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Dieses Thema hat 1.395 Antworten
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Krischan Offline




Beiträge: 625

28.05.2024 15:38
#1376 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Lieber Frank2000,

probieren Sie mal Ubuntu - das sollte alles abdecken, was Sie wünschen, inklusive Zugriff auf sehr gute Community-Software für Grafik, Video, Audio, Office-Pakete etc. Steam geht auch :-)

Und ganz ehrlich: Wenn Sie in einem Computerforum die Linux-Experten nach eine Einsteigerlinux fragen UND eine sachliche Antwort erwarten... Da können Sie gleich zu heise.de wechseln.

Krischan

Deutsche Wurst - alles andere ist Käse.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

28.05.2024 16:19
#1377 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Mit Ubuntu bin ich vor knapp 20 Jahren auch umgestiegen und bis heute bei Linux geblieben; hat also funktioniert.

Ubuntu, Mint oder ein sonstiger Ubuntu-Fork wäre auch meine Empfehlung für Einsteiger (dann allerdings grundsätzlich am besten das Original, damit man nicht in zusätzliche Probleme reinlatscht), vor allem aus zwei Gründen:
1. Es ist sehr viel automatisiert, was bei anderen Distributionen (wie bspw. Debian, auf dem es basiert) aus diversen Gründen nicht der Fall ist. Bspw. die Installation unfreier Software. Man kann auch so gut wie alles mit grafischen Benutzeroberflächen machen, was dem Windows-Umsteiger entgegenkommen dürfte.
2. Wiki und Community sind aufgrund der großen Nutzerzahl sehr gut und umfangreich, was einem den Einstieg sehr vereinfacht. Das war für mich persönlich enorm wichtig; 99% aller Probleme konnte ich auch als Neuling sofort mit Wiki oder Forum lösen.

Ihre Liste dürfte damit abgedeckt sein. Mit ebook-Readern kenn ich mich nicht aus, würde mich aber wundern, wenn es da nichts brauchbares gibt.

Über den Hinweis, Sie sollten auf Linux angepasste Hardware kaufen, musste ich etwas schmunzeln (fragen Sie mal zurück, was er ihnen konkret empfiehlt, die Antwort würde mich interessieren, hehe), weil das für den Durchschnittsuser egal ist. Wir sind nicht mehr im Jahr 2000, man muss schon extrem viel Pech haben (oder etwas völlig exotisches benötigen) um ein Stück Hardware zu erwischen, das man mit einem Linux-System nicht zum Laufen bekommt. Das ist i.d.R. allenfalls ein Optimierungsproblem* aber für einen Standard-Office-Rechner eigentlich nicht relevant.

* der Klassiker wäre die Frage, ob man sich AMD- oder Nvidia-Hardware zulegen sollte, in Abhängigkeit davon, welcher freie/unfreie Linux-Treiber besser funktioniert oder sich einfacher nutzen lässt; ich habe bspw. einen Laptop mit hybrider Intel/AMD-Grafikhardware, das erfordert dann etwas manuelles Gemurkse beim Start jedes Programms, das die dedizierte GPU nutzen soll. Kein großes Problem, aber etwas nervig.

EDIT: Kleiner Nachtrag noch zu Steam: Spiele sind so eine Sache auf Linux. Der Steam-Client läuft nativ auf Linux, aber das bedeutet natürlich nicht, dass es die Spiele auch tun. Falls Sie viel spielen, werden Sie um Windows vermutlich nicht herumkommen.

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.300

28.05.2024 19:24
#1378 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Hi Krischan und F.Alfonzo,

Wenn ich jetzt zugebe, dass ihr beiden voll in meine vorher beschriebene Kategorie passt... krieg ich dann Haue? ;-)

Das ist einfach sensationell... man schreibt ausdrücklich, dass es um eine ootb-Lösung geht und die Linux-Oldies schlagen "Ubuntu-Forks" vor oder Linux wikis, communities, hybrid-Lösungen mit "dezentem Gemurkse"...

