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ZETTELS KLEINES ZIMMER

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Frank2000 Offline




Beiträge: 1.585

03.02.2017 15:28
#201 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Bevor jetzt jemand überreagiert: Emulgators Beitrag ist zwar emotional geschrieben, aber im Kontext der hitzigen Diskussion völlig gerechtfertigt. Vielleicht alle mal Dampf ablassen. :-)

___________________
Kommunismus mordet.
Ich bin bereit, über die Existenz von Einhörnern zu diskutieren. Aber dann verlange ich außergewöhnlich stichhaltige Beweise.

Frankenstein Offline




Beiträge: 454

05.02.2017 19:29
#202 "Mord im Weißen Haus" antworten

Wurde eigentlich schon thematisiert, dass ZEIT-Herausgeber Josef Joffe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über Mord im Weißen Haus als Möglichkeit zur Amtsenthebung Trumps konfabuliert?

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

05.02.2017 19:45
#203 RE: "Mord im Weißen Haus" antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #202
Wurde eigentlich schon thematisiert, dass ZEIT-Herausgeber Josef Joffe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über Mord im Weißen Haus als Möglichkeit zur Amtsenthebung Trumps konfabuliert?


Presseklub, 22.01. https://www.youtube.com/watch?v=luxumXFzGkQ

Ich nehme aber mal an, daß es sich bei Joffes Satz um eine Reminiszenz hieran handelt:

Zitat
Mord im Weißen Haus (Originaltitel: Murder at 1600) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1997. Die Regie führte Dwight H. Little, das Drehbuch schrieben Wayne Beach und David Hodgin. Die Hauptrolle spielte Wesley Snipes.

Im Weißen Haus wird eine junge Sekretärin ermordet aufgefunden. Der Polizist Harlan Regis wird mit den Ermittlungen beauftragt. Zuerst wird eine männliche Reinigungskraft verdächtigt, später werden Indizien gefunden, die auf Kyle Neil, den Sohn des Präsidenten, als Täter hindeuten.
Der niedergeschlagene Präsident Jack Neil will zurücktreten. Regis kommt einer Verschwörung auf die Spur, hinter der der Nationale Sicherheitsberater Alvin Jordan steht, der einen Rücktritt von Neil erzwingen will. Regis dringt in das Weiße Haus ein und warnt rechtzeitig den Präsidenten.



https://de.wikipedia.org/wiki/Mord_im_Wei%C3%9Fen_Haus



"Les hommes seront toujours fous; et ceux qui croient les guérir sont les plus fous de la bande." - Voltaire

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

06.02.2017 00:53
#204 RE: "Mord im Weißen Haus" antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #202
Wurde eigentlich schon thematisiert, dass ZEIT-Herausgeber Josef Joffe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über Mord im Weißen Haus als Möglichkeit zur Amtsenthebung Trumps konfabuliert?


Joffe wohl nicht (hoffe ich zumindest); aber das Village Magazine, linke Ikone, in seiner neuesten Ausgabe (& die berufen sich ausdrücklich aus Stauffenberg & lehnen das nicht aus moralischen Gründen ab, aus demokratietheoretischen, sondern nur wg. mangelnder Erfolgsaussicht).

https://villagemagazine.ie/index.php/2017/02/why-not/

Und wer die letzten Abschnitte weglässt, könnte auf die Idee kommen, daß die das mit Nachdruck empfehlen.



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

06.02.2017 23:39
#205 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #56
OT. (Nur: wenn das nicht manipuliert ist & auch nur viertelwegs "die Realität" spiegelt, ist's "der volle Wahnsinn"). Repräsentativ geht anders, aber ein hübsches Stimmungsbild.
Merkur.de spielt "Sonntagsumfrage":

Zitat
München - Die Wahlen zum 19. Bundestag finden zwar erst im Herbst 2017 statt, doch hier können Sie jetzt schon Ihre Stimme abgeben. Welche Partei wählen Sie? Es gilt die klassische Frage: Welcher Partei würden Sie ihre Zweitstimme geben, wenn am kommenden Sonntag die nächste Bundestagswahl wäre.

