sind sensationelle 7% mehr als eine Woche zuvor; "28" ist zudem eine Zahl, die sich im Unterschied etwa zur 27 auch schon als "fast 30" ausgeben läßt, wovon linke Blätter wie die Augsburger Allgemeine ("Grüne auf dem Weg zu 30 Prozent") und die Zeit ("Grüne nähern sich der 30-Prozent-Marke") sogleich Gebrauch machten.

Und schöner noch: die FDP liegt bei drei Prozent, den sprichwörtlichen "fast drei Prozent", mit denen sie seit mindestens drei Jahrzehnten bespöttelt wird.

Gestern hat Infratest dimap etwas Wasser in den Schaumwein gegossen: Grüne bei 23%, FDP bei 5%, das ergibt zwar ebenfalls noch gute Schlagzeilen ("Rot-Grün mit deutlicher Mehrheit" bei Focus, "Grüne klettern auf Rekordwert" bei RP Online), ist aber doch ein wenig glanzloser und noch dazu einen Tag später als Forsa.

Déja vu...

Zitat
Forsa, so will mir scheinen, gibt keine Antwort auf die Frage, wer gewinnen würde, wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären - eine Frage, die übrigens fern des Wahltermins nicht einmal besonders interessant ist. Sondern Forsa scheint es darum zu gehen, Trends in der Wählergunst möglichst frühzeitig zu erkennen.

Wohl nicht ohne Grund bezeichnet Forsa seine Zahlen als "Wahltrend" und nicht als "Projektion" oder dergleichen. Das ist meine Hypothese: die Zahlen werden korrigiert, indem irgendwelche Frühindikatoren für politische Stimmungswechsel einbezogen werden, und nicht wie bei anderen die langfristig stabilisierenden Faktoren.


https://zettelsraum.blogspot.com/2011/04/forsa-im-gluck.html

Ich fühle mich bestätigt.

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