Was mir vorschwebt ist was ganz anderes:

1. kaufe Notebook xy
2. Stecke deinen LAN-Stecker in das Notebook
3. Mach den Notebook an.
4. Installiere zusätzlich folgende 5 Programme:
... (Hier die Links zum Download)

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Verbote sind Freiheit. Meinungen sind Terror. Quoten sind Leistung. Linke Regierung ist Familie. (c) Rot-Grüne Allianz
Prophezeiung: 2022, das Jahr in dem in Deutschland der Schleier für alle eingeführt wird. Nennt sich dann "Maske".
"Warum halten sie Begriffe wie 'Zigeunersoße' für rassistisch, aber 'Schei** Juden' für harmlos?", Hamed Abdel-Samad

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

28.05.2024 19:32
#1379 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #1378
Wenn ich jetzt zugebe, dass ihr beiden voll in meine vorher beschriebene Kategorie passt... krieg ich dann Haue? ;-)


Ja.

Ernsthaft: Ubuntu ist eine out-of-the-box-Lösung, oder zumindest das, was einer am Nächsten kommt. Betriebssystem-Image runterladen auf einen Stick, Stick einstecken, installieren, update machen, fertig.

Nur: Was läuft schon problemlos "out of the box"? Nichts. Das tut auch Windows nicht. Probleme wird man immer haben, und da kommt dann der Vorteil des Wiki / Forums zum Tragen: Kein endloses googeln mehr nach der Lösung eines Problems, das man nicht mal vernünftig in Schlagworte umzuformulieren weiss (nach was wollen Sie als Linux-Neuling denn googlen, wenn Sie noch nicht wissen wie das Ding funktioniert?), sondern halt die Anleitung aus dem Wiki durchspielen, fertig.

Nebenbei:

Zitat von Frank2000 im Beitrag #1375
Egal, wie freundlich und zuckersüß ich es probierte:


Ich kann mir schon vorstellen, wie das gelaufen ist. "Freundlich und zuckersüß" ist nicht ihre Stärke...

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.300

28.05.2024 20:05
#1380 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #1379
Das tut auch Windows nicht.


Äh, doch. Das ist ja gerade der Punkt. Ich kenne endlos viele Leute, die haben sich einfach einen Notebook mit Windows bestellt und das wars. (PCs kommen bei jungen Menschen aber auch bei Senioren total aus der Mode. Eigentlich ist der PC-Verkauf im freien Fall und wird nur noch von Hardcore-Gamern und mittelständischen Unternehmen getragen).

Diesen oben zitierten Kunden ist vollkommen egal, ob sie ihre Daten preisgeben. Oder ein Abo für Windows. Diese Punkte werden nur noch von Splittergruppen in der jeweiligen Filterblase diskutiert (ich gehöre dazu). Aber junge Menschen oder Senioren, wenn die an den Punkt kommen "Jetzt Microsoft-Account anlegen", dann tun die das einfach. Die benutzen schlicht alles so, wie sie es vorgefunden haben, das schließt Browser, Outlook express usw mit ein.

Die Zeit der Individualität ist komplett vorbei. Man entscheidet sich für einen Hersteller und damit ist die Diskussion zu Ende. Und dann funktioniert das einfach.

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F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

28.05.2024 20:20
#1381 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #1380
Äh, doch. Das ist ja gerade der Punkt. Ich kenne endlos viele Leute, die haben sich einfach einen Notebook mit Windows bestellt und das wars.


Das ist aber erstens ein Äpfel-Birnen-Vergleich: Computer mit vorinstalliertem Linux gibt es nur selten (Dell hat das mal angeboten, als ich einen Laptop bei denen gekauft hab, damit waren dann die Windows-Lizenzgebühren eingespart). Installieren Sie mal Windows selbst, das wäre der passende Vergleich. Und da zieht Windows definitiv den Kürzeren, wenn ich den Erlebnisberichten einiger Freunde Glauben schenken will.