CDU 3%
SPD 3%
Bündnis 90 / Die Grünen 2%
Die Linke 5%
CSU 4%
FDP 3%
Alternative für Deutschland 80%
70.416 Stimmen

http://www.merkur.de/politik/sonntagsfra...zr-6095011.html



War im Juni. Heute das gleiche Spiel: https://www.merkur.de/politik/sonntagsfr...zr-6095011.html

Wenn das tatsächlich das Wahlergebnis spiegeln tun täte , käme die Linke als einzige Konkurrenz vllt. evt. auf die 5%. Bei 80% fd AfD. Bei 90.936 abgegebenen Stimmen.



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Werwohlf Offline




Beiträge: 759

06.02.2017 23:42
#206 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #205
Wenn das tatsächlich das Wahlergebnis spiegeln tun täte clown]
Tätet es nicht, nicht mal näherungsweise. So what?

--
Bevor ich mit den Wölfen heule, werd‘ ich lieber harzig, warzig grau,
verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

Frank2000 Offline




Beiträge: 1.585

07.02.2017 06:53
#207 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Alles über 20% AfD-Stimmen wäre eine Sendation - und selbst dann hätten 80% nicht die AfD gewählt. Trump hat mit Mühe und Not knapp 50% geholt und das in einem Land mit ausgeprägt differenzierter Medienlandschaft und demokratisch-individualistischer Kultur. Ein solches Ergebnis ist in Deutschland nicht mal im Traum für einen Außenseiter machbar.

Die kollektivistische und sozialistische Natur des Deutschen sowie das Kartell aus Medien und Künstlern wird auf jeden Fall verhindern, dass die AfD jemals Regierungsverantwortung bekommt. Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben, egal welche Erweckungsphantasie der rechte AfD-Flügel hat. Zumal ich überzeugt davon bin, dass das gut ausgebaute linker Terrornetz mit Zustimmung der Medien in Deutschland nötigenfalls AfD-Politiker ins Krankenhaus oder Grab befördert, wenn da tatsächlich mal einer in Regierungsnähe käme. Linke Gewalt ist doch schon jetzt ein fester Bestandteil unseres Politikbetriebs.

Worüber reden wir hier eigentlich? Es gibt allein schon so um die 25% Senioren-Wähler. Es ist doch absurd, geradezu grotesk zu glauben, diese Tagesschau-Konsumenten würden AfD wählen.

Dann gibt es auch jetzt schon eine Menge Wähler mit muslimischem Hintergrund -die Kolonisierung ist ja schon länger im Gange.

Dann gibt es die ausgeprägte linke Szene - Stammwähler der Linke, Piraten und Grünen. Die Anarchos, Gutmenschen, Feminazis und weitere 100.000ende, die auf Kosten der Gesellschaft leben, aber genau die Strukturen hassen und bekämpfen, die deren Leben finanzieren. Garantiert keine AfD-Wähler.

Und schließlich die Stammwähler von SPD und CDU.

20% würde bedeuten, dass die AfD das gesamte bürgerliche Wechselwähler-Potential abgeholt hätte. Das wäre schon sehr viel. Vor allem, da die AfD Höcke und Co anscheinend nicht den Mund stopfen können.

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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

07.02.2017 09:31
#208 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Werwohlf im Beitrag #206
So what?



Schlicht. Um grinsend nicken zu können, wenn am 24.IX. die Demoskopen aus allen Wolken fallen.



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Frankenstein Offline




Beiträge: 454

07.02.2017 12:37
#209 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Frank2000 im Beitrag #207
Alles über 20% AfD-Stimmen wäre eine Sensation [...] 20% würde bedeuten, dass die AfD das gesamte bürgerliche Wechselwähler-Potential abgeholt hätte. Das wäre schon sehr viel. Vor allem, da die AfD Höcke und Co anscheinend nicht den Mund stopfen können.

Ich stimme Ihnen soweit zu und erwarte auch eher ein bundesweites Ergebnis um die 10%, gebe jedoch zu Bedenken, dass Schill einst in Hamburg aus dem Stand bzw. aus dem Nichts 20% geholt hat.

Was ich damit sagen will: Das Wählerpotenzial liegt m. E. deutlich über 20% (und das sogar im Westen). Wäre natürlich nur mit charismatischem Führungspersonal und ohne die Höcke- und Gedeon-Typen mobilisierbar.