Und auch bei einem fertigen Windows-Rechner läuft man immer in Probleme. Die Internet-Foren des Planeten sind voll davon. Mein Eindruck ist da eher, dass man diese Probleme bei Windows als gegeben hinnimmt, Linux dagegen als Malus anrechnet, weil nicht immer alles wie aus Zauberhand von selbst funktioniert.

Es ist aber tatsächlich so, dass NIX wirklich funktioniert. Mein Lieblingsbeispiel ist mein Android-Telefon; völlig disfunktional und nervig, auf allen Ebenen. Ein Computer, der von Affen für Affen entwickelt wurde. Trotzdem nutzen es alle und meckern nicht groß darüber.

Das ist m.E. das Erste, was man sich klarmachen muss: Nix funktioniert perfekt. Und dann macht es eben Sinn, wenn es gute Anleitungen gibt. Und wenn man ein System nutzt, das man tatsächlich auch verändern kann, anstatt bei der Problemlösungssuche irgendwann in der "geht halt nicht"-Sackgasse zu landen.

Aber das werden Sie dann schon noch rausfinden, hehe...

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

28.05.2024 21:05
#1382 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Um das Thema nochmal kurz aus einer anderen Richtung anzuschneiden:

Zitat von Frank2000 im Beitrag #1375
Mein Windows hat sich genmeldet: Oktober 2025 sei das Supportende für Windows 10. Und mein PC wäre für ein Update auf Windows 11 nicht geeignet. (Der Rechner ist keine 3 Jahre alt).


Irre, wirklich. Ich hatte die Erfahrung vor einigen Monaten mit meinem Vater, der sich Windows 11 auf seinen 10 Jahre alten Laptop installieren wollte: Ging nicht. Windows braucht mindestens (!) 8GB Arbeitsspeicher.
Da weiss man dann alles, was man wissen muss. Mein Betriebssystem belegt nach dem Booten ca. 800MB Arbeitsspeicher.

Daraus folgt dann auch eine unfassbare Zerstörung volkswirtschaftlichen Kapitals: Über 90% der Computer, die das aufgeblähte Windows 11 nicht geschultert bekommen, könnten noch problemlos 5-10 Jahre ihren Dienst tun, wenn man sie vernünftig nutzen würde. Bspw. mit einem vorinstallierten "EduLix" an Schüler verschenken. Selbst wenn die die Computer als Hiebwaffen in der Pausenschlägerei einsetzen, ist zumindest nichts verloren.

Llarian Offline



Beiträge: 6.992

28.05.2024 22:24
#1383 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von F.Alfonzo im Beitrag #1382
Irre, wirklich. Ich hatte die Erfahrung vor einigen Monaten mit meinem Vater, der sich Windows 11 auf seinen 10 Jahre alten Laptop installieren wollte: Ging nicht. Windows braucht mindestens (!) 8GB Arbeitsspeicher.

Weil die Features, die Microschuft verkauft auf die 8 GB angewiesen sind. Gibts eine simple Lösung: Nicht installieren.

Zitat
Über 90% der Computer, die das aufgeblähte Windows 11 nicht geschultert bekommen, könnten noch problemlos 5-10 Jahre ihren Dienst tun, wenn man sie vernünftig nutzen würde.


Nicht könnten sondern können. Ich weiß nicht was diese Updateritis eigentlich soll. Es gibt genau einen Grund einen Windows-Update zu machen und das sind die eventuell neuen Features (neue Direct-X Version war früher der Klassiker). Wenn ich die nicht brauche, weil mein Rechner das sowieso nicht kann, warum dann das Betriebssystem updaten? Und jetzt komme mir keiner mit Updates von Sicherheitselementen. Ich kann problemlos(!) einen Windows 7 Rechner betreiben so lange der hinter einer Firewall sitzt und jede Fritz-Box kann das darstellen. Bei den Kunden meines alten Arbeitsgebers standen haufenweise XP Rechner rum. Die tun ja. Das ist rein das Sicherheitsthema. Geschlossenes System und fertig.
Ich habe schon Windows 10 nur unfreiwillig installiert und Windows 11 kann mich mal gern haben. Nicht weil mein Rechner das nicht kann (da sind 64GB drin und der nächste wird eher 128 oder mehr haben), sondern weil ich das nicht will. Ichn brauch kein Klicki-Bunt.

Und PS.: Ich habe schon genug Windelweich als auch Linux Systeme aufgesetzt und bin der Meinung: Windows ist einfacher. Das ist auf Dummuser zugeschnitten die nicht nur nicht wissen, was eine Partition ist sondern das auch nicht wissen wollen. Die wollen den Rechner vorinstalliert haben, ihr Kennwort festlegen, einen Browser starten, Texte schreiben und Spiele starten. Das sind allesamt die Stärken von Windows. Die wollen nicht darüber nachdenken, ob sie einen ssh-server starten wollen ("Wat isn das überhaupt? Kann man das essen?"), wie cron-jobs eingestellt werden oder wie man vim bedient. Die wollen maximal ein Ja drücken, wenn der neue Grafiktreiber verfügbar ist, die wollen keine Wikis lesen und wollen möglichst wenig von dem mitbekommen was unter der Anwendung alles läuft. Und das ist der Grund warum sich Windows verkauft. Bill Gates hat nicht nur dumme Dinge in seinem Leben von sich gegeben, eine der klügeren war: Computer sind Geräte von Ingenieuren für Ingenieure. Und das stimmt. Und Linux ist genau das: Ein Betriebssystem von Ingenieuren für Ingenieure. Aber die meisten User sind keine Ingenieure.

Krischan Offline




Beiträge: 625

29.05.2024 07:49
#1384 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #1378


Wenn ich jetzt zugebe, dass ihr beiden voll in meine vorher beschriebene Kategorie passt... krieg ich dann Haue? ;-)



Lieber Frank,
ich empfehle die gute alte Kulturtechnik des Zuhörens. Ich habe explizit versucht, KEINE technische Herleitung zu geben (das könnte ich auch gar nicht), sondern eine praxisnahe Empfehlung auszusprechen.
(Ich bin auch kein Linux User, habe mir nur mal Ubuntu selbst auf dem 13 Jahre Laptop meiner Frau installiert, und war sehr angenehm überrascht. Einige wenige grundlegende Linux-Kenntnisse hatte ich noch von "früher", aber das war sehr rudimentär).

Sie werden sehr, sehr wenig vorinstallierte Linux-Hardware finden - das ermöglicht schonmal kein einfaches "Anschalten und Loslegen". Aber: Mittlerweile sind Linux-Distributionen (bitte, nicht gleich wieder abschalten!) sehr nutzerfreundlich geworden, Gutes Beispiel ist Ubuntu.
1. Ubuntu runterladen
2. auf USB Stick
3. USB stick in neuen Rechner rein, von USB stick booten
4. Ubuntu installieren - das geht automatisch, man muss nur paar Sachen angeben wie Sprache, Region, Tastaturlayout, WLAN etc.....also wie bei Windows
5. Fertig!
6. Zusatzprogramme installieren Sie ganz einfach über die mitgelieferten App-Stores (wie auf dem Telefon), oder über runterladen. Das muss ich aber nicht erklären, oder?

Ist alles ganz einfach machbar. Und sieht fast genauso aus wie auf einem Windows System, und bedient sich auch fast so.

Da brauchen Sie keine bash und kein vim und keine cron jobs oder daemons oder andere feine Sachen, das ist alles unter der Haube (genau wie die Äquivalente bei Windows auch unter der Haube sind).