Zitat von Frank2000 im Beitrag #207
Trump hat mit Mühe und Not knapp 50% geholt und das in einem Land mit ausgeprägt differenzierter Medienlandschaft und demokratisch-individualistischer Kultur. Ein solches Ergebnis ist in Deutschland nicht mal im Traum für einen Außenseiter machbar.

Die kollektivistische und sozialistische Natur des Deutschen sowie das Kartell aus Medien und Künstlern wird auf jeden Fall verhindern, dass die AfD jemals Regierungsverantwortung bekommt.

Ich denke, dass unser Parteienstaat/Wahlsystem das eigentliche Problem ist. Ein Mehrheitswahlrecht mit plebiszitären Elementen würde die deutsche Demokratie wieder vom Kopf auf die Füße stellen (das würde dann übrigens als Mitnahmeeffekt die Höcke-Typen ganz automatisch aussortieren).

Meister Petz Offline




Beiträge: 3.301

08.02.2017 08:08
#210 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Frankenstein im Beitrag #209
Ein Mehrheitswahlrecht mit plebiszitären Elementen würde die deutsche Demokratie wieder vom Kopf auf die Füße stellen (das würde dann übrigens als Mitnahmeeffekt die Höcke-Typen ganz automatisch aussortieren).

Nicht zwingend - Kay Nerstheimer hat in Berlin auch ein Direktmandat gewonnen...

Gruß Petz

Free speech is so last century. (Brendan O'Neill)

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

08.02.2017 20:47
#211 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Werwohlf im Beitrag #206
Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #205
Wenn das tatsächlich das Wahlergebnis spiegeln tun täte clown]
Tätet es nicht, nicht mal näherungsweise.


Ganz im Gegenteil: höchst wahrscheinlich. (Falls dieses Wort noch zulässig sein sollte. Siehe unten.) Wir haben es hier vielleicht mit etwas Gravierenderem zu tun als nur ein paar dusslig angekreuzten Wahlzetteln - nämlich einem Riß im Raum-Zeit-Kontinuum, einem Webfehler im Universum, dessen Auswirkung das Außerkraftsetzen, gar Invertierung des Gesetzes der Wahrscheinlichkeit ist. Sagt sich so leicht & flapsig dahin, aber bitte bedenken:

Bei der Wahl vor 3 Monaten waren sich alle (alle!) Experten einig, daß die Wahlchancen Trumps zwischen 4 & 6 Prozent zu taxieren seien gegenüber Hillarys 94. 5 Tage vorher haben die Chicago Cubs nach 108 Jahren die Baseballmeisterschaft gewonnen, mit einer noch darunter anzusiedelnden Probabilität. Am Montag haben die New England Patriots den Super Bowl gegen die Atlanta Falcons geholt; eine oft zitierte (wenn auch zweifelhafte) Zahl hat die Siegeschancen der letzteren bei 99,9% gesehen. Wenn man um die fanatische Statistikbesessenheit der amerikanischen Sportfans in Bezug auf die beiden Nationalsportarten Beisbol & Futbol weiß, ist klar, welche Rolle solchen Einschätzungen zukommt.

Nun finden sich in der Forschungsliteratur ein paar Beispiele für solche Vorkommnisse. Beckmessern, die einwenden, es handele sich um Erzählungen, sei ins Stammbuch geschrieben, daß Erzählungen DAS Paradebeispiel für Narrative (wie der Name schon sagt) & Soziale Konstrukte (konstruiert & zwischen Menschen ausgetauscht) sind. Ihnen kommt mithin ein größerer ontologischer Wert zu. Jeder Postfaktiker kann einem bestätigen, daß "Narrativ + soziales Konstrukt" jede schnöde Empirie automatisch außer Kraft setzt.

Item 1: Russell Maloney, "Inflexible Logic", zuerst erscheinen im New Yorker, 2 März 1940. Ein Experimentator überprüft empirisch die alte Hypothese, daß 6 Affen, wild nach Zufallsprinzip auf Schreibmaschinen tippend, irgendwann die Werke Shakespeares produzieren. Die Schimpansen schaffen das im 1. Anlauf, ohne jeden Tippfehler (ob in new spelling oder olde spellynge, verschweigt der Autor leider); während des kurzen Rests ihrer Lebenszeit produzieren sie ein Werk der Weltliteratur nach dem anderen; der entsetzte Forscher erschlägt sie, um das Anfressen der Restrealität zu unterbinden. Der letzte Affe stirbt, als er gerade den ersten Satz von "Onkel Toms Hütte" in die Tasten hackt. Zu finden in Clifton Fadimans Anthologie "Fantasia Mathematica" von 1958 oder hier.