Krischan

Deutsche Wurst - alles andere ist Käse.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

29.05.2024 08:50
#1385 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Llarian im Beitrag #1383
Computer sind Geräte von Ingenieuren für Ingenieure. Und das stimmt. Und Linux ist genau das: Ein Betriebssystem von Ingenieuren für Ingenieure. Aber die meisten User sind keine Ingenieure.


Nun, ich bin auch kein Ingenieur. Und habe kein fundiertes Wissen darüber, was ein Betriebssystem genau macht, aber genug, um mich damit auseinandersetzen zu können und die meisten Probleme mit etwas Hilfe aus dem Web 2.0 gelöst zu bekommen. Es gibt einen m.E. durchaus großen Graubereich von Nutzern, die sich genau in diesem Spektrum bewegen; die dann bspw. nicht sofort das Handtuch werfen und fremde Hife anrufen wenn ein Spiel nicht starten will, sondern erst mal Prof. Google befragen und versuchen das Problem selbst gelöst zu bekommen. Die sich dann dabei möglicherweise das gesamte System zerschiessen und wieder was gelernt haben. Ich würde diese Gruppe mal als die "Heimwerker der Computerwelt" bezeichnen.

Genau diese Art von Nutzern hätte nach meiner Einschätzung überhaupt keine Schwierigkeiten mit einem Umstieg, sofern der Wille besteht sich in etwas Neues einzuarbeiten um in Zukunft das Linux-System zu zerstören anstatt dem Windows-System. Und sofern es keine sonstigen, unüberwindbaren Hürden gibt, wie bspw. Software, auf die man angewiesen ist, die aber auf Linux nicht läuft.

Zitat von Llarian im Beitrag #1383
Ich habe schon genug Windelweich als auch Linux Systeme aufgesetzt und bin der Meinung: Windows ist einfacher. Das ist auf Dummuser zugeschnitten die nicht nur nicht wissen, was eine Partition ist sondern das auch nicht wissen wollen. Die wollen den Rechner vorinstalliert haben, ihr Kennwort festlegen, einen Browser starten, Texte schreiben und Spiele starten.


Dass man bei der Installation einen Datenträger manuell partitionieren kann bedeutet aber nicht, dass man es muss. Diese ganzen zusätzlichen Optionen sind ein Bonus für Profis, aber kein notwendiges Wissen für den Rest. Wie gesagt, wir sind nicht mehr im Jahr 2000; wie Krischan oben schon angeschnitten hat: die meisten Distros kommen mit Installern, die wirklich JEDER bedienen kann der dazu in der Lage ist einen Benutzernamen, ein Passwort, die Tastaturbelegung und die Zeitzone auszuwählen. Und selbst diese Auswahlmöglichkeiten sind derart stark "geführt", dass es eigentlich tatsächlich reicht, lediglich ein Passwort einzutippen und ansonsten immer auf "weiter" zu klicken. Einfacher geht es wirklich nicht mehr, das schafft auch Microsoft nicht.

Klar, wer das nicht kann oder mag braucht eben einen Computer, auf dem alles vorinstalliert ist. Wer aber den Willen hat es selbst zu machen, wird nicht feststellen dass Linux komplexer ist; möglicherweise aber die Vorteile zu schätzen wissen, sobald er sich ein bisschen damit auskennt.

F.Alfonzo Offline



Beiträge: 2.049

29.05.2024 09:26
#1386 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Zitat von Krischan im Beitrag #1384
2. auf USB Stick
3. USB stick in neuen Rechner rein, von USB stick booten


Das sind nach meiner Erfahrung noch die größten Stolpersteine in dem gesamten Prozess. Man muss wissen, wie man ein Image auf einen USB-Stick kopiert und sicherstellt dass es läuft (es ist geradezu faszinierend, wie oft das bei mir schon schiefgegangen ist), und wie man den Computer dazu bringt vom Stick zu booten anstatt von der Festplatte. Wer diese Hürden gemeistert hat, wird am Installationsprogramm mit Sicherheit nicht mehr scheitern.

Frank2000 Offline




Beiträge: 3.300

03.06.2024 16:02
#1387 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

"Pauschalisierung"

Eben zum ersten Mal gesehen: ein Kommentar von mir wurde bei Welt online abgelehnt mit der Begründung "Pauschalisierung".

Selten eine derart offen und ehrliche Stellungnahme gesehen, dass man Meinungsfreiheit abschaffen will. Denn "Pauschalisierung" ist quasi der konstituierende Kern der Meinungsfreiheit - sonst wäre man nicht im Grundrecht "Meinungsfreiheit", sondern im Grundrecht "Wissenschaftsfreiheit".

Mal ganz abgesehen davon, dass der Entzug der Meinungsfreiheit nur selektiv durchgesetzt wird, denn beim Hetzen gegen die AfD oder Orban oder Trump oder die Juden darf die Linke so viel pauschalisieren wie sie will.

Wir leben in einer linken Gesinnungsdiktatur.

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Johanes Offline




Beiträge: 2.488

06.06.2024 12:39
#1388 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

"Auch wenn es so manche Richter:innen am Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gerne hätten, darf sich das Gericht seine Fälle nicht aussuchen, sondern ist an gesetzliche Vorgaben zur Zulässigkeit gebunden. So heißt es in § 90 Abs. 2 S. 1 Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG), dass die Verfassungsbeschwerde erst nach Erschöpfung des Rechtsweges erhoben werden kann.[...]
Aus diesem Grunde war im Äußerungs- und Presserecht bislang bei einer Niederlage im Eilverfahren regelmäßig nicht sofort die Verfassungsbeschwerde zulässig.[...]
Die Richter der 1. Kammer des Ersten Senats (Harbarth, Härtel, Eifert) hielten es für 'unzumutbar' (i.S.v. § 90 Abs. 2 S. 2 BVerfGG), Reichelt auf das Hauptsacheverfahren zu verweisen. Denn im Hauptsacheverfahren würde schließlich wieder das Kammergericht (KG) entscheiden."

Quelle: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt macht sich zur dritten Instanz, ein Kommentar von Dr. Felix W. Zimmermann (16.04.24)
Kommentar:
Ich empfehle die Lektüre des gesamen Artikels.

Vielleicht kurz angemerkt. Im Unterschied zum SCOTUS ist das BVerfG keine Superrevisionsinstanz. Vielmehr ist es "nur" ein Fachgericht unter vielen, auch wenn sein Fach, das Verfassungsrecht, einen gewissen Vorrang besitzt.

Interessant ist der letzte Satz.
Anscheinend erkennt es das Gericht als Problem, wenn die selbe Kammer über den selben Vorgang zweimal entscheidet.
Ich empfehle dies als Anlass, weiterzudenken.

Wie lange wird uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?

Morn Offline




Beiträge: 139

08.06.2024 13:52
#1389 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

IDF hat vier Geiseln befreit.
Die Nachrichtensprecher weinen (nicht die unsrigen).
Benny Gantz hat seinen angedrohten Rücktritt verschoben.
Meine Frau ist fix und fertig.
Halleluja.

Gruß
Morn <><
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Es käme wohl einem biblischen Wunder gleich, brächte diese Regierung, angesichts ihrer Charaktere und deren Bildungsniveaus, etwas Funktionales oder auch nur annähernd Sinnvolles zu Stande.

HR2 Offline



Beiträge: 997

09.06.2024 00:53
#1390 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Zitat von Morn im Beitrag #1389
IDF hat vier Geiseln befreit.
Die Nachrichtensprecher weinen (nicht die unsrigen).
Benny Gantz hat seinen angedrohten Rücktritt verschoben.
Meine Frau ist fix und fertig.
Halleluja.


Ich verstehe Ihren Ihren Beitrag nicht.
Sind Sie Pro-Nenatjahu oder Pro-Gantz? Gerne mal erläutern...