Exhibit 2: Robert M. Coates, "The Law", The New Yorker, 29. Dezember 1947. In ganz New York fallen die Gesetze der Wahrscheinlichkeit aus (alle Autofahrer fahren auf einmal schusselig links; alles staut sich der Mautstation der Triborough Bridge); der Erzähler malt sich mit Schrecken die unausweichlichen Konsequenzen aus. Gesammelt in Fadimans zweiter Anthologie, "The Mathematical Magpie", 1962, oder hier nachzulesen.

Einmal ist keinmal, zwei Mal sind Zufall. Drei Mal sind eisernes Naturgesetz.

In der Fachliteratur findet sich solch ein 3. Fall. Gemeldet aus dem Jahr 2370 von der Raumstation Deep Space 9 (nachgestellt in Folge 31, "Rivals", dt. "Rivalen", amerikanische Erstausstrahlung 9.1.1994), in dem ein Falschspieler im dortigen Spielkasino die Gesetze der Wahrscheinlichkeit zu seinen Gunsten aushebelte. Nachgewiesen durch die einheitliche Drehrichtung sämtlicher auf der Station auftretender Neutrinoemissionen. Das wäre eine Nebenwirkung. ABER: im subatomaren Quantenbereich sind Ursache & Wirkung kommutativ. also ununterscheidbar: Mit gleichem Recht kann die Wirkung auch durch die Beeinflussung des Spins erfolgen. Und:

Zitat von Memory Alpha, "Rivalen"
Zwar weiß Dax noch nicht, was es bedeutet, aber sie hat Ungereimtheiten bei den Neutrinos entdeckt. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit müsste die eine Hälfte im Uhrzeigersinn und die andere gegen den Uhrzeigersinn rotieren. Doch auf Deep Space 9 bewegen sich über 80% im Uhrzeigersinn. Daraufhin will Kira wissen, ob die Unfälle passierten, weil die Neutrinos falschherum rotierten und Dax entgegnet, dass sie das nicht glaubt, allerdings sieht sie darin ein Symptom für dasselbe Problem. Neutrinos außerhalb von Deep Space 9 verhalten sich normal, doch auf der Station scheint etwas nicht zu stimmen.
...
Sofort macht sich Dax mit Sisko auf die Quelle des unnormalen Verhaltens der Neutrinos. Als man schließlich in den Club von Mazur kommt, drehen sich dort 98% der Neutrinos rechts herum. Unterdessen versucht Martus sein Glück wieder an einem der Glücksspielgeräte und verliert erneut. Als er die beiden sieht, erklärt er, dass das Spiel beginnen kann. Doch Sisko gibt an, dass sie nicht spielen wollen. Inzwischen scannt Dax die Geräte. In ihrer Umgebung drehen die Neutrinos zu 100% rechts herum. Sie ist sich sicher, dass die Maschinen die Ursache sind. Daraufhin will Mazur wissen, was mit den Geräten los ist und Dax erklärt, dass sie die Gesetze der Wahrscheinlichkeit verändern.



http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Rivalen

Und jetzt wissen wir auch endlich, wie Putin die Wahl manipuliert hat.

Wie der Große Detektiv in solch einem Fall sagen würde: "Elementary, my dear Watson."



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Werwohlf Offline




Beiträge: 759

08.02.2017 21:00
#212 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #211
Ganz im Gegenteil: höchst wahrscheinlich. Wir haben es hier vielleicht mit etwas Gravierenderem zu tun als nur ein paar dusslig angekreuzten Wahlzetteln - nämlich einem Riß im Raum-Zeit-Kontinuum, einem Webfehler im Universum, dessen Auswirkung das Außerkraftsetzen, gar Invertierung des Gesetzes der Wahrscheinlichkeit ist.
Der von seinem Himmelsthron in Brüssel herab gestiegene Erlöser und Retter hat auch diesen Riss längst wieder geschlossen. Hosianna!