Jedenfalls ist die Befreiung von vier LEBENDEN Geiseln ein grandioser Erfolg,
der mich ungemein freut, auch wenn der Preis hoch war:
Eine israelische Einsatzkraft und arabische Zivilisten sind dabei wohl umgekommen.

Ich hoffe, dieser Erfolg führt nicht zu Racheakten an den verbliebenen Geiseln.

Morn Offline




Beiträge: 139

09.06.2024 01:22
#1391 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Ich bin vor allem pro Geiseln.
Benny Gantz hatte für heute (8. Juni) seinen Rücktritt angekündigt, was für den Fortbestand von Netanjahus Notstandsregierung problematisch geworden wäre.
So wie sich das zeigt, sind die Geiseln, zumindest in diesem Fall wie auch bei der allerersten befreiten Geisel, von 'unschuldigen Zivilisten' gefangen gehalten und an die Hamas sozusagen 'verpachtet' worden.
Der Preis war in der Tat sehr hoch.

Gruß
Morn <><
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HR2 Offline



Beiträge: 997

09.06.2024 02:05
#1392 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Zitat von Morn im Beitrag #1391

Benny Gantz hatte für heute (8. Juni) seinen Rücktritt angekündigt, was für den Fortbestand von Netanjahus Notstandsregierung problematisch geworden wäre.



Ich meine Sie zu verstehen: Gantz hätte durch seine politische und persönliche Eitelkeit (Rücktritt) die Handlungsfähigkeit der Notstandsregierung gefährdet,
die in Ihren Augen gut und pragmatisch regiert und agiert.
Ich verstehe nur den Dissenz dieser beiden nicht. Gibt in deutschen Medien auch kaum Informationen dazu.
Es gibt auch keine Informationen in Deutschland über die Zivilisten in Gaza, nur, es sind Opfer.

Morn Offline




Beiträge: 139

09.06.2024 09:01
#1393 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Benny Gantz, ein eher liberaler Minister im Kriegskabinett, hat mit seinem Austritt aus der Regierung zum 8. Juni gedroht, wenn nicht seine Forderungen erfüllt würden (er hatte einen Sechs-Punkte-Katalog vorgelegt).
Eine der Forderungen war, die Freilassung der verbliebenen Geiseln zu forcieren.

Gleichzeitig drohte auch Netanjahus rechter Sicherheitsminister Ben-Gvir mit Austritt. Dieser will vor allem die Hamas eliminiert sehen.

Beides käme einer Auflösung der Regierung Netanjahus gleich und wird gemeinhin als Zwickmühle bezeichnet.

Gruß
Morn <><
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Johanes Offline




Beiträge: 2.488

09.06.2024 18:15
#1394 RE: Gesammelte Beobachtungen zum Leben an und für sich Antworten

Die Bad Guys als Ortskräfte

"Wie Recherchen der 'Bild am Sonntag' belegen, hat der Militärische Abschirmdienst (MAD) im Jahr 2010 verdächtige Ortskräfte aus Afghanistan auf eine sogenannte 'Bad-Guys-Liste' ('Liste der bösen Kerle') gesetzt. Demnach sind in den Dokumenten die Namen, Personalnummern und Lichtbilder von 97 früheren Ortskräften enthalten.[...]Ein Sprecher des MAD äußerte sich wie folgt zu: 'Aus Gründen des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte dürfen wir keine Auskünfte zu den Personen sowie deren Hintergründe erteilen.' Dennoch gab er an, die 'Bad-Guys-Liste' habe 'nicht dem Zweck einer Bewertung nach dem Aufenthaltsgesetz' gedient."
Quelle: FOCUS, Regierung holte Ortshelfer aus Afghanistan, die auf „Bad Guy’s“-Liste standen von "lsc" (08.06.24)
Kommentar:
Wegen genau sowas brauchen wir die Bildzeitung.

Das bürokratische Argument, dass die Bad-Guy-Liste nicht zur Vergabe von Aufenthaltstitel gedacht war, hätte man im anderen Zusammenhang nicht mal ansatzweise erlaubt.
Wären die medialen Kräfte etwas gleicher verteilt, dann würde man hier den Fisch niemals von der Angel lassen.