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verwandele ich mich in eine Eule oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)

Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

08.02.2017 23:56
#213 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

Zitat von Die Welt, 08.02.2017
Die Stadt Limburg hat das Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ aus dem Repertoire des Rathaus-Glockenspiels gestrichen. Eine Veganerin hatte sich über den tierfeindlichen Text beschwert.

„Dahinter steckt kein ideologisches Motiv, sondern es ist eine zeitlich befristete Schonfrist für eine Frau, die in unmittelbarer Nähe des Rathauses arbeitet und damit das Glockenspiel täglich hört – und sich über das Lied ärgert“, so Laubach.

Inhaltlich gehe es dabei nicht darum, dass besagter Fuchs die Gans stehle. Sondern ihm angedroht werde, dass ihn „der Jäger holen“ werde „mit dem Schießgewehr“. „Seine große, lange Flinte / schießt auf dich den Schrot, / dass dich färbt die rote Tinte/ und dann bist du tot“, heißt es in dem Lied weiter. Dass das Glockenspiel ohne den angeblich tierfeindlichen Text auskommt, war der Frau offenbar kein Trost.



https://www.welt.de/vermischtes/article1...er-Protest.html

Der betreffende Bürgermeister heißt übrigens Hahn.



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Ulrich Elkmann Offline




Beiträge: 6.845

10.02.2017 12:17
#214 RE: Aus der Chronik des laufenden Wahnsinns antworten

*Ouch*

Zitat von Ulrich Elkmann im Beitrag #211
einem Webfehler im Universum, dessen Auswirkung das Außerkraftsetzen, gar Invertierung des Gesetzes der Wahrscheinlichkeit ist.
...
Item 1: Russell Maloney, "Inflexible Logic" ... Exhibit 2: Robert M. Coates, "The Law"
...
In der Fachliteratur findet sich solch ein 3. Fall.


Ja. Guckstu hier: https://www.youtube.com/watch?v=NbInZ5oJ0bc

Zitat
Rosencrantz (Gary Oldman) and Guildenstern (Tim Roth) are riding on horseback. Guildenstern spots a coin on the ground. He gets off and flips the coin.
GUILDENSTERN: Heads. He keeps flipping the coin. Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads … Heads …He throws it up again, and Rosencrantz catches it, looks at the coin and throws it back to Guildenstern. Heads. Rosencrantz gets a coin out of his purse and flips it, covering it with has hand. Bet. Heads, I win. Rosencrantz looks at the coin, says nothing, and throws it to Guildenstern, who covers it with his hand. Again. Guildenstern looks at the coin. Heads. Rosencrantz gets out another coin.
The two continue on horseback, with Guildenstern flipping a coin as he rides. Heads … Heads … Heads … Heads … he drops the coin, and it rolls down the hill. It comes up heads.

[...]
Rosencrantz and Guildenstern are now at camp.
GUILDENSTERN: It must be indicative of something other than the redistribution of wealth. He flips a coin to Rosencrantz, who looks at it.
ROSENCRANTZ: Heads.
GUILDENSTERN: A weaker man might be moved to reexamine his faith. If for nothing at least in the law of probability. He flips another coin to Rosencrantz.
ROSENCRANTZ: Heads.
GUILDENSTERN: Consider. One. Probability is a factor which operates within natural forces. Two. Probability is not operating as a factor. Three. We are now held within un- sub- or super-natural forces. Discuss.
ROSENCRANTZ: What?
GUILDENSTERN: Look at it this way. If six monkeys … if six monkeys … the law of averages, if I’ve got this right, means that if six monkeys are thrown up in the air long enough, they would land on their tails he throws another coin to Rosencrantz about as often as they would land on their
ROSENCRANTZ (looking at the coin): Heads. Getting a bit of a bore, isn’t it.
GUILDENSTERN: I think I have it. Time has stopped dead. The single experience of one coin being spun once is being repeated …
ROSENCRANTZ: Hundred and fifty-six.
GUILDENSTERN: … a hundred and fifty-six times! On the whole, doubtful. Or, a spectacular indication of the principle that each individual coin spun individually is as likely to come down heads as tails, and therefore should cause no surprise each individual time it does.
ROSENCRANTZ: Heads. I’ve never seen anything like it.



Aus der Drehbuchfassung der Verfilmung von Tom Stoppard himself, 1990; die Bühnenfassung wurde letztes Jahr 50.
https://www.qedcat.com/moviemath/rosencrantz.html



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