Abgesehen davon: Leute mit guten Beziehungen zu den Taliban haben wahrscheinlich keinen ernsthaften Grund, warum sie wegen Zusammenarbeit mit der Bundeswehr nach Deutschland fliehen müssen.

HR2 Offline



Beiträge: 997

10.06.2024 23:02
#1395 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Zitat von Morn im Beitrag #1393
Benny Gantz...
Eine der Forderungen war, die Freilassung der verbliebenen Geiseln zu forcieren.

Gleichzeitig drohte auch Netanjahus rechter Sicherheitsminister Ben-Gvir mit Austritt. Dieser will vor allem die Hamas eliminiert sehen.




Von außen und unbedarft betrachtet stellt sich mir das so dar:
Wenn die Hamas alle Geiseln freigibt, ist sie erledigt.
Diesen Selbstmord wird sie nicht begehen.
Der einzige Weg ist also die gewaltsame Befreiung der Geiseln.

Es gibt für die Hamas keine Garantie ihres Überlebens ohne die Geiseln,
selbst wenn ihr das in Aussicht gestellt werden würde.
Das sind schlechte Aussichten für die Geiseln und die Hamas.

Sehe ich das falsch, oder übersehe ich etwas?

Morn Offline




Beiträge: 139

11.06.2024 19:19
#1396 RE: Papier zum Rechtsmissbrauch Antworten

Zitat von HR2 im Beitrag #1395
Zitat von Morn im Beitrag #1393

...

Sehe ich das falsch, oder übersehe ich etwas?

Wenn ich auf diese Frage eine einfache Antwort hätte, würde ich mein Geld wohl anderweitig verdienen .

Aber gerade habe ich folgendes bei Israel Heute gelesen:
Zitat
„New York Times“ zitiert israelische Quellen, demnach haben Hamasführer den Terroristen, die israelische Geiseln festhalten neue Anweisungen mitgeteilt,
die Geiseln sofort zu erschießen wenn sie glauben, dass israelische Streitkräfte kommen.
Demselben Bericht zufolge wird eine Gruppe von Entführten als menschliche Schutzschilder um Yahya Sinwar verwendet. Das erschwert Israel, Sinwar zu eliminieren.
Zudem ist Sinwar wieder nach Khan Yunis zurückgekehrt, nachdem er wegen Israels Bodenoperation in Rafah, dorthin geflohen ist.

Mit der Nachrichtenlage aus Israel ist das so eine Sache. Wem kann man glauben?
Im Grunde gibt es nur zwei offizielle Quellen: Die IDF und die Hamas. Meldungen vom pal. Gesundheitsministerium, der UNRWA etc. kommen alle von der Hamas.
Daneben gibt es private Quellen wie unsere Bekannten. Die haben erstmal auch nur die beiden Quellen und dazu das, was sie in ihrem Umfeld selbst erleben bzw. aus dritter Hand erfahren.
Man erfährt dann, dass z.B. der Norden zum Teil komplett evakuiert wurde. Ganze Ortschaften und Städte sind dort leer. Es gibt einen anschaulichen Kurzfilm von Tom David Frey darüber: Im Norden nichts Neues.

Mein Sohn und seine Freundin waren eben für ein paar Tage in Israel und haben am Wochenende erzählt.
Seine Freundin kennt sich gut aus, hat im Sommer in Tel Aviv ihr Masterstudium abgeschlossen und wollte nach den Sommerferien in Deutschland, zurück um zu promovieren.
Daraus wird nun erstmal nix. Nun haben sie aber ihre Kommilitonen und Freunde besucht. Was ich so für mich heraushörte, gab es ein Erstaunen der Israelis darüber, dass es tatsächlich in der Welt auch Verständnis und Unterstützung für Israel gibt.

Gruß
Morn <><
______________________________________
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